Gute Nacht Deutschland! Schröder bleibt Kanzler!


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Nicht offen für weitere Antworten.
#26
1.: Wenn die 16 Jahre Kohl an allem Schuld sind, warum gewann er dann jedes Mal?

Mit viel Dussel? Fakt ist doch, die Zahlen sahen 1998 schlimmer aus als heute. Und Ede wollte die selbe Mannschaft wieder an den Start schicken.

2.: Die Arbeitslosenzahlen stiegen nach 1990 an. Schröder hat es nicht geschafft, sie in der gleichen Zeit wieder zu senken.

4,0 gegen 4,2 sind bei mir weniger. 5 % weniger. Es waren sogar mal 10 % weniger - 3,8 Mio.

Ob's die CDU geschafft hätte, weiß ich auch nicht, aber dann wäre das doch eine echte Indikation für einen Wechsel gewesen!

Nein, es wären ja immer noch diesselben Leute gewesen. Eher ein "Wechsel zurück".

Ich bin mit dem Ergebnis zu ganz zufrieden, vorallem erfreut mich die hohe Stimmenanzahl der Stimmen besonders in Großstädten selbst in Bayern durchweg um die 15% + x
 
#27
@tune_in_turn_out:
das hat nix mit spiessigkeit oder intoleranz zu tun. nur, wenn du nicht mal weisst, dass das hier ein radioforum und kein politikforum ist, tuts mir leid. meiner ansicht nach ist dieser thread EINDEUTIG OFF TOPIC! (für den fall, dass du weisst was das bedeutet)
im prinzip kannst du jede thematik auch irgendwie mit radio verknüpfen. das wird hier wohl gerade mit politik gemacht. ich halte mich da raus, finde es unangebracht und fehl am platz.

gruss,
konni
 
#28
@ Radiobayern:

Bist du wirklich so angefressen vom Wahlergebnis, dass du den Witz nicht verstanden hast? Schade, aber ihr Bayern scheint eurem Ober-Bayern in allen Bereichen nachzueifern: Stets steif und unlocker!
 
#30
Das Wahlergebnis ist wie ein MA Ergebnis. Die Verlierer schimpfen, die Gewinner jubeln. Doch für beide gilt: Der Wähler/Hörer hat entschieden - das sollten wir als Medienleute akzeptieren.

So und nun noch ein wenig Politik. 16 Jahre Kohl waren nicht nur falsch, aber auch nicht nur richtig. Zum Schluß gab es ordentlich Reformstau, die Regierung war ausgebrannt und wurde deswegen zurecht abgewählt. ( Der Satz stammt von einem CDU Bundestagsabgeorneten).

Rot-Grün hat einige wichtige Reformen durchgebracht, sich aber an hwichtige Reformen im Arbeitsmarrkt nicht herangetraut. Deswegen wurde die SPD auch bei dieser Wahl auch abgestraft. Dennoch Deutschland hat Rot-Grün eine zweite Chance gegeben, wollen wir hoffen, dass sie die "Warnung der Wähler" verstanden haben.

Union/FDP waren noch nicht soweit. Die CDU muß den Gernationswechsel erst nich vollziehen. Im Kompetenz Team gab es wirklich zuviele alte Gesichter.
Und die FDP? Na, ob die regierungsfähig gewesen wäre, ist doch wohl so sicher nicht.
 
#32
Zum Thema "Die Union ist gut zu den Privaten":

CDU-Mann Bernhard Vogel war mal Minister-Präsident in RP. Er hat das damalige Koordinationsfunk-Modell (Vier Sender teilen sich eine Frequenz und spielen alles von Volksmusik bis Heavy) begeistert als "neues Kapitel in der Rundfunk-Geschichte" gefeiert....

haha...
 
#35
Um das Thema mal in die medienpolitische Schiene zu lenken:

Rundfunk ist Ländersache und hat mit der Bundesregierung nicht viel zu tun. Außer was vielleicht mit Konjunktur und Werbewirtschaft zu tun hat.
Über die Frage, ob es Stoiber mit seiner profillosen Truppe besser könnten, läßt sich nicht streiten. Denn der Beweis kann ja nicht angetreten werden.
Wenn wir uns jetzt mal aus Radiosicht die einzelnen Bundesländer und ihre Rundfunklandschaft anschauen, gibt es wenig Unterschiede.
In Sachsen herrscht Absolutismus (absolute Mehrheit von CDU). Die Folge: massenweise Radioprogramme, die meisten kommen von der PSR-Gruppe. Innovativ ist davon kein Sender.
In Sachsen-Anhalt hat unter SPD-Regierung MDR info und Sputnik Frequenzen bekommen. Das bereichert die Landschaft. (In Sachsen ist MDR info ja nun nach langer Zeit auch auf UKW, aber es hat ewig gedauert!) Auch wenn man sich über die Entwicklung von Sputnik streiten kann, dafür können die Parteien wenig. In Sachsen-Anhalt gibt es Project 89 0 digital - trotz Minimalaufwand innovativ!
In Brandenburg-Berlin gibt es Radio Eins und Fritz. (SPD-regiert)
In dem großen Land Bayern gibt es nur einen landesweiten Sender. Es fehlen Alternativen, wenn man außerhalb der Ballungszentren wohnt. Auch wenn ich finde, dass Antenne ein guter Sender ist. Vielleicht gerade wegen dem Monopol.
In Ba-Wü gibt es ein Kuddelmuddel, was die regionalen Bereichssender angeht; CDU-regiert. In NRW gibt es das WDR-Monopol. (SPD-regiert).
Also überall gibt es Licht und Schatten in der Radiolandschaft, egal welche Partei regiert.
Und was hat es für das Radio für Folgen, wenn Schröder weiterregiert? Hätte Stoiber uns ein Schlaraffenland bereitet?
Wie sagte Harald Schmidt in Talk im Turm sinngemäß: Der Stillstand wird weitergehen, dafür aber mit viel Elan.

<small>[ 25-09-2002, 18:11: Beitrag editiert von Sachsenradio2 ]</small>
 
#36
Allerdings redet niemand darüber, wie die Steuerpolitik der aktuellen und zukünftigen Regierung einzelnen privaten Sender zu schaffen macht. Welche und wie viele Rückstellungen gebildet werden müssen, welche Mitarbeiter nicht mehr als Freie/Feste beschäftigt werden können und durch die BfA mit der Scheinselbstständigkeit zu kämpfen haben.
A.d. Grund stimme ich der ersten Aussage zu. Sorry. Bin Unternehmer.
 
#37
Keine Ahnung wieso ich beim Lesen, dieses Spruches an dieses Forumthema gedacht habe:

Meine Meinung steht fest
- bitte verwirren Sie mich nicht
mit Tatsachen ! <img border="0" title="" alt="[Winken]" src="wink.gif" />
 
#39
Also bei der Steuerpoltik haben sich nun alle nicht mit Ruhm bekleckert:

Es ist ja nun wahrlich nicht so, dass CDU/CSU/FDP in 16 Jahren Kohl nicht die Steuern erhöht haben.
Das Trio hat Rot-Grün 1998 die höchsten Steuersätze in der Geschichte Deutschlands übergeben.
Rot-Grün haben die Steuern dann sanft gesenkt - es hätte aber auch etwas mehr sein dürfen.
 
#40
Soooooo, die Wahl ist kaum vorbei und jetzt wird erstmal wieder die Ökosteuer erhöht! Gute Nacht deutsche Wirtschaft!

Ach? Das hat mit Radio nix zu tun?
Hat es sehr wohl, meine lieben Besserwisser:

Der Verbraucher ist durch diese Ankündigung noch verunsicherter und zurückhaltender als vorher, die Unternehmen sparen weiter bei der Werbung und somit meist zuerst bei der Funkwerbung, die letztendlich den Arbeitsplatz der meisten Leute hier im Forum finanziert.

Vielen Dank liebe Rot-Grün-Wähler!! <img border="0" title="" alt="[W&uuml;tend]" src="mad.gif" />

Mehr sag ich zu dem Thema nicht mehr, weil es viele ja anscheinend sowieso nicht kapieren!

<small>[ 26-09-2002, 19:56: Beitrag editiert von radiobayern ]</small>
 
#41
Ach, der Radio-Bazi...

du ärgerst dich über angebliche Pläne in Sachen Ökosteuer?
Weißt du eigentlich, wie teuer in diesem Jahr eine Maß Bier auf dem Oktoberfest ist???
Das ist das wirkliche Problem!!

Danke Edmund!

Mehr sag' ich zu dem Thema nicht, sonst wird auch noch der Brez'n-Preis erhöht...
 
#42
Tja so ist das, wenn sich die Schröder-Jünger nicht mehr an die Realität erinnern mögen.

Steuersenkung seit '98? bei der Einkommenssteuer nach der ersten Steuerreform nur bei ausgewählten Bevölkerungsgruppen - und da auch nur minimal. Dafür gabs eine leckere Anhebung der sogenannten Verbrauchssteuern - allen voran die Ökosteuer. Immerhin 24 Pfg (13 Cent) seit Amtsantritt pro Liter Benzin. Daß die Maß jetzt teurer ist, liegt nicht zuletzt auch daran (die Fässer laufen halt auch nicht zu Fuß zur Wies'n). Wenn man an den Energiekosten dreht, wird automatisch ALLES teurer - auch die Bahnkarte oder das Busticket. Aber rechnen war noch nie die Stärke der Sozialisten auf unserer Welt. Ach ja - und auf die ehemals beliebten 630-Marks-Bedienungen können die Wiesn-Wirte auch nicht mehr zurückgreifen...
... Und so braucht sich niemand über besonders sparsame deutsche Verbraucher ...

Ach ja, noch ein kleines Reminding zum Thema Vergleich '98 - '02: Als Schröder übernahm, übernahm er einen Aufschwung und zwar hohe, aber deutlich fallende Arbeitslosenzahlen, was ihn dazu bewog, nach nur zwei Wochen Regierung lauthals von 'seinem Aufschwung' zu tönen! Und jetzt, nach 4 Jahren, ist doch wieder Kohl schuld - oder der 11.September, je nach Bildungsgrad des jeweiligen Gegenüber ...
Übrigens - Unter Herrn Vogel gab es außerdem auch RPR ...
... Und die Privatfunkgesetze in den neuen Bundesländern entstanden unter den damals überall regierenden Christdemokraten - jaja, die waren da mal erste Wahl, nach der Wende ...

Geschichte ist was schönes, vor allem, wenn man sie korreckt und komplett festhält - für die Nachwelt ...
 
#44
Ich bin der Meinung, dass es langfristig ziemlich egal ist, wer versuchen soll, den Karren aus dem Dreck zu ziehen. Die Parteien sind sich mittlerweile viel zu ähnlich geworden und die finanzielle Situation lässt so gut wie keinen Spielraum zu.

Es ging jahrelang scheinbar bergauf. Jederman konnte sich ein neues Auto leisten (zumindest auf Pump), die Deutschen sind Weltmeister im Reisen (2 x im Jahr muss man doch mindestens mal raus), der Traum vom Eigenheim ist mit Leichtigkeit realisierbar (sagt die Bank), mit Aktien konnte man reich werden (das ist ja so einfach)... Mensch, ging uns das gut!?
... leider mussten nicht nur Otto-Normalverbraucher sondern auch Unternehmen und der Staat feststellen, dass man auf Dauer nicht mehr Geld ausgeben kann, als man hat! <img border="0" title="" alt="[Boah!]" src="eek.gif" />
 
#45
@KK

Auch wenn ich nix mehr schreiben wollte....
Ein DANKE hat Dein Eintrag verdient!
Genau so, wie Du es schreibst, isses nämlich! Und daß wir von AC keine ernstzunehmenden Beiträge erwarten dürfen, das hat ja die Vergangenheit bereits gezeigt <img border="0" title="" alt="[Ha!]" src="tongue.gif" />
 
#46
Ich finde es doch arg komisch wie einige Radiomacher hier die politische Willensbildung vom Sonntag ausschließlich durch die medienpolitische Brille betrachten und davon abhängig machen, welcher der Kanzlerkandidaten besser die Geschicke unseres Volkes lenken könne.

Tsetse, schaut mal über den eigenen Tellerrand hinaus oder wollt Ihr Euch als Fachidioten bezeichnen lassen müssen?
 
#47
Gäbe es mehr Fachidioten, gäbe es mehr Fachverstand.
Und noch mal zu den Steuern.
Es will doch keiner ernsthaft bestreiten, dass CDU/CSU/FDP in den 90er Jahren die Steuern auf historische Höchstände getrieben haben. Leute - so doof sind wir in der Medienlandschaft doch nun wirklich nicht.
Die Ökosteuer ist ohne Zweifel schmerzhaft, finzanziell und wirtschaftlich im Vergleich zu den Mehrwertsteuererhöhungen unter CDU/CSU/FDP aber halb so schlimm.

Und wenn man schon über die Ökosteuer streitet, dann sollte man bedenken, dass nahezu alle Wirtschaftsinstitute die Ökosteuer für richtig halten. (Übrigens hat die CDU die Ökosteuer in Regierungsgzeiten auch für richtig gehalten).
Wichtig ist nur, dass man durch die Einnahmen der Ökosteuer, die Sozialabgaben senkt. Und das hat Rot-Grün bislang nur unzureichend geschafft. Wenn sie es jetzt nicht packen sind sie halt 2006 raus.

Und was soll es noch für Steuererhöungen geben?
Tabaksteuer? Finde ich richtig, denn die volkswirtschaftliche Schäden durch Rauchen sind höher als die Einnahmen durch die Tabaksteuer.
(Ich rauche selbst)
Die Erbschaftsteuer? Kommt darauf an in welchem Umfang. Bleiben die Freibeträge so hoch wie jetzt, ist es ok. Denn einer der 10 Häuser erbt, darf ruhig mehr zahlen. Einer der ein Haus oder einen Betrieb erbt sollte dagegen von Steuern verschont beliben. Aber das genau sehen die derzeit diskutierten Pläne vor. Wollen nur hoffen das es so bleibt.
Die Vermögensteuer? Die Pläne sehen vor, Vermögen ab 500.000 Euro zu besteuern. Wir reden hier also über DM Millionäre.

Und für alle, die es nicht wissen. Erbschaftsteuer und Vermögenssteuer kassieren in vollem Umfang die Länder. Warten wir mal ab, ob CDU/CSU/FDP das im Bundesrat stoppen. Sie haben ja die Mehrheit dort!
 
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