Hilfe und Erfahrungen mit dem Neumann BCM 705


D0mi0ne

Benutzer
Moin ich brauche Hilfe beim einstellen des Neumann BCM 705 und ob ich ein Fethead brauche.

Ich habe das Neumann BCM 705 an einem PSA1 Arm montiert und das Audiointerface Solid State Logic2 ,
XLR Kabel Mogami.

Hat jemand Erfahrungen mit dem Neumann BCM 705 , brauch das ein Fethead und wenn ja welches?
Welchen Pegel habt ihr bei Audacity eingestellt?

Gibt es noch weitere Besonderheiten bei diesem Mikrofon?
 

Südfunk 3

Benutzer
Moin ich brauche Hilfe beim einstellen des Neumann BCM 705
Was gibt es denn daran einzustellen?

Ich habe das [...] Audiointerface Solid State Logic2
Dies hat bereits einen Mikrofoneingang. Weitere Vorverstärker sind unnötig.

Welchen Pegel habt ihr bei Audacity eingestellt?
Du stellst Vollaussteuerung ein, also den Nennpegel möglichst oft erreichst, jedoch möglichst selten überschreitest. Clipping ist unbedingt zu vermeiden.
 
Zuletzt bearbeitet:

Ralle_Köln

Benutzer
Dieses Audiointerface reicht völlig aus um ein BCM 705 rauschfrei zu verstärken, übrigens auch bei Verwendung jeder beliebigen XLR-Strippe, solange sie nicht defekt ist.

Einzustellen ist eher der Arm, und zwar einfach so, dass Du bei unverkrampfter Körperhaltung ins Mikrofon sprechen kannst, that’s all :)

Und wie von Südfunk 3 schon geschrieben, so Pegeln dass Du an „Deine“ 0 dB(r) rankommst, die, wenn man es so macht wie man hier üblicherweise macht, -9 dB(FS) bedeuten.
 

Funkminister

Benutzer
Von der richtigen Seite 'reinsprechen ist unbedingt von Vorteil.
Einen zusätzlichen Vorverstärker (FetHead) wirst Du nicht benötigen, so "leise" ist das BCM705 nicht. 1,7mV/pa sind auf dem Niveau eines SM58, mit dem jedes 100€-Pult verstärkungstechisch klarkommt.
 

D0mi0ne

Benutzer
Moin mein Neumann BCM 705 klingt zu basslastig.
Ich habe es an einem Solid State Logic 2 angeschlossen und mit Tritron Fethead.
Warum klingt es so basslastig?
Was braucht dieses Mikrofon an gain?
Was soll ich bei audacity eisntellen?
Der Bass ist so krass, dass ich das Gefühl habe für meinen Podcast ist das too much.
Könnt ihr mir da weiterhelfen?
Oder sollte ich mir das Shure sm7b holen?
Klingt das besser, habe gelesen, das man den Bassanhebung am Mikrofon selber abstellen kann.
 

Philclock

Benutzer
Hm dann probiere das mal ohne den Fethead,
vielleicht braucht das dein Solid State Logic 2 nicht.

So klingt das bei mir am Rodecaster Pro mit Fethead :


Uns so klingt das bei mir am Rodecaster Pro ohne Fethead :

 

RiccardoNL

Benutzer
I apologize for writing in English, but anyways: I’ve had a Neumann BCM 705 and experienced the same problem. The microphone simply does not sound clear, but has a ‘muffled’ sound to it. Probably that’s what you meant too.

I have tried many things with the mic: other positions, more distance to speaking into it, EQ’s, different compression and what not. The verdict: it’s the microphone. I sold it and bought a Rode Broadcaster, which is a much clearer microphone. But unlike the BCM, it is a condensor microphone. If you’re keen on using a dynamic microphone, yes, the SM7B is a better option.
 

Südfunk 3

Benutzer
Bevor wir hier ins blaue hinein Mikrofone pauschal as „gut“ oder „schlecht“ klassifizieren, wären ein paar nähere Informationen über den gesamten Signalweg nützlich. Wurde EQ angewandt? Wird irgendwo ein Eingang überfahren? Klangbeispiele (mit und ohne „Fethead“) wären von Nutzen.

Klar ist, daß das BCM 705 immer etwas abfällt, wenn man es direkt mit z. B. Kondensatormikrofonen vergleicht, jedoch ist innerlich der Wandler des MD 441 verbaut, welches wiederum wahrlich kein schlechtes Mikrofon ist, sonst gäbe es jenes nicht schon über vierzig Jahre. Eine klug angewendete Entzerrung wirkt hier meistens schon Wunder.
 

Ralle_Köln

Benutzer
... und: vielleicht nicht ganz so nah besprechen, wenn es zu basslastig ist.
Ich könnte mir vorstellen, dass es mit etwas mehr Abstand und ggf -2 dB in den Tiefen (muss man ausprobieren, bei meiner Stimme würde ich etwa bei 175 Hz, Q 1 ansetzen) sehr ausgewogen klingt.
 

RadioNerd2018

Benutzer
Ich habe eher das Problem, dass das BCM 705 am RODECASTER Pro wieder mal zu dumpf klingt.

Das Mic hängt mit einem Preamp davor (Klark Teknik CT 1; ähnlich FetHead, nur günstiger und nicht ganz so "stark") am RODECASTER. Die Einstellungen sind "Dynamic Microphone", Level ist bei 30, Phantomspeisung für den CT1 an. Im Audio Processing habe ich alle Funktionen (High-pass Filter, Noise Gate, De-esser, Compressor und Aphex) aktiviert. Genauen Einstellungen kann ich bei Interesse gerne noch posten.

Aber im Vergleich zu meinem BCM 104 klingt es einfach dumpf und fad. Klar, ist eine ganz andere Charakteristik, aber dennoch dürfte der Unterschied nicht sooo immens sein. Da klingt sogar das PODMIC von Rode etwas wärmer und besser. Jemand eine Idee?

Die Kompressor-Einstellungen sind für mich böhmische Dörfer. Was muss ich da justieren, damit dieser "dumpfe Klang" etwas weggeht?

Eine Probeaufnahme ist mal anbei.
 

Anhänge

  • BCM 705_dumpf.mp3
    287,6 KB · Aufrufe: 9

Ralle_Köln

Benutzer
Am Besten erstmal alle Effekte rausnehmen - und dann mit dem EQ anfangen.
Ich würde nichts anheben, aber erstmal absenken, was mich stört.
Sollte das immer noch nicht genügen kann man die anderen Stufen behutsam dazumehnen. Erstmal „Nullen“, damit sie auch mach dem Einschleifen erstmal nichts machen, dann vorsichtig an den Einstellungen drehen.

Eine zu starke Kompession wird häufig als klebrig empfunden. Wenn schon komprimiert werden soll, probiere erstmal ein 1:1,4, Eingreifpunkt bei -9 dB(r) (vorausgesetzt Du steuerst alles auf 0 dB(r) aus), 70 ms attack 500, ms release. Bedenke, dass ein Kompressor erstmal den Spitzenpegel reduziert, da - in diesem Beispiel - alles über -9 dB(r) um den Faktor 1,4 reduziert. Es sollte irgendwo eine Funktion „make up gain“ geben, die dass dan wieder aufholt - bis man in den Spitzen wieder die 0 dB(r) erreicht hat - dann hat man sein verdichtetes Signal.

Erfahrungsgemäß ergibt das bei geübten Sprechern eine Loudness Range von um die 4 LU, also das undynamischste, was im Fernsehen üblicherweise so gemacht wird.

Erhöhst Du das Verhältnis - also in Richtung 1:“immer größer“ wird das Signal dichter und in der Gesamtlautheit lauter. Das führt schnell zu einem mumpfigen, klebrigen Eindruck.
Attack gibt den Wert an, nach wie vielen Millisekunden das Signal angefasst wird, Release, wie schnell Dein Kompressor die Pegelreduktion wieder „aufgibt“, bis der Angriffspunkt das nächste mal überschritten wird.
Man kann jetzt Abhandlungen schreiben, aber schnell merkt man beim Ausprobieren: zu kurze Zeiten können das Signal zum zerren bringen (und das ist dann auch wieder Geräteabhängig, welcher Kompressor wie reagiert), zu lange machen die Regelvorgänge hörbar, häufig als „pumpen“ beschrieben.

Kann man beim eingesetzten Gerät beeinflussen, ich welcher Reihenfolge die Schritte erfolgen?

Und: weniger ist mehr! Hochpass - sinnvoll. Kompressor - in Maßen sinnvoll. EQ - in Maßen sinnvoll. De-Esser brauchst Du nur, wenn Du beim Sprechen von S-Lauten ein unangenehmes Zischen in der Aufnahme produzierst, ansonsten ausschalten. Kann den Hochtonbereich fies verfälschen. Und was „Aphex“ in der Kiste macht müsste ich nachschlagen.

Versteht mich nicht falsch, aber das hat ein bisschen was von „mein Auto hat ne tolle Standheizung, hab ich teuer mitbezahlt. Also nutze ich die auch - auch im Sommer“.
 

Funkminister

Benutzer
Gerade der De-Esser kann mehr Schaden anrichten als nützen, wenn er nicht akkurat einstellbar ist. Wenn der pauschal den Hochtonbereich wegkomprimiert, wird der Gesamtklang dumpf.
 
Oben