hr 3 gibt´s zu...


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#1
1972 waren reine Musikprogramme in der Radiolandschaft noch genauso Zukunftsmusik wie Jugendwellen. Im Alleingang hatte der Bayerische Rundfunk bereits am 1. April 1971 eine Servicewelle gestartet: "Bayern 3. Die Servicewelle von Radio München", inspiriert vom Erfolg der österreichischen Nachbarwelle Ö3, die bereits 1967 ihren Sendebetrieb aufgenommen hatte.
(aus der hr3 Homepage...)
 
#3
soll heißen: ö3 war das Vorbild für alle Servicewellen Deutschlands. Wußt ich nicht. Ich dacht immer SWF3 wäre die erste Popwelle Deutschlands gewesen, oder eigentlich Radio Luxemburg mit dem ersten Verkehrsservice für Nordrhein Westfalen...
 
#7
Wieso Pech? Ich erfahre doch so ganz nützliche Infos. Ich find´s nur interessant, wie lange es gedauert hat, bis man zugibt, kopiert zu haben. Die Seesender wie Radio London oder Veronica haben 1964 schon viel aus den USA kopiert wie z.B. mit gesungenen Jingles (damals Pams). Davon haben sich viele öffentlich rechtliche Sender inspirieren lassen (BBC1, Hilversum 3, SWF3) Nur damals war ja der "Kommerz" pfui und die Seesender so illegal und kriminell (vgl. alte Spiegel-Artikel).

Heute hören sich doch die Sender auch deswegen alle gleich an, weil es viel leichter ist im Internet nachzuschauen, was die anderen Sender machen/spielen als sich was Neues auszudenken.
 
#8
das was früher ö3 war ist heute fm4. einige deutsche hätten auch gerne einen progressiven sender, der nicht ausschließlich der quote nachläuft und auch einmal etwas riskiert.
 
#9
N-joy könnte sowas machen, da kein Werbedruck da ist. FM4 darf ja ö3 noch nicht so viel wegnehmen, aber immerhin die erste Werbung läuft ja bereits. Aber überall wo man sich allein durch Werbung finanziert zählt leider nur die Quantität an Hörern, die das Programm via Research bestimmen.

Meine These: Die vielen Jugendsender, die so entstanden sind, haben ja nur vordergründig den "Kulturauftrag". Für die Langzeitplaner
sind sie nur Sicherheiten, falls die großen Serviceradio-Flagschiffe SWR3 oder ö3 mal abtauchen wegen natürlicher Sterberate bzw. Imageverlust in der Zielgruppe.
Dann kann man aus den noch kultigen Jugendradios wieder Breitbandradios machen. Es kommt eben auch darauf an, mit welchen Sendern die Jugend aufwächst und später an an ihrer Marke festhält.
 
#11
FM4 könnte langsam immer kommerzieller werden, ganz langsam ganz unauffällig ohne den Kultcharakter zu verlieren. Die Zeit wird kommen, wir sprechen uns in einer paar Jahren wieder...
 
#12
bis jetzt ist aber das gegenteil der fall. fm4 wird immer spezieller. das hört man teilweise am musikprogramm, so wurden zum start des 24h programmes titeln wie join me von him gespielt. die sind jetzt wieder draussen. andreas schneider, der anfänglich zwischen 17h und 19h auf fm4 zu hören war, ist auf grund seiner formatradiomoderationstechnik, die bei fm4 hören nicht sonderlich ankam, auch wieder bei ö3. und die titelauswahl der fm4 soundselection cds ist von alternative-hits auf geheimtipps umgestellt worden.
der orf hat fm4 ganz klar als spartenprogramm positioniert, das seine stammhörer hat, die begeistert von ihrem sender sind und die durch div. off air aktionen, wie die fm4 feste, stark an den sender gebunden sind.
einen paradigma wechsel bei fm4 sehe ich in naher zukunft also nicht, da müssten die privaten ö3 schon überholen (siehe ferne zukunft).
 
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