MDR TWEENS


#1
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#2
Auf DAB+ findet sich Tweens bisher noch nicht. Davon abgesehen bastelt der mdr aber schon länger an einem Kinderradio. Meines Wissens nach heißt der Programm Figarino und ist nur als Webstream empfangbar. Das man jetzt auch noch ein zweites Kinderradio parallel dazu etablieren will, ist irgendwie schon ein wenig suspekt.
 
#4
Figarino als 24/7-Kinderradio gibt es weiter, soll aber in Tweens ein Fenster erhalten. Tweens ist eher ein jüngeres Sputnik für die Generation Pubertät. Ob das nun wirklich nötig ist, sei mal dahingestellt. Inzwischen sendet Tweens auch auf DAB+. Die Klangfetischisten werden auf die Barrikaden gehen, denn der MDR hat dafür die Datenraten der anderen Programme bis auf 72, bzw. 48 kbit/s runtergeschraubt, damit der neue noch Platz hat. Rechtlich übrigens völlig okay, der MDR darf als Drei-Länder-Anstalt mit Stichtag 1.4.2004 drei Zusatz-Wellen auf DAB+ starten (der WDR z.B. im Vergleich nur eine und der BR wendet ein eigenes Gesetz an und stellt sich damit über den Rundfunkstaatsvertrag)
 
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#5
Einen Sinn ergibt das aber trotzdem nicht. Wer hätte denn den mdr gehindert das Programm von Figarino entsprechend zu erweitern und dieses dann auf die entsprechenden Ausspielwege aufzuschalten. Das ist pure Gebührenverschwendung, zumal man bei anderen mdr-Programmen auch noch mit dem "Sparzwang" inhaltliche Einschränkungen legitimiert. Völlig daneben.
 
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JB

RADIOSZENE
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#6
Die Erklärung steht hier: "Der Name TWEENS leitet sich dabei vom englischen „between“ (dazwischen) ab und bezeichnet Kinder, „die zwischen zwei Phasen des Lebens stehen – also zwischen Kindheit und Jugend“. Auf DAB+ und im Web läuft bereits Musk mit Jingles "Wir funken dazwischen!":
 

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#7
Ich verstehe das auch nicht, bei Figarino im Webchannel laufen z.B. Hörspiele und Kinderlieder, beim neuen Tween gibt es dagegen eine David Guetta/Mark Forster/Ariana Grande-Dauerberieselung, hin und wieder mal ein fragwürdiger Kiddie-Rap-Song wie eben irgendwas mit "Mein Whatsapp". Eher eine peinliche Nummer...
 
#11
Welcher Klang? Also zumindest in Sachsen macht sich der insgesamt schlechtere Klang der mdr-Programme per DAB+ deutlich bemerkbar. Jetzt zischelt es merklich, je nach Alter der gerade laufenden Musik, und auch sonst klingt vieles eher nach Blech. Da hätte man parallel zur Aufschaltung mal den Klang nachjustieren müssen. In Thüringen und Sachsen-Anhalt ist das vermutlich nicht ganz so extrem hörbar, weil man dort keinen Privaten mit an Board hat, den man vorerst nicht los wird.
 
#12
Abgesehen davon, dass ich dem DeutschPop-Dudler Teddy nichts abgewinnen kann, empfinde ich es als blanken Hohn wie der MDR dem Trend hinterherhecheln zu versucht. Überall dort, wo die Privatwirtschaft erfolgreich in einer Nische arbeitet, drängt sich der gebührenfinanzierte Rundfunk mit werbefreien Angeboten hinein um den Markt abzugrasen, schafft es aber selber nicht, ein ansprechendes Angebot für Menschen zwischen 14 und 29 anzubieten, lässt große Teile der anspruchsvolleren Mittelschicht von 49+ unversorgt und bietet ein Fernsehprogramm, das zuweilen nicht von kommerziellen Anbietern zu unterscheiden ist.

Das ist nicht Aufgabe der ARD Länderanstalten, sich in Konkurrenz zum Privatrundfunk zu stellen. Erst einmal heißt es, selber gute Ideen haben und diese erfolgreich umzusetzen, statt schlecht zu kopieren.
Dass der MDR es nicht kann, zeigen bereits seine Angebote Sputnik und Jump sowie teilweise MDR 1.
 
#14
Welcher Klang? Also zumindest in Sachsen macht sich der insgesamt schlechtere Klang der mdr-Programme per DAB+ deutlich bemerkbar. Jetzt zischelt es merklich, je nach Alter der gerade laufenden Musik, und auch sonst klingt vieles eher nach Blech. Da hätte man parallel zur Aufschaltung mal den Klang nachjustieren müssen. In Thüringen und Sachsen-Anhalt ist das vermutlich nicht ganz so extrem hörbar, weil man dort keinen Privaten mit an Board hat, den man vorerst nicht los wird.
Warum macht man nicht einfach 96 kbps in EEP-2B? 1. Vorteil: Fehlerschutz nicht viel anders als EEP-3A 2. Vorteil Mehr Bitrate und damit mehr Klangbrillianz möglich. 3. Vorteil man nutzt die vorhandenen CUs sehr effizient. Vielleicht kann das jemand, der öfter mit dem MDR in Kontakt steht, mal genau so vorschlagen.
 
#15
Dass der MDR es nicht kann, zeigen bereits seine Angebote Sputnik und Jump sowie teilweise MDR 1.
Im gesamten mdr-Rundfunk muss man anspruchsvolles Programm mit der Lupe suchen und das seit Anbeginn seiner Existenz. Wenn irgendeine Anstalt den öffentlich-rechtlichen Rundfunk ad absurdum führt, dann ist es der mdr. Das war dort aber schon immer so, egal ob im Rundfunk- oder im TV-Bereich.
 
#17
gerade in Sachsen sollte man das Geld nicht in einen weiteren Kanal pumpen, der unterhalb der Wahrnehmungsschwelle stattfindet. Fundierte Nachrichten, gute Recherchen - in Sachsen gäbe es unendlich viel zu berichten, zu diskutieren, zu hinterfragen... Das ist echt unglaublich - und spielt der völkischen Opposition einmal mehr in die Hände. Instinktlos bis zur Kotzgrenze.
 
#19
genau Kinder, bleibt zu Hause und spielt ein bisschen Computer bei dem Wetter. Dazu leckere Lebkuchen für den kleinen Hunger zwischendurch. Und liebe Kinder: Bitte nicht bewegen draußen, es regnet! Danke für den Service.
 
#20
in Sachsen gäbe es unendlich viel zu berichten, zu diskutieren, zu hinterfragen
Wieso nur in Sachsen? Das sieht in den anderen beiden MDR-Ländern doch nicht wesentlich besser aus - Beispiel Thüringen. Letztlich kann man nur noch fragen, ob es dort gesellschaftlich u.a. auch deshalb so ist, weil der MDR seit Anbeginn diese dödelige, intelligenzbefreite, humanismus-befreite Programmflotte aufbot oder ob die Programme inzwischen einfach nur perfekt auf die Ansprüche vor Ort zugeschnitten werden. Mein Gefühl tendiert zu ersterem: Teil-Mitschuld des MDR an der gesellschaftlichen Situation. Die Schleimspur der Anbiederung an die primitivstmöglichen Erwartungen potentieller "Hörer" ist beim MDR seit 1992 dermaßen penetrant gewesen, dass einem die Worte fehlen (zumindest Worte, die noch halbwegs anständig sind). Wer noch ein kleinwenig Selbstachtung hatte, musste den MDR stets meiden - und die Region, für die er sendet, inzwischen längst auch.
 
#23
@olliver_55: da kenne ich so manche Westdeutsche, die das inzwischen auch gerne machen würden. Vielleicht verdiente das Mäuerchen dann seinen Namen ja endlich auch mal zurecht?

Dem :wall: nach zu urteilen wärst Du dann wohl irgendwie eingemauert, wenns dazu käme? Westberlin? ;)

Aber hier ging es um den MDR-Hörfunk, bei dem man von Anfang an Spuren von Intelligenz, Humanismus und Hinführung der Menschen zu gesellschaftlichem Verantwortungsbewusstsein mit der Lupe suchen musste. Ausnahme: die Sputnik-Phase unter Eric Markuse. Das war Radio für Menschen mit aufrechtem Gang. Schon wieder 8 Jahre Geschichte...
 
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