Media-Analyse 2006 Radio I: Berlin


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Nicht offen für weitere Antworten.
#1
Heute morgen beim Frühstück (war ein grosser Fehler) habe ich nach 1 Jahr Abstinenz mal wieder NRJ B. per Stream gehört. Als ich dann deren Nachrichten gehört habe ist mir der Bart ausgefallen !!!

Moderation in Du-Form... ok- Geschmackssache. Aber NACHRICHTEN in Du-Form (!) ...das traue ich ja nicht mal Radio Teddy zu. Sorry, aber ich fands furchtbar.
Macht meines wissens ja nicht mal KISS FM, oder?

Nach diesem Gruselerlebnis wette ich 1000 virtuelle Euro, dass KISS gegenüber NRJ erneut Boden wett machen wird.
(In maximal 2 Jahren wird Marco die Deppen von Schürger sogar überholen...)

Ausserdem werden die Grossen (rs2 und RTL) im vertretbaren Bereich verlieren/gewinnen.

Loosen werden wieder Fritz und Radio Eins.

Spree und BRF vermag ich nicht zu tippen - lange nicht mehr gehört. Wünsche Trus aber alles gute ;)


jetzt dürft ihr mich zerreissen :rolleyes:
 
#2
AW: MA-Berlin / Gaudithread :)

Also, das musst Du mir mal erklären. Die Qualität von KISS und ENERGY ist mit bloßem Auge nicht voneinander zu unterscheiden. In einem Parallelthread beschwerst Du Dich darüber, dass die MA sowieso nur Lug & Trug sei.
 
#3
AW: MA-Berlin / Gaudithread :)

Kiss FM ist definitiv näher dran an der Berliner Jugend und hat ein klares Musikformat, das in Berlin gut ankommt... Würde mich nicht wundern, wenn die wieder an Hörern gewinnen.
Plus: Jazzradio "knackt" wieder die 8.000-Hörer-Grenze :D
 
#4
AW: MA-Berlin

@ algaszar

mit "lug & trug" sage ich nicht, dass sie nicht trends zeigen kann. ich behaupte sie ist einfach zu ungenau.
auch eine radiowatch beispielsweise würde die marktführerschaft in stadt XY nicht umdrehen, aber die gigantischen schwankungen würden wegfallen.
wie zum beispiel der erneute verlust von oldie 95 in HH, die letztes mal noch gefeiert haben. dafür feiert diesmal alster. und nächstes mal kanns wieder umgekehrt sein, wetten?

die erhebungsmethode geht klar gegen die kleineren. und weil die grossen den grossteil bezahlen wird sich auch nie was ändern. mit der radiowatch würden die platzhirschen immer noch führen aber deutlich federn lassen.

und dir zuliebe hab ich das jetzt nicht fett geschrieben... :)
 
#5
AW: Media-Analyse 2006 Radio I: Berlin

Auffällig ist, daß die Gewinner in Berlin und Brandenburg entweder Spartenprogramme sind (Star FM, KlassikRadio, Jam FM) oder aber Programme mit wirklich vielfältiger Musikprogrammierung (radioeins, Spreeradio, Antenne Brandenburg).

Andersherum: Dudelfunker verlieren durch die Bank. Schön! :)
 
#6
AW: Media-Analyse 2006 Radio I: Berlin

Ich weiß ja, daß Du ein Freund von Spreeradio bist, aber sei mal ehrlich: Erfolgreich nenne ich diese Zahlen nicht für ein Programm, hinter dem ein Riesenaufwand steckt und das dann nach knapp 2 Jahren mal 6000 Hörer mehr hat, als die kostengünstige Light-AC-Welle Paradiso. Zumal vor dem Hintergrund des riesigen Potentials an weggebrochenen 100,6 Hörern und Verlusten bei 88.8. Ich glaube nicht, daß man allzu froh gestimmt ist da oben im Cowdamn-Karree.
 
#7
AW: Media-Analyse 2006 Radio I: Berlin

Angesichts der Hörerzahl vermutlich nicht, angesichts der Entwicklung möglicherweise schon. Immerhin hat Spreeradio ein wenig zugelegt, während die meisten der Konkurrenten verloren haben, wenn auch von einem höherem Ausgangsniveau.

Daß Qualität Zeit braucht, um sich zu etablieren, zeigt das Beispiel radioeins. Ob die Gesellschafter Trus diese Zeit geben, ist eine andere Frage.
 
#8
AW: Media-Analyse 2006 Radio I: Berlin

Radio 1 überrascht mich in der Tat. Dieses doch sperrigere Programm kann sich so gut behaupten gegen die Dudler mit Minimalplaylist und Linercardablesenden Praktikanten + eingekaufter Comedy im Wortbereich.
Wenn es so weiterläuft, wird der ORB mit seiner schon oft totgesagten Popwelle für Erwachsene noch RTL vom Thron stoßen.
Spreeradio kann ich nicht beurteilen, nie gehört seit der Umstellung.
 
#10
AW: Media-Analyse 2006 Radio I: Berlin

Qualität braucht Zeit um sich durchzusetzen, okay kann man mittragen. Die Gleichung Spreeradio gleich Qualitätsradio geht für mich nicht auf. Sorry, da sind mir einfach zu viele Unbekannte drin, auch wenn der Qualitätsbegriff stets subjektiv ist.

Bei Spree klaffen einfach Aufwand und Ergebnis zu weit auseinander. Der minimale Reichweitengewinn basiert auf einem stagnierenden Hörer/gestern- Wert. Außerdem ist mit 100,6 ein Hauptwettbewerber mehr oder weniger in der Herbstwelle 2005 ausstiegen. Spree hat nur 50+ Hörern, die sie eigentlich nicht mehr haben wollen, zulegt. Ich erinnere mich noch relativ gut an eine Anzeige, die zeitnah zum Formatwechsel in der w+v mit Schmitter und Trus erschien, Headline: Operation gelungen. Mir fällt da eher ein Satz mit x ein.
Paradiso und 88,8 konnten auch nicht zulegen. Ketzerische Frage, was wäre aus deren Reichweiten geworden von die 100,6er vernünftig weitergesendet hätten… - die Antwort kennt nur der Wind.
 
#11
AW: Media-Analyse 2006 Radio I: Berlin

Zitat von Detlef Noormann:
"Der massive Angriff von öffentlich-rechtlichen und privaten Sendern auf den Berliner Rundfunk hat zwar Spuren hinterlassen und wir müssen Verluste hinnehmen..."
Die böse Konkurenz sorgt also dafür, dass sich der Berliner Rundfunk weiterhin auf Tahlfahrt befindet.:wow:

Nun, woran liegt es denn wirklich?
 
#12
AW: Media-Analyse 2006 Radio I: Berlin

Ich werde diesen Rundfunk Berlin-Brandenburg irgendwie nie innerlich bewältigen...irgendwas sträubt sich bei mir dagegen.
Tief in mir drin blüht immer noch der Osten und das freie Berlin und das deutschlandradio heisst Rias...
 
#13
AW: Media-Analyse 2006 Radio I: Berlin

Zitat von Radiocat:
Ich werde diesen Rundfunk Berlin-Brandenburg irgendwie nie innerlich bewältigen...irgendwas sträubt sich bei mir dagegen.
Tief in mir drin blüht immer noch der Osten und das freie Berlin und das deutschlandradio heisst Rias...
es gibt sie noch, die unverbesserlichen Romantiker :D
 
#14
AW: Media-Analyse 2006 Radio I: Berlin

Sehr interessante MA!!!

Wo sind die 100,6 Hörer geblieben??? Sicher nicht bei MOTOR FM!? Viele haben verloren, wenige gewonnen!? Sollten die Hörer im Nordosten wirklich von 100,6 zu Powerradio gewechselt sein??? Bzw. zu Oldie Star 104.9???
Was sagen die Fachleute ? Wird einfach weniger Radio gehört? (AB hat zwar gewonnen, aber es fehlen ja noch ein paar tausend!?)

(Bye the way...das der Berliner Rundfunk verliert, wundert es jemanden? Seit Jahren täglich die gleichen Song...NEIN DANKE!!!)

Was geschieht mit Hörern die Sender angeben, die nicht an der MA teilnehmen? Gibt es irgendwo ne heimliche Liste???
 
#16
AW: Media-Analyse 2006 Radio I: Berlin

Zitat von Rösselmann:
Ich weiß ja, daß Du ein Freund von Spreeradio bist, aber sei mal ehrlich: Erfolgreich nenne ich diese Zahlen nicht für ein Programm, hinter dem ein Riesenaufwand steckt und das dann nach knapp 2 Jahren mal 6000 Hörer mehr hat, als die kostengünstige Light-AC-Welle Paradiso. Zumal vor dem Hintergrund des riesigen Potentials an weggebrochenen 100,6 Hörern und Verlusten bei 88.8. Ich glaube nicht, daß man allzu froh gestimmt ist da oben im Cowdamn-Karree.
Du denkst aber schon daran, daß die MA 2006 I nicht das JETZT zeigt?
 
#17
AW: Media-Analyse 2006 Radio I: Berlin

Ja. Hast Du denn eine Kristallkugel? Oder meinst Du die Sache mit 100,6? Die waren aber auch schon während des Umfragezeitraums nur noch ein Schatten ihrer selbst.
 
#18
AW: Media-Analyse 2006 Radio I: Berlin

@ Rösselmann

:) Nöö, natürlich habe ich keine Kristallkugel. Ich meinte, die letzte Welle die bei Spree einen Tick besser gewesen sein muß. Die Steigerung kommt durch die abstruse Mixmethode natürlich nur langsam. Schaue mal auf die konkreten Zahlen der zweiten Welle bei Spree. Ich habe sie leider nicht vorliegen, aber die muß um einiges höher gewesen sein, sonst kommt ja im Mittel keine Steigerung heraus.

Gute Gesellschafter setzen weiterhin auf Jochen, der meinen vollsten Respektals Moderator hat. Als PD kann ich ihn nicht beurteilen, aber menschlich ist Jochen ja eigentlich ok (zumindest für mich).

Ich kann nicht ganz nachvollziehen, was Du mit 100,6 willst. Das Thema ist für mich durch den Verlust der Lizenz gänzlich abgehakt. Jetzt schließe ich nur noch Wetten ab, wann dasExperiment Motor FM / Netzeitung finanziell den Geist aufgibt. Ich wünsche den Verantwortlichen alles Glück Berlins, aber das Konzept wird nie aufgehen (Ich stelle mir gerade vor ich moderiere ein exklusives Interview mit Schampus-Wowie ab und starte dann Lala in the Gummi mit Alterive Rock aus Grönland - Schade um das Interview).

Private gibts in Berlin seit dem Start von Radio 100 vom unsäglichen wirtschaftskriminellen Thimme. Im April '87 folgte der Froschfunk aus der Paulsbornerstraße.

Seit Energy und RTL starteten und die anderen hinterher kamen bewegt sich der Marktdoch nur noch marginal. RS2 hat 6 Jahre gebraucht als ME TOO von RTL den Vorreiter vom Thrn zu stoßen und setzt das Konzept konsequent fort. Bei denen ist die Manpower seit Jahren besser, das ist Champions League.

Bahnbrechende Schwankungen wird es in Berlin auf Jahre hinaus nicht geben. KISS z.B. überrollt NRJ nicht einfach, weils nicht geht. KISS knabbert langsam an der Aufgabe und wird sie schaffen. Jeder kleine Schritt führ zum Ziel und auch da ist man gut beraten Brandt langfristig zu halten.

Etc., etc., etc.

Schöne Grüße
 
#19
AW: Media-Analyse 2006 Radio I: Berlin

Zitat von StReutlinger:
Bahnbrechende Schwankungen wird es in Berlin auf Jahre hinaus nicht geben. KISS z.B. überrollt NRJ nicht einfach, weils nicht geht. KISS knabbert langsam an der Aufgabe und wird sie schaffen. Jeder kleine Schritt führ zum Ziel und auch da ist man gut beraten Brandt langfristig zu halten.
... besonders, wenn es einem so einfach gemacht wird. :p
 
#20
AW: Media-Analyse 2006 Radio I: Berlin

Boah, is dat langweilig.
Wie jedes Mal gibt es nur Gewinner.
Zitat von rbb:
Hohe Akzeptanz für die Radioprogramme des RBB
Zitat von Spreeradio:
105'5 Spreeradio - weiterhin im Aufwärtstrend
Zitat von RTL:
104.6 RTL - meistgehörter Radiosender von ganz Berlin
Zitat von Kiss FM:
KISS FM baut Position als stärkster Jugendsender in Berlin weiter aus
Zitat von Berliner Rundfunk:
Berliner Rundfunk : Position am Berliner Radiomarkt verteidigt
Zitat von rs2:
rs2 verteidigt hart umkämpften Radio-Spitzenplatz in Berlin
Ich freu mich für die die jetzt mit einer MA-Prämie ihren Kontostand etwas aufbessern können.
Abschließend noch etwas aus der morgigen "Berliner Zeitung" dass mich schmunzeln ließ.
Zitat von Berliner Zeitung 09.03.2006:
Die Umbenennung des öffentlich-rechtlichen Stadtradios 88,8 in Radio Berlin dagegen hat bislang wenig genutzt, minus 11 000 Hörer sind schon eine deutliche Schlappe. Hallo Hertha! Noch steht der RBB hinter den Verantwortlichen, heißt es, aber jetzt muss die Mannschaft ran und endlich mal wieder gewinnen. Drei Hörer mindestens.
Hier gibts den kompletten Artikel!
 
#21
AW: Media-Analyse 2006 Radio I: Berlin

Liebe Freunde von Jochen, Spreeradio im Aufwärtstrend?

MA 2004 I - 60.000
MA 2004 II - 51.000
MA 2005 I - 44.000
MA 2005II - 44.000
MA 2006 I - 46.000

Vor dem Hintergrund der massiven Investitionen in Personal (Trus) und Werbung ist das doch ein sehr mageres Ergebnis. Paradiso schafft mit einem Billigprogramm von der Stange 40.000 Hörer, nur 13% weniger!
Bei Spree klaffen einfach Aufwand und Ertrag viel zu weit auseinander. Man gewinnt den marktführenden Morningshow-Moderator, der dann, als es noch 100,6 gab, von einem Nobody wie Gabor Steiner geschlagen wurde? Vor dem Hintergrund des Marktaustrittes von 100,6 hätten die Spree-Zahlen einfach besser ausfallen müssen. Oder, die Frühjahreswelle 2005 ist für Spree äußerst schlecht ausgefallen, die Herbstwelle hat dieses dann korrigiert. Dafür kann ich aber eigentlich keine Anzeichen erkennen.
Mein Fazit, der Spree-Relaunch ist fehlgeschlagen. Eine Morningshow wie alle anderen auch, eine bunte Musikmischung, die aber nicht wirklich überzeugen kann und eine austauschbare Billigmoderation über den Tag. Sind das USPs? Warum soll denn ein Hörer Spree hören? Für was steht Spree in Berlin? Spree ist nach meiner Auffassung in keiner Disziplin wirklich besser als ein anderes Berliner Programm und schafft somit nicht ausreichend Gründe, dass Hörer zu Spree wechseln. Wie es besser mit sehr wenig Geld geht zeigt doch die Ostseewelle. Respekt, was die in Rostock aus diesem Gurkenprogramm gemacht haben. Auch wenn die Wettbewerbsverhältnisse in MV ganz anders geartet sind.
 
#22
AW: Media-Analyse 2006 Radio I: Berlin

@ Ex-Radiospion:

Der Artikel bewist, daß Journalisten sich durch die Tatsache, daß sie vom Thema keine Ahnung haben, noch lange nicht vom Schreiben eines Artikels abhalten lassen.

Die jetzt veröffentlichten Zahlen wurden zu einer Zeit erhoben, als die Umbenennung von 88acht noch nicht einmal bekanntgegeben worden war, geschweige denn stattgefunden hätte. Wie also hätte diese Umbenennung dem Sender in dieser MA nutzen können? :wall:
 
#23
AW: Media-Analyse 2006 Radio I: Berlin

@makeitso

Das hieße ja, daß die Zahlen der MA 2006 I bereits im August 2005 feststanden. Anfang September wurde die für den 7. November geplante Umstellung des 88,8-Programms bekanntgegeben.

Das heißt der vermutlich große Absturz in der Quote steht 88,8 in der MA 2006 II bevor.

Wieviel Zeit vor Veröffentlichung ist denn die Media-Anlyse besiegelt ?
 
#24
AW: Media-Analyse 2006 Radio I: Berlin

Es geht nicht darum, wann die MA "besiegelt" ist, sondern darum, wann die Zahlen erhoben werden. Und das war bei der jetzt veröffentlichten Welle m. W. zwischen September und November 2005 der Fall, also genau bis zur Umbenennung des Programms.

Allerdings tat sich auch vor der Umbenennung schon einiges, z. B. in der Musikauswahl, was sich in der MA niedergeschlagen haben mag.
 
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