Neues aus Ostbelgien


#2
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Die Quelle ist dieselbe: PR1-Presseagentur
Wie praktisch, dass diese zur genannten "Mediengesellschaft" gehoert.
Dolchstosslegenden sollte diese besser nicht verbreiten, da das keine Chancen - worauf auch immer - erhoeht...
D. Hermans ist immerhin fleissig mit der Produktion durchaus brauchbarer TV-Beitraege zugange, die ihm die Finanzierung des exquisiten PR1-Studios erleichtern duerfte.
 
#3
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Gut, das Finanzierungsmodell von Pur 1 kann ich nicht beurteilen, da es mir nicht vorliegt. Aber diese Aussage läßt mich stutzen:
Der Antrag wurde auch bereits von der Gutachtenkammer des Medienrates mit der Empfehlung abgelehnt : „Das ganze Projekt sei zu beliebig und wenig originell."
Wie schön wäre es, wenn WIRKLICH nach Originalität und Bereicherung der Rundfunklandschaft geurteilt würde und Beliebigkeit keine Chance hätte. Wir alle wissen, dass dem nicht so ist und so wirkt diese Begründung doch eher wie ein vorgeschobenes Argument auf mich.
Mir kam zu Ohren, dass es mit der Lizenz für Fantasy auch vorbei sein soll? Weiß jemand näheres? Welche Entscheidungen sind noch getroffen worden?
 
#4
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Zitat von stefan kramerowski:
Wie schön wäre es, wenn WIRKLICH nach Originalität und Bereicherung der Rundfunklandschaft geurteilt würde und Beliebigkeit keine Chance hätte. Wir alle wissen, dass dem nicht so ist und so wirkt diese Begründung doch eher wie ein vorgeschobenes Argument auf mich.
Mir kam zu Ohren, dass es mit der Lizenz für Fantasy auch vorbei sein soll? Weiß jemand näheres? Welche Entscheidungen sind noch getroffen worden?
Wie es bei Radio Fantasy und Radio Sunshine gelaufen ist, weiß ich nicht; nicht mal, ob der Medienrat dieses Thema überhaupt behandelt hat.

Mich wundert eigentlich nichts mehr. Schaut euch einfach das mittlere Foto auf folgender Seite an, dann wisst ihr, wer hier inzwischen mitbestimmt: http://www.medienrat.be/medienrat/beschlusskammer.html

Mit der Vielfalt in Ostbelgien ist es damit wahrscheinlich auch vorbei.

Bin mal gespannt, ob der Medienrat heute eine Entscheidung über eine Frequenzzuteilung für Radio 700 in Eupen getroffen hat.
 
#6
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Es wird wohl eine zeitliche Frist geben, in der die Sendetätigkeit beendet werden muß, bzw. die betroffenen Sender haben ja noch die Möglichkeit, den Entschluss anzufechten. Tja, bei Fantasy gibt es schon lange nur noch wenige über Nonstop Musik hinausgehende Programme, wenn auch immerhin in einem Musikformat, das in dieser Form nicht jeder spielt. Ein wahrer Verlust für die ostbelgische Radioszene ist es aus meiner Sicht also nicht. ABER: Radio Fantasy sendet offiziell seit dem 6.1.1985, incl. Testsendungen seit Ende 1984. Ich bin mit diesem Sender quasi groß geworden... Hoffnungen und Enttäuschungen verbinde ich als Hörer seit 1984 mit diesem Namen. Dass es dieses Projekt, welches doch viel langlebiger war als von den meisten prophezeiht, nun nach über einem Vierteljahrhundert (!) plötzlich nicht mehr geben soll, ist ein seltsames Gefühl. Für Radio Fantasys Geschäftsführer Udo Menke - unter dem Namen Mikel Henry damals einer der besten Deejays des legendären Radio Benelux (BNL) - hoffe ich, dass er finanziell nicht von Fantasy abhängt und der Radiowelt nicht gänzlich abhanden kommt.
Wer nochmal reinhören will: http://www.fantasy967.de
 
#7
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Man hätte doch ohne weiteres die Kelmiser 91,8 für Radio 700 koordinieren, und Fantasy und Sunshine am Leben lassen können.
Für Pur Radio wäre es vielleicht auch möglich gewesen, eine Frequenz zu finden (z.B. die zuletzt von RSK verwendete 92,6). Dann hätte es nur Sieger und keine Verlierer gegeben.

Ich glaube, bei den ganzen Entscheidungen, wer auf UKW senden darf und wer nicht, geht es eigentlich nur noch darum, wer am längeren Hebel sitzt und mehr Einfluss hat und in keiner Weise mehr um die Interessen der Hörer.

Wenn ich nur bedenke, mit welchen fadenscheinigen Begründungen Pur Radio die Zuteilung verweigert wurde, dabei haben die in ihrem Webstream einen sehr starken lokalen Bezug...:rolleyes:
 
#8
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So wie ich das kollegiale Verhalten der Beteiligten in dieser Region kenne dürfte es bald ein Hauen und Stechen gefolgt von ein paar Blutgrätschen von hinten geben, die dann von einigen strategischen Kurzzeitallianzen abgelöst werden, die anschließend in Zerwürfnissen enden.

Abwarten und -sicherlich auch hier- mitlachen.
 
#9
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Die IMHO wesentlichen Gruende der Beschlussfassung:

1. Fantasy hat eine Wandlung von einer nícht gewinnorientierten Vereinigung zu einem Privatunternehmen vollzogen,
ohne die "Ordnungshueter" darauf hinzuweisen.

2. Sunshine hat einraeumen lassen, dass ein Privatunternehmen in der Vergangenheit Kosten uebernommen hat,
ohne dies der Aufsichtsbehoerde DAMALS erkenntlich gemacht zu haben.

3. Seitens Pur Radio wurde bei der Finanzplanung ein Privatunternehmen mit anderem Gesellschaftszweck eingebunden,
sodass der Ausschuss Summa Summarum keinen stichhaltigen Businessplan vor sich liegen sah.

4. R 700, aehm - PRiO, ist lt. Antrag ohne Gewinnerzielungsabsicht angetreten.

Allen Beteilgten wurde gem. Beschlussdokument vor Beschlussfassung ausgiebig Gelegenheit gegeben, sich zu erklaeren.
Unprofessionelles Verhalten - und nicht die Befangenheit eines Duesseldorfers! - fuehrte dann bei Dreien scheinbar zum Eigentor...
 
#11
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Ist es angesichts des heutigen Konkurrenzkampfes auf dem Radiomarkt nicht irgendwie lächerlich, so zu tun, als hätte ein auf privater Basis betriebener Sender nicht die Absicht, Gewinne zu erzielen?

Gerade weil es heute im privaten Rundfunk fast ausschließlich um Gewinne geht, deshalb ist m.E. das Programm so sehr auf den Mainstream getrimmt.
Wo gibt es denn noch echte Originalität im Radio? - Höchstens doch im Internet! Auf UKW findet man unter den Privaten fast nur noch Formatradios mit einer Minimal-Rotation.

Ferner: Bei Fantasy wurde insbesondere die Sendeleistung moniert.
Wie soll aber eine Station überleben können, wenn sie ausschließlich für die jeweilige Gemeinde (Raeren) sendet, noch dazu wenn es sich um ein altersspezifisches Format (Fantasy ist bekanntlich ein Jugendsender) handelt?
In Raeren gibt es kaum Einzelhandelsgeschäfte, da viele Einwohner über die Grenze zum Einkaufen fahren, weil es dort billiger ist; auch Jugendzentren sind nicht in Hülle und Fülle vorhanden.
Je anspruchsvoller in journalistischer Hinsicht ein Programm sein soll, desto mehr Geld wird benötigt.
Schränkt man also das Sendegebiet ein, muss dies zwangsläufig Einfluss auf die journalistische Qualität eines Senders haben.
Umso mehr verwundert es dann aber, dass ausgerechnet das Finanzierungskonzept von Pur Radio beanstandet wurde, das ja für sich beansprucht hat, ein Programm für die ganze DG zu veranstalten und nicht nur für die Gemeinde Eupen.

Das ganze sieht eher so aus, als sollten Konkurrenten vom Markt verdrängt werden; zumindest kann ich mich dieses Eindrucks nicht erwehren.
 
#12
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Das ganze sieht eher so aus, als sollten Konkurrenten vom Markt verdrängt werden; zumindest kann ich mich dieses Eindrucks nicht erwehren.
Wie immer schreibst du nur Käse. Hör´ doch auf dich in Sachen einzumischen von denen Du keine Ahnung hast, oder sie sowieso nicht richtig verstehen kannst. Du meinst zu allem hier in´m Forum Deinen Senf bei tun zu müssen. Es nervt langsam !
 
#13
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@Radioverrückter: Hast Du außer Polemik noch etwas zu bieten?

Hier aber ein Beleg:
»Wir sind mittlerweile ein anerkanntes internationales Unternehmen mit einem Vier-Säulen-Konzept ohne Verbindlichkeiten. Es ist eine Falschaussage, von einem wackeligen Finanzplan zu sprechen. Ich kann auch nicht verstehen, dass ein Finanzplan einer neuen Gesellschaft so relevant ist, wenn bei anderen Gesellschaften mit Verbindlichkeiten Genehmigungen ohne Probleme ausgesprochen werden«, sagte Geschäftsführer Dieter Hermans gegenüber dem Grenz-Echo. Die medienrechtliche Prüfung sei allerdings negativ ausgefallen, erklärte Medienrat-Präsident Yves Derwahl.

Grundsätzlich kritisiert Pur Radio 1 - die Station verfügt nach eigenen Angaben über einen Stab von zehn (freien) Journalisten - die Befugnisse des Medienrates, der »zu mächtig« sei. Vor allem ist Geschäftsführer Hermans ein Dorn im Auge, dass in der Gutachtenkammer des Medienrates Vertreter von anderen privaten Radiosendern (100’5 Das Hitadio, Radio Contact) sitzen: »Die bestimmen also über ihre eigenen Konkurrenten.« Pur Radio 1 vermutet Lobbyarbeit hinter den Kulissen. »Da ist mit Sicherheit eine gehörige Portion Konkurrenzneid im Spiel«, vermutet Hermans.
Quelle: http://bit.ly/gaJNYe

So wie der Verantwortliche von Pur Radio sehe ich es ebenfalls.
Was ist das überhaupt für ein Gremium, wo einige Privatsender über das Schicksal anderer entscheiden?
...das sind ja hier in der DG schon Zustände wie in Deutschland! :D
 
#14
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Und wenn Leute im Gremium sitzen, die keine Ahnung von Radio haben, wird entsprechend anders argumentiert.

Die ablehnenden Bescheide bzg. Fantasy und Sunshine sind doch ohne wenn und aber so okay.
 
#18
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Zitat von Prof. Barabas:
Fantasy ist bis Haan/Erkrath empfangbar...auch mit Popel- Radios und GSMs:)
Das wundert mich jetzt aber: Die haben die Sendeleistung stark reduziert und sind jetzt noch nicht einmal im gesamten Norden der DG störungsfrei empfangbar.
Außerdem gibt es, anders als früher, mehr Wortbeiträge.

Gestern Nachmittag lief bspw. in der Rubrik "Schlaumeier" eine Erläuterung dessen, was der Ausdruck "Hacker" bedeutet. Fantasy nimmt somit einen freiwilligen Bildungsauftrag wahr. Vielleicht wird daraus bald ein jugendorientiertes "Bildungs- und Informationsradio" für die Gemeinde Raeren. :D
 
#20
AW: Neues aus Ostbelgien

Fantasy Dance FM und Radio Sunshine halte ich auf jeden Fall fest die Daumen, dass sie mit ihren Einsprüchen gegen den Entscheid des Medienrates Erfolg haben werden: Lieber mit einer reduzierten Leistung senden, als gar nicht!
 
#22
AW: Neues aus Ostbelgien

@Radioverrückter: So langsam gehen mir Deine dummen Kommentare echt auf den Wecker!

Was willst Du eigentlich damit bezwecken?

Mich wundert es, dass bei all dem, was Du bisher hier vom Stapel gelassen hast, Dein Account noch nicht gesperrt wurde.

Was habe ich Dir denn getan?
Nur weil ich bestimmte Wahrheiten über vollkommen krude und monopolistische Zustände in der Radiolandschaft NRWs angesprochen habe und Dir dies offensichtlich nicht passt, meinst Du, mir auf diese Weise begegnen zu müssen?

Oder ist es etwa wegen meinen Ausführungen zu Radio 700?
Die meisten kennen die Geschichte dieses Senders, und deren Auftreten in diversen Foren, wo sie deshalb teilweise sogar gesperrt wurden, ist ebenfalls bekannt. Dem brauche ich nichts mehr hinzuzufügen.

Wenn Du etwas gegen mich hast, kannst Du mir das auch per PM mitteilen, aber hier permanent gegen mich öffentlich zu Felde zu ziehen, ist einfach nur unfair und widerwärtig!
Ich bin bereit, mit allen Leuten zu diskutieren, allerdings muss man dazu auch Argumente haben und die fehlen bei Dir völlig. :wall:
 
#23
AW: Neues aus Ostbelgien

Ich bin bereit, mit allen Leuten zu diskutieren, allerdings muss man dazu auch Argumente haben und die fehlen bei Dir völlig.
Wenn Deine Argumente denn noch etwas bringen würden. Du schreibst seit Wochen immer den selben Käse. Ob es NRW, Radio 700, oder hier Ostbelgien ist. Dich kann doch niemand mehr ernst nehmen.
Am besten machst Du das, was Du am besten kannst und läßt uns hier in Ruhe.
 
#24
AW: Neues aus Ostbelgien

Wenn ich schreibe, dass sich die Zustände in Ostbelgien jenen in NRW annähern, liege ich da falsch?

Klar, offiziell heißt es, die Sender hätten sich nicht an bestimmte Auflagen gehalten; aber warum hat bspw. bei Radio Fantasy vor 5, 10, 15 oder gar 20 Jahren niemand darauf geschaut?

Ich kann euch sagen weshalb. Versetzen wir uns doch mal in die Anfänge der freien Radioszene in den achtziger Jahren zurück.
Damals wurde Radio noch aus Leidenschaft, ohne kommerzielle Absichten, gemacht. Im Laufe der Zeit jedoch wurden immer mehr Lebensbereiche kommerziellen Interessen unterworfen, nicht zuletzt der Rundfunk.
Heute geht es beim privaten Radio nur noch darum, Kohle zu machen, um nichts anderes.
Was geschieht in einer völlig kommerzialisierten Radiolandschaft? - Es wird genauestens darauf geschaut, dass die Konkurrenz sich exakt an die gesetzlichen Vorschriften hält. Wenn man lange genug sucht, findet man immer irgendeinen Verstoß; sei es, dass man sich nicht an die Auflagen für die Sendeleistung gehalten hat, obwohl dadurch kein anderer Sender gestört wurde, sei es, dass man irgendwelche Reise-Quizsendungen ausgestrahlt hat, ohne dies vorher anzumelden, etc..
Diese Entwicklung führte sogar dazu, dass Stationen, die sich in rechtlicher Hinsicht absolut im grünen Bereich befinden, wenn sie bspw. versuchen, einen Stadtteil auf Minizünderbasis zu versorgen, vollkommen ungehalten reagieren und sofort mit einem Anwalt drohen, wenn man dieses Thema in öffentlichen Foren auch nur anspricht.

Es ist diese totale Verkommerzialisierung des Rundfunks, die mich so tierisch aufregt: Das ist doch der Grund, warum es inzwischen so wenig Vielfalt gibt!
Die privaten Radiosender, die heute auf UKW arbeiten, sind weitestgehend zu billigen Hitdudlern verkommen, und wer etwas anderes machen möchte, für den bleibt nur die Option des Webradios.

Wer sagt denn, dass Pur Radio so ein schlechtes Finanzierungskonzept hat?
Warum gibt man denen nicht trotzdem eine UKW-Frequenz, damit sie sich bewähren können? Ist das Finanzierungskonzept schlecht, dann werden die halt pleitegehen und ein anderer Interessent bekommt die Frequenz.
Was ist daran denn so schlimm? - Auf jeden Fall würde der Hörer profitieren!

Aber nein: In Wirklichkeit geht es darum, dass Pur Radio, Fantasy Dance FM und Radio Sunshine die Einnahmen der Konkurrenz schmälern, so dass man diese entweder auszuschalten versucht oder sie gar nicht erst zum Zuge kommen lässt.

Wenn ich da falsch liege, Radioverrückter, dann widerlege mich bitte mit Argumenten!
 
#25
AW: Neues aus Ostbelgien

Wenn Du googeln und dann Entsprechendes lesen koenntest, haettest Du der Begruendung entnehmen koennen, dass unter anderem Hitgedudel VERMIEDEN werden sollte. BLEIB BEIM THEMA!
 
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