Neues Buch von Hermann Stümpert


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Lt.Cmdr.Lee

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AW: Neues Buch von Hermann Stümpert

klar. man kann über alles nachdenken.
man kann auch fremde meinungen einfach kritiklos übenehmen, weil es praktischer ist.
man kann aber auch versuchen, sich mit dem für und wider auseinanderzusetzen und dann seine eigene meinung dazu bilden.....bildung vorausgesetzt!

ich teile diese meinung nicht....... aber wer bin ich, daß mir das auch einer abnimmt.
wenn einer die farbe blau mag, ist doch keiner dazu gewzungen, diese farbe auch zu mögen.....
 

radiohexe

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AW: Neues Buch von Hermann Stümpert

Lieber Rösselmann,

schon uns aller Pirni hat die These vertreten, dass "es im Radio zu etwas bringen" heißt, möglichst bis zur Rente bei einem kleinen Lokalsender zu moderieren (in Festanstellung, immer auf der gleichen Position), ein Häusle irgendwo zu haben und abseits der kuscheligen Gewohnheit bitte nichts wahrzunehmen. Nach dieser Definition sind De Lisle und Co. tatsächlich Versager.
Viele Grüße
Die Hexe
 

towe61

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Lt.Cmdr.Lee schrieb:
klar. man kann über alles nachdenken.
man kann auch fremde meinungen einfach kritiklos übenehmen, weil es praktischer ist.
man kann aber auch versuchen, sich mit dem für und wider auseinanderzusetzen und dann seine eigene meinung dazu bilden.....bildung vorausgesetzt!

:confused: Habe ich je gesagt, dass ich seine Meinung hier kritiklos zur Übernahme empfehle? Aber was ist denn so völlig indiskutabel und bildungsfern an dem Gedanken von Stümpert (S.75):

"In dem weitgehend auf Sicherheit bedachten deutschen Radiomarkt wird lebendige und wirtschaftlich florierende Formenvielfalt erst entstehen, wenn Radiounternehmen ermuntert werden, im selben Sendegebiet mehr als eine Lizenz zu halten. Nur dann wird sich der Markt von selbst um unterschiedliche Inhalte bemühen"

Nur ein Beispiel, könnte noch mehr zitieren.
 

Lt.Cmdr.Lee

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towe61 schrieb:
Aber was ist denn so völlig indiskutabel und bildungsfern an dem Gedanken von Stümpert (S.75):
"In dem weitgehend auf Sicherheit bedachten deutschen Radiomarkt wird lebendige und wirtschaftlich florierende Formenvielfalt erst entstehen, wenn Radiounternehmen ermuntert werden, im selben Sendegebiet mehr als eine Lizenz zu halten. Nur dann wird sich der Markt von selbst um unterschiedliche Inhalte bemühen"

dieser wunsch ist insofern weltfremd, weil man als veranstalter im endeffekt bei sich selber hörer klauen würde.
ja, man kann durchaus ein junges und ein altes programm machen.
dazu jeweils eine intelligente und eine flache welle (also dudel und info)

das macht vier wellen, wo es erhebliche schnittmengen in der hörermenge gibt.
wo bleibt denn da das ganze restliche mögliche spektrum?
und wo nimmt man die ganzen frequenzen dafür her?

der angeregte gedanke ist doch nur ein umschriebenes planungsbeispiel, wie es ablaufen könnte, wenn ein radiounternehmen mehrere lizenzen hat.
aber ob es so passiert bzw ob man die geduld hat, vier verschiedene programme zum wirtschaftlichen erfolg zu führen, bleibt dahingestellt.

ich selber würde mich nicht soweit aus fenster hängen.....schon allein, weil es abzusehen ist, daß mindesten zwei davon mittelfristig nicht genug hörer haben werden, um erfolgreich zu senden.

ausserdem funktioniert sowas nur, wenn auch konkurrenz da ist, die im ähnlichen segment sendet.

aber warum sollte man sich als privater radioveranstalter mehr mühe machen als nötig?
warum sollte man ein vollprogramm für randgruppen senden, das wirtschaftlich nicht tragfähig ist?

wenn sich nämlich einer hinstellt und ein für euch annehmbares programm senden sollte, kostet das soviel geld wie nur ein grosser sender verdienen könnte (gross=viele hörer).

sobald man sowas auf low-budget-basis stellt, bleibt es auch nur ein flachdudler!
 

towe61

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Lt.Cmdr.Lee schrieb:
wenn sich nämlich einer hinstellt und ein für euch annehmbares programm senden sollte, kostet das soviel geld wie nur ein grosser sender verdienen könnte (gross=viele hörer).

sobald man sowas auf low-budget-basis stellt, bleibt es auch nur ein flachdudler!

Das mit den großen Ketten schreibt Stümpert auch. Er spricht sich ja für eine überschaubare Zahl nationaler Anbieter aus und beschreibt am Beispiel Großbritannien, wie das funktionieren könnte. Außerdem hat er mit einer DAB-Revolution gerechnet (wie in GB) und deshalb die Frequenzfrage als mittelfristig vernachlässigbar angesehen.

Das mit dem "euch" habe ich in diesem Zusammenhang nicht verstanden.
 

K 6

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Lt.Cmdr.Lee schrieb:
ja, man kann durchaus ein junges und ein altes programm machen.
dazu jeweils eine intelligente und eine flache welle (also dudel und info)

das macht vier wellen
Einen landesweiten Privatsender mit drei Wellen gibt es ja. Dort sieht es auch tatsächlich so aus wie in diesem Szenario, wenn man eine der hypothetischen Wellen abzieht. Und welche wohl?

Richtig: Die teuerste.
 

Mannis Fan

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Rösselmann - bei welchem Erfolgssender bist Du Berater?
Ich bleibe dabei: Ausnahmen bestäätigen die Regel!
 

Rösselmann

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Mannis Fan schrieb:
Rösselmann - bei welchem Erfolgssender bist Du Berater?
Ich bleibe dabei: Ausnahmen bestäätigen die Regel!

Du mußt ja wirklich traumatische Erlebnisse mit dieser Zunft gehabt haben, wenn du schon hinter jedem Forumsteilnehmer einen Berater vermutest.:rolleyes:
 

Rösselmann

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Mit Klischees zu arbeiten, ist übrigens ein wichtige Handwerkszeug des Humoristen:


 
AW: Neues Buch von Hermann Stümpert

Ich empfehle den verehrten Kollegen die neue Ausgabe der "cut".

Darin wird über mehrere Seiten hinweg auch auf das Thema der Buchveröffentlichung eingegangen. Es kommen auch Vertreter von HitRadio FFH und dem NRW-Lokalfunk zu Wort.
 

fmac

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Jetzt hab ich's auch mal gelesen.

Zwei kleine Dinge, die mir aufgefallen sind.

- Daß die Digitalisierung der Studiotechnik dafür gesorgt hat, daß Moderatoren sich während der Musik langweilen (bzw. Kaffee trinken, Fernsehen etc.pp.), ist sicher nur zum Teil richtig. Wenn man natürlich sämtliche Blenden vordefiniert / vorab verknüpft, klar. Aber wenn man so fährt, als wären es noch CD und Cart und dann vielleicht noch den Anspruch hat, wann immer möglich an die Studiohotline zu gehen, vernünftig zu backtimen, sich noch einen netten Dreh für die nächste Mod auszudenken usw., hat man genug zu tun, finde ich.

- Es gibt durchaus Sender (private "Format-ACs" jetzt gemeint), bei denen der Wortanteil aus mehr besteht, als wirklich nur News, Service, Promotion, "Small Talk" und Comedy. Das wird leider verschwiegen.

So. War mir irgendwie wichtig ;))
 
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