Radio Luxemburg Anfang der 90er


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Tom2000

Gesperrter Benutzer
#1
weshalb "funktionierte" radio luxemburg zu beginn der 90er nicht mehr?

es wird immer behauptet, es habe am konzept gelegen.
war aber nicht vielmehr das aufkommen besser (über ukw vor ort) empfangbarer neuer privatsender der grund dafür?
am anfang war rpr 1 ja bpsw. auch ein gemischwarenladen und sehr personality- dominiert, also konzeptionell nicht sooo weit von rtl entfernt.

also hätte ein stark personality- geprägtes programm mit viel hörerbeteiligung und abwechslungsreicher musik heute tatsächlich keinen erfolg mehr?
 
#2
AW: radio luxemburg

Deine Annahme ist richtig. Es lag an der besseren Empfangsmöglichkeit der damals neu entstehenden deutschen Privatradios. (Die im übrigen Radio Luxemburg kopiert haben bis zum gehtnichtmehr)

Diesen Effekt konnte auch ein Herr M aus N mit seinem Formatradio nicht mehr zurück drehen...
 
#3
AW: radio luxemburg

Zitat von U87:
Deine Annahme ist richtig. Es lag an der besseren Empfangsmöglichkeit der damals neu entstehenden deutschen Privatradios. (Die im übrigen Radio Luxemburg kopiert haben bis zum gehtnichtmehr)

Diesen Effekt konnte auch ein Herr M aus N mit seinem Formatradio nicht mehr zurück drehen...
Nuja, der Hr. M aus N war schon immer ein Überflieger und startete in L damit wo er in N aufgehört hat.

Wer bis dahin RTL gehört hatte und dann Hr. M aus N mit neuer Mannschaft, den als Hitformat umgebastelten Radiosender, der wechselte wohl zurecht auf WDR1 etc.

Oder mal Klartext, die Hörer haben den Umbruch, der zu Krass war, nicht verkraftet. Auch war das Konzept damals voll aus USA abgekupfert und wohl zu hart für den damaligen Radiomarkt.

Lustig ist es wenn man heute die damalige Moderatorenliste sieht, Hakan Turan, Yvonne Malak etc. und noch lustiger das Jinglepaket :D

Hr. M aus N hat bei RTL volle Arbeit geleistet :wow:

Teddy :rolleyes:
 
#4
AW: Radio Luxemburg Anfang der 90er

Ich denke auch, wenn man das Programm nochmal so umformatieren würde wie damals, hätte man damit wohl keinen Erfolg mehr, weil einfach die Konkurenz durch die Privaten und ör Dudelwellen zu groß wäre.
 
#5
AW: Radio Luxemburg Anfang der 90er

In Köln konnte man den Sender auf 97,0 sehr gut empfangen (auch im Autoradio). Habe mal eine MA-mässige Veröffentlichung aus dem Jahr 1983 gesehen, da lag Radio Luxemburg mit einem Marktanteil von über 30 Prozent weit vor dem zweiten Programm des WDR. Aber das war eine Auswertung nur für die Stadt Köln. War immer wieder auch mal ein beliebtes Thema für den "Kölner Express".
 
#6
AW: Radio Luxemburg Anfang der 90er

Ich denke auch, wenn man das Programm nochmal so umformatieren würde wie damals, hätte man damit wohl keinen Erfolg mehr, weil einfach die Konkurenz durch die Privaten und ör Dudelwellen zu groß wäre.
Das kaeme mal auf einen Versuch an..
 
#7
AW: Radio Luxemburg Anfang der 90er

Sicherlich spielten da mehrere Gründe mit rein. Der Format- und Moderatorenwechsel, die neu aufkommenden privaten Sender, die zunehmende Verkabelung und Sat-Empfang.
 
#9
AW: Radio Luxemburg Anfang der 90er

Es liegt zum einen daran, dass es mehr Privatradios gibt ausserdem daran, dass die 97,0 in weiten Teilen des Sendegebietes durch Radio Berg auf der 96,9 gestört wird und somit in einigen für RTL wichtigen Empfangsgebieten nicht mehr gut zu empfangen ist z.b Köln, Leverkusen etc.
ausserdem hat die Vermietung der Mittelwelle an Powerradio im nachhinein RTL viele Hörer in ihrem "Kernsendegebiet" NRW gekostet. The rest is history.
 
#10
AW: Radio Luxemburg Anfang der 90er

Wer ist denn Herr M? Komme nicht drauf *grübel*
Der Programmchef und Morgenmoderator von 104.6 RTL! (Wobei dieser vor seiner RTL-Zeit in N bei Radio Gong arbeitete, aber ursprünglich aus Hessen stammt, und beim HR sein "Handwerk" gelernt hat...)

Radioinsider
 
#11
AW: Radio Luxemburg Anfang der 90er

Mit den ersten Privatradiofrequenzen in Baden-Württemberg gab es Ende der 80er und Anfang der 90er viele kleine Lokalsender in Ba-Wü, die sich über Satellit die Weltnachrichten von RTL "ausliehen". RTL hat damals sogar Moderatoren und Redakteure dieser neu aufkommenden Lokalsender im Sender in Luxemburg geschult (ich kam selbst 1990 in den Genuss eines einwöchigen Crashkurses). Der Macher war irgendein Programmchef oder Geschäftsführer namens Meyer oder Meier und im Programm fanden Größen statt wie Jochen Pützenbacher oder Helga Giton, den Sport machte ein Kultreporter namens Benno Nochwas, und wir waren damals alle mächtig beeindruckt, um nicht zu sagen vor Ehrfurcht gelähmt. Doch ein halbes Jahr später waren all diese Leute vom Mikrofon verschwunden und das alte RTL nicht mehr wiederzuerkennen.
 
#12
AW: Radio Luxemburg Anfang der 90er

Zitat von Mannis Fan:
...im Programm fanden Größen statt wie Jochen Pützenbacher oder Helga Giton, den Sport machte ein Kultreporter namens Benno Nochwas, und wir waren damals alle mächtig beeindruckt, um nicht zu sagen vor Ehrfurcht gelähmt. Doch ein halbes Jahr später waren all diese Leute vom Mikrofon verschwunden und das alte RTL nicht mehr wiederzuerkennen.
Das stimmt so nicht: Als aus "Radio Luxemburg" "RTL Radio"(1.10.1990) wurde, waren die von Dir genannten Jochen Pützenbacher, Helga Guitton und Benno Weber so mit die einzigen, die den Relaunch "überlebten". Weber ging 1992, als RTL Radio zum Oldiesender mutierte, Guitton warf 1994 entnervt das Handtuch und der gute Jochen blieb bis zur Rente...
 
#13
AW: Radio Luxemburg Anfang der 90er

Zitat von U87:
Das stimmt so nicht: Als aus "Radio Luxemburg" "RTL Radio"(1.10.1990) wurde, waren die von Dir genannten Jochen Pützenbacher, Helga Guitton und Benno Weber so mit die einzigen, die den Relaunch "überlebten". Weber ging 1992, als RTL Radio zum Oldiesender mutierte, Guitton warf 1994 entnervt das Handtuch und der gute Jochen blieb bis zur Rente...
Die Zeiten kommen nie mehr wieder :mad:

Teddy :rolleyes:
 

Tom2000

Gesperrter Benutzer
#14
AW: Radio Luxemburg Anfang der 90er

genau diese zeiten nicht.

aber auszuschliessen, dass das pendel mal wieder in die andere richtung ausschlägt, ist es nicht.
dann rennen wahrscheinlich alle so eifrig in diese richtung, wie sie bislang die "reduce to the max"- ideologie verfolgen.

warum muss in diesem land immer alles im gleichschritt gemacht werden?
da gibt es in den usa eine ophrah winfrey, und wir kopieren sie mit bis zu 20 verschiedenen talkrunden am tag (ör und private zusammengenommen).
dann gehen die themen aus, und man fängt an, themen zu inszenieren bzw. sie immer platter aufzubereiten.

diese art der talkshow nutzt sich damit in windeseile ab und plötzlich werden fast alle talkshows eingestampft.
ophrah winfrey ist immer noch da, und das nach jahrzehnten.

so ist es bei uns im radio auch. da gibt es in einem us- markt mal eine station, die was mehr claimt, und die deppen hier machen daraus eine manie, um nur ein bsp. zu nennen.
 
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