Syltfunk kann auf UKW gehen


Antenne Sylt startet am 1. Januar auf den UKW-Frequenzen von Syltfunk mit selbigem Strickmuster wie Radio 21 und Rockland Radio. 95% des Programms kommen von Radio 21 zugeliefert, aufgefrischt wird es mit lokalen News und Werbung. Die Verbreitung hier in Hamburg auf DAB wird aufgegeben. Syltfunk ist dank der "feindlichen Übernahme" zum Jahresende Geschichte. 24/7-Radio nur für Sylt auch. Damit ist das Projekt "Lokalradio" für die Ferieninsel gestorben. Den Radio 21-Klon könnt ihr jetzt schon im Netz hören unter www.antenne-sylt.de
 
Zuletzt bearbeitet:
Gescheitert sind beide, weil die Politik es so wollte. Syltfunk war von Anfang zu "abgehoben" für ein normales Lokalradio. Antenne Sylt hätte da schon besser gepasst, aber die durften ja nicht. Jetzt ist es wie es ist und beide gescheitert. Lachender Gewinner ist RSH. Bin mal gespannt, ob man jetzt das lokale Syltprogramm auch irgendwann wieder einstellt.
 
Zuletzt bearbeitet:
Quelle?

Wie schade. Es gab zwei ambitionierte Anbieter und beide sind irgendwie gescheitert.
Ja, leider ist das so, aber es gab halt auch Management-Fehler und eklatante beim Programm: Die Musik bei Syltfunk war echt sperrig, das kommt davon, wenn die Macher meinen ihre privaten Geschmäcker einbringen zu müssen. So kann man kein Radio machen, da klingen einige NKLs "kommerzieller"... Antenne Sylt hätte mit UKW bessere Chancen gehabt. Die haben sich aber viel zu früh an Radio 21 verkaufen lassen, die nun wiederum über Umwege an die UKW Kanäle gelangt sind. Bin mal gespannt ob sie DAB tatsächlich einfach einstellen oder Radio 21 Hamburg hier starten. Wäre nicht dumm, das zu tun, zumal Radio 21 als einziger Niedersachse nicht in Hamburg hörbar ist. Aber Steffen Müller ist kein DAB Freund...
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich habe neulich mal bei Antenne Sylt reingehört. Da ging es fast nur um Niedersachsen. Welcher Sylter tut sich das denn an? Die Antenne Sylt Morgenshow mit Anrufern aus Braunschweig, Wolfsburg und Hannover. Geil.

Dann drücken wir mal Radio Lübeck ganz fest die Daumen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Bin mal gespannt ob sie DAB tatsächlich einfach einstellen oder Radio 21 Hamburg hier starten. Wäre nicht dumm, das zu tun, zumal Radio 21 als einziger Niedersachse nicht in Hamburg hörbar ist.
In Hamburg gibt's ja schon Bob und Rock-Antenne. Das Interesse an einem weiteren Rocksender dürfte dort eher gering sein. Auf Sylt allerdings auch.
Antenne Sylt hätte da schon besser gepasst, aber die durften ja nicht. Jetzt ist es wie es ist und beide gescheitert. Lachender Gewinner ist RSH. Bin mal gespannt, ob man jetzt das lokale Syltprogramm auch irgendwann wieder einstellt.
Antenne Sylt klang damals massentauglicher. Aber ist das Sendegebiet mit 76.000 Einwohnern nicht sowieso viel zu lütt für ein eigenständiges kommerzielles Programm, egal wie toll und beliebt es ist? Das Sylter RSH-Studio kann dann ja jetzt nach Lübeck umziehen...
 
Zuletzt bearbeitet:
Aber ist das Sendegebiet mit 76.000 Einwohnern nicht sowieso viel zu lütt für ein eigenständiges kommerzielles Programm, egal wie toll und beliebt es ist?
Dazu kommen ja noch hunderttausenden Touristen jedes Jahr dazu. Das sollte schon ausreichen. Man hätte ja auch durchaus über ein Mantelprogramm nachdenken können, damit die Kosten nicht aus dem Ruder laufen, aber jetzt hat man Radio 21 mit Regionalfenster. Das kann es ja auch nicht sein. Vermutlich kommt man sich jetzt auch mit Radio Bob ins Gehege, da beide dieselbe Zielgruppe bedienen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Schade um das "echte" Antenne Sylt. Es war ja offenbar ursprünglich mal so konzipiert, wie "Das Inselradio" auf Mallorca, hatte ich in einem Interview mit einem der Grüder vor Jahren gelesen, also als Gute-Laune-Funk.

Und nun das: Ein seelenloses Programm mit nur ungefähr 5% Sylt-Inhalten. Lokalradio hat doch diesen Namen, da es lokale Inhalte bringen soll. Nur Werbung und Verpackung machen aber noch keine Inhalte aus. Selbst wenn jetzt nach Westerland geschaltet wird (2 Mal in der Stunde für ca. eine Minute) kommen dann häufig Meldungen aus Flensburg oder Schleswig. Der Verkehrsfunk außerdem aus Niedersachsen.

Außerdem: Wie groß ist wohl die Schnittmenge aus Syltfreunden und (Hard-) Rock-Fans? Man hätte die Frequenz neu ausschreiben müssen, nur dann hätte die Insel wirklich ein Lokalradio bekommen, welches den Namen auch verdient, und welches Familientauglich für Sylt-Urlauber wäre, vom Musikformat her.
 
Außerdem: Wie groß ist wohl die Schnittmenge aus Syltfreunden und (Hard-) Rock-Fans?
Garantiert nicht gross genug, um den Sender als Lokalradio zu ertablieren. Für nicht-Rock-Fans ist das Programm als Tagesbegleitung zu anstrengend.

Man hätte die Frequenz neu ausschreiben müssen, nur dann hätte die Insel wirklich ein Lokalradio bekommen, welches den Namen auch verdient, und welches Familientauglich für Sylt-Urlauber wäre, vom Musikformat her.
Wenn die Macher von Antenne Sylt schlau sind, dann wechseln die per 1. Januar einfach zum "alten" Musikformat zurück, mit dem sie sich auch damals beworben haben. Es sollte kein Problem sein, die alten Playlisten wieder auszugraben, als Formatbasis zu nutzen, die fehlende Aktualisierung vorzunehmen und dann das Programm wieder als Gute-Laune-Sender aufzuziehen, den der alte Claim "die sonnigste Musik der Insel" versprochen hatte.

Und dann sollte sich das Team auf das konzentrieren, an dem Syltfunk eigentlich gescheitert ist: Die Sichtbarkeit des Sendernamens und der Frequenz ausserhalb des Programms auf der Insel erhöhen.

Und falls die Playlisten verlorengegangen sind und des Team von AS hier mitliest, dürfen sie sich gerne per PN bei mir melden...
 
https://www.shz.de/lokales/sylter-r...paeter-sieg-fuer-antenne-sylt-id21907322.html

"Zu Spekulationen, ob Syltfunk und Antenne Sylt aufgrund der jetzt teilweise identischen Anteilseigner künftig zu einem Sender verschmelzen könnten, wollte sich MA HSH-Chef Thomas Fuchs nicht äußern. „Wir sind erstmal zufrieden, dass die Kontinuität des Sendebetriebs gewährleistet ist.“ Fuchs betonte auch, dass sich durch den Eigentümerwechsel bei Syltfunk nichts an den gesetzlichen Vorgaben ändern würde, denenzufolge im Programm auch Minderheitensprachen wie Friesisch oder Sölring angemessen berücksichtigt werden müssen. Dies habe das neue Konsortium bereits zugesagt.

„Dieses Thema macht mir keine Sorgen“, sagt auch Lars Harms, der Vorsitzende des SSW im Landtag Schleswig-Holstein. „Die Regelungen bleiben bestehen, die Vielfalt ist abgesichert – neue Besitzstrukturen können daran nichts ändern. Ich habe den Eindruck, man möchte das weitermachen und sogar ausbauen. Dies ist schließlich ein Alleinstellungsmerkmal von Syltfunk, deutschlandweit.“

Ändern könnte sich, so Thomas Fuchs, künftig jedoch das Rahmenprogramm des Senders: „Da steht ja die Radio21-Gruppe dahinter, die überregional identische Inhalte verbreitet“, erklärt der Direktor der Medienanstalt. „Das betrifft, wie bereits zu hören, die Musikauswahl – könnte aber ebenso für zumindest einen Teil der Wortbeiträge gelten."

– Quelle: https://www.shz.de/21907322 ©2018
 
Zuletzt bearbeitet:
Ändern könnte sich, so Thomas Fuchs, künftig jedoch das Rahmenprogramm des Senders: „Da steht ja die Radio21-Gruppe dahinter, die überregional identische Inhalte verbreitet“, erklärt der Direktor der Medienanstalt. „Das betrifft, wie bereits zu hören, die Musikauswahl –
Wenn man wirklich die Musik von Radio 21 übernimmt, kann ich mir nicht vorstellen, dass man damit den Nerv der Sylturlauber und Einheimischen trifft. Das ist viel zu Rocklastig und damit dürfte man nur eine sehr kleine Zielgruppe erreichen. Zumal Radio Bob ja bereits so ein Format auf der Insel fährt. Außerdem liegen beide Frequenzen ja dann auch noch in direkter Nähe fast nebeneinander. Das wird kaum funktionieren um gute MA-Quoten zu erreichen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Die MA, hat als kleinste Ausweisungseinheit einen Landkreis. Aus gutem Grund werden diese Zahlen allerdings nie veröffentlicht. Eine Auswertung lohnt sich auch nur senderintern und bei reichweitenstarken Stationen. Weil natürlich die Fallzahlenproblematik sehr hoch ist.
Also Zahlen gibt es nur für den Landkreis Nordfriesland - 165 Tsd. Einwohner. Die Dimensionen der Hörerschaft kann man mit nem einfachen Dreisatz kalkulieren. Urlaubsradiohörer werden auch kam ausgewiesen. Da müsste schon in einer Ferienwohnung das Festnetztelefon klingeln und die Leute zuhause sein....
Urlaubsradio machen klingt simpel, muss aber auch gut gemacht werden. Wer seine Musikhobbys pflegt fliegt aus der Kurve. Man muss als Restaurant halt kochen was den Gästen schmeckt und nicht umgekehrt. Ist eine Binse, aber trotzdem so.
 
Beim vorletzten Satz muss ich etwas einschränken, wertester Herr Doktor. Ein guter Koch ist natürlich darauf angewiesen, was den Gästen schmeckt. Würde er aber nach der Manier der leidigen Musiktests herumgehen und die Gäste nach ihren Vorlieben befragen, würden vermutlich PizzaPastaSchnitzelSteak rotieren. Aber selbst, wenn er nur das serviert, sollte er sich von den Konkurrenten abheben. Indem er diese Gerichte kreativ variiert, ergänzt, bei der Zutatenauswahl sorgfältig ist...ein guter Koch hat immer auch eine eigene Vorstellung von guter Küche und möchte den Gästen etwas servieren, dass sie seiner Meinung nach probieren sollten. Ohne die Gäste dabei zu überfordern. Übertragen auf ein Radioprogramm: Die Mischung macht es. Die Hörer mit dem abholen, was sie wollen und ihnen dann, wenn er sie gewonnen hat, auch mal etwas servieren, was sie noch nicht kennen, aber kennen sollten.
 
Die Frage bleibt ja, ob es der "Sylturlauber" oder Resident (Einheimische gibt es dort ja kaum noch) schätzt, wenn ihn morgens Rammstein, Foo Fighters oder The Offspring anbrüllen. Ich würde sagen eher Nein. Im übrigen wäre es für einen Lokalsender in einem Urlaubsgebiet ja auch wichtig in den Geschäften präsent zu sein. Das dürfte bei der rocklastigen Musikmischung aber eher ein NoGo sein. Damit vergrault man sich ja alle Kunden.
Hier müsste man also ein anderen Musikmischung finden, mit der man eher punkten kann.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich schätze das mitunter. Eher als das Geseiere, das mich auf deutschen sogenannten Hitradios anödet und sich morgens anfühlt wie schaler akustischer Mundgeruch. Ich war allerdings noch nie auf der Insel Sylt.
 
Die Frage bleibt ja, ob es der "Sylturlauber" oder Resident (Einheimische gibt es dort ja kaum noch) schätzt, wenn ihn morgens Rammstein, Foo Fighters oder The Offspring anbrüllen. Ich würde sagen eher Nein.
Ich würde sagen: eher ja. Der typische Sylturlauber ist rein vom Alter her in der großen Zeit der Rockmusik aufgewachsen.
37,26% sind im Alter 41-60 Jahre, sogar 56,37% der Gäste waren im Jahre 2017 in der Altersgruppe 41-70 Jahre. Nur ganze 26,46% der Gäste waren 0-40 Jahre alt.
Wenn ich mir also das Alter der Gäste anschaue, würde ich auf Sylt einen Rocksender starten. Jetzt gibt es sogar zwei davon...
Dazu kommt: 26% der Gäste kommen aus NRW, wo es keinen Rocksender gibt (außer auf DAB+ im Bundesmux). Da würde ich im Urlaub sogar vorzugsweise dieses Angebot nutzen und mich, wieder zuhause in NRW angekommen, ärgern, daß es sowas nicht auch dort auf UKW gibt.
(Man mag von Radio 21 halten, was man will, aber: gar kein Rocksender ist immer noch schlechter als wenigstens ein Radio 21, selbst wenn dieser Sender mit seinem Klangbild Ohrenkrebs erzeugt).
 
Ich würde sagen: eher ja. Der typische Sylturlauber ist rein vom Alter her in der großen Zeit der Rockmusik aufgewachsen.
Das mag sein, hat aber vielleicht eher Village People, Bee Gees, Abba oder gar Roy Black &Co. gehört. Man sollte dabei nicht vergessen, dass die Rockmusik ein eher aussterbende Musikgattung ist. Das kann man bedauern, muss es aber zur Kenntnis nehmen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Rockmusik ein eher aussterbende Musikgattung ist.
Jein... Noch sind nicht alle (sowieso meist früher sterbenden) Rockmusiker tot. Und die Hörer dieser Musikgattung sind ungefähr im Best-Ager-Alter und im kaufkräftigsten Lebensabschnitt. Die überlebenden Musiker haben alle noch 2 bis 30 Jahre, die Hörer dieser Musik noch 2 bis 40 Jahre zu leben.
Und die Hörer sind so verrückt nach dieser Musik, daß sie 112 bis 799€ Eintritt für ein Stones-Konzert zu zahlen bereit sind... Die Konzerte waren ausverkauft. Denen kannst Du später im Altersheim auch nicht mit Egerländer Blasmusik kommen... Und heute auf Sylt auch eher nicht...

Ein wenig Nachwuchs gibt es beim Rock auch noch, manche wollen eben doch noch mit richtigen Instrumenten handgemachte Musik machen statt mit dem Computer.

hat aber vielleicht eher Village People, Bee Gees, Abba oder gar Roy Black &Co. gehört.
Klar, das AUCH. Damals konnte man den genannten Bands und Musikern gar nicht entgehen. Auch ich habe noch die Saturday Night-Single. Die Abba-Platten hab ich allerdings verkauft, davon war ich auch mal "Fan"...
Die Bee Gees und Abba müssen die Hörer bei Radio 21 auch gar nicht vermissen, Radio 21 ist ja ein Rock & Pop-Sender, die spielen (leider) auch das...

Musikpräferenzen sind auch nicht unbedingt einkommensabhängig, falls man jetzt einfach mal annimmt, daß der Sylturlauber etwas mehr als der Durchschnitt verdient. Wenn Reiche auf anspruchsvollere Musik stehen würden, hätte Syltfunk ja sogar funktionieren müssen... :D
Dagegen würdest Du Dich wahrscheinlich wundern, welche Berufs- und Einkommensgruppen alle in Wacken vertreten sind (Heavy Metal ist ja auch irgendwie Rockmusik, wenn auch nicht so meins...). Da findest Du wahrscheinlich mehr Leute mit einem Doktortitel als auf einem klassischen Konzert...., evtl. findest Du die gleichen Leute sogar auch in einem klassichen Konzert. Klassik und HM sind kein Widerspruch!
 
Zuletzt bearbeitet:
Oben