Werbung in den Nachrichten


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#1
Gekaufte Sendungen, Beiträge, Sonderwerbeformen... Alles schön und gut, wenns Geld in die Kasse der hungerleidenden Radiosender bringt.
Aber Werbung als Meldung in den stündlichen Weltnachrichten?
"Ein unglaubliches Angebot bietet jetzt die Billigfluglinie Ryan Air. Flüge von Salzbug und Graz nach Londung unter 10 Euro. Dazu Ryan Air Geschäftsführerin XY: OT (erklärt wie man zum Billig Ticket kommt)..."

Vorsicht: Haut einem die mühsam erarbeitete Kompetenz zusammen und widerspricht §19(3) Privatradiogesetz. ("Werbung muss klar als solche erkennbar und durch akustische Mittel eindeutig von anderen Programmteilen getrennt sein.")

<small>[ 20-05-2003, 20:20: Beitrag editiert von fessler ]</small>
 
#2
auf Ö1 gehört: Flüge werden teurer bei der AUA, man sollte jetzt schon buchen. (Bericht von AUA PK) ==&gt; hat Ö1 dafür Geld bekommen - ich denke nein. Wird bei der Ryan Geschichte wohl ähnlich gewesen sein. Werbung ist als entgeltlich definiert (steht auch im Gesetz, ein bisschen weiter oben).
 
#3
So oft, wie der ORF das Rundfunkgesetz in bezug auf Werbung für seine Sicht der Dinge auslegt und bis an die Grenzen geht (und manchmal sogar darüber hinau - siehe diesbezügliche gerichtliche Entscheidungen), halte ich dieses eine Gegenbeispiel für harmlos. Sollten sie überhaupt wirklich Geld oder sonstwas von Ryan Air bekommen haben.
 
#4
warum 'haut das die kompetenz zusammen'? die meldung hat alles was eine gute meldung braucht:
aktualität, lokalbezug (salzburg) und vor allem interessiert sie die hörer wirklich
 
#5
Wenn man Nachrichten, PR und Werbung vermischt, verliert man an Glaubwürdigkeit.
Und -ihr habt recht- ob das bei ÖR oder Privat passiert, macht keinen Unterschied. Leider sind die Grenzen wirklich sehr fließend...
 
#6
Viele Nachrichten sind PR. Ich denke nur, dass Ryan oder AUA interessanter sind, als viele SPÖVFPÖGrünen"Stadträtin Laska pflanzt einen Feitschi und Erwin Pröll findet´s super" PK-PR-Beiträge sind. Vielleicht sind letztere wegen ORF Sozialisierung anerkannter.

<small>[ 23-05-2003, 16:18: Beitrag editiert von radio_watch ]</small>
 
#7
</font><blockquote><font size="1" face="Verdana, Arial">Zitat:</font><hr /><font size="2" face="Verdana, Arial"> "Ein unglaubliches Angebot bietet jetzt die Billigfluglinie Ryan Air. Flüge von Salzbug und Graz nach Londung unter 10 Euro. Dazu Ryan Air Geschäftsführerin XY: OT (erklärt wie man zum Billig Ticket kommt)..." </font><hr /></blockquote><font size="2" face="Verdana, Arial">Naja... sagen wir mal so... man kann schon darüber berichten. Und interessant ist es allemal.. allerdings kommts auf den Zugang an. Eine Geschichte SO anzufangen riecht echt sehr stark nach gut verkaufter Werbung, wir hatten das bei dem Privatradio, wo ich war auch in dieser Form... Man kann an das Thema aber anders herangehen, und dem Hörer weit mehr an Infos mitgeben, ausser der, dass die Ryan Air ihre Flüge billigst verhökert...

Etwa: Seit dem Terroranschlag in New York kämpfen Fluglinien mit geringer Auslastung. Während zahlreiche Linien bereits Maschinen stillgelegt und ihre Kosten so gesenkt haben, geht man bei Ryan Air einen anderen Weg - hier will man den Kampf um die FLuggäste über den Preis erreichen. So wird ab nächster Woche/nächstem Monat/morgen/ ein Ticket von Graz oder Salzburg nach London bereits für zehn Euro zu haben sein. Damit will man vor allem junge Leute/Pensionisten/Kurzurlauber/usw.. ansprechen, sagt Geschäftsführerin XY gegenüber Sender AB....

Wenn ich so ein Thema schon verbraten will/muß, dann wenigstens in einer Aufmachung, die den Hörer nicht gleich mit der Nase auf den Werbeinhalt stößt... allerdings eins ist klar.... oft sind die Grenzen wirklich fließend - und dann zu entscheiden, ob es Werbung oder wirklcih Info ist, das ist halt nicht immer so einfach.... und da unterscheiden sich (wenigstens einmal) ORF und die Privaten NICHT voneinander! *g*
 
#9
Mal ganz abgesehen vom dauernden "man", dass MAN in dieser Meldung allzu oft liest. Nein, es ist schon richtig, der Zugang ist entscheidend. Der 11. September ist aber nicht erfolgversprechend.
Grundsätzlich halte ich es aber gerade bei solchen Geschichten für richtig, Bezüge zur gesamten Branche herzustellen. Das gibt einer Meldung eine breiteres Fundament und der Hörer kann die Einzelaktion eines Anbieters in die Gesamtsituation der Branche einordnen und weiß dann auch, was das Besondere an eben dieser Aktion eines Anbieters ist. Und das eben rechtfertigt dann auch die Meldung selbst, zumal es Distanz zur offensichtlichen PR schafft.
 
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