Werden die Popwellen immer mehr zu Jugendwellen?


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#1
In irgendeinem Beitrag habe ich mal gelesen, daß sich sämtliche AC-Radios langsam daran gewöhnen müßten, auch Techno oder Black Music ins Programm aufzunehmen, ansonsten wäre ein schneller Untergang vorprogrammiert. Grund: Die Techno-Kids und Rap-Fans der 90er sind inzwischen jenseits der 30 und damit mittendrin in der Zielgruppe von FFH, ffn, R.SHs und sonst was. Was haltet ihr von dieser Aussage?
 
#2
Die Aussage ist berechtigt, aber der Titel deines Beitrags nicht. Durch die von dir zitierte Entwicklung werden nicht die Popwellen zu Jugendsender, sondern umgekehrt! Bsp.: NDR 2 und N-Joy! Letzteres spielt doch heute kaum noch Titel, die einem "echten" Jugendradio gerecht werden
 
#3
Meine Rede. Wenn der NDR (endlich mal) clever ist (bei innovativ hab ich echt die Hoffnung aufgegeben), macht er eine Art N-Joy in der Musik auf NDR2. Einige Deutschrapstücke aus dem Musikprogramm von N-Joy raus und eine wesentlich größere Musikrotation. So wäre wenigstens die Musikfarbe vom schnarchigen und absolut monotonem NDR2 noch akzeptabel.
 
#5
Natürlich ändert sich die Musik im AC-Format mit der zeit.
Früher war z.B. Barbarar Streisand oder Frank Sinatra AC-Musik.
Deine Beobachtung kann cih aber auch nicht teilen. Ganz im Gegenteil, viele Stationen wurden über die Jahre immer softer, haben alle Spitzen im Programm gekappt.
Spontan fällt mir da z.B. RPR1 ein, aber auch ffn, N-Joy, PlanetR. oder radio7 in BW.
Tlw. auch Einslive.
Diese Sender hatten vor einigen Jahren alle ein deutliches CHR-Format (gut bei RPR1 wars schon immer ein Mix aus AC und CHR)mittlerweile spielen sie eher "Hausfrauenmusik".
Und ein Programm wie Big-FM wirkt auf mich wie Valium. Wenn das der heutige Zeitgeist eines Jugendprogramms sein soll *gääähn*

Abgesehen davon ist es auch Definitonssache.
Manche Sender spielen Gigi d'Agostino und meinen, sie hätten Techno gespielt, andere legen Ayman auf und haben dann Rap gebracht.
Techno spielt eigentlich ausserhalb von Spartensendungen nur Sunshine live (ganz selten mal was auf EinsLive) und richtiger Rap kommt auf nur ganz wenigen Stationen vor, auf N-Joy glaub nur spätabends in einer Sondersendung.
 
#7
Jener Beitrag bezog sich primär auf das Publikum all der ach so jungen Sender wie z.B. Fritz mit seinem im Durchschnitt 28 Jahre alten Publikum. Und um diese alten Säcke endlich zu übernehmen, so wurde weiter ausgeführt, wäre es seitens der "zuständigen Sender eben erforderlich usw.usf.
 
#8
Hallo Rundfunkbeauftragter ;)

Das ist ja wohl nicht Dein Ernst mit den "alten Säcken", oder ?!?! -
Meine Wenigkeit wird zwar erst nächstes Jahr 28 - aber ich nehme es schon heute als "persönliche Beleidigung" entgegen !!!

Mein lieber Freund... wie wäre es mit:
"Den Reiferen..." oder "Den Weiseren..."
Das könnte ich noch akzeptieren...
aber so ja mal nich, ne *lol*
 
#10
Oh Kinder, ich fühle mich mit meinen 31 Lenzen inzwischen radiomäßig auch zum alten Eisen abgeschoben. Alle Titel, mit denen ich meine wilde Jugendzeit erlebt habe, die ersten Feten feierte, zum ersten Mal knutschend in der Ecke rumlungerte, sind inzwischen ausschließlich bei RTL Radio - die größten Oldies, oldie.fm, SWR 1 oder Bremen Eins zu hören. Ach weißt mich doch am besten gleich ins Altersheim ein.
 
#11
Nicht die "Musikauswahl" wird jünger, sondern die "jugendlichen Hörer" wird älter.

Wenn Sender(wg. werberelevanter Kernzielgruppe) ihrer Hörerschaft gleichbleibend "jung/alt" halten wollen, müssen sie logischerweise Jahr für Jahr ihr Musikformat "verjüngen".
 
#13
Liebe Leute, ich wiederhole es nochmals: Das Publikum des Jugendsenders Fritz ist 28 Jahre alt, im Durchschnitt oder auch im konkreten Einzelfall
. Wer sich unter den Umständen das mit den "alten Säcken" annimmt ist doch selber schuld.

Gerade in diesem Fall sind gewisse krampfhafte Bemühungen um "Verjüngung" nicht zu überhören, man denke nur an das Kind, das jetzt als Stationvoice fungiert. Aber sie scheinen dann doch nicht wirklich zu wollen, daß die alten Säcke sich ausklinken. Wäre ja nicht gut für die Quoten.

Unterm Strich zeigt das alles doch nur, wie bescheuert diese Kategorisierung nach Altersklassen ist.
 
#15
Nach der Theorie der dauernden Verjüngung müßten ja schön langsam viele Musikrichtungen aussterben.
Derzeit sind ja alle, die in den 50ern auf die Rock`n Roll Feten gegangen sind und die die Stühle in Bill Haley`s Konzerten zertrümmert haben, schon lange in der Rente.

Dabei kenne ich viele Jugendliche unter 20, die Freude am Rock`n Roll Tanzen haben und die gerne Sendungen mit Musik der 50er hören würden.
Auch ein Beispiel gegen die blöde Alterseinteilung, die einfach nicht stimmt.
Übrigens, in unserem Bereich ist das Durchschnittsalter der Mitglieder in den Blasmusikkapellen 24 Jahre.
 
#16
Ich bleib dabei: Es gibt nicht DIE Jugend.

Erklärt mir mal, wie man aus dem Durchschnittsalter herauslesen können soll, dass ein Sender mehr oder weniger gut bei jüngeren Hörern ankommt. Genauso gut kann es doch sein, dass neben vielen jungen Hörern auch viele nicht mehr ganz so junge Hörer zuhören, die das Durchschnittsalter eben heben. Beispiel SWR3: In einigen Teilen des Sendegebiets ist SWR3 der einzige "Jugendsender" und gleichzeitig Popwelle für die 30+Generation, weil DasDing oder BigFM nicht zu empfangen sind. In Bayern siehts mit Jugendangeboten ja noch magerer aus...
 
#17
Richtig ! Die "Jugend" ist viel differenzierter, als man sie immer hinstellt.

Ich mache ein ÖR-Radioprogramm für die sogenannten Älteren ( Musik der 50er und 60er) und ein Drittel der Hörerreaktionen stammt von Jugendlichen !
 
#19
@ Peggy

Du willst doch wohl nicht Bayern 3 und Antenne Bayern als Jugendsender bezeichnen?!? Bayern 3 hatte ja in den 90er Jahren mal die Sendung Super 3, ausgestrahlt in 2 Blöcken am Nachmittag und Abend. Die Sendung fand ich ziemlich gut, habe ich gerne gehört. Aber irgendwann ist die Sendung dann aus dem Programm gekickt worden. Aber heute kann ich eh nicht mehr Bayern 3 empfangen.

Ansonsten meine ich, sollten verschiedene Musikprogramme für ALLE Altersgruppen und Geschmäcker angeboten werden. Aber leider haben ja in den letzten Jahren viele Jugendradios, wie oben schon gesagt, ihr Musikprogramm unheimlich altern lassen. Paradebeispiele sind für mich immer wieder N-Joy und Planet Radio. Wenn ich deren heutige Programme mal mit denen vor 3 - 4 Jahren vergleiche - einfach nur furchtbar. Meiner Meinung nach besteht mittlerweile wirklich ein Mangel an Jugendradios mit wirklich junger Musik.
 
#20
Eigentlich schon komisch:

Die älteren Semester bezeichen Radios wie Bayern 3 und Antenne Bayern als "Jugendradios" und fordern mehr Radioprogramme für die Älteren und die Jugendlichen umgekehrt sehen ebendiese Radios als "Alt-Formate" an und fordern mehr Jugendradios.
 
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