Wie krank ist das denn... Wolfman Jack


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#1
Auf www.radiotrax.de habe ich eine Erinnerungsseite an den US-Diskjockey Wolfman Jack entdeckt. Was meint Ihr: War der Typ wirklich so sensationell wie immer behauptet wird oder war er einfach nur völlig krank? Hierzulande würde so einer wie er wahrscheinlich nnicht mal seine erste Sendung überstehen...
 
#4
AW: Wie krank ist das denn...

Wolfman Jack hat Radiogeschichte geschrieben - aber das ist eben auch mittlerweile Geschichte.

Übrigens. George Lucas hat dem Mann bereits 1973 in "American Graffity" ein Denkmal gesetzt (übrigens gleichzeitig das Filmdebut für Harrison Ford). Im ganzen Film (für die, die ihn nicht kennen) läuft Wolfman Jacks Radioshow in den Autoradios. Er hat sogar eine kleine Rolle, in der er sich selbst spielt.
 
#6
AW: Wie krank ist das denn...

In den 80er Jahren landet in der Scifi-Serie "Kampfstern Galactica" ein zylonischer Bösewicht auf der Erde und in New York. Dummerweise ist sein Raumschiff 'putt und er braucht einen großen, starken Sender, um Hilfe aus dem All anzufordern. Und wer hat den Größten? Natürlich Wolfman Jack, der sich auch gleich selbst spielt.

Das Kuriose an der Folge ist nicht nur Jacks Auftritt. Es wird gezeigt, dass Wolfman Jack in seinem Programm teilweise per Voicetracking zu hören war. Man sieht eine ganze Wand mit Bandmaschinen, die der Reihe nach verschiedene Programmelemente und Ansagen ("Hey, hey, hey, hier ist wieder Euer Wolfman Jack....") abfahren, während er grinsend daneben steht.

Wolfman Jack ist eben in vielerlei Hinsicht ein Vorreiter, denkt sich schmunzelnd die Jasemine.
 
#9
AW: Wie krank ist das denn...

Hierzulande würde so einer wie er wahrscheinlich nnicht mal seine erste Sendung überstehen...
Die wilden Radiozeiten in den USA sind aber auch schon lange vorbei. Da wo Clearchannel und Co. den Ton angeben, hätten Urgesteine wie Wolfman Jack ebenfalls keine Chance mehr.

Die über 20 Jahre alte Voicetracking-Szene aus Kampfstern Galactica ist ein absolutes Highlight für jeden Radiomacher oder -interessierten! (Sie befindet sich übrigens im dritten Spielfilm der Spielfilm-Trilogie der Galactica und nicht in der TV-Serie. Kann aber gut sein, dass man es dort auch nochmal verwurstet hat.)
 
#10
AW: Wie krank ist das denn...

Wieso sollte Wolfman Jack "krank" gewesen sein -
er war Vorreiter fuer einige US-Rockradios und
seine Moderationen waren und sind bis heute einzigartig.
In Europa hat AFN/AFRTS ihn sogar uebernommen!
In "American Graffity" nimmt er das "Voicetracking"
auch auf die Schueppe!
 
#11
AW: Wie krank ist das denn...

Wenn "The Wolf" im Film, dann aber bitte im Original und nicht in der grauenvollen Synchronfassung!
@Grenzwelle: Wenn man z.B. die NYC-Szene ein wenig beobachtet, gewinnt man den Eindruck, daß dort auch Personalities á la Wolfman Jack bald wieder gefragt sein werden. Die Leute von Clear Channel sind ja auch nicht dämlich! Das Problem ist nur (bitte alle mitsingen!): "Ein Wolfman Jack....es gab nur ein Wolfman Jack! Ein Wolfman Jaaaahack...es gab nur ein Wolfman Jaaahack!"
 
#12
AW: Wie krank ist das denn...

Rösselmann,

was ist dann anders in Deutschland? Will das deutsche Radiopublikum keine Personalities oder sind die deutschen Radiomacher zu dumm, diesem Wunsch oder Trend nachzugehen?
 
#13
AW: Wie krank ist das denn...

Ich habe es vor längerer Zeit hier schon einmal erwähnt: Für diese Art anglo-amerikanisches Entertainment fehlen den meisten Deutschen nach meinen Beobachtungen und Erfahrungen einfach ein paar Gene.
Ach,ich gehe noch weiter: Sie haben keinen Rock´n Roll! Das gilt übrigens m.E. für die Macher und Hörer gleichermaßen.
Ich habe ein paar Freunden (keine Radioleute!)mal ein Wolfman-Tape vorgespielt. Kommentar allenthalben: "Was schreit der denn so? Der singt ja in die Musik rein!" Nun, da kann man nichts machen.
Die Menschen hier wachsen- und wuchsen nun einmal mit den Frank Laufenbergs und Wolfgang Leikermosers auf und nicht mit Wolfman Jack oder Chuck Geiger!
Ich finde mich aber damit ab und versuche mich nicht als "Heilsbringer":)
 
#14
AW: Wie krank ist das denn...

Siehste Rösselmann, es ist eben nicht alles gut, was aus den USA kommt. Und: Sind die Leute mit Formatradio aufgewachsen?
Nicht dass hier der Eindruck ensteht, ich wäre GEGEN Fornatradio, aber ich versuche die Realität zu erkennen...
 
#15
AW: Wie krank ist das denn...

Tja, und ich fand Laufenberg immer zum Erbrechen oberlehrerhaft und Leikermoser finde ich zum Steinerweichen schleimig. Geschmacksache.
Aber die These "...es ist eben nicht alles gut, was aus den USA kommt." habe ich in diesem Zusammenhang nun nicht verstanden. Aber vielleicht fehlen mir dazu ja ein paar Gene!
 
#16
AW: Wie krank ist das denn...

Für diese Art anglo-amerikanisches Entertainment fehlen den meisten Deutschen nach meinen Beobachtungen und Erfahrungen einfach ein paar Gene.

Darauf bezog ich die von dir zitierte Aussage. ;)
 
#17
AW: Wie krank ist das denn... Wolfman Jack

Wolfman Jack war der Harald Schmidt des US-Radios - also durchaus auch fuer deutsche Gene geeignet. Seine "Beat The Press"-Spielereien waren albern, aber grandios!
 
#18
AW: Wie krank ist das denn... Wolfman Jack

Pardon, aber Harald Schmidt und Wolfman Jack haben wirklich nur soviel gemeinsam, daß jeder von ihnen auf seinem Gebiet großartig war, bzw. ist.
 
#19
AW: Wie krank ist das denn... Wolfman Jack

... zumindest hat Herr Schmidt die kabarettistische Grundausbildung - aber es ging mir auch mehr um's Sendeformat bzw. das fertige Endprodukt...
 
#20
AW: Wie krank ist das denn... Wolfman Jack

WOLFMAN JACK war ein Radio-Gott ! Von solchen "kranken" Djs könnten manch junge
" Radioerfinder " einiges lernen...kein fegefeuer der Eitelkeiten, kein Wichtigtuerisches On Air Gehabe,,,einfach fun , Lust am radio , Spaß pur, jede Menge Eier beim Senden und keine Angst sich selbst zu auf die Schipp ezu nehmen ! Späße nicht nur auf Kosten anderer, wie es in Ödland Deutsches Radio üblich ist. Ich hatte die große Ehre die Bänder seiner Sendungen während eines AFN Praktikums 1984 in Frankfurt zu bearbeiten und sendefähig ( ohne US Werbung ) zu machen. Ein Wolfman Jack ist das geistige Vorbild manch verrückter Radioshows...nicht nur in den USA. Howard Stern , Mark & Brian , Bob & Tom...sogar seine arrogante Hoheit Mr. Don Imus hatten Wolf als Vorbild. + AUch hierzulande gibt es diverse Shows die sich den WOLFAMN zum Vorbild nahmen ! *** Remember Bob WOLFMAN Smith ! Keep on howling ! :)
 
#21
AW: Wie krank ist das denn... Wolfman Jack

Oh bitte: Wolfman Jack nicht mit Harald Schmidt vergleichen, bitte. Ich weiß, es ist ein Sakrileg in dieser Szene, Branche, Runde - aber ich konnte Harald Schmidt noch nie sonderlich was abgewinnen.

Außerdem: Was hat Herr Schmidt mit Radio zu tun?

In diesem Zusammenhang fällt mir ein Phänomen auf: Es gibt Stars, Typen, Bands die muß man einfach gut finden. Kennt ihr das auch? Harald Schmidt habe ich schon genannt - wenn man den nicht gut findet ist man geächtet - oder man wird zumindest in die Schublade gesteckt: Naja nicht ganz kusprig im Kopf, oder so.

Da gibts noch weitere Beispiele: In meiner Jugend ging das los mit Pink Floyd. Mußte man toll finden. Genauso Supertramp, oh yeah (grusel). Ging dann weiter mit Genesis und diese häßliche Abspaltung Phil Collins, supertoll (arghn). Oder sag bloß nix gegen Sting - der is ja auch so sozial engagiert, jaja.

Oder, sagt mal heute was gegen Limp Bizkit, REM oder Grönemeyer (*huah*) das gesellschaftliche Abseit droht. Wieso eigentlich?
 
#22
AW: Wie krank ist das denn... Wolfman Jack

Zu Harry hab ich mich ja zuvor geaeussert - im Radio war er frueher durchaus zu hoeren. Obwohl der Rest off Topic ist, mache ich jetzt mal eine haemische Bermerkung gegen Herbie: Er kann nicht singen! *geducktwegschleich*
 
#24
AW: Wie krank ist das denn... Wolfman Jack

@chapri
Ich muss fairerweise sagen, dass ich mein Urteil über Grönemeyers Gesangskünste revidiert habe, nachdem ich ihn auf der letzten Tour gesehen habe. Im Gegensatz zu früher ist aus dem Mann ein wirklich exzellenter Sänger geworden (unabhängig davon, ob man nun seine Musik mag oder nicht).
 
#25
AW: Wie krank ist das denn... Wolfman Jack

Ich mag im Grossen und Ganzen immerhin seine politische Einstellung!
Und nun wieder zurueck zum Thema...
Wenn ich WJ mit HS vergleiche, dann wegen der kabarettistischen Einlagen. Erstaunlich ist halt, dass WJ sich auch ohne die "kabarettistische Ausbildung" eines Harald Schmidt (egal, ob man ihn gut findet oder nicht!!!) sich durchaus mit ihm messen KOENNTE, wenn er noch leben wuerde (und Harry sein Englisch verbessert *ggg*).
 
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