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Bitrate der ARD- und Deutschland-Radios über ASTRA

Dieses Thema im Forum "Studio- und Sendertechnik" wurde erstellt von XXLFunk, 05. Januar 2013.

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  1. XXLFunk

    XXLFunk Gesperrter Benutzer

    Hat es einen besonderen Grund, dass die ARD-Landessender über ASTRA mit 320 kbit senden, das Deutschlandradio aber "nur" mit 256 kbit? Versorgen die Landessender evt. ihre UKW-Sendernetze mit dem Signal und DRadio nicht?
     
  2. DigiAndi

    DigiAndi Benutzer

    Das Deutschlandradio ist nicht auf dem Hörfunktransponder ARD, sondern beim ZDF und hat dort schon immer 256 kBit/s. Soweit ich das mal gehört habe, macht(e) das ZDF den Uplink quasi umsonst für das Deutschlandradio. Daher wird man dort höchstwahrscheinlich auch nichts ändern. Es wäre natürlich schön, wenn auch die drei Programme des Deutschlandradio 320 kBit/s hätten, aber die 256 kBit/s beim ZDF sind auch wunderbar.

    DVB-S wird bei der ARD hier und da für UKW verwendet, meistens aber nur als zweites Backup. Die UKW-Zuführung des Deutschlandradio läuft über ASTRA 23,5 mit 192 kBit/s (und bis April 2012 teilweise auch noch über ADR). Auf 23,5 ist derzeit auch ein neuer Transponder im Testbetrieb, auf dem bereits der Deutschlandfunk mit 384 kBit/s drauf ist (klingt derzeit aber schlechter als auf 19,2).
     
  3. Lord Helmchen

    Lord Helmchen Benutzer

    Lediglich die Infoprogramme, außer mdr info, und WDR Event senden mit 128 kbit und in Mono.
     
  4. HeavyRotation25

    HeavyRotation25 Benutzer

    In diesem Zuge frage ich hier auch in die Runde, warum die HD-Qualität im TV bei ARD und ZDF schlechter als bei den Privaten wie RTL oder SAT1 ist? Ich habe die HD+ Karte und sehe in den Infos die Werte: ARD/ZDF: 720p, RTL: 1080i, was offensichtlich besser ist.

    Das Bild bei der Liveübertragung von Winterspielen in der ARD z.B. ist gestochen scharf, aber halt nur bei 720p. Warum ist das so?
     
  5. _olli_

    _olli_ Benutzer

    [SIZE=12px][FONT=Verdana]"Bei der Entscheidung für das 720p/50-Format stand das "bessere Bild" im Mittelpunkt des Interesses, wobei neben der Auflösung des Fernsehbilds bei der Formatwahl auch weitere Aspekte zu berücksichtigen waren. So ist ebenfalls die Frage von Bedeutung, bei welcher Bildabtastung auch schnellere Bewegungen dargestellt werden können, ohne dass sich dabei Bildunschärfen bemerkbar machen. Dies betrifft besonders Bildübertragungen mit schnellen Schnitten, etwa bei Sportereignissen oder Actionfilmen. Für das Bewegtbild des Fernsehens liefert das Format 720p insgesamt eine bessere Bildqualität als beispielsweise das Format 1080i. Unabhängig voneinander durchgeführte Tests des Instituts für Rundfunktechnik (IRT) in München und der Europäischen Rundfunkunion (EBU) in Genf hierzu haben eindeutig gezeigt, dass das 720p/50 Format zu besseren Ergebnissen führt als das 1080i/25 Format."[/FONT][/SIZE]

    [SIZE=12px][FONT=Verdana]http://www.ard-digital.de/ARD-Digital/FAQ/HDTV---Format/HDTV---Format#Warum werden die HD-Programme der ARD im Format 720p ausgestrahlt?[/FONT][/SIZE]
     
    TiBel und HeavyRotation25 gefällt das.
  6. HeavyRotation25

    HeavyRotation25 Benutzer

  7. StefanZinke

    StefanZinke Benutzer

    Es hat nicht direkt etwas mit diesem Thema zu tun, aber ich wollte keinen neuen Faden spinnen. Bekanntlich überträgt Kabel Deutschland - für mich ist dieser Name mittlerweile eine Beschimpfung - die ARD-Hörfunksender mittlerweile nur noch mit 192 kbits. Eine Frage an die Technik-Freaks: Ließe sich pauschal sagen, was besser klingt: MP2, 192 kbits, 48 kHz oder MP3, 128 kbits, 44,1 kHz?

    Meine Überlegung: Die Livestreams der meisten ARD-Anstalten sind mittlerweile so gut, dass kaum noch Artefakte auftreten - im Gegensatz zu dem Murks, den Kabel Deutschland verteilt. Wäre also ein Livestream mittlerweile eine Alternative zum Kabelanschluss?
     
  8. ricochet

    ricochet Benutzer

    Das muss man natürlich differenziert sehen. ARD und ZDF nutzen für ihr HDTV-Signal die 720er-Auflösung mit progressiver Vollbildübertragung, die bei ruhigem Fernsehbild naturgemäß eine etwas geringere Detailauflösung, bei schnellen Bewegungen aber gleichmäßige Konturen erwarten lässt. Aus bandbreitenökonomischen Gründen mag das derzeit die beste Entscheidung sein, allerdings gibt es einige Wermutstropfen.

    Der größte Nachteil besteht im Downscaling von Signalen des bei internationalen Sportereignissen und Großevents üblicherweise verwendeten 1080i-Verfahrens, das von ARD und ZDF auf 720p umgerechnet und vom heimischen Fernsehapparat wieder künstlich auf 1080 Pixel hochgezoomt wird. Das Ergebnis sieht dann u.U. so aus:

    [​IMG]

    Das von den Privatsendern eingesetzte Zeilensprungverfahren (1080i) hat bekanntermaßen mit vielen Altlasten und Unzulänglichkeiten zu kämpfen. Durch die abwechselnde Übertragung von 25 Halbbildern in der Sekunde "zittert" das Bild wegen der unscharf gezeichneten Konturen stärker als bei der Übertragung von 50 Vollbildern mit geringerer Auflösung, dafür ist bei ruhigem Fernsehbild wegen der höheren Auflösung eine etwas höhere Detailschärfe zu erkennen, die die Nachteile des Interleaved-Verfahrens aber nur bedingt aufwiegt.

    Vor allem Privatsender wollen mit Zahlengigantomanie (1080 Pixel) Kunden anlocken, auch wenn die Technik nicht wirklich überzeugt. Ein echter Durchbruch wäre die progressive Ausstrahlungsnorm mit 1080er-Auflösung (1080p), dafür müsste aber wesentlich mehr Bandbreite angemietet werden, was vor allem den Privatsendern erhebliche Mehrkosten bescheren würde. 1080p ist zur Zeit ohnehin noch Zukunftsmusik, weil diese Norm wegen der großen anfallenden Datenmenge den geltenden DVB-Standard sprengt.

    Man muss ja schon froh sein, dass bei den deutschen HD-Sendern mittlerweile Encoder mit effizient berechneten variablen Bitraten zum Einsatz kommen, die die vorhandene Bitrate qualitativ ausnutzen können statt wie früher bis zu 50% bitratenfressende Filler zu produzieren, die keine verwertbaren Nutzdaten enthalten.
     
    Zuletzt bearbeitet: 13. April 2014
  9. ricochet

    ricochet Benutzer

    Freud... sollte natürlich Interlaced-Verfahren heißen.

    Nachtrag: Es gibt auch schon eine für 1080i entwickelte Technologie namens PAFF (Macroblockadaption), die zwischen Interlaced und Progressiv unterscheiden kann, um im Bedarfsfalle auf Vollbild umschalten zu können. Internationale Fernseh- und Kinoproduktionen werden nämlich in der Regel mit 24 (hochaufgelösten) Bildern pro Sekunde übertragen und müssen dann nur noch etwas beschleunigt werden um auf eine Bildfrequenz von 50 Hz zu kommen.

    Inwieweit PAFF bereits eingesetzt wird ist bei den Sendern zu erfragen.
     
    Zuletzt bearbeitet: 13. April 2014
  10. RainerK

    RainerK Benutzer

    Wo ist bei den Beiträgen #4 bis #6 sowie #8 bis #9 der tontechnische Aspekt? :rolleyes:

    Es grüßt RainerK
     
  11. Tonband

    Tonband Benutzer

    192 kbps stereo kann sehr gut klingen, mit einem guten Encoder nur einmal generiert. Aber nicht nach einer Kette von Kodiervorgängen.

    Im übrigen gilt weiterhin: Es gibt auch 320 kbps-Übertragungskanäle die richtig Scheixxe klingen.
     
  12. ricochet

    ricochet Benutzer

    Musicam ist zum Beispiel ein sehr guter MP2-Encoder, der schon bei 192 kbps tolle Qualität liefert. Heute ist das Angebot bestimmt größer als vor 17 Jahren, als ich mich zuletzt intensiver mit m2a beschäftigt habe.
     

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