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SWR1 - Musikprofessor: Das Radio und Du

Dieses Thema im Forum "Musik" wurde erstellt von Zwerg#8, 04. Januar 2016.

  1. Zwerg#8

    Zwerg#8 Benutzer

    Hallo!

    Ich sage jetzt gleich zu Beginn: Hört euch diesen SWR1-Podcast vom September 2015 erstmal in aller Ruhe an!

    http://www.swr.de/swr1/bw/programm/...42/did=16144484/nid=1895042/slpz4t/index.html

    Mir ist völlig klar, daß einige von Euch ganz gern mit dem "Musikprofessor" Tacheles reden würden. Ich nehme mich da nicht aus, weil auch ich in meinem Lebem genug Radio gehört habe - ungezählte Stunden. Ich kann mir sehr gut vorstellen, daß es überaus lustig wäre, wenn eine kleine Truppe aus dem Forum in Mannheim "einreiten" würde....

    Was will uns der Mann erzählen?

    Ihr hört/macht doch Radio und wißt, wie "der Hase" läuft! Oder vielleicht doch nicht?

    Ich habe euch unten drei Aussagen rausgeschnitten, die meiner Meinung nach extrem wichtig sind.

    Wer macht denn die Hits? Natürlich das Radio! Wer hat die Aufgabe, das kollektive Musikgedächtnis zu bewahren? Natürlich das Radio und die Musikredakteure! Sie haben eine Verantwortung! Und? Welche Sender lassen sich Playlisten ins Haus liefern? Da kann man eigentlich nur kotzen!

    Weiter. Ich will beispielsweise nicht "Don't speak" oder "Almost Lover" in einer Morgensendung hören! Schlimm genug, wenn diese Titel noch heute laufen. Ich möchte als Hörer nicht an "schlechte Zeiten" erinnert werden. Diese ganze "Depri-Mugge" am Morgen geht mir total auf den Geist! Ich will den "Flow" im Radio!

    Es ist immer wieder schön, wenn man im Ausland unterwegs ist und dort lokales Radio hören kann. (Wer Webradio bevorzugt, oder ABY über UKW am Gardasee hört, kann eigentlich gleich Zuhause bleiben!) Im Ausland (nicht Frankreich) ist auch "nicht alles Gold was glänzt", es klingt aber anders, frischer... Und nein - es ist nicht der "Neu- Faktor"! Ich bin seit vielen Jahren in Italien unterwegs und höre dort Radio. Die legen halt mal 'ne Maxi auf und lassen sie sechs Minuten durchlaufen. Hier in DE würde man zwei Titel a drei Minuten "reinwürgen". Ich kann deutsches Radio praktisch nicht mehr hören! Okay, SWR1 muß ich wegen der Dokumentation hier im Forum "rund um die Uhr" abchecken... Das Leben ist nunmal kein Ponyhof. ;)
     

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  2. RadioRichard

    RadioRichard Benutzer

    Typisch Musikprofessor! Nur weil einmal ein Musiktitel bei einem grossen Ereignis gespielt wurde und Erfolg hatte, wird Jahrzehnte darauf herumgeritten, und der Titel zu Tode gedudelt....immer dasselbe!
     
  3. rockon

    rockon Benutzer

    Größtenteils stimme ich dem Professor zu. Besonders dem Gesagten aus dem
    Podcast ab 15.45..."wenn die Radiostationen den Mut haben, auch die Musik
    zuzulassen. Denn über den Erfolg entscheiden Redakteure in den Musik-
    redaktionen....Ob nun was gespielt wird oder nicht, ob man den Mut hat,
    Musik die gerade entsteht zu spielen oder nur Chart-Musik spielt, das ist
    ein großer Unterschied".
    Über die 60er Jahre, die man im Radio vollends
    verhungern lässt, äußert sich Prof. Kleiner geradezu euphorisch.

    Gerne scheint sich der SWR mit einem Professor der Medien- und Kultur-
    wissenschaft zu schmücken, war er doch auch zugast auf dem Feldberg.
    Aber deshalb etwas von seinen Ideen umsetzen - ausgeschlossen.
    Dass selbst ein Professor auf taube Ohren stößt, das ist für mich als
    gewöhnlicher, kleiner und unscheinbarer Radiohörer tröstlich,
    aber der Frust über das heutige Radio wird deshalb nicht kleiner.
     
  4. Skywise

    Skywise Benutzer

    Oh je, ich hab' schon zwei Veröffentlichungen von Herrn Prof. Kleiner (bzw. mit seiner Beteiligung) gelesen und hatte danach Lust, den Kopf gegen die Wand zu schlagen. Noch nicht mal unbedingt den eigenen. Ich dachte mir schon, daß da wenigstens einer im Autorengespann sitzt, der so gar nix mit Kunst und Kultur am Hut hat; mittlerweile denke ich, ich weiß, wem einige Aussagen zuzuordnen sind - ich hoffe, er ist der einzige. Ist wirklich nichts Persönliches, aber ich habe wahnsinnige Schwierigkeiten damit, einen mainstreamverliebten Medien- und Kulturwissenschaftler ernstzunehmen, der augenscheinlich über 99 % der verfügbaren Kultur bei seinen Analysen ausblendet. Vielleicht bin ich ja zu sehr Kaufmann und zu wenig Musikkenner, aber ich halte allein schon die Behauptung für beängstigend naiv, Qualität setze sich durch. Hat sie nie getan, tut sie nicht, wird sie auch nie. Jedenfalls nicht nur kraft der eigenen Qualität. Wenn dem so wäre, hätte es einige Hits gar nicht geben dürfen. Wenn nicht das Preis-Leistungs-Verhältnis daran Schuld ist, daß sich etwas durchsetzt, dann ist es - so auch im Bereich der Charts - sehr häufig der kleinste gemeinsame Nenner; dieser kann auch gerne darin bestehen, daß das Radio der kompletten stimmberechtigten Hörerschaft einen Titel wieder und wieder ins Ohr penetriert.
    Ich halte Herrn Prof. Kleiner bei dem Interview übrigens zugute, daß er das mit dem kleinsten gemeinsamen Nenner wenigstens andeutet, allerdings ohne weiterführende Erkenntnisse. Ich will das mal als Hinweis nehmen, daß bei ihm noch nicht völlig Hopfen und Malz verloren ist.

    Ich hoffe, daß Herr Prof. Kleiner wenigstens ordentlich bezahlt wurde für seine Aussagen im Zusammenhang mit der SWR1-Hitparade (!). Ich halte einige seiner Einsichten an jener Stelle für eine Augenwischerei sondersgleichen vonseiten des Senders und des Professors. Wenn der seir Jahren mehr oder weniger unveränderte komplette Festplatteninhalt des SWR von den Hörern neu zusammensgestellt wird, erfüllt ein Sender seine Aufgabe nicht. Und wenn die Knäcke dann auch noch bei den Hörern angeblich Kultstatus genießt, erfüllen auch einige Hörer ihre Aufgabe nicht.

    Gruß
    Skywise
     
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  5. rockon

    rockon Benutzer

    Einspruch: Das tägliche Wohlfühl- und Friede, Freude, Eierkuchenradio bei
    ganzjährigem Sonnenschein und dreißig Grad plus, aber bitte nicht wärmer,
    das grenzt für mich an Folter.
     

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