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Zugunglück in Nordkorea

Dieses Thema im Forum "Radioszene Deutschland" wurde erstellt von Knoxville, 22. April 2004.

Status des Themas:
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  1. Knoxville

    Knoxville Benutzer

    Bei diesem Zugunglück sind heute vermutlich mehrere tausend Menschen ums Leben gekommen. Wie ist die Handhabung on air? Wie geht ihr mit dem Thema um? Wird die Musikrotation verändert, erscheint das Thema nur in den News?

    Knoxville
     
  2. TeSS

    TeSS Benutzer

    AW: Zugunglück in Nordkorea

    Bei uns nur in den News. Da wird gesagt "wahrscheinlich ein Zug verunglückt". Musik ändert sich nicht, alles andere bleibt auch.
     
  3. Radiokult

    Radiokult Benutzer

    AW: Zugunglück in Nordkorea

    Da das ganze "am Arsch der Welt" passiert ist und nicht "um die Ecke" glaube ich kaum, das irgendein (Kommerz-)Sender das Programm ändert. Wünschenswert wäre es allerdings ! Eventuell bis zu 3.000 Tote ist ziemlich heftig ...
     
  4. Knoxville

    Knoxville Benutzer

    AW: Zugunglück in Nordkorea

    Naja, ich finde es auch recht komisch, beim WTC-Anschlag 2001 alles komplett runterzufahren und sogar Werbung rauszunehmen und in diesem Falle nur eine "Erwähnung" in den Nachrichten. Ist eben die Frage ob man Anschlag und Unglück unterschiedlich gewichten sollte?! Ich meine nein.

    Knoxville
     
  5. radiobayern

    radiobayern Benutzer

    AW: Zugunglück in Nordkorea

    stimmt wohl leider. anders wäre dies natürlich, wenn es sich um einen terroranschlag gehandelt hätte und er im bahnhof von washington passiert wäre. dann wäre es wieder ein thema für weltweite betroffenheit, endlossendungen, specials, stellungnahmen......und einen neuen song von enya :rolleyes:
     
  6. Radiostart

    Radiostart Gesperrter Benutzer

    AW: Zugunglück in Nordkorea

    ich würde mal dem Autor des Forumthemas empfehlen den Eintrag ändern in, wie würde eurer Sender umgehen, falls ein katstrophe passieren sollten, die keiner erwartet hätte. Das passt viel besser dazu.
     
  7. der beobachter

    der beobachter Benutzer

    AW: Zugunglück in Nordkorea

    Ich würde dem Empfehler der Änderung der Betitelung dieses Therads empfehlen, seine Empfehlung dahingehend noch einmal zu überdenken, ob sich der Autor bei der Betitelung dieses Threads nicht möglicherweise solche Gedanken gemacht haben könnte, dass sie zu eben dieser Betitelung geführt haben.

    Zur Sache: Der Onair-Umgang damit ist zynisch, aber er ist so. Allerdings darf man nicht aus den Augen lassen, dass strukturell bedingt die Mögklichkeiten einer auch nur halb so umfassenden Berichterstattung wie am 11-09 derzeit gar nicht möglich ist. db
     
  8. Radiostart

    Radiostart Gesperrter Benutzer

    AW: Zugunglück in Nordkorea

    Hier die Frage wie würdet ihr reagieren, wenn ihr grade in der Moderation seid und von einer schlimmen Katstrophe aus dem Einzugsgebiet des Senders erfährt. Sinnvoll wäre es die normale Rotationsmusik zu unterbrechen und was traurigen ruhiges spielen z.b ein Klavierstück von Bach oder so ähnlich.
     
  9. Radiokult

    Radiokult Benutzer

    AW: Zugunglück in Nordkorea

    Man möge mir meinen Zynismus verzeihen, aber ich glaube nicht mal bei der "Bombadierung" des Bundestages würden Privatsender Klassik spielen. Da wird dann doch eher das schon zitierte Stück von Enya bemüht ...

    Nachtrag: Bevor ihr mich für meine Verallgemeinerung haut: Ich glaube nicht das bestimmte Privatsender jemals Klassik spielen würden, egal was da kommt.
     
  10. Wrzlbrnft

    Wrzlbrnft Benutzer

    AW: Zugunglück in Nordkorea

    Gegenfrage, würde es nicht auch irgendwie unglaubwürdig und heuchlerisch klingen, wenn ein Hitsender plötzlich wegen einer Katastrophe anfängt, Bach zu spielen? Wäre ich in einer solchen Situation, würde ich den guten Kompromiss wählen: "Deftige Powerstücke" raus aus der Playlist, dafür ruhigere aber dennoch (halbwegs) ins Format passende Musik.

    Im hier vorliegenden Fall finde ich's übrigens fast schlimmer, daß diese "Regierung" versucht, sämtlichen Nachrichtenfluß über dieses Unglück zum Versiegen zu bringen (gekappte Telefonleitungen, usw.).
     
  11. Radiokult

    Radiokult Benutzer

    AW: Zugunglück in Nordkorea

    stimmt
    stimmt ebenfalls
     
  12. Denyo

    Denyo Benutzer

    AW: Zugunglück in Nordkorea

    Ähm .. Moment mal.

    Was war denn mit Eschede und dem ICE ? Hat da irgendjemand mit veränderter Musikrotation oder so ähnlich reagiert ? Und ... noch 'ne gute Frage: Wenn sich Eschede morgen wiederholen würde, wäre die Reaktion die selbe, wie vor dem 11.Sep. ?

    Mal nachdenken.
     
  13. RayShapes

    RayShapes Gesperrter Benutzer

    AW: Zugunglück in Nordkorea

    @ Denyo

    Ich glaube, die Ausmaße sind hier schon ganz ganz andere....
     
  14. monotonie

    monotonie Benutzer

    AW: Zugunglück in Nordkorea

    Schwierig an dem Fall ist allerdings Quellenlage zu beurteilen. Wer kann denn wissen oder zumindest realistisch schätzen, ob es nun 10 oder 10000 Tote sind, in einem Land, das von einer Informationsmauer umgeben ist.
    Aussagefähig wären vielleicht westliche militärische Satellitenaufnahmen, aber die werden wohl kaum öffentlich zur Verfügung gestellt...
     
  15. Denyo

    Denyo Benutzer

    AW: Zugunglück in Nordkorea

    @ Ray ...

    Der Ansatzpunkt ist "Glauben" oder "Wissen". Wir wissen doch im Moment gar nichts. ("Moment" auf das gestrige Statement bezogen).

    Bei vielen wird Nordkorea (kopftechnisch) eh in der Kategorie dritte Welt einsortiert. Weit weg. Armes Land. - Wäre das in Europa passiert oder von mir aus in Amerika (Nord natürlich ;)) oder Australien, gäbe es mit Sicherheit mehr Anteilnahme und Geschrei, als wenn in Nordkorea etwas Gleichwertiges passieren würde.

    Meinste nich ?
     
  16. RayShapes

    RayShapes Gesperrter Benutzer

    AW: Zugunglück in Nordkorea

    Klar meine ich das, und ich habe auch bewusst "glaube" geschrieben.
     
  17. newsman

    newsman Benutzer

    AW: Zugunglück in Nordkorea


    Naja, einen gewissen Unterschied seh ich da schon. Die Anschläge vom 11. September waren ja auch gerade deshalb so erschütternd, weil das Szenario bis dahin für die allermeisten von uns schlicht nicht vorstellbar gewesen wäre. Das ging vielen nicht in den Kopf, und man brauchte eine gewisse Zeit bis man überhaupt glauben konnte, was da passiert war. Das sieht bei Unglücken, und seien sie noch so schrecklich, eben doch ein bisschen anders aus. Dass zwei Züge zusammen stoßen, und auch wie das passieren kann, das kann man sich irgendwie schon noch vorstellen. Wenn das mit den 3000 Toten aber tatsächlich stimmen sollte (oder gestimmt hätte??), dann ist aber natürlich klar, dass das ein Ausmaß hat wie man es noch nicht oft hatte.
     
  18. machmallaut

    machmallaut Gesperrter Benutzer

    AW: Zugunglück in Nordkorea

    Die Berichterstattung hätte hier in Deutschland anders ausgesehen wenn das Unglück "quasi" live im TV zu sehen gewesen wäre. Die entsprechenden Bilder hätten alle Sender sofort übernommen. nicht nur n-tv) . Da allerdings
    die visualisierung des Unglückes fehlt ist es nur logisch das die Berichtersattung anders ausfällt.
    Wir sind inzwischen daran gewöhnt das wir schlimme Nachrichten erst wirklich glauben und sie uns zu Herzen nehmen wenn wir die "Beweisbilder" sehen.
     
  19. radiohexe

    radiohexe Benutzer

    AW: Zugunglück in Nordkorea

    Was im aktuellen Beispiel noch nicht einmal schlecht zu sein scheint. Wickert hat gestern aufgemacht mit der sinngemäßen Feststellung, wir würden über eine Katastrophe reden, von der wir noch nicht einmal wüssten, ob sie überhaupt passiert ist.
     
  20. urad

    urad Benutzer

    AW: Zugunglück in Nordkorea

    Der Unterschied zw dem Zugunglück in Nord-Korea und 9/11 ist doch wohl auch, dass wir sehr amerikanisiert sind.

    Unterbewusst zählen wir die Amis zu unserer Herde, weil sie genauso aussehen und den selben kulturellen Stand (naja, grob) haben. Wenn etwas in unserer Herde geschieht, geht uns das näher als ein Unglück irgendwo im Nirgendwo einer anderen Herde. Und wir erinnern uns an die Grundsätze der News-Auswahl: ein Punkt ist die persönliche Nähe.

    Ein umfallender Reissack in Ami-Land ist für uns interessanter als ein umfallender Reissack in Nordkorea.

    Denkt sich so,
    Der Urad
     
  21. machmallaut

    machmallaut Gesperrter Benutzer

    AW: Zugunglück in Nordkorea

    KLar! Dazu kommt noch das es in Nordkorea um eines der letzten kommunistischen Länder handelt. Und das alte Feinbild noch imme bei vielen im Kopf ist. Wer hat sich bei dem Tschernobyl schon gedanken um die Toten vor Ort gemacht? Da galt die größte Sorge den heimischen Nahrungsmitteln.
     
  22. oha

    oha Benutzer

    AW: Zugunglück in Nordkorea

    ich finde die eingangsfrage etwas daneben: gestern wusste kein mensch, was da eigentlich passiert ist. auf so viel "könnte", "soll" und "vielleicht" mal eben vorauseilend mit einer runde enya zu reagieren wäre doch völlig deplaziert und zynisch.

    das leben ist eine abfolge solcher katastrophen, da dürfte man seit dem massenschlachten in ruanda schon keine lustige musik mehr spielen - 10 millionen tote, vor den augen der welt.

    nordkorea ist eine diktatur mit schlimmsten menschenrechtsverletzungen - in unserem arbeitsalltag spielt das land aber keine rolle, weil solche fragen nicht ins dudelradio passen. nochmal: was soll da also die eingangsfrage?

    immer schön auf dem teppich bleiben...und lieber amnesty international ein paar sendeplätze einräumen, da haben die nordkoreaner vielleicht irgendwann mal mehr von...
     
  23. Knoxville

    Knoxville Benutzer

    AW: Zugunglück in Nordkorea

    Allein die Tatsache, daß eine Regierung Telefonleitungen in andere Länder kappt spricht wohl für sich. Und so aus der Luft gegriffen waren die ersten Meldungen wohl nicht.
    Außerdem, wann hab ich gesagt, dass Enya gespielt werden soll? Ich wollte lediglich wissen, wie die Sender damit umgehen. Aber wenn du meinst, daß dies deplatziert ist...

    Knoxville
     
  24. JackyCool

    JackyCool Benutzer

    AW: Zugunglück in Nordkorea

    Mal eine andere Frage dazu: Was soll man denn senden?

    Da jeder weiss, gibt Nord-Korea so gut wie keine Meldungen darüber raus. Das einzige was die Presseagenturen haben sind Satellitenaufnahmen, mehr nicht.

    Und die Nord-Koreanischen Regierung schweigt auch zu diesen Thema, ausser dass sie Hilfe von der UN anfordern.

    Mehr gibt es dazu doch nicht, ausser spekulationen
     
  25. alqaszar

    alqaszar Benutzer

    AW: Zugunglück in Nordkorea

    Die Nachrichtenlage ist offanber völlig unklar und widersprüchlich. Gut, das sitzen völlig Geisteskranke in Pyöngyang an der Regierung (Parallele zu den USA!)

    Zunächst hieß es 3000 Tote, dann waren es nur einige Hundert. Später wurde aus den 2 Güterzügen voll mit Benzin 2 Güterzüge voll mit Dynamit. Was eigentlich keinen Sinn macht.

    Immerhin hat Nordkorea nun internationale agenommen, so dass sich die Nachrihcten verdichten werden. Ob allerdings die "ganze Wahrheit" je ans Licht kommen wird, ist allerdings zweifelhaft.
     

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