Bayern leitet UKW-Ausstieg ein


freiwild

Benutzer
Es ist im DAB+-Thread schon angesprochen worden, aber das Thema hat einen eigenen Thread erwähnt.

In einer gemeinsamen Aktion des BR und der Privatradios werden in Mittenwald (7327 Einwohner, Landkreis Garmisch-Partenkirchen) am 30. Juni die ersten UKW-Umsetzer stillgelegt (der des BR und der von Media Broadcast, mit jeweils 10-50 Watt ERP pro Programm), und ausdrücklichem Verweis auf die hohen Kosten der UKW-Verbreitung und auf die alternative DAB+.

Es gibt sogar eine eigene Infoseite auf dabplus.de, auf der auch auf die UKW-Alternativen hingewiesen wird; und auch der BR wie auch Antenne Bayern machen ziemlich viel Wind darum. Sowohl bei UKW als auch bei DAB+ soll der Herzogstand versorgen, der, aus 20 km Entfernung, bei UKW max. 100 Watt/Programm, bei DAB+ jedoch mit 5 Kilowatt sendet. Stabiles UKW wird man in Mittenwald künftig vermutlich also nur bei den (bislang DAB+ gänzlich verweigernden) ORF-Programmen empfangen können.

Übrigens war Mittenwald vor drei Jahren schon beim Deutschlandfunk Pilotregion für den UKW-Ausstieg.
 
Zuletzt bearbeitet:

Lord Helmchen

Benutzer
Wie sieht der UKW-Empfang in der Gegend sonst denn so aus? Die Lücken ohne den Sender Mittenwald können ja nicht so groß sein, wenn man dafür nur einen Sender mit maximal 50 Watt benutzt.
 

freiwild

Benutzer
wenn man dafür nur einen Sender mit maximal 50 Watt benutzt.
Das liegt an der Topographie. Mehr Leistung würde da bei einem Füllsender ohnehin nicht viel Sinn ergeben. Auf UKW brauchst Du da in jedem Tal eine eigene Funzel. Direkt nebenan muss deshalb der DAB+-Verweigerer ORF allein im Bundesland Tirol 63 UKW-Standorte betreiben.
 

Anhänge

  • 2021-04-19 16_48_09-Window.png
    2021-04-19 16_48_09-Window.png
    830,5 KB · Aufrufe: 19
Zuletzt bearbeitet:

DerMaier

Benutzer
Zeit wird es, ewig kann man nicht zweigleisig fahren. Trotzdem sollte man dann DAB+ weiter ausbauen. So wie es aktuell ist, ist es eine Katastrophe. In Bayern ist man eigentlich schon gut aufgestellt. Nur in anderen Bundesländern sieht es anders aus. Wenn man mal nach NRW schaut, da sendet eigentlich nur der WDR auf DAB+ die NRW Lokalsender dudeln weiter auf UKW vor sich hin. Für meine Begriffe eine Zumutung. Österreich ist auch so ein Problem, weder Kronehit noch der ORF senden auf DAB+. Wie kann das im Jahr 2021 noch sein.

Neben Ausbau sollte man dann auch mal die Qualität auf DAB+ verbessern. Der Mux Antenne Deutschland ist für seine Verhältnisse okay, aber was da teilweise im regionalen Mux abgeht, ist unter aller Sau. Da höre ich dann doch eher UKW.
 
Zuletzt bearbeitet:

exhörer

Benutzer
Ich würde da nicht zuviel reininterpretieren, für 10000 Einwohner bei gleichzeitig stark nachlassender Bedeutung des Rundfunks rechnet sich so ein Füllsender, der im übrigen noch gar nicht so lange sendet, einfach nicht.
 

Sieber

Benutzer
Von einem Anfang eines UKW-Ausstiegs würde ich da nicht sprechen.
Und wer weiß, wenn sich örtliche CSU-Lokalpolitiker wegen schlechtem UKW-Empfang beim Söder beschweren, ob das Ganze nicht wieder gekippt wird.
 

Sieber

Benutzer
Nee. Aber er ist noch (oder auch nach dem 27.09.??) MP und wenn seine Parteiartgeossen das Schreien anfangen und die örtliche Presse darauf anspringt, könnten seine Leute im BR-Rundfunkrat kalte Füße bekommen wenn die Staatskanzlei ebenfalls kalte Füße kriegen sollte.
 

Hans Maulwurf

Gesperrter Benutzer
Ist schon ein wenig vermessen, wegen der Abschaltung eines (!) Füllsender das Ende von UKW herbeizufabulieren. Bei solch einer Meldung würde man andernorts „Clickbait“ krakeelen. Ich bin der Meinung, ein überaus überflüssiger Füllsender ist München-Ismaning. Einfach mal dort den Rotstift ansetzen!
 

s.matze

Benutzer
Die Überschrift ist polemisch und übertreibt maßlos.
Ein Minisender für eine 7000-Seelen(markt)gemeinde.
Diese Glühbirne, die im Übrigen erst im Herbst 2002 in Betrieb ging und per Ballempfang vom hervorragend empfangbaren Sender Herzogstand gespeist wird, wird niemand vermissen.
Auch ist es bei weitem nicht die erste Frequenz die abgeschaltet wird.

Die Außerbetriebnahme eines verzichtbaren Füllsenders als "UKW-Ausstiegsszenario" zu beschreiben, wird den Tatsachen nicht gerecht.
 
Zuletzt bearbeitet:

Kohlberger91

Benutzer
Ohman dieser Herr Matze und seine ständige Nörgerrei und Wiedersprüche querbett durch ganze Forum hindurch. In Österreich würde man so so jemand als Piefke bezeichnen. Nur weil Füllsender nicht gleich in den 60ern dabei war und erst Ende der 90 kam heißt es ja nicht das vorab dort guter Empfang in Zentrum von Mittenwald vorherrscht hat, wir will der Herr König Matze das beurteilen, ist er einheimischer dort? Ich denke nicht. Am schlimmsten sind immer die, die meinen sie wissen immer alles und in Wirklichkeit doch nur alles halbert ;) . Ganz ohne Grund wird man den Füllsender 2002 schon nicht im Betreib genommen haben. Ein UKW-Ausstieg beginnt halt numal mit solchen Standorten, mit Standorten die zwar in gewisserweiße ihre Berechtigung haben, auch weil sich die Ansprüche der Leute geändert hat (heute will doch jeder guten Empfang in der Wohnung mit Teleskopantenne und kein Hirschgeweih auf Dach), anderseite seit es DAB in guten Ausbaustufe nun existiert wieder in gewisserweiße an Berechtigung verloren haben aus wirtschaftlicher sicht (die Leute die guten Empfang mit Teleskopantenne in ihre Räume haben wollen, können ja dort auch auf DAB wechseln) so verfährt auch die RAS (Rundfunkanstalt Südtirol), dort werden Füllsender nicht mehr erneuert. Bei UKW war man was Füllsender anbelangt in Bayern, anders als Österreich und Südtriol, eh recht sparsam. insbesondere im Bayerischen Wald bzw. Ostbayern. Mir fällt da spontan die B20 Cham-Straubring ein, da gibt eine Talsenke da läuft der Sendesuchlauf bei nicht so ganz empfinden Dx Autoradios durch, da hätte es auch Füllstandort gebaucht und auch dort wo der Hohe Bogen und Brotjacklriegel ebenso wenig vernünftig hinkommen. Anders Beispiel aus Neustadt, Altenstadt an der Waldnaab wo der Ochsenkopf zuständig ist aber durch die Örtliche Topographie nur verrauscht, oft stark verziert die Programme rein kommen, selbst auf der A93 und warum, schlechtweg Mehrwegempfang. Mobil war das mit dem Mehrwegempfang in den 90ern bis hin ca 2005 noch schlimmer. Weil da hatten die allermeisten Autos nur eine Antenne mit Siegeltunner und nicht wie heute zig andere wie etwar jeweils noch im Spiegel, Heckscheibe und Doppelttunner die Mehrwegempfang ausgleichen, aber ganz schafen es auch nicht, zumindest nicht in Neustart/WN :D Warum soll das in Mittenwald nicht auch so sein? In Neustadt hab icj im örtlichen Tunnel wo Bayern 3 auf 94.7 ausgesendet wird ein bessern Empfang als außerhalb im Tunnel, wo das Radio wieder auf die verzierte 99.4 schalten muß. Lustig oder, da hätte ein Füllsender wo die Programme dann sauberer zu Empfangen wären seine Berechtigung gehabt vor der großen DAB Zeit und wer weiß, vielleicht wäre diese sogar mal gekommen wenn es DAB nicht geben würde. Manche DAB Füllsender die heute der BR ausbaut bzw. aufgebebaut hat wie z.B eben Altenstadt/WN oder Rattenberg (B20) hätten damals bei UKW auch gebraucht. Ich kann mich auch noch am Rade als Kind an Zeiten erinnern da hatten ehemaligen Bekannte meiner Eltern aus dem Bayerischen Wald für UKW Radio in der Wohnstube eine Antenne auf Dach und nein das war nicht für den ORF sondern um vernünftig ihr B1 empfangen zu können. In Oberbayern vor der Zeit als für Radio und Fernsehen nach und nach Füllsender entstanden sind, wird sieher nicht anders gewesen sein, das man Dachantennen gehabt hat, es war auch normal, die Ansprüche haben sich allerdings geändert, heut brauchst mit Dachantenne beim Ottonormalen nimmer daher kommen. Sicher manche Füllsender/Standorte insbesondere in Städte sind in der Tat fragwürdig und man fragt sich ob nicht in gewisserweiße dort es nicht auch zur Frequenz blockgarte dient. Nun das auf alle zu schließen, insbesondere in Bergregionen, ich weiß nicht. Ob der Begriff "Glühbirne" für Füllsender zu passend ist, weiß a ned. Eine Glühbirne ist eine Lichtquelle die eine hohe Ineffizienze elektrische Energieaufnahme vorweist mit wenig nutzen. Der Vergleich passt irgendwie ned, wenig nutzen bei Füllsender, ja mag sein aber hohe Leistung? Eher würde der Vergleich zu UKW Brummer passen wo 10kW DAB die "LED" ist und die 100kW UKW Programme die "Glühbirne" da stellen.

Was UKW Ausstieg betrifft, ich würde da etwars anders vorgehen, womit man auch etwas Wind in die Segel von DAB Gegner und UKW Freaks nehmen würde, die unteranderm mit Grundversorgung argumentieren. Eine Grundversorgung wäre mit nur einem analog verbreiteten Programm schon gegeben. Eigentlich bräuchte es nur z.B Bayern 2 oder B5 und die Grundversorgung auf UKW bzw der Zugang zu einen ÖR Programm wäre erfüllt. Bei allen anderen Programmen wird sukzessive UKW abgeschaltet. Beginnend bei Füllsendern bis hin zu Grundnetzsendern. Wenn sich dann keiner mehr aufregt und so gut wie alle dann DAB ohnehin hören, die dann auch die UKW Grundversorung sukzessive zurück gefahren werden. Mit Sicherheit würder wechle geben die auch mit solcher Lösung mimi und Gradeln würden, dann sagt mir das allerdings nur das solche Leute einfach zu gar keine Kompromisse bereit sind, da gilt halt nur sich selbst allerdings wäre zumindest etwas "Wind in die Segel genommen"
 
Zuletzt bearbeitet:

s.matze

Benutzer
wir will der Herr König Matze das beurteilen, ist er einheimischer dort? Ich denke nicht.
Ich war in meinem Leben öfter in Mittenwald als der Oberpfälzer. Jede Wette. Schönes Wandergebiet. Und tolle Aussichten von der Karwendelbahn aus.

Vom Abschalten eines überflüssigen Füllsenders, den eine Handvoll Personen gehört hat (die meisten stimmen auf den Herzogstand ab, zumal wenn dieser wegen Wartungsarbeiten abgeschaltet war, auch immer der Füllsender Mittenwald ausfällt) auf einen "UKW-Ausstieg" zu schlussfolgern, ist genauso als würde man vom Ende des Programms KrixFM auf DAB vom "DAB-Ende" schließen.

Diesen Sender braucht es nicht und hat es nie gebraucht, weder in den vielen Jahrzehnten vor 2002 noch jetzt. Warum es ihn für 20 Jahre brauchte ist ganz einfach mit der immer weiter abnehmenden Qualität der Küchenradios und Stereoanlagen ("Wurfantenne") zu erklären.
 
Zuletzt bearbeitet:

freiwild

Benutzer
Ist schon ein wenig vermessen, wegen der Abschaltung eines (!) Füllsender das Ende von UKW herbeizufabulieren. Bei solch einer Meldung würde man andernorts „Clickbait“ krakeelen. Ich bin der Meinung, ein überaus überflüssiger Füllsender ist München-Ismaning. Einfach mal dort den Rotstift ansetzen!
Das Thema wird von allen Beteiligten recht groß gefahren, und als der DLF dort vor drei Jahren abschaltete, war das explizit ein Testlauf für die geplante UKW-Gesamtabschaltung. Und: 7000 Einwohner sind nicht dreihundert. Wenn diese akzeptieren, nicht nur den DLF, sondern auch den kompletten BR und beide Privatsender nur noch auf DAB+ zu hören, wird das die Dynamik für eine UKW-Abschaltung auch anderswo vorantreiben.
 

s.matze

Benutzer
Es gibt leider keine MEssungen, wieviele der 7000 Einwohner ihre Programme über den Füllsender Mittenwald hören und wieviele über den (jahrzehntelang genutzten) Herzogstand.

nur noch auf DAB+ zu hören

Nochmal zum Mitschreiben: UKW-Empfang ist weiter in ausreichender Qualität über den Sender Herzogstand gegeben, wie in den 40 Jahren vor Inbetriebnahme des Senders Mittenwald.
Es handelt sich nicht um einen DAB-Komplettumstieg.
Man trennt sich nur von redundanter Infrastruktur, aus Gründen der Kostenoptimierung.
Reiner Zufall dass es in die Zeit der abgelehnten Gebürhrenerhöhung fällt...

Hat man die Inbetriebnahme dieses Füllsenders am 17. 9. 2002 eigentlich auch so groß angekündigt?
 
Zuletzt bearbeitet:

Kohlberger91

Benutzer
auf einen "UKW-Ausstieg" zu schlussfolgern

Es ist ein Anfang und es wird mit Sicherheit nicht bei dem einen bleiben, nach und nach werden in die folgen Jahre weite folgen. Genauso verfährt man bei der RAS in Südtriol. Freilich wird das noch Jahre daueren und Freilich kommen erst mal die dran wo man auch verziehten kann. Ist doch logisch, schritt für schritt. Versteht. Vieleicht wird man in 20 Jahren mal in Wiki lesen das es in Bayern mit Mittwald den Anfang nahm.
 
Zuletzt bearbeitet:

Sieber

Benutzer
Diesen Sender braucht es nicht und hat es nie gebraucht, weder in den vielen Jahrzehnten vor 2002 noch jetzt. Warum es ihn für 20 Jahre brauchte ist ganz einfach mit der immer weiter abnehmenden Qualität der Küchenradios und Stereoanlagen ("Wurfantenne") zu erklären.
Das ist Begründung genug.

In der "Stube" betreibt kaum einer mehr eine Dachantenne 10 m über Grund. Und im Kinderzimmer, Bad und Hobbyraum erst recht nicht. Und ob der Sender via Ballempang vom Herzogstand gespeist wird oder nicht, ist vollkommen egal.
 

freiwild

Benutzer
Hat man die Inbetriebnahme dieses Füllsenders am 17. 9. 2002 eigentlich auch so groß angekündigt?
Aus täglich kress

"Antenne Bayern bekommt zwei neue Frequenzen und merzt damit zwei Sendelöcher aus. Bisher lagen Mittenwald und Bayrischzell, zumindest was Antenne Bayern betrifft, im Tal der Ahnungslosen. Dank neuer Frequenzen auf 106,7 MHz (Mittenwald + Bundesstraße 11) und 103,0 MHz (Bayrischzell + Bundesstraße 307) können Eingeborene und Reisende auch dort den landesweiten Privatsender empfangen.+++"
 

Tweety

Benutzer
Also von einem UKW-Ausstieg würde ich hier auch noch nicht sprechen. Bestenfalls von einem Testballon. Grundsätzlich würde ich aber schon davon ausgehen, dass es Sinn macht, da wo eine gute DAB-Abdeckung vorliegt, nach und nach UKW-Sender abzuschalten. Bayern ist ja in Sachen Ausbau und Abbildung von UKW auf DAB eh führend in Deutschland. Von daher sollte das ohne Probleme gehen. In anderen Bundesländern wird das nicht so ohne weiteres gehen.
 
Zuletzt bearbeitet:

Kohlberger91

Benutzer
Im DAB+ Paradies Bayern kann man noch viel mehr Funzeln abschaltet.

Ich denke das wird langfristig auch so kommen, nur eben nicht alles auf einmal, sondern unregelmäßig nach und nach einen nach dem andern, wie die Verträge auch sind und wie man sich einigt. Ebenso beim Deutschlandradio. Es werden beim BR wahrscheinlich auch erst mal auch die dran kommen, zum Opfer fallen die für DAB nicht verwendet werden bzw bei DAB eigene bessere Standort dort haben und somit höre Kosten für Füllsender xy anfallen als bei Füllstandort Z wo neben FM auch DAB mit drauf ist wo man den Masten ohnehin braucht und somit gewartet werden muß.

Ich könnte mir vorstellen das dass bei uns schleichender vorran geht und nicht so wie in Norwegen von heut auf morgen hart kommt.
 
Zuletzt bearbeitet:

exhörer

Benutzer
Das Thema wird von allen Beteiligten recht groß gefahren, und als der DLF dort vor drei Jahren abschaltete, war das explizit ein Testlauf für die geplante UKW-Gesamtabschaltung. Und: 7000 Einwohner sind nicht dreihundert.
Wenn man jetzt allerdings berücksichtigt, dass der DLF einen Marktanteil von deutlich unter einem Prozent hat, dann ist klar, dass sich erstens ein Füllsender für 70 Personen nicht rechnet und zweitens eine Abschaltung keinerlei Risiko darstellt, selbst wenn man in Kauf nähme, dass diese 70 Personen dann den DLF nicht mehr empfangen könnten.

Bei Radio Oberland, Antenne und BR sind es in Summe etwas mehr Zuhörer, aber auch da übersteigen die Kosten des Senderbetriebs die Einnahmen, die durch 7000 besser versorgte Zuhörer entstehen, bei weitem.

Wie schon richtig erwähnt wurde, wenn BR und Arabella Ismaning abschalten würden, dann wäre das ein echter Anfang des Ausstiegs, aber erst dann.
 
Zuletzt bearbeitet:

Radiocat

Benutzer
Vielleicht betrachtet man das tatsächlich als eine Art Testlauf. Nach dem Motto: Schaun mer mal, wie viele sich beschweren, dann seh mer mal. Mehrwegverzerrungen sind im Bergland gang und gäbe. Da gibt es analog die Möglichkeiten: a) mono senden b) vertikal oder cirkular senden c) Leistung reduzieren(!) oder d) Füllsender aufstellen. Sicher würde oft auch eine Optimierung des Senderstandortes viel bringen, aber Du kannst halt nicht überall Funkmasten aufstellen, wo es ausbreitungstechnisch sinnvoll wäre. Da spielen auch andere Faktoren eine Rolle (Baugenehmigungen, Infrastruktur, Gelände, Zugangswege...). Letztlich wird man sich von den Standorten trennen, die zu kostenintensiv sind. Das macht man gar nicht unbedingt freiwilllig, aber die KEF klopft den Rundfunkanstalten da auch kräftig auf die Finger. Mittenwald könnte ein Standort der Deutschen Funkturm sein (also nicht BR). Das Deutschlandradio nutzte dort einen anderen Standort im Norden der Marktgemeinde, ich meine, es war das Feuerwehrhaus. Die anderen senden von einem Masten in der Nähe der Karwendeltalstation. Versorgungsbereich ist eigentlich nur der Ort Mittenwald, der durch ein paar Hügel im Schatten des Herzogstandes liegt. Die österreichischen Sender kommen dort übrigens nur mäßig an. Für Scharnitz wurde erst vor wenigen Jahren ein Füllsender auf dem Marendköpfl gebaut, der auch in Mittenwald teilweise noch passabel reinkommt.
Dass in Mittenwald einer der stärksten DAB-Gegner von technischer Seite her wohnt (den ich zufällig gut kenne), ist ein kleines Bonmot am Rande ;) -> https://www.radioszene.de/89153/ukw-vs-dab-digitalradio-hornsteiner.html

PS: Wer behauptet, Ismaning sei ein "überflüssiger Füllsender" (mit 25kW!), den kann ich nicht ernst nehmen. Ismaning ist gar nicht mal so sehr zur Versorgung Münchens unerlässlich, wohl aber im Alpenvorland. Dort ist der Wendelstein nämlich oft abgeschattet, aber Ismaning bietet dann den besten Empfang, da er von vorne in die Täler reinstrahlt, die sich fast ausnahmslos in Süd-Nord-Richtung öffnen.
 
Zuletzt bearbeitet:

freiwild

Benutzer
Mittenwald könnte ein Standort der Deutschen Funkturm sein (also nicht BR). Das Deutschlandradio nutzte dort einen anderen Standort im Norden der Marktgemeinde, ich meine, es war das Feuerwehrhaus.
Ich weiß nicht, von wo aus das Deutschlandradio sendete, aber es sind auch jetzt zwei verschiedene Standorte, die gemeinsam koordiniert abgeschaltet wurden. Der, von dem die BR-Programme kommen, wird daher vermutlich ein BR-eigener sein.
 
Oben