Berlin - Radio Eins anno ~2000


Philclock

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Hallo Leute,
beim Stöbern bin ich auf diesen interessanten und Beitrag gestoßen, evtl. können wir ja mal ein paar Gesichter hier zuordnen:


PS: Wenn ich den EMT 948 da so im Einsatz sehe, da würde ich mich am liebsten, zum richtigen Zeitpunkt dort hin beamen, und das gute Stück mitnehmen ..... 😉
 
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U87

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Ach, die gute alte Baracke beim ORB... Gesichter zuordnen: Nahezu jeder wird doch im Beitrag namentlich genannt 🤔
 

astereix

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...hmm, schwieriges Ding.

Erst einmal, das war ja eine indirekte Bitte, zu den Namen (sofern zu erkennen bzw. mir bekannt), um halbwegs konstruktiv einzusteigen:

0:34 Robert Skuppin (re) / Volker Wieprecht
0:42 Volker Wieprecht
1:03 ? [an der Bandmaschine]
1:05 Andreas Ulrich (in rot bzw. im Volksbühnen-Shirt)
1:09 ?
1:10 Matthias Hanselmann
1:17 ?
1:23 Helmut Lehnert
1:42 Andreas Müller (offenbar inzwischen soweit "gelockert", dass er auch sprechen darf *Insidergag*)
2:17 Matthias Hanselmann
2:40 ?
2:46 Peter Radszuhn
2:52 Anja Caspary
2:54 ?
3:00 Robert Skuppin
3:18 Volker Wieprecht
3:28 ? / Volker Wieprecht
3:38 Robert Skuppin
3:45 Bandmitglieder City
4:35 Volker Wieprecht
4:50 ?
4:56 ?
5:03 ?
5:07 Peter Radszuhn
5:27 ? [Archiv]
5:53 Marion Brasch (etwas unscharf)
6:05 Volker Wieprecht
6:10 Helmut Lehnert
6:39 Volker Wieprecht
6:55 Volker Wieprecht

...ohne Anspruch auf Vollständigkeit.

Zur zeitlichen Einordnung: in 2000 stand das Programm quasi schon vor dem Aus, Lehnert mit dem Rücken zur Wand. Die Stimmung intern war ebenfalls auf einem Tiefpunkt, nachdem verschiedene Konfliktebenen (zum Teil und medial ablenkend etwas aufgebauscht Radio B 2 vs. Radio Brandenburg, aber insbesondere ein eher boulevardeskes Programmverständnis von Lehnert und Wieprecht/Skuppin , das sowohl bei B2'lern wie bei Radio Brandenburg'lern auf Ablehnung stieß, ggü. einem anderen Qualitätsverständnis...). Insofern irritieren einige Aussagen, nein eigentlich nicht.... Insgesamt eine "Volli-/Robi"-Werbeshow, kann man machen muss man aber nicht...

Mal ganz ehrlich: das Interessanteste am Beitrag sind die ersten 5 Sekunden. Ich bin mir nur sicher , dass die GAA nicht aus dem Sendegebiet ist, sondern entweder per UHF Bungsberg/Eutin angepeilt wurde (dann finde ich aber für die VHF-Ant. keinen Sender (Marlow??) oder die Anlage irgendwo im Süden bzw. Südwesten der DDR gestanden hat. Hier wäre ich nun für Erleuchtung dankbar...
 
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Philclock

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@astereix

Das ist ja schonmal sehr interessant.
Vor allem hätte ich Andreas Ulrich mit so vielen Haaren nicht gleich erkannt.

Wie war das denn mit diesen Konfliktebenen?

- Ost gegen West und umgekehrt?
- Nord gehen Süd?
-ORB gegen SFB und umgekehrt?
- alte gegen neue Kollegen?

Ich hab zu dieser Zeit Radio Eins nicht gehört, da war halt Fritz angesagt.
 

astereix

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@astereix

Wie war das denn mit diesen Konfliktebenen?
Aus meiner Sicht ging bzw. geht es um ein sehr grundsätzliches Verständnis von (Hörfunk-)Journalismus und damit von Programmphilosophien.

Die Rubriken passen so alle nicht, oder wie sollte man den hier schon öfter kolportierten Umstand zum (Un-)verhältnis von Helmut Lehnert zu Wortchef Axel Barckhausen einordnen? Beide hatten eine lupenreine SFB-Karriere, aber wohl doch ein völlig anderes Verständnis vom Wort im Hörfunk. Oder der bewusste Weggang der Münsterländerin Antje Tiemeyer von Radio 4U zu Rockradio B Anfang 1992?
Radio Brandenburg war nicht nur programmlich ein Gemischtwarenladen, sondern auch personell "herkunfts-/alterstechnisch oder wie auch immer" heterogen (im Übrigen wie auch schon DT64 nach der Wende oder Rockradio B). Entscheidend war ein ähnliches Hörfunkverständnis der Macher*innen, egal ob sie nun Olaf Leitner, Anna-Bianca Krause oder Hans-Georg Knörich (u.v.a. !) hießen, nämlich Inhalte, faktische Präzision und das eigene Zurücknehmen-Können einem eher boulevardesken, oberflächlichen sowie auf Image und immer etwas Klamauk bedachten Stil vorzuziehen.

Die Zeit bzw. gesellschaftliche Entwicklung hat freilich einiges an diesen Gedanken überholt - andersherum muss auch die Frage gestattet sein, wieviel Verantwortung die Medienentwicklung der 1990er Jahre, über den Hörfunk hinaus, an einer heute doch stark "ent-intellektualisierten" Gesellschaft trägt?
 

lg74

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Wenn ich den EMT 948 da so im Einsatz sehe
Es waren derer zwei...



... und wo die nach Auflösung der Baracke hinkamen, dazu hörte ich ein mal eine abenteuerliche Story und sah einmal nur Achselzucken - ich weiß es also nicht. Dass man die Geräte nicht mit rüber ins neue Studio genommen hat, bleibt mir aber unverständlich.

Ach, die gute alte Baracke beim ORB...
Hereinspaziert, hereinspaziert... Kai Ludwig hat sich damals bissl umgeschaut


Zuletzt kamen nur noch die Nachrichten von dort, weil die Redaktion noch nicht umgezogen war, soweit ich mich erinnere. Das Programm drumherum kam aus dem neuen Studio im Radiohaus und lag nur noch auf einem Regler in der Baracke auf.

Die Stimmung intern war ebenfalls auf einem Tiefpunkt
"Radio Eins ist ein Programm für Zehlendorfer Yuppies" sagte damals ein Mitarbeiter mal zu einem damaligen "Content-Zulieferer". Da war der Übergang von Radio Brandenburg noch recht frisch, keine 3 Jahre her. Die Wunden bei manchen Machern und teils auch Hörern waren ebenfalls noch recht frisch...

Aus meiner Sicht ging bzw. geht es um ein sehr grundsätzliches Verständnis von (Hörfunk-)Journalismus und damit von Programmphilosophien.

Aus meiner Sicht auch. Du hast das wunderbar auch in "meinem Sinne" zusammengefasst.

Hans-Georg Knörich

Neues Deutschland vom 29.8.1997: *"Ad libitum" doch nicht beliebig* - 2 Tage nach Einstellung von Radio Brandenburg: https://groups.google.com/g/bln.medien/c/NK_HDaD1ylg

nämlich Inhalte, faktische Präzision und das eigene Zurücknehmen-Können einem eher boulevardesken, oberflächlichen sowie auf Image und immer etwas Klamauk bedachten Stil vorzuziehen.
:thumbsup: :thumbsup: :thumbsup:

Für @Philclock noch bissl was zum Lesen von "damals":



 
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