Die Zukunft der Radiowellen ist digital


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diestiftung

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#2
AW: Die Zukunft der Radiowellen ist digital

Hallo! Auch für dich ein gutes Jahr!! Danke daß Du einen Artikel hereingestellt hast!
Es war sehr inetressant. Und vielleicht wird es was mit Digitalradio. Allerdings ist es bestimmt sehr teuer pro Gerät. Und da müsste ich schon ordentlichsparen. Aber besser wäre es vielleicht schon. Wenn es auch unterwegs geht und gut klingt. Also warum nicht??
 
#3
AW: Die Zukunft der Radiowellen ist digital

Aus dem Artikel:

Zur Internationalen Funkausstellung (IFA) in Berlin werden Anfang September die ersten tragbaren Empfänger erwartet, zu Preisen von 150 bis 250 Euro und zum Teil auch schon mit DAB-Empfang kombiniert.
Das klingt interessant, und ich wünsche dem Konzept einen guten Erfolg. Ich glaube aber nicht daran.
 
#5
AW: Die Zukunft der Radiowellen ist digital

Digital werden die Radiowellen auf jeden Fall. Die Frage ist nur, WANN?, und mit welchem Standard. Für Fernübertragungen scheint DRM ja ein brauchbarer Standard zu sein, den 48 kbit/sec statt Kurzwellengekrächtze sind durchaus ein großer Fortschritt.
Aber in welchem Standard die nationalen, regionalen und lokalen Programme ausgestrahlt werden, ist keineswegs sicher. Wer astreinen UKW haben kann, will kein 48kbit/sec-MP2. Er will 192kbit/sec-MP3, sonst bleibt er seinem alten UKW-Küchenbrüllwürfel treu.
 
#6
AW: Die Zukunft der Radiowellen ist digital

Wer "astreines UKW" will, will gar kein MPEG haben. ;) Auch "Kurzwellengekrächze" kann verhältnismäßig sauber und gut klingen (guter Empfang vorausgesetzt). Ein nicht zu unterschätzender Faktor könnte in den kommenden Jahren auch mobiler Internetradioempfang über UMTS werden, wenngleich den Internetsendern in den USA und wenn's schlimm auf schlimm kommt auch bald in Deutschland gehörige Steine in den Weg gelegt werden.
 
#7
AW: Die Zukunft der Radiowellen ist digital

@freiwild:
Der Großteil der Leute dürfte die Artefakte bei 128kbps MP2 oder 21kbps AAC SBR nicht mal hören, das ist ja das traurige. Insofern ists den Leuten wohl egal, ob UKW oder DRM oder DAB, hauptsache es dudelt was.

@wrzl:
"Auch "Kurzwellengekrächze" kann verhältnismäßig sauber und gut klingen (guter Empfang vorausgesetzt)."

Das schon, aber was einfach immer nervt (mich persönlich), ist Fading. Dieses kurzzeitige Lauterwerden und Verzerren ist ätzend. Das ist glaube ich auch für den Großteil der Leute Abschaltfaktor No 1. Und natürlich Störungen wie Pfeifen und Brummen, wie man sie leider oft genug im AM Bereich hat. Das es dumpf ist, ist sicher das geringste Problem.
 
#8
DRM, DAB oder doch DVB-T?

Hi!

IMHO macht es doch am meisten Sinn, DAB einzufrieren und auf DVB-T zu gehen: Mit der Umstellung auf digitales TV in den Ballungsräumen sind zumindest stationäre Empfänger vorhanden, die auch Radioempfang über DVB-T beherrschen. Also: Warum noch einen Empfänger kaufen und noch einen, wenn die Technik beim Endkunden schon da ist????
 
#9
AW: Die Zukunft der Radiowellen ist digital

Weil DVB-T auf absehbare Zeit nur in den Ballungsräumen vorgesehen ist. Was soll denn dann die Landbevölkerung machen?
 
#10
AW: Die Zukunft der Radiowellen ist digital

@Schnurfi:
Umgekehrt kann man aber auch sagen, dass bei DVB-T Radioempfänger für Küche und fürs Auto noch völlig fehlen, die es für DAB aber bereits gibt. Letztendlich müsste man sowohl über DAB als auch über DVB-T Radio abstrahlen, damit jede der Zielgruppen (Radiohörer im Wohnzimmer daheim, Radiohörer in der Küche/Arbeitsplatz/Auto) zufriedengestellt ist. Das macht aber in meinen Augen keinen Sinn, weil man so wertvolle und eigentlich knappe Frequenzen doppelt nutzt.

Umso mehr nervt es mich, dass DAB und DVB-T Lobby sich jahrelang gegenseitig bekriegt haben, anstatt zusammen zu arbeiten. Dann hätte man heute in jedem DVB-T Empfänger vielleicht schon DAB (also Radio) mit an Bord, DAB Empfänger wären deutlich billiger und für die Programmanbieter wäre es auch leichter, weil man mit *einer* Abstrahlung sowohl die DVB-T Nutzer als auch die DAB Nutzer bedienen könnte und die heutigen Nachteile jedes Systems (fehlender Mobilempfang bei DVB-T, zu geringe Nutzerzahl bei DAB) schlicht und ergreifend wegfallen würden.

Und jetzt ist es wieder soweit: DRM möchte seinen Standard auf bis zu 120MHz erweitern, um auch in höheren, "stabileren" Frequenzbereichen einsetzbar zu sein (was v.a. für Lokalsender, für die DAB Käse ist und die trotzdem vernünftigen Klang anbieten wollen Sinn macht). Plötzlich distanziert sich die DAB Lobby von der DRM Lobby, man beginnt, sich gegenseitig anzuwettern, und schon gehts wieder los. Anstatt zusammen zu arbeiten und zu schauen, wie man gegenseitig Synergien nutzen kann und so für den Verbaucher das optimale rauszuholen, wird es wieder diese Grabenkämpfe geben.

Wollen wir hoffen, dass zumindest die Geräteindustrie so schlau ist und DRM/DAB(/DVB-T) Kombigeräte entwickelt, damit wir dann wenigstens nicht für jedes Digitalsystem ein extra Gerät rumstehen haben.
 
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