Funkkonferenz diskutiert über Erweiterung des UKW-Bandes


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Andreas W

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Ob das so klug ist? Das Land ist so riesig, dass es dazu dann noch einige UKW-SENDER extra bräuchte.
In Perú ist es ja ähnlich. Die Mittelwelle hat da viel mehr Bedeutung als hier noch vor 20 Jahren. Selbst wenn das UKW-BAND nach unten erweitert werden sollte wäre es schwierig alle AM-Stationen aus Lima dort unterzubringen.
Ich vermute mal schon, dass es da eher um dichter besiedelte Gebiete geht, wo die Mittelwelle vielleicht nicht mehr die grosse Bedeutung hat, und manche Programme einfach gerne auch auf UKW umziehen wuerden. Fuer die Grundversorgung entlegener Gebiete braucht es sicherlich keine UKW-Erweiterung, selbst wenn die auch dort die Mittelwelle abschalten.

Ihr könnt ja mal gerne in der VVNöml und im Frequenzbereichszuweisungsplan der BNetzA schauen, was sich alles zwischen 68 und 87,5 MHz an Diensten rumtummelt. Die alle zu Verlagern und sämtliche Lizenzen einzuziehen wird ein Akt des unmöglichen.. Die "paar" Funkmikrofritzen im 800 MHz Bereich war ja schon ein halber Aufstand. Aber "da unten". Nä.
Wie gesagt, nur weil auf einer Welt-Funkkonferenz beschlossen wird, dass ein Frequenzbereich grundsaetzlich fuer Rundfunk genutzt werden kann, muss das ja nicht in jedem Land so eingefuehrt werden. Das Band I ist ja hierzulande mittlerweile auch nicht mehr fuer Rundfunk vorgesehen, obwohl es eine ganze Latte an Laendern weltweit gibt, die in dem Bereich noch munter Analog-TV ausstrahlen.
Ich denke, es geht auf der Konferenz wirklich eher um die bevorstehenden Aenderungen in Brasilien, China und anderen Laendern und nicht um eine Erweiterung in Deutschland.
 

dxbruelhart

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In Deutschland wird UKW ziemlich sicher relativ bald IMHO zwischen 2030 und 2035 abgeschaltet - also in D wird das UKW-Band sicher nicht erweitert.
Die Schweiz schaltet ca. Ende 2024 UKW komplett ab, also wir sind da sicher auch nicht dabei.
In Italien könnte der Erweiterung des UKW-Bandes schon Realität werden, denn ich glaube nicht, dass in Italien UKW-Radio in den nächsten 30 Jahren abgeschaltet wird.
 

Radiowaves

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Vielleicht ist das richtig, wenn "modern" auch FM einschließt. Eine Übertragung im UKW-Wellenbereich wurde allerdings schon 10 Jahre früher durchgeführt, nämlich durch Prof. Esau vom Physikalischen Institut der Universität Jena. Er funkte von Kahla südlich von Jena mit ca. 100 Watt auf 3 Meter Wellenlänge, also im UKW-Bereich. Das dürfte aber AM gewesen sein. Später experimentierte man auch mit AM huckepack auf AM. Man versprach sich damals Vorteile davon.

http://www.radiomuseum.org/forum/ukw_empfangsversuche_1930.html
 

grün

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Und wieder mal ein "Lachnummer"-Faden der Gegenstromanlage. Ich kann dieses hirnlose Geschreibsel einfach nicht ernst nehmen, tut mir leid.
 

Ammerlaender

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@Radiowaves:
Das Wort "modern" bezieht sich tatsächlich auf FM; der Text auf der Bremen Eins-Seite ist unglücklich formuliert, denn aus dem Beitrag geht eindeutig hervor, dass es AM-UKW bereits gab, der Hörgenuss sich aber sehr in Grenzen hielt (Hörbeispiel vorher-nachher ist eingearbeitet).
 

matsche

Gesperrter Benutzer
Was wäre, wenn es nur ein Übersetzungsfehler wäre, und es darum geht, dass der Bereich 76 bis 87 MHz dem Mobilfunk ( dem Allheilsbringer ) zugesprochen werden soll, u.a. als Ersatz für das übervolle 2,4 GHZ- Band ?
 

Peppi

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Also Radio 699+1 ist kein Ruhrgebietsprogramm und wenn du dich von dem anderen Programm ge"fick"t fühlst, ist das eine Sache deiner persönlichen sexuellen Ausrichtung und gehört nicht hierher.....:p
 
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"...kann es ja auch ganz interessante Programme"
Eigentlich meinte ich genau diese beiden Ruhrgebietsprogramme mit den absolut uninteressanten Programmen, Peppi ;) Ist aber auch Geschmackssache, meinen treffen weder Radio 699+1 noch fick!fm!

Angeblich soll es noch ein drittes Programm auf besagter Frequenz geben, das sich von den beiden anderen merklich unterscheidet.
 
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DPITTI

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Das ist ein Witz. Die meisten Empfänger haben einen Frequenzbereich von 87.5 bis 108 MHz. Dann müssten ja neue Geräte hergestellt werden, obwohl DAB+ kommt.
Dazu braucht es keine neuen Radios! Ein Schraubendreher reicht einfach an einer bestimmten Stellschraube gedreht, und schon ist man unter 87,5! Die meisten Dab Sticks können auch Ukw unterhalb von 87,5. Leute wer sich dadurch Verunsichern lassen tut selbst Schuld :) Zwar stimmt dann die Skala am Radio nicht mehr was aber kein Problem ist.Werde zum Schraubendreher greifen falls Ukw erweitert wird.Jedoch kein neues Radio kaufen!!!
 
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legasthenix

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Ein Schraubendreher reicht einfach an einer bestimmten Stellschraube gedreht, und schon ist man unter 87,5!

Sind diese Zeiten nicht längst vorbei?

Ich erinnere mich daran, dass früher (viel früher) tatsächlich "Bastler" ihre Autoradios "polizeifunktauglich" machten, indem sie die Oszillatorfrequenz der damals noch meist diskret aufgebauten Geräte mittels "Trimmkondensator" oder "Induktivität" verschoben. Was allerdings zur Folge hatte, dass dann am oberen Frequenzband etwas fehlte.
Meines Wissens ist da heutzutage nichts mehr mit "irgendwo drehen".

Da bitte ich doch um Hintergrundinformationen!
 
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DPITTI

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Sind diese Zeiten nicht längst vorbei?

Ich erinnere mich daran, dass früher (viel früher) tatsächlich "Bastler" ihre Autoradios "polizeifunktauglich" machten, indem sie die Oszillatorfrequenz der damals noch meist diskret aufgebauten Geräte mittels "Trimmkondensator" oder "Induktivität" verschoben. Was allerdings zur Folge hatte, dass dann am oberen Frequenzband etwas fehlte.
Meines Wissens ist da heutzutage nichts mehr mit "irgendwo drehen".

Da bitte ich doch um Hintergrundinformationen!
Stimmt schon irgendwas fehlt im oberen Freqeunzband. Also habe sowas meist mit alten Radioweckern gemacht.Ist aber auch schon lange her.Persönlich habe ich auch viele "DDR Geräte" so bis auf 104 gestellt um die "Ostseewelle" zu empfangen. Mein Beitrag sollte auch nur so gemeint sein wie folgt. Wenn wirklich als Beispiel ein Privat Sender unterhalb von 87,5 Senden tut, so einfach das Gerät auf die Frequenz gestellt wird.
 
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matsche

Gesperrter Benutzer
Der Typ, der die Hände in die Luft wirbelt, könnte man konkret werden:
a ) Wo steht etwas von einer Diskussion 76- 108 für den deutschen Zeitungsfunk.
b ) Wo stehen die aktuellen Laberergebnisse ?????
Ich gehe davon aus, dass in Doofland alles bis 2025 so bleibt wie es ist. sofern bis zum Freitag, den 20.11.2015 nichts anderes verabschiedet wurde.

Bislang gab es nur blablubbsabbersülzkeineahnungnullhirneinslivehöreniximkopf

KONKRET WERDEN !!!!
 

pfennigfuchser

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Warum wieder "entweder UKW oder DAB". Ich bin der Meinung, dass beide Systeme existieren können. Und warum nicht eine Erweiterung des UKW-Bandes? Bei der Herstellung ließe sich das mit integrieren. Habe auch nie verstanden, warum man die Kurz-, Mittel- und Langewelle nicht auch mit allen Systemen ausstattet. Ein großer Kostenpunkt ist das sicherlich nicht. Von 64-87 lässt sich eine Vielzahl von Radiosendern unterbringen. Radios gibt es auch schon dafür. Ich finde das gut.
 

iro

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Und wie rechtfertigst Du gegenüber dem Beitragszahler da draußen die steigenden Beiträge?
Warum steigende Beiträge? Er schreibt doch nur, daß beide Systeme existieren können und nicht, daß jeder dann auch auf beiden Systemen senden muss.
Sind würde machen, jeweils entsprechend der Stärken des einen oder anderen Systems zu senden. Also z.B. ein Radio 21 mit seiner Hyper-Regionalisierung oder OKs/NKLs weiterhin auf UKW, regions-/landesweite Programme dagegen auf DAB. Auf die Art dürfte man eigentlich alles auf den Bändern unterbringen können was derzeit wünscht, zu senden. Ohne Banderweiterung.
 

freiwild

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Das ist aber ein völlig anderes Szenario, als das, das die UKW4ever-Fraktion hier im Forum und außerhalb vertritt. Letztere möchte ja, dass sich auf UKW nicht ändert, und nach Möglichkeit auch nichts bei der Radionutzung. Zwischen den beiden Extrempositionen "zwangsweise UKW-Abschaltung für alle, so bald wie möglich" und "Verlängerung aller bestehenden UKW-Lizenzen für mindestens die nächsten fünfzig Jahre" gibt es in der Debatte kaum Zwischenpositionen. Dabei wäre sinnvolle Umnutzung des UKW-Bereichs, zumindest für einen vorläufigen Zeitraum, durchaus sinnvoll, und meiner Meinung nach würde DAB+ dadurch sogar stärker profitieren als durch die ständigen UKW-Zwangsabschaltungsdebatten.

Ein Beispiel (natürlich vor dem Hintergrund der real existierenden Medienanstalten völlig fiktiv): eine UKW-Abschaltung der Flächensender (ör und privat), und eine Umnutzung von UKW-Frequenzen für lokale Programme (kommerziell und nichtkommerziell) und/oder Nutzung von einzelnen UKW-Frequenzen (keine Ketten) für DAB+-Programme.

Die Vorteile lägen auf der Hand:
  • Aus Sicht der lokalen Sender: Sie wären nicht gezwungen, in (für sie viel zu große und zu teure) DAB-Muxe zu wechseln, und würden auch Herr ihrer eigene Ausstrahlung bleiben, und könnten ggf. ihren Empfang verbessern.
  • Aus Sicht der Flächenprogramme: Klare wirtschaftliche Perspektive statt Unsicherheit (UKW oder DAB+). Durch die beschränkte UKW-Empfangbarkeit hat man hier einen Grundstock an technischer Reichweite und kann seine Bekanntheit steigern und dadurch Hörer über DAB+ außerhalb der UKW-Inseln gewinnen.
  • Aus Sicht der Hörer: Ein breiteres Angebot sowohl über UKW (da Frequenzen mit Programmen belegt werden statt mit Ketten derselben Programme) als auch auf DAB+ (da die Veranstalter dank wirtschaftlicher Perspektive hier investieren können).
Soweit mein dahingesponnenes Beispiel.
 

iro

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Ach komm schon; es gibt auch Satellit und der ö-r MUSS nicht darüber senden.

Oh, wait!
Der ö-r MÜSSTE nicht darüber senden.
Kann man so sehen... Ich nutze aber natürlich die Vorteile der Satellitenabstrahlung :)
Aber warum sollte man dauerhaft zwei terrestrische Übertragungswege bedienen?
Gut, hat man mit der MW seit den 60er Jahren auch gemacht...
Das heißt aber nicht, daß man jetzt noch 50 Jahre auf UKW bleiben muss!
 

Inselkobi

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Aber warum sollte man dauerhaft zwei terrestrische Übertragungswege bedienen?
Schön dass Du der Katze hilfst sich selbst in den Schwanz zu beißen.
Gut, hat man mit der MW seit den 60er Jahren auch gemacht...
Nein, hat man nicht getan. Man hat nur vereinzelte Programme den im Ausland lebenden Deutschen, bzw. deutschsprachigen zugängig gemacht. Z.B. BR1 (801 kHz)
Das heißt aber nicht, daß man jetzt noch 50 Jahre auf UKW bleiben muss!
Nein, dafür nutzt man jetzt bereits Satellit, DAB+ und Internet zeitgleich zur grenzenlosen Versorgung (und zur Produktion von Kosten).
 

iro

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Nein, hat man nicht getan. Man hat nur vereinzelte Programme den im Ausland lebenden Deutschen, bzw. deutschsprachigen zugängig gemacht. Z.B. BR1 (801 kHz)
...was aber nicht der eigentliche Zweck der MW801 (und anderen) war, das war nur ein angenehmer Nebeneffekt. Für Bayern wohl auch nach der Einführung und weiteren Verbreitung von UKW als Ersatz etwas überdimensioniert, "im Ausland lebende Deutsche"... ja, wenn man die DDR als Ausland ansah :D Die Mitversorgung der DDR dürfte wohl der Hauptgrund für einige überdimensionierte ARD-Mittelwellen gewesen sein.
Satellit, DAB+ und Internet zeitgleich zur grenzenlosen Versorgung
Den DLF könnte ich im Augenblick per MW, mehrfach per UKW, sowie Satellit, DAB+ und Internet empfangen... zuhause. Mobil dann nur MW/UKW/DAB+ (einer würde reichen, mein Radio kann alle 3). Zuhause bevorzuge ich aber klar den Satelliten, der mir eine deutlich bessere Qualität ins Haus liefert als jeder andere Übertragungsweg. Sowieso: der ARD-Radiotransponder ist eine sehr gute Investition!

Früher kam der Hörer zum Sender und erwarb das eine dafür notwendige Empfangsequipment MW-UKW-Radio, evtl. auch mit KW. Meist auch noch eine Antenne.
Heute gibt es viele Empfangswege, die unterschiedliches Equipment voraussetzen. Jetzt muss der Sender wohl zum Hörer kommen, sonst wird er nicht wahrgenommen. Viele Wege - ein paar mehr Hörer. Bei den Privaten muss sich das dann auch rechnen, bei den ö-r nicht (bzw. nicht unbedingt; siehe abgeschaltete Mittelwellen... aber wenn's die KEF nicht verlangt hätte, würden die wohl einfach weiterlaufen...).
 
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