KiRaKa wird fluffig - neuer Name und weniger Kindermusik


#27
Nee, das wundert mich bei Euch eben nicht mehr. Weber und Euer "Arrrgh" gehören einfach zusammen. Wie gesagt, Maus Radio finde ich einen netten Namen für das Kinderradioprogramm der ARD. Aber das sollen die Kinder als Zielgruppe mit ihrem Hörverhalten entscheiden.
 
#28
Also bei Frau Weber bekomme ich auch einen Hals, wenn man Sender einfach zum Dudelfunk verschrottet, dann kann man da auch kein gutes Wort verlieren.

Was denn nun genau bei diesem Kinderradio das Problem ist, verstehe ich auch nicht so ganz. Der Name KiRaKa ist eine Katastrophe und die ARD-Maus passt sicher gut als Maskottchen und auch als Namensgeberin. Und ganz ehrlich: Gegen weniger nervige Kinderlieder habe ich persönlich (als Vater) auch nichts, die sind meist nur künstlich fröhlich und werden durch die Erwachsenen Künstler maßlos übertrieben rübergebracht. Ich fand die Lieder schon als Kind schrecklich und hätte mich bereits damals für mehr Hörspiele, Wortbeiträge und Infothemen für Kinder entschieden, wenn es denn solche Formate gegeben hätte.

Bin kein Kinderpädagoge, aber ich habe eh den Eindruck, dass speziell bei Lieder für Kinder auch Bewegungen und generell "Mitmachen" wichtig ist. Das kommt leider nur Live oder dann im Video-Bereich so richtig rüber. Kinderradio ist (wenn gleich Radio für Erwachsene hauptsächlich auf Musik getrimmt ist) hier vielleicht nicht in einen Topf zu werfen. – Ganz ohne Lieder wäre aber natürlich auch Käse.
 
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#30
@KingFM , es stimmt schon. Die meisten Kinderlieder sind wirklich eher nervig. Gut dagegen fand ich immer Rolf Zuckowski der seine Lieder immer gut rüber bringt.

Sonnst habe ich eigentlich auch lieber mehr Hörspiele als Kind gehört.
 
#31
Kiraka war ein Arbeitstitelname, der nie gut rüberkam. Klingt irgendwie nach Abkürzung für einen Verkehrsverbund oder einen städtischen Betrieb. Maus Radio wäre doch eigentlich der perfekte Name, auch in Konkurrenz zum privaten Radio Teddy. Die Maus kennt jeder, ist Symphatieträger und die Vernetzung zu TV- und Onlineangeboten bietet sich an. Da verstehe ich jetzt die Kritik nicht. Weniger Kinderlieder? Nach meiner Beobachtung hören Kinder maximal bis ins Grundschulalter Kinderlieder. Ab 10/11 Jahren sind sie tatsächlich ein Abschaltfaktor. Man muss im Prinzip das Programm zeitlich splitten für kleinere und ältere Kinder. Kinder ab der 3./4. Klasse aufwärts hören vermehrt "normale" Popmusik, das war aber auch schon bei uns früher so. Wenn da in der 3. oder 4. Klasse ein Freundebuch rumging, und man seine Lieblingsmusik reinschreiben sollte, stand da nirgendwo "Rolf Zuckowski und seine Freunde", sondern "Relax" von Frankie Goes To Hollywood oder "Major Tom" von Peter Schilling. (So, jetzt wisst ihr, wie alt ich wohl sein mag).
Hörspiele wurden gehört, wobei dann Die drei ??? irgendwann den Räuber Hotzenplotz und Benjamin Blümchen ablösten, auch irgendwann im Alter zwischen 7 und 9.
 
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#33
Mir graut ein bisschen vor dieser vermeintlichen Fluffisierung. Meine Kinder (fast 7 und 3) hören den KiRaKa gerne.
Das Programm ist schon zweigeteilt: Von 6 bis 14 Uhr läuft ein Programm, dass sich an die Kleinen richtet mit vielen Kinderliedern (die übrigens nicht so überdreht sind wie z.B. bei Teddy und deutlich abwechslungsreicher als die immer gleichen CDs). Ab 14 Uhr werden die Älteren bedient. Da besteht die Playlist großteils aus den üblichen Verdächtigen. „Kinder“-Lieder laufen da nur noch spärlich.
Ich fände eine Ausweitung des Live-Programms wichtig, wenn möglich durch Beteiligung von Schulen (läuft schon als „KiRaKa kommt“) und Kindergärten. So werden Kinder ans Radio herangeführt und Medienkompetenz vermittelt. Meiner Meinung nach ein klar öffentlich-rechtlicher Auftrag.
 
#35
Hier mal der Wortlaut des RR:
7. Gremium diskutiert geplanten Umbau von KiRaKa
Programmdirektorin Valerie Weber stellte dem Rundfunkrat Pläne zum Umbau des Radioangebots für Kinder vor. Bisher strahlt der WDR täglich die einstündige Kindersendung KiRaKa auf WDR 5 aus. Außerdem ist KiraKa ein Kanal im Digitalradio (über DAB+) mit 24 Stunden Programm. Letzteres soll durch ,Sendungen mit der MAUS‘ ersetzt werden. Mit weiteren Änderungen stärke dies die Fernsehmarke MAUS im Audioangebot. Mitglieder fordern Informationen zum inhaltlichen Konzept und hinterfragten die geplante Reduzierung von Kindermusik. Lob gab es für das Ziel der Markenbildung sowie den Plan, Beiträge mit der MAUS als Podcasts zu entwickeln. Dies sei ein zeitgemäßes Format. Der Rundfunkrat überwies das Thema an seinen Programmausschuss, um es zu prüfen.
Was Kinderlieder betrifft, ich war da genauso froh sie los zu sein wie das bei Radiocat durchklingt, bei mir war der "Ersatz" dann Eurodance und Co. ;)
 
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Ich fände eine Ausweitung des Live-Programms wichtig, wenn möglich durch Beteiligung von Schulen (läuft schon als „KiRaKa kommt“) und Kindergärten. So werden Kinder ans Radio herangeführt und Medienkompetenz vermittelt. Meiner Meinung nach ein klar öffentlich-rechtlicher Auftrag.
Vielleicht war der Schulfunk doch keine so dumme Sache...

Ralf
 
#37
Also der verlinkte Artikel gibt ja gar nichts her. Da steht weder ab wann das sein soll, noch wie genau der Umbau erfolgen soll. Bei aller Kritik an Frau Weber, aber hier hat sie, ausnahmsweise, mal Recht. Der Kiraka ist wirklich arg betulich. Von morgens bis in den späten Mittag läuft wirklich nur Kindergartenmusik für Kinder im Alter von 3-5 Jahren. Teilweise wirken die Titel schon arg pädagogisch bemüht. Damit fällt die Zielgruppe Grundschule und älter schonmal komplett raus. Grundsätzlich ändern sich die Hörergewohnheiten eben auch und auch jüngere hören heute gerne aktuelle Popmusik. Mit Titeln wie "Meine Katze kann Karate" oder "Gummistiefel sind nicht zum Kauden da" oder ähnlichem ist man jetzt sicherlich nicht erste Wahl bei den Kids heutzutage. Mal abgesehen davon, dass auch der KIRAKA in der jetzigen Form ein Dudler ist. Es läuft bis nachmittags und am Abend nur die Festplatte und die Titel wiederholen sich ca. alle 2 Stunden.

Also wenn der KIRAKA etwas moderner würde und das Programm behutsam relaunchen würde und sich den heutigen Hörgewohnheiten anpassen könnte, wäre das m.E. sicherlich nicht verkehrt. Man muss ja nicht zum Popdudler werden, aber ein bisschen mehr Programm und weniger Festplatte und ein modernerer Anstrich würden dem Programm sicherlich guttun.
 
#45
Einfach mal den Link im ersten Beitrag dieses Thread anklicken und durchlesen.

Dein ständiges verteidigen für sämtlichen Müll ist echt bemerkenswert. Hoffentlich bezahlt dich der WDR auch ordentlich dafür.

Schönen Framstag noch!
 
#46
Habe ich gleich als Erstes getan. Ich verteidige nix, aber hier schießen einige Foristen mit ihrem Haß auf Frau W. weit über das Ziel hinaus. Kritik ist ja durchaus berechtigt, aber jetzt jede Kleinigkeit zum Bashen zu nutzen, ist Kindergarten.

Gerade bei DWDL gelesen, nur der DAB+ Kanal soll unter Maus firmieren, die Sendung auf WDR5 soll weiter KIRAKA heißen und der Rundfunkrat braucht mehr Infos zur Reduzierung der Kindermusik.
 
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