Letztklassige Privatsender


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#1
Keine sehr hohe Meinung dürfte man in der Präsidentschaftskanzlei vom privaten Rundfunk in Österreich haben. In einer Glosse für die Kulturzeitschrift "Morgen" verdammt deren Chefredakteur Hans Magenschab, im Brotberuf Pressesprecher Bundespräsident Klestils, pauschal die Privatsender: Er diagnostiziert "zeitgeistige Öde" und attackiert "plappernde Moderatoren", der "deutschen Sprache nicht mächtig". Die Sender hätten ihr Angebot auf "Letztklassiges" reduziert, das auch im Privat-TV drohe. Als Beweis, daß man "aus Pleiten nicht klug geworden" sei, wertet er die Vergabe einer Fernsehlizenz an ATV. "Wer beobachtet, welchen Schmarren die deutschen Privat-Programme tagtäglich verbreiten, der muß Arges für Österreich befürchten." Gutes Programm koste Geld - das werde "den österreichischen Armutschkerln" ausgehen. Besser sei da "allemal das ORF-de-facto Monopol". bau

04.09.2002 Quelle: Print-Presse
 
#2
Naja, die Marktwirtschaft ist halt für Österreich ein bisserl ein Paradigmenwechsel. Aber es wird schon ein bisserl. Nur ein bisserl langsam.

Vielleicht sind knapp 10 Millionen Zuseher auf RTL bei einer Politdiskussion für österreichische Verhältnisse ein bisserl wenig. (Man kann doch viel schöner mit einem Medium in - ein bisserl - politischer Abhängigkeit umgehen)
 
#3
Ich finde der Herr Magenschab hat nicht ganz unrecht. Die Programmvielfalt ist zu gering und die Moderatoren sind teilweise eine Katastrophe. Mit die schlimmsten sitzen allerdings nicht bei den privaten, sondern bei FM4 (z.B. heute Nachmittag - ich mußte bei dem Gestammel wegschalten).
 
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