Unitymedia schmeißt Deutschlandradios raus


Hier hat letztens einer von Unitymedia angerufen und wollte mir deren tolles Internet fürs Geschäft andrehen
Bloß nicht. Hab erst vorgestern mit einem Kunden gesprochen, bei dem ständig das Unitymedia-Internet vollständig ausfällt. Das ist für ihn der Normalfall. Instandsetzung brachte keine Besserung. Also das, was ich bei der Telekom alle fünf oder sechs Jahre mal für ein paar Stunden erlebe…
 

DOSORDIE

Gesperrter Benutzer
Kann ich leider nicht bestätigen.

Ich hab 3play. Alles super. Horizon ist manchmal etwas laggy, aber sonst liegt bei uns mehr an, als wir bezahlen, hab beim Speedtest 430 MBit und 40 MBit Upload. Wir hatten in der ganzen Zeit, seit wir bei UM sind nur einen einzigen Ausfall, das war an einem Sonntag. Da hab ich bei der Störungs Hotline angerufen, wir sind dann ins Freibad.

Als ich wieder kam, ging Alles wieder. Montag noch einen Anruf bekommen, ob Alles ok ist.

Wechsel auf neue Hardware oder wenn für Umstellungen ein Techniker kommen musste gingen immer schnell und zuverlässig und freundlich, als Jemand abgesprungen war haben die sogar mal angerufen und kamen einen Tag früher. Ich habe mit keinem anderen Telekomunikationsunternehmen so gute Erfahrungen gemacht und Alle im Bekanntenkreis erzählen mir genau das Selbe.

Man kann mit jedem Unternehmen in die Richtung Ärger haben. Ich hatte schon mehrfach Ärger mit der Telekom, O2 und Vodafone. Bei UM würde mal was falsch abgebucht, da hab ich auch 3 oder 4 mal anrufen müssen, habe dann aber - ebenso wie bei Vodafone - Entschädigung bekommen und zwar jeweils wesentlich mehr, als abgebucht wurde.

Technisch kann ich mich bei Beiden nicht beschweren. O2 war am Schlimmsten, megalange Wartezeiten in der Hotline und wahnsinnig viel Inkompetenz.

Bei der Telekom war ich seit Mai (seit ich meinen Vertrag hab) schon öfter in der Hotline. Lag aber auch eher an Tarifoptionen. Meine Eltern haben derzeit Probleme mit deren Techniker, der schon 3 mal nicht ins Heim der MS Kranken Cousine meines Vaters gekommen ist, für die er die Vollmacht hat.

LG Tobi
 
Aber nur digital, nicht ins analoge Kabel.
Dürfte schlichtweg daran liegen, dass mit Übernahme durch die Vodafone UKW auch in den "Beitrittsgebieten" komplett wegfallen wird. Man stellt ja nun schon auf Vodafone-Endgeräte um, also wird auch die Angebotsseite angepasst werden.

Heißt dann wahrscheinlich auch: alle öffentlich-rechtlichen Programme nur noch in "Plattformstandard", also nochmal durch den MPEG-Fleischwolf gedreht mit nur noch 192 kBit/s, keine Höhen mehr ab 13,5 kHz und auch die wenigen 448er der ARD-Kulturwellen sind dann recodiert - von 448 kbps auf 448 kbps. Warum, wissen vielleicht die Götter bei Vodafone. Und das alles für 15 EUR plus Zusatzzahl je Monat.
 
Jupp, Vodafone legt bei der Integration von Unitymedia ganz schön Tempo vor. Schon seit Oktober verschickt Unitymedia "Vodafone-Stationen", die dann auch gleich nach Docsis suchen (was anscheinend anfangs zu einigen Problemen geführt hat); auch die Läden sind seitdem doppelt beflaggt (sowohl die von Vodafone als auch die von Unitymedia). Die inhaltliche Anpassung des Angebots dürfte nur noch eine Frage der Zeit sein.
 
Für was in drei Formatradiohöllen braucht einer heute noch "Radio per Kabel"? Jedes Kabelnetz ist doch mittlerweile IP-basiert. Und da kann ich mir gleich mein Internetradio (Technisat DR140 o.ä.) hinstellen und habe sämtliche Programme. Also dieser Kram ist doch in meinen Augen wirklich obsolet. Sat dagegen ist für mich als Redundanz absolut sinnvoll, denn so ein Internet kann ja auch mal ausfallen.
 
Quelle gibts per PN.
Und ja, Kabelhörfunk ist - außerhalb dieses Forums - mittlerweile eine Randerscheinung.
Neben der riesigen Konkurrenz aus dem Web liegts daran, dass die Qualität bei Vodafone und Pyur durch das Recodieren einfach lausig ist.
 
Für was in drei Formatradiohöllen braucht einer heute noch "Radio per Kabel"? Jedes Kabelnetz ist doch mittlerweile IP-basiert. Und da kann ich mir gleich mein Internetradio (Technisat DR140 o.ä.) hinstellen und habe sämtliche Programme.
Aber abgesehen von WDR 3 und SWR 2 (beide 256 kbps MP3) sind sie alle in lausigen verblubberten 128 kbps. Und damit um Lichtjahre schlechter als die 320 kbps, die die ARD selbst abliefert. Hinzu kommt: nur über deren 448er AC3-Spuren kann ich die 5.0-Sendungen bei den ARD-Kulturwellen oder DLF Kultur so hören, wie sie produziert wurden.

Neben der riesigen Konkurrenz aus dem Web liegts daran, dass die Qualität bei Vodafone und Pyur durch das Recodieren einfach lausig ist.
Bei PYUR wird nur in seltenen Fällen recodiert:

- Regionalprogramme des MDR, die nicht auf Astra sind, werden vom Livestream (128 kbps MP3) abgegriffen und offenbar zu 192 kbps Layer II recodiert. Der MDR hat extra deswegen die Regionalversionen als Stream aufgeschaltet.

- Einige eher exotische Programme "Lulu FM, MEGA 80s, ...) werden offenbar von DAB+ geholt und auf 192 kbps Layer II recodiert.

- Nicht auf Astra verfügbare Programme werden oft auch terrestrisch (UKW) abgegriffen und in 320 kbps (!) Layer II gewandelt. In Berlin sind so die großen Privaten (104.6 RTL, 94,3 rs2, ..) dabei, mit allen RDS-Daten. Das ist fast in jedem Fall besser als direkter UKW-Empfang mit bescheidener Antenne. Einige "kleinere" Regionalprogramme kommen in 192 kbps Layer II, darunter in Berlin z.B. "Radio Slubfurt" - da musste ich erst schauen, was das ist.

Alles andere ist bei der PYUR 1:1 von Astra. Die ARD mit 320 kbps Layer II und 448 kbps AC3, DRadio mit 256 kbps Layer II und DLF Kultur mit 448 kbps AC3. Dazu die Privaten von Astra (egoFM, KlassikRadio, JamFM, B2, Paloma) in deren originaler Sat-Qualität.
 
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- Regionalprogramme des MDR, die nicht auf Astra sind, werden vom Livestream (128 kbps MP3) abgegriffen und offenbar zu 192 kbps Layer II recodiert. Der MDR hat extra deswegen die Regionalversionen als Stream aufgeschaltet.
[...]
Alles andere ist bei der PYUR 1:1 von Astra. Die ARD mit 320 kbps Layer II und 448 kbps AC3, DRadio mit 256 kbps Layer II und DLF Kultur mit 448 kbps AC3. Dazu die Privaten von Astra (egoFM, KlassikRadio, JamFM, B2, Paloma) in deren originaler Sat-Qualität.
Hab auch PYUR hier in Merseburg und da wird nix Regional eingespeist. Nur der ARD-Transponder.
Echt traurig, dass man die Regionalversionen NUR wegen der Kabelnetzbetreiber online aufgeschaltet hat.

Für was in drei Formatradiohöllen braucht einer heute noch "Radio per Kabel"? Jedes Kabelnetz ist doch mittlerweile IP-basiert. Und da kann ich mir gleich mein Internetradio (Technisat DR140 o.ä.) hinstellen und habe sämtliche Programme. Also dieser Kram ist doch in meinen Augen wirklich obsolet. Sat dagegen ist für mich als Redundanz absolut sinnvoll, denn so ein Internet kann ja auch mal ausfallen.
Die Qualität. Die Streams wurden seit ihrer Geburt nie aufgewertet. 128kbit/s sind trotz Gigabit-Netzen immer noch Standard. Eine ekelhafte Qualität da schätzt man die UKW-Einspeisung doch noch sehr.
 
Und kann man bei selber bitrate nicht direkt abgreifen und durchschleifen?
Natürlich könnte man. Warum man es nicht tut, entzieht sich meiner Kenntnis. Der Test, ob diese AC3-Spuren identisch sind oder nicht, ist aber nun auch schon 3 Jahre alt. Es könnte sich zwischenzeitlich etwas geändert haben. Klangliche Unterschiede waren da aber nicht aufgetreten, zumindest nicht im Stereo-Betrieb. Es waren messbare Unterschiede, die man aber nicht hätte hören können. Die Differenzen waren zu gering.

Hab auch PYUR hier in Merseburg und da wird nix Regional eingespeist. Nur der ARD-Transponder.
In Merseburg ist ja die PYUR teilweise auf dem Rückzug und wird in den Liegenschaften der Gebäudewirtschaft GmbH durch ein Glasfaser-Netz der Stadtwerke ersetzt (mit lächerlichen Upstream-Raten). Bei Dir ist es aber tatsächlich PYUR?

Bei der PYUR bitte mal nach Radio suchen auf 426 MHz (Radio B2, Radio Paloma, SCHLAGER-Radio), 434 MHz (egoFM, Klassik Radio, JAM FM), 514 MHz (DLF, DLF Kultur, DLF Nova, DRadio DokDeb), 546 MHz (ARD-Radiotransponder) und für die Regionalen und "Exoten" auf 578 MHz. Das sind die bei der PYUR üblichen Belegungen, alle in 256QAM / SR 6900. Kommt da in Merseburg wirklich nichts? PYUR hat dezentrale Kopfstellen, wenn da irgendwo nicht voll ausgebaut ist, kommt halt nichts. Aber sie bewerben ca. 100 Radioprogramme in ihren Netzen. Leider ist die PYUR ja sehr knausrig mit Programmlisten.

Echt traurig, dass man die Regionalversionen NUR wegen der Kabelnetzbetreiber online aufgeschaltet hat.
"Nur" hatte ich nicht geschrieben. Aber ich hatte vor der Aufschaltung der Streams sinngemäß die Aussage bekommen "dann kann PYUR auch die Regionalversionen einspeisen". Vodafone macht das anders, die nehmen UKW-Empfang und digitalisieren ihn. Die PYUR in Berlin macht das aber offenbar auch.
 
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Die greifen das dort ab, wo es gut empfangbar ist. Dann werden da 192 kbps Layer II draus gemacht und ins Backbone eingespeist. Damit steht es zentral zur Verfügung.

Von Antenne Saar und Bremen Next las ich allerdings, dass es lausig klingen soll, eher nach abgegriffenem Livestream. Kann ich nix weiter dazu sagen.

PYUR hatte bei meinen Tests in Berlin ein deutlich verrauschtes 89.0RTL mit drin. UKW-Empfang innerhalb Berlins schließe ich dafür aus. Das muss woanders (schlecht) abgegriffen worden sein.
 
@Neper : Ach so, Du meinst tatsächlich das "analoge Kabel", das hier und da noch vor sich hinsiecht und den UKW-Äther in manchen Strassenzügen zurauscht. Das wird ja ohnehin nur noch lieblos behandelt, die Programmvielfalt ist dahingeschrumpft und teilweise auch die Klangqualität, seit dem man zur Zuführung digitalkomprimierte Quellen benutzt. Ach ja, ich kann mich noch an Zeiten erinnern, da hat man Richtfunkstrecken gebaut von FMT zu FMT, um Großstädte noch mit Programmen aus dem Ausland und benachbarten Bundesländern zu beschallen...jedes Programm mehr steigerte die Attraktivität. Bis hin zur allerskurillsten Programmeinspeisung der Deutschen Welle, die man von Kurzwelle(!) abgenommen hat, samt Pfeifen und Fading. Ich habe meinen Frieden mit dem Analogabschied geschlossen. Als analoge Quelle bleibt mir der Plattenspieler. Ich bin nicht abgeneigt, da mal aufzurüsten (aktuell werkelt ein schnöder Technics SLQD33, wobei ich nach Umzug gerade den Massedraht nicht finde :mad:), aber UKW bringt eh nur noch processorverbogenes und dreifach durch die Datenreduktionsmühle gepressten Sound, da kann ich gleich Stream, Sat, DAB oder Spotify hören zur Tagesbedudelung.
 
Die beiden Deutschlandfunker sind schon noch manierlich und die Kulturwellen auch. Außerdem haben wir hier im Kabel noch NOS Radio 4 (?), jedenfalls die Klassikwelle der Holländer. Ausländisches gibt es hier über DVB-C garnix, nur per UKW, so lange der noch im Kabel bleibt.

Danach muss wohl oder übel wieder eine UKW-Antenne aufs Dach. Die liegt auch schon fast zwei Jahre hier, sogar für UKW und DAB, es will sich nur niemand finden, der sie oben installiert. Antennenbauer sind ja wohl völlig ausgestorben.
 
DAB kommt bei mir demnächst aufs Dach, wenn die Temperaturen wieder ein Arbeiten an Metall im Freien zulassen, ohne dass man Frostbeulen bekommt. Entweder das Weihnachtstauwetter langt hin oder es wird Frühling. UKW wird was größeres, das ist auf jeden Fall auf die wärmere Jahreszeit vertagt.
 
Ach so, Du meinst tatsächlich das "analoge Kabel", das hier und da noch vor sich hinsiecht und den UKW-Äther in manchen Strassenzügen zurauscht.
Also bei der Wilhelm.Tel in Hamburg siecht es nicht:

UKW WilhelmTel.png

Und offenbar ist die Qualität trotz der hohen Kanallast mit 53 (!) Programmen gut:
Da zischelt absolut gar nix.
Oder bei der S+K in Halle/Saale:

UKW S+K Halle.png

Da ist mir die erreichte Qualität aber nicht bekannt. 57 Programme ist schon heftig. Dort arbeitet aber ein Vollprofi, der einst, als man für die Bundespost Kopfstellen baute, auch vor dem Einsatz der einen Meter hohen Kathrein-Filter (die ich leide rnie zu Gesicht bekam) nicht zurückschreckte.

Oder bei der MDCC in Magdeburg.

Das sind alles Großnetze mit vollem Digitalangebot!

Und von einem Großnetzbetreiber sowie einem befreundeten Kleinnetzbetreiber weiß ich, dass das UKW-Angebot sehr wohl genutzt wird. Ich hatte auch genug UKW-Kabelnutzer im Umfeld (und nicht nur 80-jährige, sondern auch 40-jährige), bis es dort jeweils abgeschaltet wurde. Man profitierte davon, eine größere Programmauswahl zu haben (was in manchen Regionen bedeutet: überhaupt was anhörbares, wenn terrestrisch nur Müll kommt). Und man profitierte von der normalerweise besseren Empfangsqualität verglichen mit "Wurfantenne".

Es gibt aber auch genug Klein-Netze, die UKW noch aktiv betreiben und pflegen, so z.B. bei der legendären GAG Burgstädt in Sachsen, oder in Ostthüringen die Anlage in Gera-Untermhaus:



Solche Anschlüsse ersparen in vielen Fällen das Beschaffen und Betreiben eines DVB-C-, Internet- oder DAB-Empfängers. . Und "normale" Menschen sind beim Thema "Geräte-Erwerb für Rundfunk" weitaus zurückhaltender als wenn es um Fernsehen ginge oder um IP-Dienste (was wiederum Rundfunk als "Abfallprodukt" mitbringt, wie Alexa gewiss bestätigen kann).

aber UKW bringt eh nur noch processorverbogenes und dreifach durch die Datenreduktionsmühle gepressten Sound, da kann ich gleich Stream, Sat, DAB oder Spotify hören zur Tagesbedudelung.
Bei den Kulturwellen ists normalerweise ok, wenn man mal von dem gepressten Brei auf MDR "Kultur" absieht. Und klar kann ich dann gleich Stream, Sat oder sonstwas hören - wenn ich das gerätetechnisch greifbar habe und (Sat) überhaupt darf.

Selbst ich als einstiger Radio-"Intensivnutzer" hätte keinen autarken IP-Empfänger greifbar. Das ginge hier nur über das Laptop. Bissl aufwendig und unpraktisch im Wohnzimmer. Ich müsste also was kaufen. "Nur" für Radio. Wie mag es dann erst "normalen" Menschen gehen?

Antennenbauer sind ja wohl völlig ausgestorben.
Blitzschutz-Fachkräfte (also keine normalen Elektriker!) übrigens auch. Also take care...
 
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Die beiden umfangreichsten UKW-Angebote, die ich noch kenne (Hamburg und Halle) sind Großanlagen, aber halt beide regionale Unternehmen (in Halle nutzt die S+K sogar für den Internet-Teil ihres Kabelnetzes die Dienste der PYUR).

In München hat die M-Net wohl anlässlich der UKW-Abschaltung vor knapp einem Jahr verlauten lassen, es gäbe dafür keinen technischen Grund in ihren Netzen, aber es gäbe halt die gesetzliche Regelung in Bayern.

PYUR und Vodafone, beide auch in Sachsen und Bayern aktiv (in beiden Ländern Abschalte-Pflicht) bieten bundesweit in allen Netzen so weit wie möglich identisches Angebot - sie verlangen ja auch regional die gleichen Regelpreise. Damit ist UKW schon generell rausgeflogen zugunsten eines einheitlichen Angebotes. Es wird ihnen allerdings auch recht sein, einen zusätzlichen Dienst mit entsprechender Hardware loszuwerden und alles via DVB-C zu realisieren.

Wobei UKW logistisch kein Drama war. Die Vodafone hatte um 2015 herum auf zentrale UKW-Aufbereitung umgestellt und zentral IP-Gruppen in die Regionen geschickt, wo Astro U125 die Umwandlung zu UKW übernahmen. Dieses kleine Ding (3 Stück nebeneinander plus Netzteil passen in eine 19"-Gestellbreite) setzt 40 (vierzig!) UKW-Programme aus IP um. Ca. 150 solcher Umsetzer wurden an die Kabel Deutschland geliefert. Die sind jetzt schon wieder rausgeflogen. Wohin eigentlich?

Die Regionalradios in DVB-C umzusetzen war somit natürlich recht einfach: das lag eh alles schon als IP an und musste nur in DVB-C-Muxe eingebaut werden. Da hier 192 kbps genutzt werden, liegt nahe, dass UKW seit 2015 auch nur noch 192 kbps Layer II in der Zuführung war. Da liefern dezentrale autarke Netze dann doch schon auf UKW mehr, wenn sie direkt aus den 320 kbps der ARD umsetzen oder terrestrisches UKW ohne zusätzliche Datenreduktion in Kabel-UKW umwandeln.

Bei der PYUR sieht es so aus, als wollen sie den Frequenzbereich tatsächlich nutzen, um den Internet-Updstream zu beschleunigen. Zumindest hier in Berlin haben sie Downstream erst ab 258 MHz (Kanalmitte nicht normkonform 262 MHz) belegt. Da ist Transponder 65 (Sky) drauf. Darunter ist nichts mehr außer ein, zwei Telemetrie-Signalen. Man könnte damit nach Umbau des Koax-"Restes" der Netze (also ab den Opto-Koax-Umsetzern) sofort deutlich breiteren Upstream fahren als bisher (nur bis 65 MHz).

Bei der Vodafone wird aber munter trotz UKW-Abschaltung der untere Sonderkanalbereich wieder im Downstream belegt. Es geht bereits ab 110 MHz (Kanalmitte 114 MHz) los mit einem Video-on-Demand-Kanal: https://helpdesk.kdgforum.de/sendb/belegung-11.html . Da ist also nichts mit erweitertem Upstream geplant. Da hat man sich nur UKW mit medienpolitischer Hilfe entledigt. Das Angebot war aber sowohl hier in Berlin (ca. 30 terr. Programme!) als auch Hamburg (53 Programme beim Wettbewerber Wilhelm-Tel) sehr schäbig mit ca. je 25 Programmen. In Hamburg waren die letzten Jahre nichtmal mehr die Programme von Radio Bremen dabei.

Auch an TV-Einspeisung in DVB-C wird soweit mir bekannt nicht viel verdient. Die Kleinen nehmen ja gar nichts, Einspeisegebühren kennen die nicht, sie zahlen brav an VG Media, GEMA, RTL-Gruppe, VFF und bekommen vielleicht ein kleinwenig von Sky, wofür sie aber auch etlichen Aufand gerade mit den Sky-Transpondern haben. Dafür leiten sie bei allen Programmen die originale Sat-Qualität 1:1 durch. Haupteinnahmequelle bei Großnetzen dürfte in der Tat IP sein, vor allem die formale Bereitstellung von schnellen Internet-Tarifen, die die Kunden oft gar nicht ausreizen.

Dafür sind manche "Kleinen" in Sachsen aus der Not heraus (UKW-Abschaltung, teils für Klein-Netze verschoben auf 2020-2021, nachdem die Medienpolitik dann doch gemerkt hat, dass das einzige, was sie mit einem Verbot erreichen, das Verschwinden der sächsischen Lokal- und Privatradios aus dem Kabel ist, da sich Klein-Netze eine Umsetzertechnik UKW -> DVB-C finanziell nicht leisten können) dazu übergegangen, terrestrische DAB-Pakete ins Kabel zu nehmen. Auch das bringt trotz der gigantischen Bandbreitenverschwendung zuweilen noch zwei, drei Pakete mehr, als im Kundenbereich "auf dem Fensterbrett" ginge - an der Kopfstelle mit "richtiger" Antenne geht halt bissl mehr. In Thüringen ebenso: oben zitierte Anlage in Gera Untermhaus bietet so neben MDR Thüringen 8B und Bundesmux 5C auch Oberfranken 10B, Sachsen-Anhalt 11C und Bayern 11D. Technisch Unsinn, audioqualitativ meist Unsinn (da selbst UKW besser klingt), aber doch ein paar zusätzliche Angebote für die, deren Stereoanlage das sowieso kann.
 
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Brauchst aber eine vorherige Umsetzung in IP für alle Programme, die Du modulieren willst. Heißt: Sat musst Du transponderweise empfangen und kannst es dann direkt selektiv auf IP umsetzen. UKW muss erstmal z.B. durch sowas (möglicherweise haben sie sogar genau die verwendet und verwenden sie derzeit für DVB-C-Radio aus terrestrischen Quellen), das gleiche gilt für DAB+ auf UKW und auch MP3-"Consumer"-Stream auf UKW. Das wird in Summe ein Mittelklasse-PKW, auch im "Verbrauch"...

Einfacher ist dann schon eine Astro QAM-Box FM, die aus bis zu 16 DVB-S/S2-Transpondern neben ihrer eigentlichen Funktion der Umsetzung in 16 DVB-C-Kanäle auch 16 UKW-Programme moduliert. Kostet so ca. 3,5-4 kEUR. Es ist auch eine QAM-Box 16 eco FM angekündigt gewesen, die soll aus max. 16 Sat-Kanälen (hier auch zukunftssicherer durch APSK-Unterstützung) 40 (vierzig) FM-Services "nebenher" machen: https://katalog.astro-kom.de/de/lan.../id/859/store/1/falzbrosch_re_qam_box_eco.pdf - die gibt es aber offenbar (noch) gar nicht. Und vielleicht auch nie.

Grundig GSS hatte mal für das modulare System eine HD 1000 FM, die konnte 12 UKW-Programme aus max. 2 Transpondern realisieren und unterstützte auch DVB-S2. Mit vollständigem RDS siehts da aber wohl schlecht aus. Axing hat eine autark einsetzbare 16-fach-Umsetzerkassette mit 4 Tunern (auch DVB-C-tauglich!): https://download.axing.com/BAs/BA_SKF-40-00M.pdf - da ist mir die RDS-Ausgabe etwas kryptisch. Sie verlieren in den technischen Unterlagen kein Wort darüber.

Alle anderen Sat-UKW-Umsetzer sind nicht DVB-S2-tauglich. Derzeit nur für den SRF ein Problem, aber künftig?
 
In Merseburg ist ja die PYUR teilweise auf dem Rückzug und wird in den Liegenschaften der Gebäudewirtschaft GmbH durch ein Glasfaser-Netz der Stadtwerke ersetzt (mit lächerlichen Upstream-Raten). Bei Dir ist es aber tatsächlich PYUR?

Bei der PYUR bitte mal nach Radio suchen auf 426 MHz (Radio B2, Radio Paloma, SCHLAGER-Radio), 434 MHz (egoFM, Klassik Radio, JAM FM), 514 MHz (DLF, DLF Kultur, DLF Nova, DRadio DokDeb), 546 MHz (ARD-Radiotransponder) und für die Regionalen und "Exoten" auf 578 MHz. Das sind die bei der PYUR üblichen Belegungen, alle in 256QAM / SR 6900. Kommt da in Merseburg wirklich nichts? PYUR hat dezentrale Kopfstellen, wenn da irgendwo nicht voll ausgebaut ist, kommt halt nichts.
Bei mir kommen die von dir gennanten Radio-Programme auf ganz anderen Frequenzen:

Dlf (ZDF SD): 394 MHz
ARD-Radio-TP: 114 MHz
BetaDigital: 666 MHz (Klassik Radio, JAM FM)
Exoten: Nicht vorhanden

Dass die Stadtwerke übernehmen ist mir auch aufgefallen, vielleicht ist auch bald mein Vermieter dran.
 
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