Ernsthafte Analyse von XXL


Status
Für weitere Antworten geschlossen.
Glaubt hier jemand ernsthaft, dass ein Sender weniger Erfolg hat, weil sein claim vielleicht schlecht ist? Glaubt jemand wirklich, hr xxl hätte auch nur einen einzigen Hörer mehr, falls der Sender auf das "hr" verzichtet? Das ist doch alles Beraterkacke. Die Hörer interessiert das Programm. Das Image kommt in erster Linie durch das Programm und nicht durch die Verpackung. Der kluge Hörer merkt sofort, wer tolle aufbrausende Jingels hat aber nichts bieten kann. Ob xxl fett kommt oder den Gigasound hat oder die schönsten Melodien im 60/40 Mix spielt ist Wurscht.

Um mal nicht über Rob Green (was für ein Name) oder andere Personen, die nichts mit xxl zu tun haben, zu sprechen: Was haltet Ihr von folgender These mit kulturellem Hintergrund: xxl macht ein urbanes Programm für ein überwiegend rurales Sendegebiet? Oder einfacher: Was juckt's Mandy (17) in Sontra, dass man in FFM über Stinkefüße in Gola-Tretern philosophiert, während sie noch drei-Kilo-Buffalos chick findet?

Vielleicht ist Hessen nicht reif für so ein Programm und braucht deshalb Fab Red?
 

heikoneu

Benutzer
Liebe Leute,

Planet ist sich eben nicht zu schade, die Prolls zu holen, die Prolls,die Prolls und nochmal die Prolls. hrxxl will ja wohl eher so eine Art "Spex"-Radio sein.

Beste Grüße
Heiko Neugebauer

P.S.: Cyrus - ich dachte immer, es gäbe einen Unterschied zwischen Claim und Slogan. Das Leben beginnt wirklich erst dann, wenn ich NDR 2 eingeschaltet habe ???
 

jojo

Benutzer
herr weyrauch sollte weniger bücher schreiben, dafür mehr programm machen und im übrigen
ist berlin nicht hessen, fritz iss nich xxl. wer anspruchsvolles programm auch für hessen machen will muss unbedingt lokale eigenheiten und gegebenheiten einbauen und manchmal vielleicht über seinen eigenen grossen schatten springen und vielleicht doch ein paar zugeständnisse an die verbraucher machen, deswegen muss es ja nicht "schreiradioalalrobgreen" werden!!!!
 
Guten Morgen!

@ Hitradio: Was "offiziell" gesagt wird, interessiert die MA bzw. die Leute draußen nicht. Nach außen hin heißt hr-xxl nur (noch) XXL - natürlich ist das nicht im Sinne der Intendanz - kommt aber besser bei den Leuten an, da das hr vornedran draußen sowieso keiner kapiert.

@ njoymario: Zunächst Zustimmung für das, was Deine Meinung zur Musikausrichtung von N-Joy anbelangt. Aber: Sieht sich N-Joy selbst wirklich als Jugendradio? M.E. nein, N-Joy versucht vielmehr durch schnellere, z.T. chartorientierte Musik die Hörer zu erreichen, die NDR2 aufgrund seiner Musikfarbe nicht erreichen kann. Und da gehören solche Titel nun mal rein.

@ Liebes... spricht da jemand, dessen Freiheit die Berater wegsägten? Die Theorie von Cyrus stimmt - je kürzer, je prägnanter der Namen des Senders, um so besser für die kommende MA. (Natürlich spielen noch mehrere Faktoren für den MA-Erfolg eine Rolle, klare Sache, aber das ist eines mehrerer Fundamente). Und ich finde, durchaus kann die Verpackung viel am Programm bewirken. Genau zu diesem Thema gab es in diesem Forum in der Vergangenheit mehrere Diskussionen. Die Verpackung kann nämlich ein noch so schnelles Musikprogramm verlahmen.

@ Heiko: wüßte nicht, wer sich bei Planet außer Rob und vielleicht noch Daniel als Prollo sieht.

@ jojo: Weyrauch macht das schon. Er steht nun mal vor einer riesigen Baustelle, und hat es durch die derzeitigen MA-Zahlen nicht unbedingt leichter, zumal auch der Hörfunkteil der Intendanz die bisherige Hörerentwicklung von XXL nicht gerade gut finden wird. Natürlich müßten sich ein paar Dinge ändern, versuche mal z.B. in der XXL-Nacht in 20 min. einen "Hit" zu hören (oder zumindest einen bekannten Titel) - unmöglich. Aber keine Sorge - ich denke die Kollegen haben den Ernst der Lage erkannt und arbeiten fieberhaft an einem neuen Konzept. Und genau dabei wünsche ich viel Erfolg.
 

65812

Benutzer
Ich finde, Liebesrotflüh (was für ein Name) hat schon recht : XXL ist urbanes Radio für ländliches Sendegebiet. Wenn ich den Sender höre, Gewinner aus Frankfurt, Darmstadt oder Wiesbaden. Nix Bad Hersfeld, nix Eschwege. Urban ist ja nicht unbedingt falsch, wenn man sich bewusst dafür entscheidet. Nur kann man dann eben nicht mit Resonanz aus Sontra rechnen.

Was die Namensgebung angeht : On hr-xxl oder nur xxl, das ist nicht das Problem. Das Problem in Hessen ist, dass jeder pauschal sagt : Isch hör de hr3, sobald er irrrrrgendein hr-Programm hört. Selbst mein Bekanntenkreis, der teils XXL hört, erklärt mir regelmässig, er höre jetzt immer "hr3xxl". Dagegen muss man was tun. Den Leuten ist der Unterschied noch nicht klar.

By the way : Für wen wird die Aussage hr3xxl bei der MA eigentlich gezählt ?

Und was die Geschwindigkeit angeht : XXL kann durchaus flott klingen, wenn die Jingles ordentlich gefahren werden. Flotter jedenfalls als L1VE, Fritz oder DASDING. Nur wenn 2/3 der Moderatoren darauf nicht achten, klingt das Ganze natürlich unrund.
 

JunkFM

Benutzer
Hallo,

ich bin nicht aus dem Norden, und ich kenne mich auch nicht so gut aus. Aber ich habe eine Zeit lang viele verschiedene Sender, so auch N-Joy oder HR XXL über ADR gehört. Wie sie momentan klingen, weiß ich nicht, da dies schon länger zurück liegt.

Was ich aber anmerken wollte: Meiner Meinung nach ist HR XXL einfach eine riesig lange Sendung von HR3. So entstand schließlich doch auch HR XXL, und das ist auch u.a. sicherlich ein Grund dafür, dass in den Köpfen der Leute XXL zu HR3 gehört. Die Jugendwelle des HR war und ist HR3, XXL ist dabei doch nur ein "Ableger" von HR3. So sieht's in den Köpfen der Leute aus, und auch in meinem, obwohl ich weiß, dass es eigentlich nicht so ist.

XXL wurde nie richtig positioniert. Und ich stimme auch dem zu, dass der Claim/Slogan (was ist denn nun eigentlich der Unterschied?) "kommt fett" irgendwie nur aufgesetzt wirkt.

Mir kommt es so vor, als wäre XXL so ein bisschen Experimentierfeld vom HR, und da kommt der Vergleich mit DASDING vom SWR auch sehr gut.
Ich habe in der Vergangenheit allerdings so einige Sender erlebt, die die ganze Zeit auf der Suche nach sich selbst waren, und sich am Schluß verloren hatten...

Liebe Grüße an alle (hey, und streitet weniger!),
und 'n fettes Respekt an Cyrus! <img border="0" title="" alt="[L&auml;cheln]" src="smile.gif" />
 
@ 65812

Aber ist es denn bei Planet soviel anders? Auch Planet macht sein Programm doch (seien wir mal ehrlich) nur für das Rhein-Main-Gebiet, höchstens vielleicht noch für Kassel. Dennoch kann Planet deutlich mehr Hörer erreichen als XXL. Warum?

Das Weglassen des 'hr' ON AIR ist doch schon mal eine gute Sache gewesen. Wenigstens gibt man sich jetzt nur noch als 'XXL' aus. Die Gefahr war wohl doch sehr groß, daß die Leute draußen, wenn sie gefragt wurden, was sie hören, eben doch hr--- ja, hr3 sagten. - Nur: Entgegen diese, hier von vielen Lesern vermutete Theorie sprechen doch die schlechten hr3-Zahlen. Wenn also wirklich die XXL-Hörer den Marktforschern sagen, daß sie hr3 hören, warum hat dann bitte hr4 mehr Hörer als hr3 (!) ?
 

65812

Benutzer
@Media Analyst

planet macht das in vielen Punkten geschickter. Allein beim Wetter fangen sie in den nordhessischen Metropolen an, auch beim Ticket kommt erst KS und dann FFM. Sowas finden die unterrepräsentierten Nordhessen immer gut.

Und achte mal darauf, wo bei grossen Gewinnspielen die Gewinner herkommen :)

Abgesehen davon : Johnny O. und Usher kommen auch in Korbach gut an. Da bin ich mir bei 2-Raum-Wohnung oder Mia (aktuelle XXL-Rotation) nicht so sicher. Da muss man schon in einer Germanisten-WG mit Jutta und Heike zusammenwohnen, um das gut zu finden.
...und diese WGs sind in Korbach und Eschwege verdammt selten.
 

JunkFM

Benutzer
So, jetzt hör ich auch mal XXL wieder, seit gestern.
Nunja, der Vergleich mit DASDING war wirklich nicht schlecht, allerdings mit dem DASDING von früher, inzwischen sind die ja auch schon kommerzieller geworden.
Aber XXL ist zur Zeit sowas wie VIVA2 war...
VIVA2 hatte auch seine Fans, aber wie sich herausstellte, zu wenig. Leider.

Allerdings, um mal von der Musikauswahl wegzukommen, die Moderatoren sind auch etwas, sagen wir mal vorsichtig "ungewöhnlich". Ich bin ja eigentlich ein Freund von Menschlichkeit im Radio, von Natürlichkeit, aber wenn der Moderator dann genauso müde klingt, wie ich mich im Bett fühle, dann hat das doch irgendwie nicht so die richtige Wirkung...

Apropos, wie ist das eigentlich? Sie meinte, sie hätte einen Kater. Heute ist Sonntag. Klar, dass Jugendliche, auch Moderatoren, gerne am Samstag abend weggehen. Und dann darf man am Sonntag Morgen den Kater im Radio rauslassen? So mit zigmal versprechen und allem anderen, was eindeutig danach klingt?
O-Ton nach einem Titel: "Die hab ich jetzt schon so oft abmoderiert, ich weiß jetzt gar nichts neues mehr dazu zu sagen."

Allerdings wurden die Moderatoren, die anschließend folgten nicht viel besser. Sie klingen im großen und ganzen ziemlich langweilig und unmotiviert.

Und dann die ganze Zeit komische Gewinnspiele, auf die keiner draufkommt (weil man z.B. das Lied, das rückwärts gespielt wird auch noch nie vorwärts gehört hat (obwohls nicht schlecht ist!)), oder andere uninteressante Beiträge.

Die Comedy-Beiträge oder Sendungsideen sind allerdings im Grunde sehr gut, nur nicht richtig umgesetzt, meiner Meinung nach.

Dem Sender fehlt also nicht nur die Bekanntheit (ich denk mal, die wenigsten im Sendegebiet wissen, was XXL ist, was da kommt, und für wen das ist), sondern leider auch ne gehörige Portion "Pepp".

Leider tragen Namen wie "XXL" oder Slogans "kommt fett" nicht positiv dazu bei, aber das hatte ich ja schon angeführt.

Ich bin ja sowieso immer für eine richtige CI, die alles umfasst. D.h. der Name sollte auch für's Programm stehen.
Wenn also XXL als Ziel hat, anders zu sein (musikalisch etc.), dann sollten sie versuchen, genau das nach außen hin zu repräsentieren und nicht nur nach innen.
Wie wäre es z.B. mit "XXL - geht weiter"?

Oder einer Werbekampagne mit z.B. Plakaten, auf denen vieles sichtbar zu klein ist, und dann einem Text ala "Passt Dir Dein Radio? - Probier doch mal ne Nummer größer. XXL - geht weiter." Natürlich mit Frequenzangaben.

(Ich hab jetzt gerade lange gebraucht und meine Idee immer wieder revidiert. Hatte viele, aber natürlich findet man auf Anhieb nicht die richtige. Bin ja auch kein Experte...)

Ich wollte nur einfach auch mal was konstruktives bringen, nicht nur Kritik.

Zum Schluss noch was: Die Station-Voice bringts auch nicht, und was war das grad? "Achtung, jetzt kommt ein Lied?" Soll das lustig sein?

Aber ich hör weiter <img border="0" title="" alt="[L&auml;cheln]" src="smile.gif" />

Gruß,
radiosi.
 

JunkFM

Benutzer
Noch ein kleiner Nachtrag:
Sunshine Live z.B. kam sofort bei der Jugend gut an, ohne dass dieser Sender jemals versucht hat, sich zwanghaft bei seiner Zielgruppe zu etablieren.

Ich komme gerade da nochmal drauf, weil ich an das "kommt fett" denke...
Die öff-rechtl. Herrschaften denken doch immer, wenn sie Jugendradio machen wollen, sie müssten (zwanghaft) versuchen, sich auf deren Sprachebene zu begeben. Und so klingts dann halt auch.
Die jugendlichen Hörer dürfen nicht wie kleine Kinder behandelt werden (wir hatten letztens doch auch das Thema zur Shell-Studie), deswegen weg von "fetten krassen Formulierungen" im Radio, wenn sie nicht natürlich kommen. Meine Meinung.
Und mehr (sprachliche) Kompetenz bei den Moderatoren. Ein paar Ausnahmen bei Personalities darf bzw. muss es geben. Aber nicht das gesamte Programm darf so klingen...
 

JunkFM

Benutzer
schreib ich zuviel?

Was ist los? Gibt's zum Thema nichts mehr zu sagen?

Obwohl, ich glaube eher, dass viele gar nicht mehr hier sind... Haben nun auch die letzten (ernsthaften) Teilnehmer das Forum verlassen?
 
Status
Für weitere Antworten geschlossen.
Oben