Literatur über Rundfunk in der Weimarer Republik


Vox-Haus

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Hallo an alle!

Ich habe mich neu angemeldet, da mich die Entstehung des Rundfunks in Deutschland sehr interessiert. Leider gibt es kein geschichtliches Radioforum? Daher poste ich hier. Vor allem die Zeit bis 1933 ist der Zeitraum, der mich total fasziniert ("Weimarer Republik", die Goldenen 20-er Jahre usw). Gibt es hier Leute, die sich auskennen, mir Tipps zum Belesen oder auch Links schicken können? Eine einfache Google-Suche ist mir zu einfach *lach

Einiges an Literatur findet man ja nicht online; bisher empfehlenswert empfand ich Hans Jürgen Koch & Hermann Glaser: Ganz Ohr! Eine Kulturgeschichte des Radios in Deutschland, da vor allem das Kapitel 1 bis S. 68.

Über einen freundlichen Austausch würde ich mich freuen.

Luca
 

Vox-Haus

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Vielen Dank für eure Tipps, hat mich sehr gefreut.

Hier noch was von mir Ergänzendes:

Irmela Schneider: Radio-Kultur in der Weimarer Republik. Eine Dokumentation (1984).

Was ich doch sehr beachtlich fand ist, wie einige Menschen in der Gesellschaft sowie damals bedeutsame Autoren* auch Ängste vor den Radiowellen zum Ausdruck brachten. Vor dem wirklich Ungreifbaren, was in der Luft die Töne ins Wohnzimmer brachte und noch heute hervorbringt. Dies ist analog zu einigen Ängsten heutzutage zu betrachten, wenn Neues auf den Markt kommt ("Handystrahlung", Elektrosmog etc). Ein Kontrollverlust des Menschen verursacht Ängste, dies scheint angelegt zu sein.

Interessant auch, dass vor 100 Jahren bereits der Rundfunk kommerzialisiert worden ist durch Schaffung einer Rundfunkgebühr. So gab es viele Schwarzhörer*.
Das Medium Rundfunk vollzog schon in der Weimarer Republik eine Gratwanderung zwischen Unterhaltung und Erholung sowie Erziehung und Bildung durch verschiedene Ansprüche der Hörer*. Unheimlich war es zu Beginn allemal, nur die Stimme zu hören, aber den Körper desjenigen nicht sehen zu können.
 
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