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Taugen Weltempfänger für 20 Euro etwas?

Dieses Thema im Forum "Studio- und Sendertechnik" wurde erstellt von Holli, 29. März 2008.

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  1. Holli

    Holli Benutzer

    Guten Tag an alle miteinander.

    Ich bin "neu" - sowohl hier im Forum, als auch was das (weltweite) Radiohören betrifft.

    Ich stehe jetzt deshalb vor der Entscheidung mir ein gutes Gerät zu kaufen, was das Abhören von UKW, MW, LW und natürlich KW ermöglicht und ich will natürlich auch möglichst viel damit reinkriegen. Langwelle ist dabei wohl ein kleines Problem, wie ich gemerkt habe, denn viele Weltempfänger haben nämlich gar keins (mehr).

    Kurzwelle ist für mich allerdings ein noch größeres Problem, denn ich weiß nicht, wonach genau ich da gehen soll. - Es gibt da z.B. bei E-Bay neue Geräte mit allen 4 Bereichen für unter 20 Euro und sehr teure Geräte, wo man bald noch eine Null dranhängen kann/muß. - Alle aber weisen doch mehr oder weniger dieselben Frequenzen aus, die billigen, genauso wie die teuren.

    Deshalb meine Frage(n) an euch, mit der Bitte um Hilfe zur Orientierung:

    - Was ist der wirkliche Unterschied zwischen den billigen und teuren Empfängern?

    - Worauf genau sollte ich achten?

    - Sind die ca. 50 Euro, die ich maximal für ein brauchbares Gerät eingeplant habe realistisch?

    Auch noch zu bedenken (und gut zu wissen) ist für mich:

    - Wie lange dauert es noch mit dem DRM/DAB-Radio?

    - Wenn das DRM/DAB-Radio kommt, was wird dann mit meinen analogen Geräten, muss ich die etwa wegschmeissen?

    - Warum gibt es nur noch wenig Geräte, die auch Langwelle empfangen?

    - Wie weit darf ein Sender entfernt sein, um ihn über LW reinzukriegen? (Bei KW kann man ja alle Sender der Welt empfangen, jedenfalls theoretisch, hab ich gelesen.)

    Ich habe teilweise schon bei Wikipedia nachgeschaut, allerdings sind es doch arg viele und lange Artikel und alles steht dann trotzdem nicht drin.

    Danke jedenfalls,
    Holger.
     
  2. BieMa

    BieMa Benutzer

    AW: Taugen Weltempfänger für 20 Euro etwas?

    Teuer - Billiger: Die Trennschärfe für eine möglichst hohe Empfangszahl ist wichtig, da sich sonst nahe Sender "überlegen" (drüber legen).

    Das DAB-Radio ist bereits voll im Gange, DRM weiß ich nicht.

    Jo. Soviel von mir. Über die anderen Antworten kann ich nur vermuten bzw. Schätzen, was aber dann nicht Sinngemäß wird.
     
  3. Radiowaves

    Radiowaves Benutzer

    AW: Taugen Weltempfänger für 20 Euro etwas?

    Hallo und erst einmal her(t)zlich willkommen hier!

    Bin zwar auch absolut kein Weltempfangs- und AM-Mensch, aber ein paar Dinge wage ich dennoch zu sagen. Die echten Experten (K6 ist einer von ihnen) werden sich schon noch melden.

    ZF-Bandbreite: Selektion des gewünschten Programms, in den AM-Bereichen ist damit auch freilich eine Beschneidung der oberen Grenzfrequenz verbunden, wenn die Filter arg eng gewählt werden. Auf UKW beginnt es mit geringer Bandbreite zu zerren und irgendwann macht Stereo auch nicht mehr so viel Spaß. Dafür gewinnt man an Trennschärfe. Im englischen Sprachraum heißt das Zwischenfrequenz-Filter IF-Filter. Gute Empfänger kann man auf mehrere Bandbreiten umschalten. Auch auf UKW ist das sehr wichtig für den Empfang "bedrängter" Stationen.

    Empfindlichkeit: erklärt sich von selbst. Vorsicht: es sind Geräte denkbar, die nicht über den gesamten Empfangsbereich gleich gut empfindlich sind.

    Großsignalfestigkeit: wie gut kommt der Empfänger mit einem / mehreren starken Ortssendern klar? Kann er trotzdem noch auf anderen Frequenzen (!) schwächere Programme sauber wiedergeben oder "verschluckt" er sich?

    Eigenstörungen: wenn man auf zig Frequenzen den Controller des Weltempfängers hört, ists dort freilich Essig mit Empfang. Und: der Suchlauf hält dort an und jedes mal ist es falscher Alarm.

    Demodulationsarten: es gibt auf den Kurzwellenbereichen auch Programme in Einseitenbandmodulation (SSB, single side band). Da benötigt man einen umschaltbaren Demodulator, den billige Empfänger sicher nicht haben.

    Was für Akkus und wie viele müssen verwendet werden?

    Komfortmerkmale: UKW-Stereo über Kopfhörer, RDS auf UKW, eingebaute Uhr / Wecker (Reiseempfänger!), Speicherverwaltungskonzept, Verhalten bei Netzausfall / "Akku leer" - sind die Senderspeicher dann schnell weg oder bleiben sie lange erhalten? Displaybeleuchtung?

    Mechanischer Aufbau, Gehäusestabilität, ...

    Kann und wird sicher fortgesetzt werden.

    DAB ist in Deutschland (und nicht nur dort) gescheitert und wird schrittweise abgeschaltet. In manchen Bundesländern gibt es nicht mal mehr ein volles Paket. Sunshine Live schaltet in Sachsen zum 1.4. z.B. ab, Radio Top40 hat im November 2007 das Thüringer DAB verlassen. Nachfolgesysteme sind in Planung, ich mißtraue der Siegesgewißheit allerdings. Und: wohl kaum einer oder kein heute erhältlicher DAB-Empfänger kann DAB+ (mit AAC) decodieren - so es denn überhaupt zu dessen Ausstrahlung kommen sollte.

    DRM ist mausetot. Alle 2 Jahre wurde auf der Spielwarenmesse unterm Funkturm auf das kommende Weihnachtsgeschäft verwiesen - und nichts passierte. Inzwischen springen die Veranstalter auch wieder ab, da sie kein Geld für null Zuhörer verbrennen wollen. Vergiß das bitte mal ganz schnell als Option. Ich kann nicht einmal sagen, ob irgendwelche regulären Dienste in DRM laufen, oder ob das nur Tests sind.

    Keine Angst... da kommt nichts. Selbst die in manchen Bundesländern ins Gesetz geschriebene UKW-Abschaltung 2010 wird nicht kommen, weil sich kein Programmveranstalter selbst liquidieren wird. Die Radiozukunft heißt in Deutschland noch lange UKW (ich tippe mindestens auf 8-10 Jahre). Danach kommt vermutlich eher "kein Radio auf nicht adressierbarem Empfangsweg" als ein neues System.

    Weil auf Langwelle nicht so viel los ist (Mutmaßung)? Die Industrie ist da sehr konsequent. Man schaue sich nur an, wie schnell Stereo-HiFi aus den Läden verschwand, als alle Welt auf 5.1-Receiver stand. Ganz langsam traut sich Stereo nun zurück... zum Glück.


    Und nun: K6, bitte kommen! ;)
     
  4. ricochet

    ricochet Benutzer

    AW: Taugen Weltempfänger für 20 Euro etwas?

    Teurere Geräte haben einige "Schmankerl" an Bord, sie taugen u.a. auch zum Empfang von öffentlichem Funkverkehr und Amateurfunk (Einseitenmodulation - LSB/USB). Um solche Signale einwandfrei empfangen zu können, braucht man leistungsfähige Geräte. Außerdem verfügen nicht alle Geräte über effiziente Rauschfilter. Trennschärfe ist wie gesagt, ein ganz wesentliches Kriterium. 50 Euro reichen für normales Kurzwellenradio (Dt. Welle, BBC) sicher aus.

    Die Langwelle dient vor allem der großflächigen, störungsfreien Versorgung mit Wortprogrammen. Der Empfang ist bei Tag und Nacht weitgehend konstant, allerdings lassen sich im niederfrequenten LW-Band nur sehr wenige Sender unterbringen. In Deutschland hat jeder echte DLF-Fan sein Langwellengerät, weil man den Deutschlandfunk in ganz Mitteleuropa über LW prächtig reinbekommt. Die Reichweite richtet sich nach der Sendestärke und liegt bei etwa 500-700 km, kein Vergleich zur ortsgebundenen und nachts sehr wankelmütigen Mittelwelle. Die bei UKW üblichen, regionalen Frequenzüberlagerungen scheiden bei der schwach ausgelasteten Langwelle aus. Nachts vergrößert sich das Empfangsgebiet wegen der ionospärischen Raumwelle um einige hundert Kilometer, der Fernempfang über Langwelle ist allerdings qualitativ unzureichend .
     
  5. toktok

    toktok Benutzer

    AW: Taugen Weltempfänger für 20 Euro etwas?

    Wie meine Vorschreiber schon sagten: Es kommt darauf an, welche Ansprüche du an das Gerät stellst.
    Für komplett Anspruchslose, ohne komfortablere Funktionen und Langwelle, gibts ab und zu ein kleines portables Radio (kein Netztanschlusss) bei Tchibo. Über Klangqualität der geräteigenen Lautsprecher verlier ich hier mal kein Wort. Ein Ausgang (Klinkenstecker) zum Anschluss an gute Boxen ist aber dran.
    Dabei ist UKW, Mittelwelle und Kurzwelle, Uhr und Wecker sowie ne Teleskopantenne und Ferritkernantenne für MW, ein Schalter für die Empfangsempfindlichkeit. Das Gerät heißt "mini-weltempfänger" von TCM. Artikelnummer 283 559. Preis um 20€uronen.
     
  6. seventeen

    seventeen Benutzer

    AW: Taugen Weltempfänger für 20 Euro etwas?

    Ein gutes Preis-/Leistungsverhältnis hat der "Degen" DE 1103. Den gibt es bei Thiecom oder bei eBay und er hat einen sehr guten Ruf. Zu Recht! Gute Ergebnisse über das ganze Band.

    Im Niedrigpreissegment hat LIDL ab und an einen Weltempfänger der Marke "bench" für € 14,99 im Angebot. Der ist allerdings gerade für die Kurzwelle nur bedingt geeignet. Als "casual"-Empfänger mag ich den aber sehr :D
     
  7. DS

    DS Benutzer

    AW: Taugen Weltempfänger für 20 Euro etwas?

    Hallo serventeen,
    die "eBench"-Geräte, die offenbar von der Firma Kompernass vertrieben werden, sind ein Geheimtipp. Für knapp 15€ bekommt man ein gutes Gerät. Ich habe meinen seit mehr als zwei Jahren fast täglich an. Die haben einen riesen Senderspeicher, den du bei "Marken-" Geräten von 60€ manchmal nicht hast, ein großes Display mit digitaler Frequenzanzeige und vielen Empfangsbereichen (SW-RX, SW-LX, MW, LW, UKW) und sogar noch eine Weck-Funktion :)
    Ich habe mich auch mal nach neuen Geräten (von namenhaften) Herstellern umgesehen, allerdings kein Gerät mit annährend guten und vielen Funktionen gefunden, das günstig ist. Wer auf teure Geräte steht und sie für den professionellen Einsatz benötigt, dem hilft vielleicht diese Übersicht eines Online-Shops.

    Apropos: Gibt es bei LIDL wieder einen Weltempfänger in der nächsten Zeit?

    Grüße,

    Daniel :)
     
  8. codo

    codo Benutzer

    AW: Taugen Weltempfänger für 20 Euro etwas?

    Für 20,- €. Nein. Du wirst enttäuscht sein.

    Für 50,- € findet man schon mal einen gebrauchten älteren aber dennoch
    guten Welt-Reiseempfänger (Kofferradio) bei einem Freund.

    Ab ca. 200,- € geht Radio-DX gebraucht, schon richtig los.

    Wichtig: Etwa ein viertel der Investition in Antennen investieren! Ohne gehts nicht.
    Der Empfänger sollte dafür eine Antennenbuchse zum Anschluß haben.
    Sonst wird es schnell langweilig mit einer Teleskopantenne am Gerät.

    Eine gute Antenne ist der beste Verstärker.

    Überblick und Einstieg in das Radio-DX:
    http://www.dr-boesch.ch/radio/radio-index.htm
    http://www.addx.de/
    http://www.ukwtv.de/main/index.html

    Guten Empfang, wünsch ich Dir.
     
  9. thegermanguy

    thegermanguy Benutzer

    AW: Taugen Weltempfänger für 20 Euro etwas?

    Ganz simple Regel: Finger weg von sog. "Weltempfängern" mit Drehrad und Zeigerskala, die mögen zwar etliche Wellenbereiche abdecken aber ein PLL-Tuner ist unabdingbar. Eine Anschlußmöglichkeit für eine externe Antenne macht glücklich. Zu viel Geld würde ich aber auch nicht ausgeben denn wenn sich herausstellt daß in anderen Ländern auch nur Radio gemacht wird ist nachher die Enttäuschung groß.
    Dann würde ich mich mal bei den einschlägigen Yachtausrüstern umschauen ( Compass, Niemeyer, SVB ) weil die für die Blauwasseryachties solche Geräte im Programm haben, auch mit zeitgesteuerten Aufnahmemöglichkeiten - z.B. Sangean ATS909 oder ATS818 mit Recorder.
    Ach so, Preis: Deutlich unter 200 €.
     
  10. Holli

    Holli Benutzer

    AW: Taugen Weltempfänger für 20 Euro etwas?

    Einen schönen Guten Abend erstmal.

    Ich kann bei der Fülle der Beiträge leider wirklich nicht auf jeden einzelnen eingehen, deshalb für jeden in der Runde:

    Einen ganz großen und herzlichen Dank an euch alle! :)

    Ich habe alle Posts gelesen und in wirklich jedem habe ich etwas Neues erfahren! - Besonders viel von Dir, "Radiowaves"! Was soll "K6", jetzt auch noch schreiben, wo du docn nix mehr übrig gelassen hast? ;)

    Auch die Liste von "DS" war eine große Hilfe. - Ich habe Hin und Her überlegt, geschaut, gegoogelt und verglichen und mich jetzt auch tatsächlichs (also zu 90 Prozent) entschieden:

    Da ich mich etwas zu kennen glaube und immerhin die Gefahr besteht, dass ich nach ein paar Wochen die Lust verliere, kommt ein Gerät über 50 Euro zum Einstieg auf gar keinen Fall in Frage. - Wird mehr daraus, dann kann ich mir später immer noch ein besseres Gerät zulegen, vor allem, weil ich dann auch schon etwas Erfahrung habe.

    Ein digitales Gerät soll gut sein. Na ja, es ist ja auch wirklich ein Vorteil wenn man die Frequenzen nur einzutippen braucht und dann gespeichert hat. - Andererseits: Ich habe mir spaßhalber mal zwei Bedienungsanleitungen runtergeladen und muss schon sagen: Du liebe Güte, also da kommen mir doch wirklich ernste Zweifel.

    Ich meine, die ganz billigen digitalen für 20 Euro sind ja noch halbwegs selbsterklärend, nur taugen die Geräte ja nicht viel, das nützt mir also im Endeffekt garnichts.-Und jedes mal die Bedienungsanleitung lesen, irgendwelchen Schnickschnack, den ich garantiert nie brauche mitbezahlen, also nein, das ist nicht wirklich was für mich.

    Wenn ich verreise, nehme ich meinen ganz normalen Reisewecker mit, wenn ich die Uhrzeit wissen will, schaue ich auf meine Armbanduhr, wenn ich Fotos mache, benutze ich kein Handy, was (außer Telefonieren) zwar von allem etwas, aber am Ende nichts wirklich richtig kann, sondern ich benutze meine Kamera, die das wirklich gut kann. - "do one thing and do it well!";)

    Und was die Stationstasten angeht, habe ich überlegt:

    Im Ernstfall würde ich, wenn ich einige deutschsprachige Sender hören will, ja wegen der Zeiten letztendlich eh auf ein Blatt Papier schauen müssen. Wo ist also das Problem dabei die Frequenz gleich mit abzulesen, wenn sie daneben steht?

    Also habe ich mich nach längerem Überlegen für ein analoges Gerät entschieden. Aber ein möglichst (sehr) gutes soll es dann schon sein. Damit aber muss ich mich in dieser Preisklasse dann erstmal vom Langwellenempfang verabschieden, denn wirklich gute Geräte haben unter 50 Euro nicht auch noch LW an Bord.-Na ja, aufgeschoben ist ja (vielleicht) nicht aufgehoben.

    Ich habe mich, nach etlichen Vergleichen und dem Lesen von Testberichten jetzt jedenfalls für das R9700DX entschieden! :)

    Es kostet 39 Euro + Versand, so sieht es aus und das kann es:

    http://www.thiecom.de/thieking/r9700dx/index.htm

    Hier noch ein unabhängiger Testbericht (mit vielen Bildern) dazu, nicht vom Händler:

    http://www.radiointel.com/review-review-tecsunr9700dx.htm

    Hauptgründe für meine Entscheidung waren eine garantiert einfache Bedienung, 1-A-Qualität, bester Empfang besonders im KW-Bereich, sowie auch noch der "Spaßfaktor" ;) , da das analoge Skalen-Display zum Wellenbummeln ja geradezu einlädt. Besonders die Qualität war für mich ausschlaggebend, denn in der Beschreibung heißt es:

    "Inside werkelt eine Technologie, die an die Zeit erinnert, wo "überflüssige Bauteile" noch nicht dem Rotstift zum Opfer gefallen sind. Zum Beispiel nutzt der R-9700DX für jedes seiner 10 Kurzwellenbänder je einen eigenen Quarz! "

    Nun, ehrlich gesagt war ich schon etwas skeptisch, ob das tatsächlich so viel ausmacht, bzw., ob das so wichtig ist, denn genau das kann ich nun nicht einschätzen, da ich mich mit Radiotechnik nun wirklich nicht weiter auskenne.

    Es scheint aber doch was dran zu sein, denn im (durchaus auch stellenweise kritischen) Testbericht (Link oben) wird das auch lobend hervorgehoben.

    Ja, also das ist es jetzt also, bzw. soll es sein.

    Ich denke, dass dieses Gerät

    1.) ein "echter" Weltempfänger ist (oder einem solchen doch zumindest sehr nahe kommt) und
    2.) für den Anfang für mich persönlich einfach am Besten passt.

    Vielen Dank nochmal an alle, :)
    Holger.
     
  11. DS

    DS Benutzer

    AW: Taugen Weltempfänger für 20 Euro etwas?

    Zurückgeben kann man es ja immernoch, wenn es einem dann doch nicht gefällt :)

    Viel Spaß mit dem Radio und schreib' mal einen kleinen Bericht ;)

    Gruß,

    Daniel
     
  12. thegermanguy

    thegermanguy Benutzer

    AW: Taugen Weltempfänger für 20 Euro etwas?

    Puh - Ich bin ja weiß Gott kein Experte auf dem Gebiet, habe nur mal vor Jahren in den Amateurfunk hineingeschnuppert und beschäftige mich ein bißchen mit UKW-Seefunk, aber solch ein Gerät würde ich nicht mehr anfassen.
    Ich will dir damit gewiß nicht die Laune verderben aber die Erfahrung lehrt ganz einfach daß in den meisten Fällen bei solchen Teilen aufgrund der Mechanik der Sender "wegdriftet" wenn das Band nicht extrem gespreizt ist. 10 Quarze, na ja, Technik von vorgestern eben und wenn du Pech hast bekommst du dann noch Frequenzdrift durch Temperatureinflüsse und "Made in China" ist auch nicht gerade das Qualitätssiegel schlechthin, oder?

    Ich würde dir allen Ernstes empfehlen auch bei Herrn Thieking noch mal die FAQ durchzulesen, dort heißt es unter Anderem:

    Wieviel Geld muss man für einen Weltempfänger ca. investieren?
    Bei Erstellung dieser Seite waren die Preise in etwa wie folgt. Ab ca! 70-80 Euro gibt es schon brauchbare Modelle mit LC-Display. Das Preisniveau geht bis ca. 500 Euro

    Lieber mit Digitalanzeige oder mit analoger Skala?
    Natürlich auch eine persönliche Einstellung. Meine Erfahrung hat gezeigt, dass gerade Einsteiger besser mit einer LC-Display Anzeige bedient sind. Fast alle Geräte mit LC-Display verfügen zusätzlich über eine direkte Frequenzeingabe, was das Einstellen eines bestimmten Senders erheblich vereinfacht. Auch ist die Frequenzeinstellung erheblich genauer.

    PLL-Technik?
    Ganz einfach gesagt, eine besondere Form der Frequenzaufbereitung. Geräte mit dieser Technik sind in aller Regel frequenzgenauer und frequenzstabiler.
     
  13. oli84

    oli84 Benutzer

    AW: Taugen Weltempfänger für 20 Euro etwas?

    Also das würde ich nicht sagen, denn die Firma Degen aus China macht ordentliche Geräte: DE1103 oder der als Eton E5 verkaufte DE1106! Für etwa 40 - 60€ gibts die per Import aus China oder aufm deutschen Markt für 100 - 130€.

    @ Holli:
    Das sollte man auch in einen Weltempfänger mindestens investieren! Dann würde ich dir auch dringend empfehlen ein Gerät mit "Digitalanzeige" und PLL zu holen. Dieser Tecsun 9700 ist vielleicht seine 39€ wert, aber wenn du nochmal was drauflegst, bekommst du ein mehrfach besseres Gerät! Meine persönliche Empfehlung ginge zum Eton E5, der noch einen winzigen Tick besser ist als der Degen.
     
  14. Munzel

    Munzel Benutzer

    AW: Taugen Weltempfänger für 20 Euro etwas?

    Wenn es nicht zu teuer sein soll, würde ich zu einem alten röhrenbestückten Großsuper aus den 50er / 60er Jahren mit abgestimmter und geregelter HF-Vorstufe greifen.

    Natürlich muß es ein wirklicher Großsuper (vor der ECHxx eine EFxx und danach noch eine oder zwei EFxx oder EF/EBFxx) sein und kein Notradio in einem großen Gehäuse.

    Diese alten Geräte haben alles an Bord, was man braucht. Drehbare Ferritantenne, schaltbare oder stufenlos einstellbare ZF-Bandbreite, Lang-, Mittel- und mehrere Kurzwellenbereiche.

    MfG

    Munzel
     
  15. chapri

    chapri Benutzer

    AW: Taugen Weltempfänger für 20 Euro etwas?

    Einem Testbericht, der die ach so tolle Verpackung ausgiebig lobt, wuerde ich nicht trauen. Aus Jux habe ich mir 3 TEVION/MEDION MD 81157 zu je 15 EUR (1 fuer mich, 2 wurden verlost) gekauft und bin erstaunt, wie gut das Ergebnis an's Ohr kommt. OK, die Bauteile sind nicht nicht exakt abgeschirmt und dgl., aber der Empfang ist fuer Otto Normalhoerer durchaus respektabel! Obendrein bietet das Teil PLL, Digitalanzeige, Stoppuhr und Weckfunktion!
     
  16. thegermanguy

    thegermanguy Benutzer

    AW: Taugen Weltempfänger für 20 Euro etwas?

    Vor vielen Jahren habe ich mir mal so einen Siemens-Weltempfänger gekauft damit ich in Norddeutschland über Kurzwelle SWF3 hören konnte. Obgleich nur mit Stabantenne ausgerüstet ist dieses vergleichsweise billige Gerät mit PLL-Tuner und 3 KW-Bändern tasächlich in der Lage einen Empfang zu ermöglichen wo mit analogen Geräten mangels Trennschärfe und Frequenzgenauigkeit absolut nichts zu wollen war. Analoge Geräte mit allen möglichen Wellenbereichen gibt es inzwischen als Werbegeschenk, vielleicht sollte man so ein Ding erst mal zum Testen mitnehmen ob es überhaupt lohnt sich Kurzwelle anzutun.
     
  17. Kol

    Kol Benutzer

    AW: Taugen Weltempfänger für 20 Euro etwas?

    Hi Welthörer,

    gleich zwei 20-Euro-Digitalempfänger habe ich vor Jahren bei Thiecom erworben und mittlerweile den größeren von beiden im Campingurlaub in Ost- und Südosteuropa sowie im Norden dabei, weil dieses Gerät deutlich besseren Empfang bietet. Manchmal (wie bei Geiranger in Norwegen) ist das Autoradio im Langwellenbereich überlegen gewesen.
    Nachts auf Mittelwelle im einfachen Autoradio Nachrichten hören ging auch ganz gut.

    Manchmal war überhaupt nur Empfang möglich, wenn ich eine Kupferlitze senkrecht am Caravan anbrachte, bzw. über den Caravan warf.

    Wie lange sollte denn so eine Litze (1,5er Querschnitt, Autokabel halt) sein und wie richte ich diese am besten aus?

    Immer was Gutes auf die Ohren wünscht Euch

    Kol


    PS. Ein 15-Euro-Schächtelchen von Tchibo (gekauft, weil es halt so schön klein war) gab ich vor einigen Monaten gleich zurück, der "Laut"-sprecher krächzte nur.

    PPS. Meinen schönen Sony ICF-Pro 80 lasse ich seit den 20-Euro-Investitionen zu Hause.
     

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