Bertelsmann fusioniert RTL-Radio- und Fernsehsender


#27
Nein. Der Chinese ist mit seiner Sexismus- Andeutung über das Ziel hinaus geschossen. Man hat fast den Verdacht, er würde den kompletten Hörfunk abschaffen wollen. Wie die FPÖ die Öffis. In seinem digitalen Rausch. National hat RTL schon ewig nix mehr gerissen. In Berlin sieht das bis heute anders aus. Aber darauf geht der Chinese gar nicht erst ein. Sexismus? Quelle? Zu viele weibliche Hörer oder was? Die neue, die er möglicherweise für seine Nachfolgerin verpflichtet hat? Sexsismus? Keine Zustimmung. Auch wenn Zimmer bei der Digitalisierung geschlafen hat. Und nein: Ich bin weder Arno selbst noch sein Anwalt.
 
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#28
104.6 RLT hat ein ganz leichtes Frauenübergewicht. Ansonsten, ich habe nix angedeutet nur bewertet. Ich will gar nichts abschaffen. Der gute Arno, der hat seit 1991 in Berlin alle überlebt und auch wenn er die Marktführerschaft verloren hat, gelang es ihm öfters sich wieder an die Spitze zu setzen. Viele, die angetreten sind ihn zu schlagen, endeten als Bettvorleger. Das muss man erstmal schaffen und immerhin hat er sich ein kleines Vermögen zusammenmoderiert.

@berlinradio
Lineares Radio in den jetzigen Strukturen ist ein Auslaufmodell. Die Radiosender haben aus dem Printniedergang nichts gelernt und unisono das Zeitfenster verschlafen. Sie predigen mehr oder weniger die Erfolgsrezepte aus den 1990er Jahren, als alle noch zur NAB/RAB wie zu Gottesdiensten gepilgert sind, nach. Nur da gab es das Web nicht wirklich. Stationen wie 104.6, ATB, RHH, FFH wird es sicher noch in 20 Jahren geben. Für all die Frequenzbesetzer, die als Beiboote kostenoptimiert betrieben werden, wird es eng. Nicht heute oder morgen, aber in ein paar Jahren.

Wir haben eine dramatische Veränderunge in der Einzelhandelsstruktrur, selbst kleine örtliche Händler haben Webshops und werben im Web. Die Zeit der lokal/regional abgeschotteten Märkte ist vorbei. Genauso, das Radio Meinungsführer in einer Region ist.

Die Webreichweiten der Sender sind ein Witz und bei den Werbe/PR-Agenturen geht es um Blogger, Youtuber + Influencer bis der Arzt kommt. Da hat keiner mehr Radiomoderatoren im Visier.

Musikpromotion über Radiosender findet nicht mehr statt, warum auch, Musikkompetenz ist jetzt woanders.

Kreative Talente? Die machen ihr eigenes Ding und Produktionstechnik ist spotbillig. Da krümmelt der Keks und nicht in verkrusteten Radiostrukturen.

Also, ich will gar nichts abschaffen, es schafft sich selbst ab, weil es die Zukunft verpennt.
 
#29
Aber Berlinerradio, auch die Glanzzeiten von 104.6 sind ehrlicherweise doch vorbei. Ok, man generiert noch Reichweite. Aber als rs2 und 104.6 um die Marktführerschaft rangelten und manchmal der BRF noch mitspielte, lagen die Reichweiten doppelt so hoch wie heute. Übrigens auch bei rs2 und BRF. Die Marktführerschaft in der Vermarktung können die beiden Sender heute nur durch die Bildung von Sendergruppen noch aufrechterhalten und sich vom Gros der Sender absetzen. Und auch die Sendergruppen werden immer größer. Aber insgesamt nimmt die Relevanz von Radio ab. Gerade in urbanen Gegenden wie in Berlin. Es ist nicht mehr das modernste Medium wie Anfang der 90iger bis zur Jahrtausendwende in der Hauptstadt und auch nicht mehr überraschend. War in den 90igern der Verkehrsflieger noch absolut der Knaller, heute wirkt es im Zeitalter von Navis und Googlemaps mit Verkehrshinweisen in Echtzeit geradezu lächerlich. Nach wie vor macht Arnos Truppe im Vergleich zu den anderen Stationen einen guten Job - das hatte aber auch nix mit dem Gert zu tun. Denn Arno war stets egal, wer unter ihm GF der großen Holding war und wer im Radiocenter die GF ausgeübt hat. Fakt ist, dass Radio einen (ehemaligen) USP nach dem anderen an andere digitale Angebote verliert. Das hat nichts mit "Digitalen Rausch" zu tun, sondern ist Realität. Verkehr? Weg! Nachrichen? Weg! Wetter? Weg! Musik? Jein, zum Teil aber auch halt weg. "Interaktive" Kommunikation? Tja, hatte Radio als Point-to-Multipoint Kommunikation eh nie gehabt. Comedy? Jein...lustige Videos gibt´s auch auf YouTube und woanders und über FB, Insta und Whatsapp. Das was noch bleibt ist Emotionalität und kollektives Erleben. Die digitalen Ansätze hat man nicht gefunden für die auch soviel in der RTL-Radioholding strapazierte "Digitale Transformation". Nur hat man dort immer nur geredet und am Ende kam nichts (sinnvolles) raus. Und die eigentliche Digitale Transformation fand bei den Deezern/Spotifys, Audibles, Radio.des und anderen statt. Aber ich wiederhole mich. Und überraschen könnte Radio vielleicht auch noch. Wenn es denn wollte.
 
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#31
Ist ja schon gut. Ihr habt ja recht. So oft Arno heute früh selbst für Streams, Insta und was weiß ich für Netzwerke geworben hat....ich habe mir die Sendung heute bewusst von Anfang bis zum Ende angehört. Pink und noch sämtliche andere Bands/Künstler wurden von 4:59 bis 10:00 Uhr teilweise mit den selben Songs bis zu dreimal wiederholt. In einer Sendung. Ich Frage mich, welche Drogen der noch relativ neue Musikchef nimmt. Aber es ja so gewollt. Wir zerstören Radio und freuen uns auf Digitale Angebote. Aber wehe, es platzt dann dort auch irgendwie die Bombe. Dann können RTL & Co. komplett schließen. Ich wünsche den Leuten, die gerade vom Moderator zum Audio-Experten umgeschult werden, viel Glück. Und immer daran denken: Alkohol ist keine Lösung.
 
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#33
@Spezi
Es ist nicht die Aufgabe eines Foristen, hier das Medium weiterzudenken und Ideen/Strategien vorzuschlagen. Wer das will, der muss entweder selbst draufkommen und einen Berater engagieren.
Ansonsten, Alkohol macht Spaß, Essen ohne Wein... muss nicht sein...! Früher gab es übrigens einige Filme/Serien in den Mods im Studio Whisky tranken...:thumbsup:
 
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