Fragen zum Betrieb eines UKW-Senders


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#1
Tach,

folgender Sachverhalt:

Einmal im Jahr wird ein Veranstaltungsradio durchgeführt.
Dass die Telekom dabei den großteil der zur Verfügung sehenden Gelder verschlingt brauch ich wohl keinem zu erzählen.

Deswegen die Idee: Wir stellen den Sender selbst.
Dazu soll ein Amateurfunkerclub mit ins Boot geholt werden und evtl. ein Techniker der Telekom (der uns ins seiner Freizeit mit seinem Knoff-Hoff
unterstütz).
Beide, sowohl Amateurfunker als auch T-Techniker, sind in der Lage so einen Sender zu stellen, in Betrieb zu nehmen und können (das ist meiner Meinung nach das wichtigste) gegenüber der RegTP die fachliche Kompotenz aufweisen
um eine Genehmigung für den Betrieb dieses Senders zu bekommen.

Jetzt zu meinen Fragen:
1.)Welche Kosten kommen seitens der RegTP auf uns zu was die Genehmigung betrifft?
2.)Was ist dazu an Equipment nötig, (Sender, Antenne, etc.), welche Kosten?
Kann man sowas vielleicht irgendwo leihen?
3.)Wenn kaufen, muss es das teuere Spezialequipment sein das die Telekom hat?
4.)Nimmt die RegTP eine Geräteprüfung vor? Immer oder nur in besonderen Fällen? Was kosts?

Das wären so die Grundfragen.
 
#2
AW: Fragen zum Betrieb eines UKW-Senders

Vielleicht sollte man sich erstmal verinnerlichen,dass die RegTP nicht mehr existiert, sondern daraus die Bundesnetzagentur wurde. www.bnetza.de
Hier gibt es die Preise für Lizenzen , dann auch genaue Bestimmungen über die Spezifikationen, die ein Sender erreichen sollte.
Ich gebe dir (euch) aber einen dringenden Rat : lasst nicht zuviele Menschen an die Hochfrequenz. Wenn ich lese, dass da ein paar Funkamateure dran sollen, dann wird der Sender selbstgebaut.......Leute, lasst den Schwachsinn. Es gibt heute im Jahr 2005 längst FERTIG funktionierende Sender. Kauft euch einen von Broadcastwarehouse.com, veronica.co.uk oder anderen. Und lasst auch die Finger vom Sauerlandgewurschtel (Insider!).
Kauft euch den Sender fertig, zusammen mit der Antenne, und gut ist. Kümmert euch viel besser um eure Programme, denn diese sind bei den Veranstaltungsradio meist, nein eigentlich fast immer grauenvoll und keineswegs an den modernen Hörgewohnheiten der Zielgruppe orientiert.

Und kommt mir nicht mit : Dafür haben wir kein Geld. Wer kein Geld hat um Radio zu machen, hat auf dem Band nichts, aber auch gar nichts verloren.

gegenüber der RegTP die fachliche Kompotenz aufweisen
um eine Genehmigung für den Betrieb dieses Senders zu bekommen.
Ihr bezieht euch auf die Lizenzklasse 3, vermutlich. Die gibt es aber schon seit 2 Jahren nicht mehr. Ich gebe euch den guten Rat, die Bundesnetzagentur persönlich zu kontaktieren, die Adresse der für euch zuständigen "Filiale" werdet ihr wohl haben.

Was ist dazu an Equipment nötig, (Sender, Antenne, etc.), welche Kosten?
Kann man sowas vielleicht irgendwo leihen?
Sender, Antenne, LIMITER !!!!!!!!!! (gute Sender haben dieses eingebaut)
 
#3
AW: Fragen zum Betrieb eines UKW-Senders

Selbstgebaute Sender ist eh nicht. Es gehen nur Sender mit R&TTE Zulassung. Ausserdem muss der Standort der Antenne ab 10 Watt ERP eine Standortbescheinigung haben.

Darüber hinaus gibt es neben der Telekom auch andere Senderbetreiber. Ein zugelassener Sender in der Neuanschaffung + Lizenzen kommt meist teurer als T-Systems oder anderer Anbieter.
 
#4
AW: Fragen zum Betrieb eines UKW-Senders

Eine Energiesparlampe ist in der Anschaffung auch teurer als eine normale Glühdirne. Sie rechnet sich bei richtiger Nutzung aber schnell.
Es sind zudem in Deutschland sehr viel Sender aufgeschaltet, die keine RTTE-Zulassung haben, vornehmlich bei kleinen Projekten. Aber - wo kein Kläger, da kein Richter. Die Hauptsache ist die Einhaltung der in der Lizenz angegebenen Parameter !

Es käme auch keiner auf die Idee, ein Auto selbst zu bauen. Das kauft man "von der Stange", und überlässt es den Profis. Aber das eigentliche Fahren, das sollte man beherrschen.
 
#5
AW: Fragen zum Betrieb eines UKW-Senders

Einen Tipp wegen eines passenden Senderchens kann ich Euch geben: Sucht mal bei ebay.de mit dem Stichwort "UKW Sender", da findet Ihr dann u.a. einen 100W-Stereosender von R&S. Iss amtlich, der Preis liegt bei ca. 1000 Teuros. Geräte von broadcastwarehouse und Konsorten werdens wohl nicht bringen, da diese Kisten keine R&TTE-Zulassung aufweisen. Dennoch bin auch ich der Meinung, dass das Anmieten eines Senders (insbesondere bei Eventradios) von einem bestehenden Anbieters günstiger kommt - schliesslich ist der Sender nur das obere Ende der Fahnenstange der Anschaffungskosten und bürokratischen Hürden. Ihr braucht ja noch einen koordinierten Standort, Antenne mit passendem Diagramm, Strom etc... Lizenz wird in jedem Fall irgendwie zu bezahlen sein, entweder direkt - wenn der Sender in Eigenregie aufgebaut wird oder indirekt bei Anmiete einer bestehenden Anlage mitverrrechnet.
 
#6
AW: Fragen zum Betrieb eines UKW-Senders

Danke für die bisherigen Antworten.

An selbstbauen haben wir eh nicht gedacht, hauptsächlich wegen RTTE Zulassung.
Die Amateurfunker sollen ja auch den Sender nicht bauen sondern lediglich in Betrieb nehmen.

Ich würd es ja selbst machen da ich im Rahmen meiner Ausbildung zum Veranstaltungstechniker einen kleinen Ausflug in die Funktechnik hatte.
Is aber meines Erachtens nicht genug um dementsprechende fachliche Kompetenz aufzuweisen.
Die Lizenz der Klasse 3 hab ich schließlich auch nicht.

Was die Anschaffung der Geräte betrifft: Diese Investition muss nur einmal getätigt werden und wird sich daher auch rechnen. (beispiel von WAZmann: Energiesparlampe)

Natürlich bin auch ich nicht davon begeistert einen zusammengewürfelten Haufen von Personen an das Herzstück unseres Projektes zu lassen.

Ich muss auch zugeben das die Telekom bisher immer vernüftige Arbeit geleistet hat und wenn dann was schief geht ist das deren Sache die sie innerhalb kürzester Zeit auszubügeln hat. Aber für ein Jugendprojekt wie unseres wird es jedes Jahr schwerer die Gelder zu organisieren.
Zumal die Telekom auch kontinuierliche Preissteigerung hat.
Ich errinere mich: 2000 haben wir für 10 Tage gerade mal 6500 DM bezahlt.
Heute sind es 8700 €. Also mehr als das doppelte bei gleichbleibender Arbeitsleistung und "schlechter werdender Reichweite".

Welche Sendenetzbetreiber stehen denn als Alternative zur Auswahl?
 
#8
AW: Fragen zum Betrieb eines UKW-Senders

Wie ich schon oben geschrieben habe......bitte genau lesen.
Da es sich nur um ein kleines Projekt handelt, empfehle ich dennoch den Erwerb eines solchen Senders. Wer den in Betrieb nehmen kann - theoretisch auch der Rundfunkfachhändler um die Ecke - kann bei der BNetzA erfragt werden.
 
#10
AW: Fragen zum Betrieb eines UKW-Senders

Also ich bin auch bei dem Projekt dabei von Rev0luTio und ich würde hier in der Nähe keinem Rundfunkfachhändler in die Hände geben. Die haben doch keine Ahnung. Aber ich lass das Rev0luTio entscheiden.

Und bis man die Liste durchgeschaut hat, eieiei. Ist nicht wirklich nach Orten geordnet.
 
#11
AW: Fragen zum Betrieb eines UKW-Senders

Bin gerade in einer ähnlichen Situation.

Wir möchten in Reutlingen mal wieder ein "Kids On Air"-Projekt machen - das Geld, was uns zur Verfügungs steht, geht aber wohl zum Großteil für T-Systems drauf.
Gibt es mittlerweile eine Liste oder andere Anbieter im süddeutschen Raum, die auch UKW-Sender mit Anlage und Antenne verleihen sowie in Betrieb nehmen?

Viele Grüße
Andi
 
#12
AW: Fragen zum Betrieb eines UKW-Senders

In den Niederlanden senden sie mit fast 100 kW von einem 100 m hohen Mast und finanzieren das ganze durch den Verkauf von Bier, der sogar die enormen Bußgelder deckt, weil ganz ohne Lizenz gesendet wurde.

In der Tat kann jeder technisch halbwegs versierte Mensch einen UKW-Sender aufbauen und in Betrieb nehmen. Deshalb würde ich mich vertrauensvoll an die Funkamateure wenden, denn die haben erstens das notwendige technische Wissen bewiesen und auch die notwendige Ahnung, auch was die gesamten Parameter angeht wie Leistung, Modulation, Hub etc.
 
#13
UKW-Sender leihen

Hallo zusammen,

für ein (bzw. mehrere) Veranstaltungsradio(s) bin ich auf der Suche nach einer Möglichkeit, einen UKW-Sender zu mieten. Wir rechnen damit, dass im einen Fall eine Sendeleistung von 320 Watt, im anderen vielleicht sogar von 500 Watt von der BNetzA zugelassen wird.
Langfristig käme der Kauf eines 500-Watt-Senders also durchaus in Betracht. Da wir allerdings erstmals die Sendeanlage selbst betreiben wollen (ohne die T-Systems/Media&Broadcast bzw. deren Nachfolger), würden wir gerne erstmal mieten, bevor wir uns nach erfolgreicher Premiere dann tatsächlich zu einem Kauf entscheiden.

Die Hersteller Transradio und Rohde&Schwarz konnten mir jedoch keine Kunden nennen, von denen sie wissen, dass diese UKW-Sender vermieten. (Zugegeben ist der Markt dafür ja auch nicht sonderlich groß.)

Die Frage ist also: Kennt jemand von Euch vielleicht eine Firma, die hierfür in Betracht kommt?
Es geht dabei zunächst wirklich nur um das Mieten des Gerätes, Dienstleistungen müssen nicht sein, da wir für die Inbetriebnahme entsprechende Fachkräfte haben.

Danke und Gruß
Stefan
 
#14
AW: Fragen zum Betrieb eines UKW-Senders

Geht es nur um einen Sender oder auch um die entsprechenden Antennen? Kabel? Verteilernetzwerk? Antennenmast? Fragen über Fragen...
 
#15
AW: Fragen zum Betrieb eines UKW-Senders

Hi,

also ich muss ganz ehrlich sagen... wir haben auch überlegt.
Allerdings macht man sich natürlich selbst mehr Arbeit mit
einem eigenen / gemieteten UKW Sender. Die knapp 8500 Euro
sind natürlich viel Geld... aber auch viel "Sicherheit".
Fällt dir dein eigener Sender aus bist du der "Horst".
Ausserdem wird durch einen schlechteren Standort mit
auch die Reichweite darunter leiden...

(Fazit: Wir bleiben bei T-Systems!)

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Für alle anderen:





Die Firma SAT-Schneider kann euch sicherlich mit
ihrem mobilen UKW-Sender weiterhlefen.

http://www.sat-schneider.de

Gruß
Tim
 
#16
AW: Fragen zum Betrieb eines UKW-Senders

Hallo Hinztriller,
danke für Deine Antwort.

Geht es nur um einen Sender oder auch um die entsprechenden Antennen? Kabel? Verteilernetzwerk? Antennenmast? Fragen über Fragen...
In erster Linie geht es um den Sender, da der in der Anschaffung ja recht teuer ist. Auch den Antennenmast würden wir zunächst vielleicht auch erstmal mieten. Antennen und Kabel brauchen wir nicht unbedingt mieten, die wären auf jeden Fall im Budget für die Anschaffungen dabei.

Hast Du denn eine Idee?

Stefan
 
#17
AW: Fragen zum Betrieb eines UKW-Senders

Hi timmeyy,

dankeschön, Sat-Schneider kenne ich bereits. Allerdings hat der von Schneider angebotene "mobile Sender" auch nur max. 100 Watt Ausgangsleistung. Über einen 100-W-Sender können wir verfügen, daher die spezielle Frage nach Sendern mit 300 bis 500 Watt.

Klar, T-Systems ist stressfreier, was den allgemeinen Aufwand und die Ausfallsicherheit usw. angeht. Wobei wir auch schon wiederholt Ärger hatten, da öfters die Leitung zwischen Studio und Sender teils erhebliche Störungen hatte.
Nunja, wir planen mal, es auf einen Versuch ankommen zu lassen. Wie's dann in Zukunft weiter geht, werden wir dann sehen.

Grüße nach Norden
Stefan
 
#19
AW: Fragen zum Betrieb eines UKW-Senders

Danke, Tim.
Da habe ich doch glatt noch mal bei KölnTon angefragt. Vor einem halben Jahr meinten die noch, sie könnten uns nicht das liefern, was wir brauchten. Damals hatten wir auch noch nach einem "Rundumsorglospaket" angefragt. Bin nun auf das Angebot gespannt.
Falls noch jemand Adressen hat, die noch näher an Hessen sind, nehme ich sie gerne.

Gruß
Stefan
 
#20
AW: Fragen zum Betrieb eines UKW-Senders

Versuche es doch mal bei Maku Kommunikationstechnik (http://www.maku.com/). Wir hatten bei denen für ein Veranstaltungsradio letztes Jahr recht günstig einen Sender mit Antenne und Kabel gemietet. Waren zwar nur 100 W koordiniert, der Sender konnte aber meiner Erinnerung nach deutlich mehr.

Gruß

Johannes
 
#21
AW: Fragen zum Betrieb eines UKW-Senders

Bitte beachtet: Wenn die BNetzA 500 Watt zuläßt, ist der Wert ERP (Effektiv Radio Power), also incl. Antennengewinn und abzüglich Kabelverkuste. Ist dieser Antennengewinn z.B. 6dB (was ein üblicher Wert ist, hängt aber ganz stark von der Konstruktion ab), darf man maximal 125W am Senderausgang haben.

Grüße, Markus
 
#22
AW: Fragen zum Betrieb eines UKW-Senders

Bitte beachtet: Wenn die BNetzA 500 Watt zuläßt, ist der Wert ERP (Effektiv Radio Power), also incl. Antennengewinn und abzüglich Kabelverkuste. Ist dieser Antennengewinn z.B. 6dB (was ein üblicher Wert ist, hängt aber ganz stark von der Konstruktion ab), darf man maximal 125W am Senderausgang haben.

Grüße, Markus
Effective Radiated Power wenn dann.
 
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