Vieles neu beim rbb (Radio) 2019


Nicht nur hr2, auch rbb Kultur startet am 14.09. mit einem neuen Sendeschema. Hatte hier ja schon die größten Veränderungen aufgelistet. Leider gibt es die werktägliche (Wort-)sendung "Kulturtermin" um 19Uhr in dieser Form nicht mehr, auch die "Perspektiven" nicht. Sowie Vieles mehr:

https://www.rbb-online.de/unternehm...et-am-14-september-mit-neuem-sendeschema.html

Leider werden auf den Feature- und Hörspielsendeplätzen am Wochenende nur Wiederholungen der Sendungen vom Mittwoch- und Freitagabend bespielt.
 
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Gutmensch

Gesperrter Benutzer
Ich gehe davon aus, dass man onair gar nicht vom "rbb 88,8" spricht, sondern wie früher auch einfach von "88,8"....
Doch. "RBB 88.8" wird bis zur Verblödung durchgehalten. :)

Wo wir bei einem allgemeineren Kritikpunkt wären: Ich will nicht, daß das Radio durch die Marktideologie kaputt gemacht wird. Und zu dieser Marktideologie gehört eben auch der sogenannte "Claim", das "Branding" oder wie das heißt.

Die Moderatoren haben also den Befehl, immer konsequent "RBB 88.8" zu sagen. Über eine Radiostunde weg hört man diesen Namen also unzählige Male. Die Jingles etc. kommen dann noch dazu.

Das ist so unfaßbar ätzend, daß ich mir als Hörer wie ein Idiot vorkomme. Man fragt sich immer wieder, was diese Programm- und Senderverantwortlichen im Kopf haben. Sind das Zombies?

Und das ist eben kein Privatsender, wo man das noch halbwegs verstehen könnte, sondern ein Sender, der sich um's Geld keine Sorgen machen muß. Der könnte also wirklich innovativ sein.

Eine Halbierung der Jingle-Quote und ein weniger zwanghafter Umgang mit dem Sendernamen würde das Programm wesentlich attraktiver machen und den Sender von den übrigen abheben. Und man würde unter diesen Bedingungen immer noch mindestens alle 10 Minuten mitkriegen, was man sowieso schon weiß, nämlich auf welchem Sender man ist. :)

Fazit: RBB 88.8 ist nicht viel besser als der Berliner Rundfunk. Hat eine ähnliche Fastfood-Ästhetik.

Ich will als Hörer auch nicht ständig mit vermeintlich guter Laune "bespaßt" werden. Diese Infantilisierung ist wirklich traurig.

Gerade die Öffentlich-Rechtlichen (auch im TV) haben die Pflicht, dem Marktdruck einen Qualitätsdruck entgegenzusetzen und auf diese Weise dafür zu sorgen, daß die Hörerschaft nicht immer weiter verdummt.
 
Leider werden auf den Feature- und Hörspielsendeplätzen am Wochenende nur Wiederholungen der Sendungen vom Mittwoch- und Freitagabend bespielt.
Mit solchen Maßnahmen lässt man einen Radiosender ausbluten und irgendwann,
sind es dann nur noch 1 oder 2 Sendungen, die auch Berlin kommen und der Rest kommt
z.B. aus Köln.

Fakt ist doch, diese Sender haben eben nicht genug Geld und es wird immer weniger.
Zum Teil aufgeblasen ohne Ende und auf der anderen Seite mit freien Mitarbeitern bestückt,
die dann zwar kreativ sind aber wie Vieh gehalten werden.

Ist Jemand leicht abgenutzt, dann raus mit dem.

Und das Ganze noch beim öffentlich rechtlichen Rundfunk.

Und auf der anderen Seite die vielen Podcaster und Radiomacher,
die nun im Internet aktiv sind und teilweise so frische gute Sachen bringen,
dass der öffentlich rechtliche Rundfunk nicht mehr mithalten kann.

Es ist dann meist ein Hinterherrennen.

Man müsste den Radiomachern ein Stück Sendeplatz geben und die einfach mal machen lassen.



Die Erosion werden wir in der Zukunft immer mehr sehen und spüren.
 
Ich höre gerade das aktuelle Medienmagazin mit Jörg Wagner
und er ist einigen Fragen, die hier gestellt wurden auch nachgegangen.

Es gab ein längeres Interview mit Patricia Schlesinger und man konnte gut hören,
dass sie sich genau auf Jörg Wagner und Daniel Bouhs vorbereitet hat.

Das ist nur eine Vermutung, die erste Begegnung zwischen den Beiden hatte schon was für sich.


Das aktuelle Medienmagazin in der ausführlichen Version, kann man z.B. hier hören:
https://podcasts.google.com/feed/aH...EwjduKHN4ejrAhUFGuwKHS-DDBwQieUEegQIDRAF&ep=6

Dort wird mehrfach genau auf RBB Kultur eingegangen.

Frau Schlesinger ist der Meindung, dass man viele Einsparungen ohne Verkleinerung
des Programms hinbekommt.

Sie sagt aber auch gleichzeitig, dass es Stellenabbau geben wird und gibt.

Also ich bin vielleicht mit Vorurteilen behaftet aber das hört sich für mich an,
als müssen immer weniger Leute mehr Aufgaben auffangen und das finde ich fatal.

Mal sehen wie sich dazu die Krankmeldungen verhalten werden.
Das ist natürlich für die vielen freien Mitarbeiter fatal, die dann sich jetzt an
jeden Strohhalm klammern müssen und werden oder ganz aufgeben.

Wie sieht ihr diese Entwicklung der Personalplaung im Zusammenhang mit dem Programm?
 
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