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Welche 70er-Songs sollten dringend im Radio laufen?


BadMoonRising

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Rory Gallagher - Shadow Play

Der Ausnahmegitarrist aus Irland spielt meines Erachtens speziell auf diesem Titel des Albums "Photo-Finish" ein sehr schönes Solo. Doch funktioniert der Track auch wegen dem mindestens genauso guten Zusammenwirken seiner Gitarrenarbeit mit dem Spiel der Bassgitarre von Gerry McAvoy und dem variablen Schlagwerk von Ted McKenna. Das schön antreibend wirkende Stück wurde überdies auch als Single veröffentlicht.

Thin Lizzy - Sarah

Gleichsam eine ihrer schönsten Balladen als auch eine zu Herzen gehende Ode auf die neugeborene Tochter von Phil Lynott präsentiert die irische Band mit diesem Titel, der aus dem Album "Black Rose: A Rock Legend" ausgekoppelt wurde. Insbesondere den Gesang von Phil Lynott und das harmonische Gitarrenspiel von Gary Moore finde ich hierauf hervorstechend.

Frumpy - How The Gypsy Was Born

Die Band aus Hamburg lebte vor allem vom überragenden Spiel der Hammond-Orgel von Jean-Jacques Kravetz, dem bluesigen Gitarrenspiel von Rainer Baumann sowie dem rauchigen Gesang von Inga Rumpf. Alle Ingredienzen kommen auf dem Long-Track des Albums "2" meiner Meinung nach am besten zur Entfaltung. Die Verlinkung führt in diesem Falle zu einer Live-Aufführung, die der Studioversion aber ziemlich nahe kommt.

Peter Green - Seven Stars

Peter Green war der ehemalige Gitarrist von Fleetwood Mac. Nach Weggang aus eben jener Band veröffentlichte er in den 70er-Jahren zwei schöne bluesige Gitarrenalben. Genannter Titel ist dabei Bestandteil des Albums "In The Skies" und wirkt aufgrund der Gitarrenarbeit und dem Gesang des britischen Musikers richtiggehend entspannt.

Buckingham Nicks - Long Distance Winner

Bevor sich Lindsey Buckingham und Stevie Nicks wiederum Fleetwood Mac anschlossen, veröffentlichten die beiden amerikanischen Musiker ein gemeinsames Album, das sie nach ihrem gemeinsamen Projekt benannt hatten. Darauf befindet sich die genannte balladenhafte Nummer, die mit einem schönen Gitarrensolo von Lindsey Buckinham aufwarten kann. Auch der Gesang von Stevie Nicks vermag zu gefallen. Desweiteren überzeugt die interessante Percussion.

Dafür hätte ich gerne die Quelle

Dieser Artikel von The Mercury News veranschaulicht zumindest die "manische" Seite von Lindsey Buckingham anhand Auszügen der Biografie von Stevie Nicks und Statements unter anderem auch von Christine McVie.

Der Tod seines Vaters wiederum kann als Auslöser der "depressiven" Seite von Lindsey Buckingham gewertet werden. Eine hierzu bestätigende Quelle konnte ich nicht ausfindig machen. Aber da er als sehr anständiger Familienmensch gilt, kann solch ein einschneidendes Ereignis durchaus erschütternd wirkend. Dies kann man sich auch mit dem gesunden Menschenverstand selbst ausmalen.

"I'm So Afraid" wurde zumindest auch kurze Zeit später von ihm geschrieben. Die Lyrics hierzu lassen sich wiederum unmissverständlich als Aufarbeitung eines Menschen interpretieren, der mit seinem Seelenleben nicht mehr klar kommt. Auch wenn dies nicht als Quelle im klassischen Sinne zu Rate gezogen werden kann.

Hinzu kam sein "Kontrollwahn". Der oben verlinkte Zeitungsartikel kann auch diesbezüglich zumindest teilweise zu Rate gezogen werden. Ausserdem gibt es hierzu ein kurzes Statement von ihm selbst, das er 1979 vor Veröffentlichung des "Tusk"-Albums gegenüber dem People-Magazin gab.

Dabei geht es mir nur um den folgenden kleinen Abschnitt, den ich wie folgt zitiere: "Doing some of his own cuts on his 24-track in Hancock Park, Buckingham bravely usurped some drumming parts from Mick. “We’ve broken down barriers that existed for five years,” says Lindsey."

Dass heißt im Umkehrschluss eben auch, dass das Band zwischen Mick Fleetwood und Lindsey Buckingham im Zeitraum von 1974 bis 1979 aufgrund seiner Art beschnitten war.
 
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chapri

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Eine Bipolare Störung bedeutet wesentlich mehr als nur "manische" Seiten.
Also ganz schnell hinweg mit dieser Falschmeldung einer "Bipolaren Störung",
zumal sie zuerst als YT-Kommentar auftaucht.
Wer YT-Kommentaren glaubt, wartet auch vergeblich auf den Weihnachtsmann...
 
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BadMoonRising

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Rush - Working Man

Auf dem nach der Band benannten Debutalbum gab sich die kanadische Band bei weitem noch wesentlich geradliniger als auf ihren Folgealben. Insbesondere das Gitarrenspiel von Alex Lifeson war noch deutlich hörbar von Leslie West (Mountain) und Jimmy Page (Led Zeppelin) beeinflusst. Charakteristisch von Anfang an allerdings die Arbeit am Schlagzeug des im Januar dieses Jahres verstorbenen Neil Peart, der zu Lebzeiten meines Erachtens auch nie die Wertschätzung erfuhr, die er verdient gehabt hätte. So hoch der Gesang von Geddy Lee von Anfang an auch war, so tief gestimmt war auch seine umgeschnallte Bassgitarre. Die als Long-Track aufgebaute Arbeiterhymne ist meines Erachtens ein Highlight im Frühwerk der Progressive Rock-Formation.

Styx - Suite Madam Blue

Auch diese amerikanische Band hatte mit "Blue Collar Man (Long Nights)" eine wenn auch kürzer geratene Arbeiterhymne im Gepäck. Diese allerdings entstammt dem später veröffentlichten Album "Pieces Of Eight" und wurde auch als Single ausgekoppelt. Während der genannte Titel zum drei Jahre früher veröffentlichten Album "Equinox" gehört. Meinem Dafürhalten gehört er zu den episch aufgebautesten Stücken im Gesamtwerk der Progressive Rock-Formation. Die sich langsam entwickelnde Einleitung, in welcher Styx-typisch die Tasteninstrumente dominieren, und vor allem der Mittelteil mit dem Gitarrenspiel von James Young und John Curulewski haben nichts von ihrer Strahlkraft verloren.

Lynyrd Skynyrd - The Needle And The Spoon

Während dieses Stück der amerikanischen Südstaatenrock-Kapelle aus dem Album "Second Helping" sich von seiner gesamten Aufmachung her wie der Bruder des hoffnungslos überspielten "Sweet Home Alabama" anhört. Dabei überzeugt in erster Linie die groovige Spielweise der Lead-Gitarre von Allen Collins. Im Gegensatz zu seinem Bruderstück, das sich auch auf dem gleichen Album befindet, wurde der genannte Track allerdings nicht als Single veröffentlicht.

Albert Hammond - The Peacemaker

Der britische Singer/Songwriter hatte unzählige Titel für andere Interpreten geschrieben, mit denen eben jene zum Großteil weltweite Erfolge feierten. Doch auch seine für sich selbst geschriebenen Songs verstanden überwiegend zu gefallen. Leider kommen im deutschen Radio nur noch wenige davon zum Einsatz. Die genannte Auskopplung des Albums "The Free Electric Band" gehört meines Erachtens zu den am meisten nicht beachteten Titeln von ihm.

The Who - Squeeze Box

Ebenso kurz wie der obige Titel von Albert Hammond, wenn auch schon etwas knackiger in seiner Machart, präsentieren sich die britischen The Who mit ihrer Auskopplung des Albums "The Who By Numbers". Der Track überzeugt vor allem durch die countryeske Spielweise der Gitarre von Pete Townshend. Auch eine kurze, gefällige Sequenz auf dem Banjo von ihm ist zu hören.

Paul McCartney And The Wings - Mrs. Vanderbilt

Während diese Auskopplung aus dem Album "Band On The Run" vor allem durch die galoppierende Spielweise der Bassgitarre überzeugt. Dafür zeigt sich natürlich Paul McCartney persönlich verantwortlich. Für das ebenso hervorstechende, lodernde Spiel des Saxophons wiederum ist Howie Casey verantwortlich. Insgesamt betrachtet sprang eine eingängige Nummer heraus.

Derek And The Dominos - Little Wing

Jimi Hendrix Experience nahmen für ihr Album "Axis: Bold As Love" in den 60er-Jahren diese Nummer im Original auf. Die Version des Albums "Layla And Other Assorted Love Songs" der britisch-amerikanischen Formation um Eric Clapton wurde als ein Tribute auf Jimi Hendrix ausgearbeitet. Passenderweise gab es in den 90er-Jahren auch eine Auskopplung die den Namen "Little Wing (A Tribute To Jimi Hendrix)" trug. Das Stück besticht durch das exquisite Gitarrenspiel von Eric Clapton und Duane Allman. Jimi Hendrix selbst bekam das Remake nicht mehr zu hören, da er zwei Monate vor Veröffentlichung des Albums verstarb. Ich bin der felsenfesten Überzeugung, dass es auch ihm sehr gut gefallen hätte.
 

CosmicKaizer

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Als ESC-Fan höre ich diesen Song von 1974 immer wieder gern. Korni Grupa - Generation 1942. Eine dieser Perlen, die in keiner Rückschau, in keinem Best of berücksichtigt werden. Allerdings sind 3 Minuten für diesen Song auch viel zu kurz, deswegen hier die längere englische Albumfassung. Es gibt auch noch eine 7-Minuten-Version in "jugoslawisch".
 
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BadMoonRising

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Molly Hatchet - Dreams I'll Never See

Im Jahre 1969 schrieb Greg Allman die Vorlage für den genannten Titel, die seinen Platz auf dem Debutalbum der Allman Brothers Band fand, dort allerdings den Namen "Dreams" trug. Neun Jahre später strickten die amerikanischen Molly Hatchet eine sehr eigenständig erklingende Version des Stückes, die Bestandteil des nach der Band benannten Debutalbums wurde. Neben der entspannten Gitarrenarbeit der drei Lead-Gitarristen finde ich vor allem den Gesang von Danny Joe Brown und das hypnotische Schlagwerk von Bruce Crump hierbei herausragend.

Foreigner - Blue Morning, Blue Day

Im gleichen Jahr veröffentlichte die britisch-amerikanische Formation mit "Double Vision" ihr zweites Album, aus welchem unter anderem der genannte Titel ausgekoppelt wurde. Im Vergleich mit anderen Auskopplungen der Band wird der Track von der deutschen Radiolandschaft geradezu stiefmütterlich behandelt. Von ihren Midtempo-Stücken gefällt mir "Blue Morning, Blue Day" mit am besten. Sehr überzeugend wie fast immer ist dabei der Vortrag von Lou Gramm.

Ian Matthews - Darkness, Darkness

Der Track ist Bestandteil des Albums "Go For Broke"; einer Platte, auf welcher der britische Künstler und Mitbegründer von Fairport Convention zehn Songs coverte. Nicht alle daraus halte ich für gelungen. Auch die ausgekoppelten Stücke fallen unter diese Kategorie. Doch das nicht ausgekoppelte und genannte Stück, das im Original von The Youngbloods stammt, findet meinen Gefallen. Ian Matthews verpasste es einen von keltischer Folklore durchzogenen Anstrich.

The Way We Live - Watching White Stars

Folkloristisch - wenngleich nicht keltischem Ursprungs - mutet auch der genannte Titel an. John Peel persönlich verschaffte der britischen Formation einen Plattenvertrag auf dessen eigenem Dandelion-Label. Auf der ursprünglichen Ausgabe von "A Candle For Judit", so der Titel des Debutalbums, befand sich das genannte Stück noch nicht. Dies änderte sich erst mit der Wiederveröffentlichung in den 00er-Jahren. Meines Erachtens einer der schönsten, sogenannten Bonus-Tracks, die ich jemals zu hören bekam.

Chilliwack - Fly At Night (In The Morning We Land)

Auf diesem Titel der kanadischen Formation gefällt mir insbesondere das Spiel der akustischen Gitarren. Das Stück entstammt dem Album "Dreams, Dreams, Dreams" und wurde auch als Single veröffentlicht. Wobei diese in speziell diesem Fall auch völlig ausreicht, da das Album höchst durchwachsen ist und eigentlich nur diesen einen Lichtblick bietet.
 
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