Digital Coaxial --> Cinch


s.matze

Benutzer
Welches ist die eleganteste (=möglichst verlustfreie, andernfalls zumindest geringstmöglich-verlustbehaftete, gern hochpreisige) Lösung, ein Audiosignal in MPEG-Layer 2 von 1-fach Digital Coaxial Audio Out nach 2-fach Cinch Analog Audio In (=RCA NF) zu übermitteln, die umsetzbar und sinnvoll ist?

Abseits von fragwürdigen Adaptern, nicht funktionierenden Konverterlösungen oder Y-Kabeln, die angeblich sogar ohne externe Stromquelle mittels mysteriöser Umwandlung wie von Zauberhand aus dem digitalen Ausgangssignal ein analoges Eingangssignal machen sollen... 🧙‍♂️
Man kommt ja aus dem Staunen nicht mehr raus, was es so alles geben soll und was zum Kauf angeboten wird.

Ich bin eher auf der Suche nach einer realitsischen Lösung. Gern die langlebigste und hochwertigste,, die machbar ist.
 

Ralfi

Benutzer
Hmm, verstehe das nicht ganz. Willst Du von einem Mikro nach MP2 aufnehmen?

Ansonsten könnte ich Dir das UMC 202 HD empfehlen.
 

lg74

Benutzer
ein Audiosignal in MPEG-Layer 2 von 1-fach Digital Coaxial Audio Out nach 2-fach Cinch Analog Audio In (=RCA NF) zu übermitteln,

MPEG 1 Layer II kommt über Digital Coaxial Audio Out (S/PDIF) nie als Bitstream (also als MPEG-Datenstrom), sondern immer bereits decodiert als PCM ("Wave"). Also so, wie es auch aus einem CD-Player rauskäme, nur halt nicht in 44,1 kHz, sondern meist wohl in 48 kHz (der am weitesten verbreitete DVB-Broadcast-Standard).

Also braucht man einen D/A-Wandler. Sowas gibt es in extrem billig

https://www.amazon.de/dp/B00KNNSKV0/?tag=radioforende-21

- da warnt eine Rezension wegen verzerrter Wiedergabe:

https://www.amazon.de/gp/product/RFKVX9AVI7/?tag=radioforende-21

Ich würde sowas mir lieber selbst anschauen durch Einspeisung eines Test-Signals (z.B. durch einen Sinus 1 kHz voll ausgesteuert als Audio-CD gebrannt via CD-Player) in den Digitaleingang und den Analog-Ausgang des Wandlers dann mit einer anständigen, hoch aussteuerbaren Soundkarte wieder in den PC aufgenommen oder mit einem Handheld-Recorder als nicht übersteuertes Wave aufgenommen und dann im Audioeditor auf Abplattungen der Sinuswelle untersuchen und Klirrspektrum anschauen.

Hier vermutlich das gleiche Gerät, nur mit Steckernetzteil statt mit USB-Kabel:

https://www.amazon.de/dp/B07Y5623MC/?tag=radioforende-21

Die negativen Bewertungen meinen hier, ein Tag gelaufen, dann defekt.

Bei diesem Preis lohnt nichtmal Rücksendung...


Die nächste Stufe ist dann preislich sowas:

https://www.amazon.de/dp/B00I50IA4A/?tag=radioforende-21

Da schreiben die Rezensenten, dass das Ding nach gewisser Zeit kaputt ginge.


Weiter hoch im Preis kommt man dann z.B. hier vorbei:

https://www.amazon.de/dp/B01CZW875A/?tag=radioforende-21

Da sind verheerende Rezensionen dabei, die ich sogar vom Lesen her für kompetent halte.

Die hier beispielsweise:

https://www.amazon.de/gp/product/R4NSHMXWRG/?tag=radioforende-21

Darin wird ein weiteres, billiges Gerät genannt, das angeblich taugt:

https://www.amazon.de/dp/B009346RSS/?tag=radioforende-21

Auch da gibt es üble Rezensionen.

Die nächste Stufe scheint sowas zu sein:

https://www.amazon.de/dp/B074WD7VNJ/?tag=radioforende-21

Da hat die Anzeige an der Front keine Möglichkeit, 32 kHz Abtastrate anzuzeigen. Laut


geht aber 32 kHz:

"Bei Material mit 32 kHz kann der DacMagic 100 noch betrieben werden, es leuchtet jedoch keine LED auf."

Das Ding kann noch viel mehr, das ist eine mit diversen Computern verwendbare externe Soundkarte (nur Stereo-Ausgabe).


Im Tonstudiobedarf geht es auch billig los, aber offenbar recht robust:



nach oben wird es dann von der Verarbeitung her und von der Ausstattung her noch professioneller:




Und im HighEnd-Handel geht es bis "Open End":



Kommt also drauf an, wofür Du das haben willst.

Ich nehme dafür, wenn ichs mal brauche, nen alten Sony-DAT-Recorder, keine Kassette rein, Eingangswahlschalter auf "Coax" oder "Opto", Aufnahmetaste drücken - steht "DA" im Display und kommt anständiges Audio raus.

Um jemandem einen Analogausgang am TV nachzurüsten, wäre eine kleine Box mit USB-Speisung, die man hinter den TV versenkt und vergisst, für mich optimal. Müsste nur halt sichergestellt werden, dass das Ding manierlich unverzerrt wiedergibt. Wäre da nicht die Rezension des ersten hier verlinkten Produktes, wäre ich damit wohl schon happy.

Ein AV-Receiver kann das auch immer. Es gab / gibt auch "klassisch" wirkende Stereoverstärker, die einige Digitaleingänge mitbringen und so den Eingangs-Zoo erweitern, z.B.


Oder der:


Ich habe koaxiale S/PDIF-Eingänge auch vor Jahren schon an edleren Minianlagen gesehen.


Die "hochwertigste" Lösung wirst Du nicht bezahlen können. Und ob sie brauchbar ist, weiß auch niemand. Wie das halt bei HighEnd so ist.

Was willst Du denn eigentlich machen?
 
Zuletzt bearbeitet:

Tonband

Benutzer
Welches ist die eleganteste (...) Lösung, ein Audiosignal (..) Digital Coaxial Audio Out nach 2-fach Cinch Analog Audio In (=RCA NF) zu übermitteln, ...
MPEG 1 Layer II kommt über Digital Coaxial Audio Out (S/PDIF) nie als Bitstream (also als MPEG-Datenstrom), sondern immer bereits decodiert als PCM ("Wave").
also ein DAC mit S/PDIF-Eingang und Analog-Stereo-Ausgang (Cynch)? Ganz elegant wäre da noch die Erdfreiheit der analogen Schnittstellen. ;)
 

lg74

Benutzer
also ein DAC mit S/PDIF-Eingang und Analog-Stereo-Ausgang (Cynch)?
Wie sollte sonst Layer II auf analog kommen? Oder ich stehe auf dem Schlauch.

Ganz elegant wäre da noch die Erdfreiheit der analogen Schnittstellen.
Dann wäre ein DAC zu suchen, der (optional) mit Trennübertragern ausgerüstet werden kann. Also Profi-Liga (falls da ein Gerät noch Übertrager haben sollte). Oder Highend-Liga mit wahlweise dieser oder jener "Philosophie".

Mal graben...

Ahhh! Übertrager!


6580 EUR.

Acousence? Da war doch was? Ach ja:




Ich gehe davon aus, dass selbst in diesem definitiv professionellen Gerät keine Übertrager drin sind:



Warum sollten sie 2021 sowas einbauen? Das ist elektronisch symmetrisiert.
 
Oben