Quo vadis ARD Hitnacht?


radiot1

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Ich finde, der NDR hatte die ARD Hitnacht seinerzeit flotter in den Moderationen und in der Musik gestaltet.
Bitte die Federführung für die Infonacht und Hitnacht wieder tauschen, Infos vom MDR und Hitnacht wieder vom NDR und die Radionacht wäre wieder gerettet.
Leider schlafen nachts die grossen und auch die tagsüber gut hörbaren kleineren Privatsender und spielen nachts nur unmoderierte Musikstrecken und vergessen die Hörer, die nachts arbeiten oder aus sonstigen Geünden nachts wach sein müssen oder wollen - auch als Unterhaltungsalternative zum Fernsehen, welches an diesem Sonntagabend und jetzt in der Nacht noch immer durchweg auf allen Kanälen zum Einschlafen ist.
Wenn vor allem die privaten Radios nachts aus Kostengründen auf moderiertes Nachtprogramm verzichten, sollten sie nachts wenigstens etwas "andere" Musik spielen und nicht 1:1 die gleichen 30-40 Titel aus der Tagsüber-Dauerdudelschleife.
 
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Mogli

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Das wäre auch mein Vorschlag, die ARD-Hitnacht von NDR1 war um Längen besser als die vom mdr und die Infonacht hat der mdr viel besser präsentiert. So höre ich (obwohl im NDR-Sendegebiet wohnhaft) auch tagsüber mdr aktuell wenn ich Infos. brauche. Wenigstens sollte der NDR seine NDR1-Nacht weieder einführen, wenn denn nicht ein "Rücktausch" möglich ist. Das Nonstop-Musikprogramm ab 21 Uhr auf NDR1 ist eh eine Frechheit. Was machen die mit den ganzen Gebühren???
 

s.matze

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Stimme ich vollumfänglich zu. Die NDR-Hitnacht, die ja aus der NDR 1-Nacht (mit dem Ziel der gemeinsamen Zusammenschaltung aller Landeswellen, um Kosten zu sparen nach dem Ausstieg aus Nachtexpress und Radiowecker) enstanden ist - noch dazu ohne Not, weil man ja meinte, Radio MV oder die Welle Nord trotz Super-Quoten zum schlagerfreien Oldiedudler mit Deutschpop umwandeln zu müssen und dann auf einmal (natürlich!) so etwas wie der "Rhytmus der Nacht" nicht mehr zum Tagesprogramm passte, war zwar inhaltlich mau und musikalisch auch nicht besonders flott, aber um Längen besser als diese schnarchige Moderation vom MDR mit der angestaubten Musikauswahl.

Ich hatte es an anderer Stelle neulich geschrieben: Der einzige Inhalt sind vollkommen belanglose, nichtssagende Infos zu den Titeln, die ich alle auch auf der LP-Hülle finde und dort ablesen kann, oft nicht einmal das genau Erscheinungsjahr. Ansonsten noch die teils grotesk-ausufernden Verkehrsmeldungen, dieser Wortschwall war in den vergangenen 8 Monaten häufig länger als der eigentliche Nachrichtenblock.

Zudem fehlt dem MDR dafür der Blick über den eigenen Tellerrand. Man verzichtet komplett auf Schlager (das Höchste der Gefühle war neulich Lena von Pur...), offenbar weil man ja zeitgleich für sich die "Schlagernacht von MDR und BR" anbietet. Da diese aber keine offizielle ARD-Gemeinschaftsproduktion ist, fehlt in vielen Bundesländern nachts ein Angebot mit älterer, deutschsprachiger Musik für Leute wie mich, denen der merkwürdig, gepresst klingende Sprechgesang eines Marc Forster oder das Gebrüll von Giesinger und Bourani zu primitiv sind. Wo, wenn nicht dort, wäre der Platz dafür, da doch der Deutschpop bereits von Popnacht und "junger" Nacht hinreichend abgedeckt wird? Wo sollen Schlagerfans ihre Nachtversorgung finden? Nicht alle Landesfunkhäuser bieten eine Schlagerwelle im DAB an.

Ja, die NDR 1-Nacht bzw. später NDR-Hitnacht war keinesfalls das Gelbe vom Ei, aber es lief auch mal sowas wie "Stumme Signal" oder "Nur ein kleines Stück Papier". Man hätte damals kaum gedacht, dass es noch sehr viel inhaltsleerer, lahmarschiger und schlechter geht. Der MDR hat das im vergangenen Jahr seit der Übernahme aber sehr eindrucksvoll bewiesen. Glückwunsch zu dieser traurigen Erkenntnis.

Gleichzeitig wurde die hervorragende Infonacht von MDR AKTUELL in eine Podcast-Endlosschleife mit für mein Empfinden zu starkem norddeutschen Bezug umgewandelt.

Da hat sich der Paulus von Tarsus zum Saulus gewandelt. Ein Tausch, ein Bärendienst für alle Hörer! Inhaltlich und musikalisch eine Vollkatastrophe.

😰
 
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radiot1

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Was das Abendprogramm zwischen 20 Uhr und dem Nachtprogramm ab 22.30 Uhr (bis Ende 2020 unterbrochen vom gut gemachten halbstündlichen "Berichte von heute" um 23.30 Uhr) von NDR1 Niedersachsen betrifft (höre die anderen NDR Landeswellen zu wenig, um über sie urteilen zu wollen/können), war das bis vor der letzten größeren Programmreform deutlich besser.
Seit NDR Plus ist bei den Landeswellen deutlich weniger Dampf auf dem Kessel. Man merkt, dass man das DAB-Kind des NDR pusht und hier die gleichen Fehler machte, wie seinerzeit einige Jahre zuvor der BR, der mit BR Heimat und dem späteren BR Schlager deutschsprachige Schlager und bayrische Musi vom Fensterprogramm Bayern 1 verbannte. Mittlerweile sind die Landeswellen der großen ARD-Anstalten untereinander austauschbar geworden. Lediglich das kurzzeitige Auseinanderschalten in die Regionalstudios zwecks kurzer Lokalnachrichten vermittelt ein "Du bist jetzt in Bayern, Niedersachsen, Thüringen, Hamburg, SH usw.". Aber die restliche Musik- und Sendestrecken sind austauschbar mit den Hits & Oldies von gestern bis heute in der Musik meines Lebens.....
Da wäre es sinniger, die Landeswellen auch tagsüber - unterteilt in Morgen, Vormittag, Nachmittag, Abend - im Rotationsprinzip zentral von einer ARD-Landeswelle bundesweit ausgestrahlt zu bestreiten und nur für die Lokalnews von 6 - 18/19 Uhr in die jeweiligen Landesregionen auseinanderzuschalten, um 5 Minuten später wieder zentral das Tagesprogramm zu bestreiten und nach den 3-4 Sendestunden an den nächsten ARD-Sender abgibt. Kostengünstiger und unterm Strich gleiches Ziel: Musik und regionale Infos. Ob nun Frank Sinatra um 10.37 Uhr aus München "New York, New York" schmettert oder zeitversetzt über den Tag verteilt auch auf allen übrigen Landeswellen. In den Moderationen zwischen Welt- und Lokalnachrichten ist mittlerweile auf allen Landeswellen herzlich wenig Landestypisches zu hören. Vom persönlichen Dialekt der Moderatoren mal abgesehen. Aber ARD-weit bemüht ("Aber Mühe allein reicht nicht, Frau Sommer") man sich ja um hochdeutsche Aussprache, auch wenns dafür beim MDR hier und da noch ganz schön sächselt oder beim BR noch "Ja mei, mir san mir vom Bairisch'n Rrrrrundfunk um dreiviertel Acht, a schee guad'n Oabend z'samme" nach zünftigem Beisammensein in bayrisch-bierseliger Anmut klingt und im Kopfkino ein trachtenledriger Modi im Studio steht und man Rudi Völler herbeisehnt, der "wutentbrannt" ungefragt kommentiert: "Du hast gut reden, stehst hier im Studio, machst schlaue Sprüche und trinkst gemütlich dein Weizenbier" 😉
 
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radiot1

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s.matze, apropos "Das Gelbe vom Ei". Regiocast-Küffner hat das gleichnamige Oster-Kult-Sendeformat bei ffn ja seit Amtsantritt auch zu Rührei gemacht.
Also, das Radio mag sich ja täglich neu erfinden, soll man dem selbstbeweihräucherischen Gerede jedes Jahr aufs Neue bei der Radiopreisverleihung glauben, aber - um wieder zum Ausgangsthema zurückzukehren - der Kostendruck in der ARD macht da leider viel kaputt, was einst mal bei Hörern und Programmmachern beliebt war und man das "Herzblut" der Macher für "ihre" Sendung draussen an den Radiogeräten miterleben konnte.
Und zur Infonacht sei gesagt: Podcasts sollen Podcasts bleiben. Zur Ergänzung des on air-Programmes. Nicht mehr und nicht weniger. Ganze Sendestrecken mit vorproduzierten Podcasts zu füllen, die kurz zuvor bzw. kurz danach "überall da, wo es Podcasts gibt" zu hören sind, ist etwas zu billig und zeugt eher von Einfallslosigkeit als vom Willen, an sinnvollen Stellen Kosten einsparen zu müssen. Darum: Die ARD-Infonacht goes back to....... MDR. Die ARD-Hitnacht goes back to NDR - und alle sind wieder glücklich und zufrieden, wenn sie nicht schon eingeschlafen sind, weil der nächtliche MDR-Verkehrsfunk in der Hitnacht mal wieder alles andere zeitlich übertrumpft hat, weil ja Radio-Deutschland unbedingt um 00:03 Uhr wissen muss, dass im aussenbezirklichen "Bärstadt" auf dem Klein Erna-Weg in Höhe der Einmündung der Klein Fritzchen-Strasse ein Häschen offensichtlich orientierungslos hin und her hoppelt, gefolgt vom offensichtlich Betrunkenen in dunkler Kleidung auf der Sandmännchengasse in Schlafhausen verbunden mit dem Wort "Obacht!". Gute Nacht, ich haben fertig.
 
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Avox

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Die ARD Infonacht sollte bitte auf jeden Fall beim NDR bleiben. Ich mag die Mischung aus Podcasts und aktueller Information ohne dieses Viertelstundenschema, wie tagsüber bei NDR Info. Die ARD Infonacht vom MDR wirkte auf mich eher hektisch und teilweise etwas lustlos dahinversendet. Zudem war der Fokus zu sehr auf das MDR Sendegebiet gerichtet.

Dass man es beim NDR kann, ein abwechslungsreiches Musikprogramm zusammenzustellen, hat man bis vor kurzem (leider) mit NDR Plus gezeigt... Unaufgeregt, hörbar - und in breiter Musikauswahl. Vielleicht hatte die ARD Popnacht ja auch etwas von der Vielseitigkeit gezeigt, als sie noch vom NDR kam? Habe ich nicht gehört, wenn dann schon mal kurz die SWR3- Versorgung oder die von BR Klassik, aber ich höre nachts gerne Wortprogramme und lasse mich in der Themenauswahl gern überraschen. Und das gelingt der ARD Infonacht vom NDR.

BTW: Als ich heute mal wieder bei NDR Plus reinhoerte, liefen vermehrt aktuelle Discofoxnummern usw. und ich schaltete sofort weiter... 👎
 

count down

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Wir wissen doch alle, dass ein Wechsel der Programme zu anderen Anstalten reines Wunschdenken unsererseits ist. Allerbestenfalls wird unsere Kritik von den jetzt Verantwortlichen gelesen und bedacht. Wir wissen aber auch, dass Musikredaktionen und Moderatoren selbst Kritik an der jetzigen Ausgestaltung der ARD-Hitnacht haben, aber gegen die Direktiven höheren Orts nichts ausrichten können.
 

peschmi

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....Wochenrhytmus von Antenne Brandenburg....
Dann aber bitte wieder mit Reinhard Meynen. Aber die guten alten Zeiten sind eh vorbei.
Die Hörer des Nächtens nur mit Musik zu bedudeln scheint einfacher zu sein, als irgendwelche Interaktionen zu veranstalten, wie es damals die SR 3 Saarlandwelle in der Hitnacht gemacht hat.
 
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Maschi

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Der Name Hitnacht ist ansich schon reichlich blöd, suggeriert er doch eben nur die Hits zu spielen, was beim SR noch durchaus unzutreffend war, jetzt beim MDR aber wahrhaftig "Programm" ist.
 
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die Popnacht abwechselnd von SWR 3 (Spleth, Reufsteck, Streubel) und rbb 88acht.
Was berechtigt denn rbb 88.8 die Ponacht zu gestalten? Wegen den vielen altbekannten 80er aus dem Tagesprogramm? Und wer soll das moderieren?

Oder war das nur blanke Ironie? rbb 88.8 wäre zukünftig mit ihrem Format eher ein Thema für die Hitnacht. Das sage ich mit Weitsicht.
 
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AlanTrebber

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. So höre ich (obwohl im NDR-Sendegebiet wohnhaft) auch tagsüber mdr aktuell wenn ich Infos. brauche.
Interessant, geht mir genauso - ohne eigentlich genau zu wissen warum: Weil man beim MDR schneller auf dem Punkt kommt? Weil die Moderationen freundlich, klar und neutral sind? Weil man innerhalb einer halben Stunde mehr erfährt?

Mich stören bei NDR Info und somit auch in der ARD-Infonacht diese langen Podcast-Sendungen mit viel Gerede um zum Teil langweilige und häufig sehr zeitgeistige Inhalte sowie diese oft schwulstig-gefühlig angefärbten Moderationen. Da wünsche ich mir MDR Aktuell ab 5 Uhr mit Tim Deisinger zurück.

Die ARD-Hitnacht finde ich vom MDR allerdings mindestens nicht schlimmer als von NDR. Bei der NDR-Version hörte man zwischen wirklich reichlich bekannten Musiktiteln eigentlich auch nur drei-vier Mal in der Stunde "...kommen Sie gut durch die Nacht mit uns....".
 
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