Frequenzsplitting

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LIVE

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Hallo,

Frequenzsplitting - gab/gibt es das auch in anderen Ländern? Was sind eure kuriosen Erinnerungen? Also ich fand den kleinen Bruder meist interessanter (Neufunkland gegenüber RT 4, Radio Plus gegenüber Antenne 1, Radio Residenz gegenüber Stadtradio Karlsruhe, Radio Badenia gegenüber Welle Fidelitas) In Rheinland-Pfalz sah es etwas anders aus . Von der Frequenzteilung SWR 4 mit Privaten gar nicht zu reden.

Viele Grüße LIVE
 
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freiwild

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In Dänemark teilen sich P1 und P2 eine UKW-Frequenzkette; digital senden beide Programme 24/7. In Schweden ist P2 de fakto ein Mischprogramm aus P2 Stockholm und P6; letztere senden nur in der Hauptstadt, das erste landesweit. In Großbritannien teilten sich Radio 1 und Radio 2 bis 1990 eine Frequenzkette, auf Mittelwelle sendeten beide Programme durch.

Was die Situation innerhalb Deutschlands betrifft: in Bayern gab es, und gibt es bis heute, einige aufgeteilte Frequenzen, und auch in BaWü gab es einst Mischfrequenzen von Privaten mit dem SDR, zum Beispiel Mühlacker 100,7.
 

Lord Helmchen

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Die Frequenzen des DLF in Bremen und Bremerhaven waren auch einst Mischfrequenzen. Von etwa '93 bis '95 - alle Angaben ohne Gewähr - war hier der Offene Kanal Bremen als Untermieter mit auf Sendung. Dieses Splitting wurde mit Inbetriebnahme der 92.5 beendet.
Gesplittet wurde erst wieder als RADIO 107.1, der Vorgänger von Radio Wir von hier, auf Sendung ging. RADIO 107.1 sendete stundenweise morgens und nachmittags.
Noch bevor der Bremer Privatfunk seine 24 Stunden-Frequenzen unter dem Namen Antenne Bremen 1999 in Betrieb nahm wurde RADIO 107.1 eingestellt, und die DLF-Frequenzen sind seither splittingfrei.
 

Radiocat

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Gab es eigentlich ausserhalb Baden-Württembergs noch irgendwo einmal dieses Kuriosum eines Frequenzsplittings zwischen Öffentlich-Rechtlichen und Privaten? (das war ja nur ein paar Jahre lang).
 

2Stain

Gesperrter Benutzer
star fm Nürnberg und Radio Z Nürnberg teilen immer noch die 95,8 MHz.
Bei Radio Fantasy in Augsburg und dem Studentenradio Kanal C auf der 93,4 MHz bin ich mir nicht sicher, ob in diesem speziellen Fall von Frequenz-Splitting gesprochen werden kann.
Wer es für Bayern bei den Privaten genau wissen will, der kann hier seine Zeit verbringen.

2Stain
 
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radiobino

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welche Sender wären das, die bis heute noch Frequenzen teilen müßen in Bayern? Mit der Aufnahme des 24h Betrieb der beiden Hofer Lokalsender Extra und Euroherz dürfte das in Bayern Geschichte sein.
Wie schon geschrieben in Nürnberg Radio Z und Star FM. Auch Radio N1 teilt sich mit ein paar christliche Sender die Frequenz.

Und natürlich noch München die 92,4

http://www.sueddeutsche.de/muenchen...io-streit-1.3416125#redirectedFromLandingpage
 

Radiocat

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Mittlerweile dürfte dann die 95.8 in Nürnberg die einzige Frequenz sein, bei der ein kommerzielles Programm von Splitting betroffen ist (dort ausgerechnet mit einem sehr alternativen Programm). In Baden-Württemberg gibt es Splitting noch bei NKLs in Karlsruhe, Mannheim und Tübingen.
 

Lord Helmchen

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Wird Nürnberg eigentlich vollständig durch die 24 Stunden-Frequenzen von Star FM abgedeckt, oder gibt es da irgendwo Versorgungslücken?
 
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Cha

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Gab es eigentlich ausserhalb Baden-Württembergs noch irgendwo einmal dieses Kuriosum eines Frequenzsplittings zwischen Öffentlich-Rechtlichen und Privaten? (das war ja nur ein paar Jahre lang).
Ja, in Norwegen. Da hatten einige Lokalsender sich die Frequenz mit NRK P1 geteilt, wobei P1 wohl eher nur Sendepausenfüller war. Nachdem die NRK nun auf UKW abgeschaltet hat, sollte das auch Geschichte sein. Keine Ahnung, was die Lokalstationen nun in der verbleibenden Zeit senden.
 

icecube919

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Wird Nürnberg eigentlich vollständig durch die 24 Stunden-Frequenzen von Star FM abgedeckt, oder gibt es da irgendwo Versorgungslücken?
Wenn täglich ab 14:00Uhr die 95,8MHz wegfällt wirds schon arg eng mit dem Empfang. Die 107,8MHz aus Schwabach schaffts nicht ganz nach Nürnberg rein. Die 99,0MHz steht in Lauf a.d. Pegnitz, kann aber auch nur dort das Gebiet abdecken. Dann gibt's noch die kürzlich hinzugekommene 96,4MHz in Fürth. Die ist aber im Nürnberger Süden auch nicht mehr zu empfangen.
Ergo: Ohne die 95,8MHz ist in Teilen des Versorgungsgebietes der rauschfreie Stereoempfang nicht mehr gewährleistet.
Dass das gerade bei einem solchen Spartenprogramm sein muss, verstehe ich nicht. Wo doch mit N1, Charivari und Energy in Nürnberg drei Programme das selbe dudeln, aber die waren eben auch deutlich früher dran mit der Frequenzzuweisung.
Wer zu spät kommt...:rolleyes:

EDIT:

http://fmscan.org/net.php?m=s&pxf=STAR+FM+107.8/99.0
 
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Lord Helmchen

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1997 habe ich durch Zufall auf der Frequenz von Radio Chiemgau die Sendung vom Telefon zum Mikrofon" vom Anbieter PPM in Tittmoning gehört. Gibt es diese Sendungen noch?
 

Funker

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Mittlerweile dürfte dann die 95.8 in Nürnberg die einzige Frequenz sein, bei der ein kommerzielles Programm von Splitting betroffen ist (dort ausgerechnet mit einem sehr alternativen Programm).

Ist auf der 97,6 in Leipzig genauso. Die teilt sich das private R.SA mit dem Uniradio Mephisto. Letzteres läuft täglich von 10-12 und 18-20 Uhr, was somit gleich zweimal zu einem massiven Formatbruch auf dieser Frequenz führt.
 

Radiocat

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Stimmt. In Dänemark gibt es auch noch wilde Splittingfrequenzen mit zig Anbietern...auch kommerzielle und alternative auf einer Welle, so weit ich weiß.
 

Kohlberger91

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Auch Radio N1 teilt sich mit ein paar christliche Sender die Frequenz
Und natürlich noch München die 92,4
Stimmt. Bei Radio N1 frage ich allerdings ob das wirklich Frequenzteilen ist oder nicht diese Sender Sendezeiten von N1 gekauft haben?. Bei DAB+ heißt es immer "HIT RADIO N1" und wechselt nicht, in München wechselt der Name mit dem Programm.
 

CosmicKaizer

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Ist auf der 97,6 in Leipzig genauso. Die teilt sich das private R.SA mit dem Uniradio Mephisto. Letzteres läuft täglich von 10-12 und 18-20 Uhr, was somit gleich zweimal zu einem massiven Formatbruch auf dieser Frequenz führt.
wird auch in Dresden und Chemnitz so gemacht. Allerdings muss da apollo Sendezeit abgeben. Und apollo selbst ist ja -wohlwollend betrachtet- auch eine Art Frequenzsplitting. Erinnert sich noch jemand an den Start von DT64? Die Zeit, bevor DT64 ne eigene UKW-Kette bekam? Da lief von 6 bis 11 das Regionalprogramm aus den DDR-Bezirksstädten, von 11 bis 13 Uhr Hochkultur von Radio DDR 2 und erst ab 13 Uhr ging DT64 auf Sendung. Ein Dreifach-Splitting.
 

Anne1034

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Bei Radio N1 frage ich allerdings ob das wirklich Frequenzteilen ist oder nicht (...)
Die christlichen Anbieter haben eine eigene (von N1 unabhängige) Sendelizenz. Kann aber sein, dass N1 für die Ausstrahlung der Programme verantwortlich ist.

Eine ähnliche Situation gibt's bei Radio Charivari Würzburg. Sonntag bis Donnerstag von 21.00 bis 22.00 sendet auf den Charivari-Frequenzen Radio Opera, ein Sender, der eine eigene Sendelizenz besitzt, sein Programm aber von Charivari ausstrahlen lässt. Könnte mir vorstellen, dass auch in diesem Fall im RDS der Name Charivari angezeigt wird, obwohl Charivari rechtlich gesehen Sendepause hat.

Da N1 und Charivari keinen Einfluss auf die Programme der Kleinanbieter haben, würde ich schon von Frequenzsplitting sprechen.
 

Lord Helmchen

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Interessant finde ich ja, dass die christlichen Untermieter die Hörer von Hitradio N1 anscheinend nicht abschrecken. Dabei haben heutzutage manch öffentlich-rechtliche Sender Angst, dass ihnen bei Wortbeiträgen länger als drei Minuten die Hörer stiften gehen.
 

radiobino

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@Lord Helmchen , ich habe zwar schon lange nicht mehr bei N1 reingehört kann mich aber noch erinnern dass die Christlichen Programme sich auch an die junge N1 Hörerschaft wendet und so produziert wird dass es keinen Bruch zwischen N1 und den Christlichen Programmen gibt.

Wer es nicht weiß wird es kaum merken. Der einzige Unterschied zu N1 wird dann sein dass die Themen christlich bezogen sind.
 

Anne1034

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@radiobino: Das mag für das "christliche Hit-Radio" PRAY 92,9 gelten, aber nicht für Radio Meilensteine. Spätestens beim Kinderformat "Meilensteinchen" dürfte der durchschnittliche N1-Hörer abschalten.

Kann N1 aber egal sein, da Radio Meilensteine sonntags von 9.00 bis 10.00 sendet - und um diese Zeit dürften die meisten N1-Hörer noch in den Federn liegen...

AREF erwähne ich an dieser Stelle absichtlich nicht, da ich das Programm noch nie gehört habe.
 

radiobino

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Wie gesagt ist schon einige Zeit her. Kann aber sein dass ich damals Pray 92.9 gehört habe. Bin aber so oder so eher der Radio F hörer.
 
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