• Wie aus den radioforen.de-Nutzungsbedingungen hervorgeht, darf kein urheberrechtlich geschütztes Material veröffentlicht werden. Zur Identifizierung von Interpret und Titel (o.ä.) dürfen jedoch Hörproben bis zu 30 Sekunden angehängt werden. Was darüber hinausgeht, können wir nicht tolerieren.

Das klingt ähnlich, oder?


#77
Passt eigentlich auch hier rein:
Zitat von https://www.ndr.de/ndr1niedersachsen/DJ-Bobo-Somebody-Dance-With-Me:
(...)1993 soll dann "Somebody Dance With Me" der Durchbruch werden. Der Sprechgesang ist von DJ Bobo, der Refrain allerdings nicht. Denn der erinnert sehr an einen Hit aus den 80er-Jahren: "Somebody's Watching Me" von Rockwell. DJ Bobo hat ursprünglich nicht nur die Melodie, sondern sogar den Text übernommen, erzählt er Jahre später im Schweizer Fernsehen: "Sieben Sekunden darf man übernehmen, das hatten wir mal so gehört als Richtlinie - dass es dann gratis ist. Da haben wir genau gemessen, wie viel das ist und gedacht 'Hey, das ist es, wir haben den Hit!'. Kurz bevor der Song herauskam, hat die Plattenfirma aber gesagt 'Das könnt ihr nicht machen, ändert wenigstens noch den Text!'. Und so haben wir aus 'Somebody's Watching Me' schnell 'Somebody Dance With Me' gemacht."
 
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#78
Bis heute hat Ian Anderson von Jethro Tull keine Tantiemen bekommen, dafür dass er praktisch das komplette Gitarrenthema von "Hotel California" der Eagles komponiert hat.

Jethro Tull - We Used To Know (entstammt aus dem Album "Stand Up" aus dem Jahre 1969).

"Hotel California" brauche ich nicht zu verlinken. Der läuft ja regelmässig.
 
#79
Bis heute hat Ian Anderson von Jethro Tull keine Tantiemen bekommen
Warum sollte er auch? Selbst wenn "Hotel California" dem Stück "We Used to Know" ähneln sollte, so hat Ian Anderson bisher niemals urheberrechtliche Ansprüche gestellt. Er tritt dem Plagiatsvorwurf zudem sogar mit der Einschätzung entgegen, "es handle sich lediglich um eine sehr ähnliche Akkordfolge mit unterschiedlichem Timing und in anderer Tonart.", (so sagt Wiki).

Ich begreife nach wie vor nicht, warum Außenstehende sogar dort Skandale wittern, wo die Beteiligten kein Problem miteiander haben.
 
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#80
Ich begreife nach wie vor nicht, warum Außenstehende sogar dort Skandale wittern, wo die Beteiligten kein Problem miteiander haben.
Den Begriff "Skandal" hatte ich auch nicht verwendet. Ian Anderson im übrigen auch nicht. Als ich Jethro Tull live sah, sagte er in einer eher humorvollen und anspielungsreichen Art bei der der Ankündigung des Titels "We Used To Know", dass ihm eigentlich hierfür noch ein paar Tantiemen zustehen würden.

Subjektiv betrachtet finde ich es schade, denn wenn man die ganzen Radioeinsätze aufaddiert, springt bestimmt ein schönes "Sümmchen" dabei raus.

Und die These mit dem Unterbewusstsein ist mir durchaus geläufig. Falls hierzu Einwände kommen sollten. ;)
 
#81
Als ich Jethro Tull live sah, sagte er in einer eher humorvollen und anspielungsreichen Art bei der der Ankündigung des Titels "We Used To Know", dass ihm eigentlich hierfür noch ein paar Tantiemen zustehen würden.
Köstlich. Das finde ich eine großartige Einstellung. Er hat/hatte es ja in der Hand, Ansprüche geltend zu machen, tat es nicht und kokettiert andererseits damit auf der Bühne. Da hätte ich ebenfalls applaudiert. Lass uns statt "Skandal" den Begriff "Verwunderung" nehmen, okay? ;)
 
#83
Wenn es nur um Akkordfolgen ginge, müssten 98% heutiger Popmusiker Tantiemen an denjenigen bezahlen, der zuerst I V VIm IV im Einsatz hatte.
Bei Hotel California war es wohl tatsächlich eher die unbewusste Übernahme der Akkordfolge. So offensichtlich abgekupfert wirkt das nicht.
 
#89
Der Thread ist ja unterhaltsam, aber ich bin immer noch der Meinung, dass Plagiatsvorwürfe in der Popmusik zu 99,9% sofort abgewiesen werden sollten.
Lustig finde ich auch Fälle, bei denen z.B. ein Musikant aus Rumänien behauptet, ein bekannter Popmusiker hätte bei einem seiner Lieder geklaut. Der Musikant geht dann tatsächlich davon aus, dass große Popmusiker in ihrer Freizeit zwecks Klau seinen Liedern lauschen.
Das ist jetzt nur ein Beispiel, aber einen ähnlichen Fall gab es tatsächlich.
 
#90
Wie aus den radioforen.de-Nutzungsbedingungen hervorgeht, darf kein urheberrechtlich geschütztes Material veröffentlicht werden. Zur Identifizierung von Interpret und Titel (o.ä.) dürfen jedoch Hörproben bis zu 30 Sekunden angehängt werden. Was darüber hinausgeht, können wir nicht tolerieren.

Klingt ja fast so schlimm wie das UploadFilter bei Utube mit Content ID Beschwerden. Und laut Gema darf ich noch nicht einmal Gitarre spielen. Es ist ja alles urheberrechtlich geschützt. Das ist wieder typisch für das Abwürgen jeglicher musikalischer Kreativität. Hauptsache, die sowieso Millionen kassiert haben, kriegen den Hals nicht voll.
 
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#91
Heute fiel mir mal wieder ein, dass es zwei Songs gibt, die sich, zumindest in der ersten Phase von den Akkorden her sehr ähneln:

Tracy Chapman - Talkin' About a Revolution (1988)


Die Ärzte - Grotesksong (1998)


Ich habe irgendwie den Verdacht, dass das Ganze ein musikalischer Insider sein könnte, da das eine Lied schon ein Protestsong und das andere ein Lied gegen Protestsongs ist (nicht gegen ersteres Lied), was echt kreativ wäre, wenn dem so ist.
 
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#94
Aus

Bonnie Tyler - If you were a woman (and I was a man) (1986)

wird

Bon Jovi - Livin' On A Prayer (Official Music Video)

wird

Ava Max - Kings & Queens [Official Music Video].
 
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#95
Witzig, auf Bon Jovi kam Frank Seidel (hr3) dabei auch, allerdings dachte er an "You give love a bad name".

Und endlich weiß ich auch woran ich beim Refrain von "Boyfriend" von Mabel immer wieder denken muss(te) ohne, dass mir bisher der Name einfiel, jetzt hab ich es, "Remember me" von Blue Boy!
 
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#97
Der Thread ist ja unterhaltsam, aber ich bin immer noch der Meinung, dass Plagiatsvorwürfe in der Popmusik zu 99,9% sofort abgewiesen werden sollten.
Lustig finde ich auch Fälle, bei denen z.B. ein Musikant aus Rumänien behauptet, ein bekannter Popmusiker hätte bei einem seiner Lieder geklaut. Der Musikant geht dann tatsächlich davon aus, dass große Popmusiker in ihrer Freizeit zwecks Klau seinen Liedern lauschen.
Das ist jetzt nur ein Beispiel, aber einen ähnlichen Fall gab es tatsächlich.
Das muss aber eigentlich ein Pole namens Pjotrek Popolski gewesen sein... jedenfalls wenn wir Achim Hagemann und seiner gleichsam unterhaltsamen wie musikalisch hochwertigen „Der Popolski Show“ glauben schenken ;)
 
#98
Bei Ava Koci alias AvaMax (Wurzeln in Albanien) klingt sowieso irgendwie immer alles gleich. Vielleicht nimmt man das auf dem Balkan nicht so ernst mit dem Kopieren und Sampeln :D

Langsam merken auch die Radiostationen dass die heute angesagten Künstler keine eigenen Ideen mehr haben und nur noch abkupfern und machen sich einen Spaß daraus Original und Nachmachware gegenüberzustellen.
Häufig laufen auch schon mal zwei oder drei solcher Cover hintereinander, weil es zurzeit soviele davon gibt.

"Nea - Some Say" bedient sich ziemlich unverfroren bei "Eiffel65 - Blue Da Ba Dee" . Die Kosovo-Albanerin Dua Lipa hat sich Inspiration in Down under geholt... (im Anhang)

Wobei ich mich da eher an "Charly Puth - How long has this been going on" erinnert fühle...
 

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#99
Langsam merken auch die Radiostationen dass die heute angesagten Künstler keine eigenen Ideen mehr haben und nur noch abkupfern
Ich schwöre, dass das der Musikchef von meinem Sender und Brötchengeber bereits 1997, also ironischerweise im Geburtsjahr von Finneas Baird O´Connell, gemerkt hatte! Ich saß oder stand neben ihm, als ers gesagt hat.

Als aber Finneas alt genug war, um eigene Ideen haben zu können, schüttelte er selbige nur so aus dem Ärmel und realisierte sie dann klugerweise mit seiner nicht minder talentierten jüngeren Schwester Billie Eilish. (Der Bruder von Kim Wilde war bereits Anfang der 80er ähnlich klug gewesen.)

Angesagte Goldene-Kamera-Film- und Fernsehstars tanzten bereits wenig später auf der Aftershow-Party zu Finneas´ und Billie Eilishs eigenen Ideen, die kurz zuvor in Finneas´ Jugendzimmer komponiert worden waren.

Hoffe, ich habe jetzt aus Versehen keine eigene Idee eines angesagten Künstlers von 1997 bis heute unterschlagen. Aber ich glaube, das wars.
 
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