Entwicklungsperspektiven für den Rundfunk in Rheinland-Pfalz


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radiohelfer

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#1
Die Landesmedienanstallt hat ein Perspektivenplan für den Rundfunk in Rheinlanf Pfalz bis 2007 endwickelt. Der sieht unter anderem vor die Stärkung des regionalen Hörfunks und der Berichterstattung, die Stärkung der Offenen Kanäle und die verbesserte Überwachung der regionale Medien. Ich habe einge Textausschnitt aus dem Programm kopiert.3. Hörfunk und Fernsehen


Hörfunk

Lokale und regionale Hörfunk- und Fernsehveranstalter müssen in den Stand gesetzt werden, den Nachweis über Reichweite und Demographie von Programm und Werbung gegenüber den Werbetreibenden zu führen.

a) Die LPR wird die Veranstalter weiterhin durch die Vergabe oder Förderung von Gutachten zur Markt- und Zuschauerforschung unterstützen.

b) Sie wird besonderes Augenmerk auf die Vermittlung der Ergebnisse dieser Untersuchungen in die Praxis legen.

Eine Förderung der technischen Verbreitung und der studiotechnischen Ausstattung ist bei Pilotversuchen und in der Einführungsphase digitaler Systeme möglich, sofern angesichts der Neuheit des Mediums und der erforderlichen Markteinführung von Empfangsgeräten eine solche sinnvoll ist.

4. Offene Kanäle

Hinsichtlich der Offenen Kanäle treibt die LPR das „Zwei-Säulen-Modell: Lokales und Bildung“ weiter voran: Sie stärkt entsprechend den gesetzlichen Vorgaben die Funktion der Offenen Kanäle, Bestandteil der lokalen und regionalen Kommunikation zu sein und bindet die Offenen Kanäle in Medienkompetenznetzwerke mit dem Ziel der Medienkompetenzförderung ein.

a) Die LPR erarbeitet über die bestehenden Parameter hinaus weitere Parameter für eine Optimierung der OK-Landschaft in Rheinland-Pfalz.

b) Sie entwickelt ihren Maßnahmenkatalog zur Förderung des Funktionsauftrages der Offenen Kanäle, Bestandteil lokaler und regionaler Kommunikation zu sein, fort und ergänzt diesen um Kriterien, an denen die Umsetzung gemessen werden kann.

c) Die LPR entwickelt ein Konzept zur Unterstützung der Gründung von Medienkompetenznetzwerken, das auch der Einbindung der Offenen Kanäle in die Medienkompetenznetzwerke Rechnung trägt.

d) Die LPR sichert den chancengleichen Zugang der Offenen Kanäle sowohl zur bisherigen als auch zur künftigen digitalen Verbreitung im Kabel. Sie hält Schritt in der allgemeinen Entwicklung der Studio- und Produktionstechnik durch entsprechende semiprofessionellen Ausstattung der Offenen Kanäle, auch mit Computertechnik.

e) Die LPR fördert die Vernetzung von Offenen Kanälen auf elektronischen Wegen zum verbesserten Programm- und Informationsaustausch. Sie prüft und erprobt ggf. die Verbreitung von Offenen Kanälen über zusätzliche digitale Übertragungswege, um einen Empfang auch den Haushalten ohne Kabelanschluss zu ermöglichen.


Teil 2: Regionaler Hörfunk

I. Die privaten Veranstalter in Rheinland-Pfalz

Die Information über lokale und regionale Geschehnisse ist Bestandteil des landesweiten Radioprogramms RPR 1. Zu diesem Zweck wird es in die vier Räume Pfalz, Mainz, Koblenz und Trier (sowie zusätzlich Raum Ahrweiler/Köln) auseinander geschaltet mit jeweils spezifischen Regionalnachrichten. Diese machen etwa 2 Minuten pro Sendestunde aus. Insoweit kann RPR 1 zwar aktuell berichten, diese Information ist jedoch, wie es dem Medium entspricht, auf kurze, schlagzeilenähnliche Information beschränkt. Auch dieser Standard allerdings ist durchgängig zu sichern. Die LPR führt Programmanalysen durch, um die Einhaltung der entsprechenden Lizenzvorgaben zu prüfen.

BigFM ist ein an ein jugendliches Publikum gerichtetes Spartenprogramm, das landesweit empfangbar ist und seiner Lizenz nach keine lokalen und regionalen Inhalte aufweisen muss. Der Veranstalter weist allerdings richtigerweise darauf hin, dass eine Zuhörerbindung zu diesem – ursprünglich in Baden-Württemberg entwickelten – Programm in Rheinland-Pfalz nur dann entstehen kann, wenn auch ein Bezug zum eigenen Lebensraum erkennbar ist. Dieser wird allerdings in der Regel durch Promotion- und Gewinnspielaktionen hergestellt und nicht durch Nachrichten.

Das Programm von Radio Rockland ist als Vollprogramm lizenziert und weist deshalb einen Nachrichtenanteil auf. Dieser allerdings beschränkt sich zulässigerweise auf Welt- und nationale Nachrichten, die zugeliefert werden. Die LPR begrüßt die Regionalisierungsbestrebungen von Radio Rockland; das Ergebnis bleibt abzuwarten.

Ebenso hat das Domradio nicht den Auftrag, in Rheinland-Pfalz lokale und regionale Informationen zu verbreiten, auch wenn z.B. Mainz oder Trier als Bischofssitze Schauplätze von Nachrichten sein können.

Ein Programm für Deutschtürken in deutscher und türkischer Sprache ist Radyo Metropol FM, das in Berlin produziert wird und in Ludwigshafen/Mannheim auf einer Kleinstfrequenz verbreitet wird. Der Lokalbezug wird durch Nachrichten für den Rhein-Neckar-Raum (12-mal/Tag ca. 2 Min.) hergestellt.

Die LPR hatte das Experiment eines lokalen Hörfunks Radio Donnersberg ermöglicht, der mit zuletzt drei Kleinstleistungssendern im Raum Kirchheimbolanden von 1993 bis 2002 auf Sendung war. Allerdings hat sich gezeigt, dass eine nichtprofessionelle oder semiprofessionelle Durchführung einer solchen Veranstaltung dauerhaft auch dann nicht realisierbar ist, wenn die Beteiligten hoch motiviert sind. Tragfähige Strukturen setzen professionelle Rundfunkveranstaltung voraus.

Dies erweist sich etwa bei Radio in Trier (früher: Radio 22). Der Sender versorgt den Landkreis Trier-Saarburg mit dem Schwerpunkt in Trier. Er hat durch aggressive Marketingmaßnahmen (hohe Zahl von Akquisitionskontakten, geringe Werbepreise etc.) einen Werbemarkt gefunden, der bisher von RPR 1 mit seinem Regionalstudio Trier nicht ausgeschöpft worden war. Insoweit hat sich gezeigt, dass ein lokaler Sender durchaus auch an einem Standort tragfähig sein kann, an dem RPR 1 ein regionalisiertes Programm anbietet.
Quelle:http://www.lpr-online.de/default.asp?inhalt=http://www.lpr-online.de/aktuelles_news_detail.asp?id=54

Hier ist auch der gesammte Text zu entnehmen.
 
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