Frank Laufenberg macht eigenes Webradio "Pop Stop"

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So schön es einerseits natürlich ist, das PopStop wieder da ist, so bleibt andererseits aber auch zu hoffen, das sich PopStop und Matchbox Radio jetzt nicht gegenseitig Publikum abspenstig machen und für beide genug Interesse vorhanden ist, so das es sich auch für beide Sender lohnt, den ganzen Aufwand zu betreiben.

Im Interesse der Vielfalt wäre es beiden zu wünschen, welche Differenzen es im Hintergrund auch immer gegeben haben mag.
 
Erstmal Danke an die Radioszene für das aufschlussreiche Interview mit Frank Laufenberg. Er beantwortet alle Fragen rund um gutgemachtes Radio, die auch hier im Forum immer wieder hoch und runterdiskutiert werden, mit dem einen Satz:
"Solange Heinz, ich und einige Kollegen Spaß am Radio machen haben, machen wir weiter."
Das Schlüsselwort lautet "Spaß". Den müssen die Macher haben, und dann schaffen sie es auch, dass ihn auch die Hörer haben.

Und geradezu magisch ist natürlich das Zitat von Berthold Brecht am Ende (das ich bislang noch nicht kannte): Bertolt Brecht 1927: „Ein Mann, der etwas zu sagen hat und keine Zuhörer findet, ist schlimm dran. Noch schlimmer sind Zuhörer dran, die keinen finden, der ihnen etwas zu sagen hat!“
Es ist, als hätte Brecht einen Blick in die Radiozukunft des Jahres 2024 geworfen.
 
Bin wieder erstaunt über die Copyright-Angaben unter den schönen Fotos im Interview. Die alten Bilder stammen vermutlich aus dem Privatarchiv von Laufenberg. Trotzdem gibt es aber einen Fotografen, der die Bilder damals gemacht hat. Und bei diesem bzw. seinen Erben liegen weiterhin alle Rechte. Mit gar keiner Angabe oder "Bild: privat" muss man sich über eine Abmahnung nicht wundern. "Bild: Frank Laufenberg" kann für ein Foto, auf dem er selbst zu sehen ist nur stimmen, wenn er einen Selbstauslöser verwendet hat. ;)
 
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Wenn jemand privat (z.B. auch mit seiner eigener Kamera) fotografiert wird und der Fotograf später nicht mehr bekannt bzw. ermittelt werden kann, schreiben wir oft "(Bild: privat)" oder Privatarchiv [Name].
Bei sehr alten Fotos sind selbst dem SWF/SWR nicht mehr die Namen aller damaligen Haus-Fotografen bekannt. Außerdem verlieren die "Lichtbilder" 50 Jahre nach Erstellung bzw. Veröffentlichung das Urheberrecht und fallen in die sogenannte Gemeinfreiheit, vgl. z.B. hier!

Wir haben aber auf Grund Deines Beitrags nochmal einige Fotos ausgetauscht.
 
Wir haben aber auf Grund Deines Beitrags nochmal einige Fotos ausgetauscht.
Na, da werde ich wieder Hate für bekommen.

Ich fürchte, dass gerade die Fotos, die im Auftrag eines Senders in den Redaktionsräumen gemacht wurden, meist für Pressemeldungen, Hauszeitungen u.ä., nicht als Lichtbild gelten und daher nicht nach 50 Jahren frei werden. Schön wäre es. Auch wurden sie meist von professionellen Fotografen erstellt, was dann eher in Richtung Lichtbildwerk weist. Dass die Sender die Namen der Fotografen ggf. nicht mehr kennen, ändert leider nichts an der Rechtslage.

 
Und warum sollten genau die Pressefotos im Auftrag eines Senders nicht als Lichtbild gelten? Sie dienen doch i.A. der Dokumentation zum Zwecke der Veröffentlichung über die Presse. Bei einem Lichtbildwerk steht laut der Kanzlei Hoesmann die Gestaltung des Fotos im Vordergrund. Wenn der Unterschied zwischen Lichtbild und Lichtbildwerk so leicht umzudeuten ist, warum gibt es ihn dann überhaupt?
Wie lautet die Faustformel zur Unterscheidung von Lichtbildern und Lichtbildwerken?
Lichtbild: Unveränderte, naturgetreue Wiedergabe
Beispiel: Produktfotografie, Fotos von Zeichnungen, Bildberichterstattung
Lichtbildwerk: Die Gestaltung des Fotos steht im Vordergrund
Quelle: KANZLEI HOESMANN (Medienrecht, Urheberrecht und Wirtschaftsrecht)
 
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Und warum sollten genau die Pressefotos im Auftrag eines Senders nicht als Lichtbild gelten? Sie dienen doch i.A. der Dokumentation zum Zwecke der Veröffentlichung über die Presse. Bei einem Lichtbildwerk steht laut der Kanzlei Hoesmann die Gestaltung des Fotos im Vordergrund. Wenn der Unterschied zwischen Lichtbild und Lichtbildwerk so leicht umzudeuten ist, warum gibt es ihn dann überhaupt?
Das sind alles gute Fragen. Aber: Wo kein Kläger, da kein Richter. Daher sind pauschale Aussagen nicht möglich. Ein "Pressefoto" im rechtlichen Sinne gibt es nicht. Die "Schöpfungshöhe" müsste jeweils im Einzelfall entschieden werden. Ich vermute, wenn der Fotograf dieses Bildes käme, bei dem die drei SWR-Moderatoren so lustig in die Kamera geschaut haben, und sagen würde, er hätte das damals alles lange geprobt und arrangiert und dann aus zig Bildern genau dieses ausgewählt, dann wird man schlecht argumentieren können, das sein nur ein "Schnappschuss" und daher nicht als Werk einzustufen.

Wenn ich als bezahlter Fotograf sage, stellt euch mal vor das Senderlogo und haltet eure Tassen mit Senderlogo hoch, denn ist das doch nach der Definition oben schon eine "Gestaltung". Und so entstehen auch die meisten PR/Pressefotos.
 
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Dann ist die Unterscheidung tatsächlich überflüssig und es gilt nur noch das Passfoto aus dem Automaten als Lichbild. Alles andere sind Lichtbildwerke, denn es gibt vor Gericht auch keine Möglichkeit, das Gegenteil zu behaupten. Jedes noch so verwackelte, unscharfe Foto kann dann verbal als absichtlich künstlerisch gestaltet bezeichnet werden. Es gibt offenbar keine Instanz, die objektiv bestimmen kann, wann eine „Schöpfungshöhe“ zu gering ist. Vgl. OGH-Urteil.
 
Das ist nun wieder zu krass. Früher gab es eben technisch bedingt keine einfache Möglichkeit spontaner Schnappschüsse. Im Smartphone-Zeitalter ist das anders. Es ist doch sicher unstrittig, dass die Bilder, die gestern @Philclock beim DT64-Abend gemacht und hier hochgeladen hat, eindeutig Lichtbilder sind. Auch die Bilder, die er beim radioeins Vinyltag gemacht hat.

Aber nun bitte wieder zurück zu Frank Laufenberg und seinen Projekten.
 
Wenn ein Presse- oder Prospektfoto seinerzeit zu genau diesem Zweck gemacht wurde, um es in einem Prospekt abzudrucken oder der Presse zum möglichst häufigen Abdruck zur Verfügung zu stellen, so ist doch davon auszugehen, dass dieser Zweck, solange er nicht widerrufen wurde, auch heute noch zum Abdruck der Bilder in einem Medium freigegeben ist, ohne dass man noch mal extra fragen muss.
 
so meine ich dies nicht; eher, dass Popstop mehrheitlich Rotation abstrahlt. Sonst abends Sendungen von früher, ausser der Montag, der live is. Alles andere is von früher, aus vergangenen Zeiten
 
Ende des Jahres 2024 wird Popstop dann endgültig(?) eingestellt. Nach Angaben von Frank Laufenberg machen ihm nicht näher bezeichnete "technische Schwierigkeiten, mit denen Internetradio zu kämpfen hat" keinen Spaß mehr.
 
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Nach Angaben von Frank Laufenberg machen ihm nicht näher bezeichnete "technische Schwierigkeiten, mit denen Internetradio zu kämpfen hat" keinen Spaß mehr.
Erst hatte er "Schwierigkeiten" mit seinen Moderatoren. Jetzt ist es das pöse Internet. Ganz ehrlich: Seine leicht depressive Art, zu moderieren, hat mir noch nie zugesagt. Andere Web-Sender haben die gleichen Bedingungen. Bin schon lange zu Radio Matchbox gewechselt. Moderatoren haben alle Freiheiten & der Sender ist ganz großes Ohrenkino::)
 
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Grund für die Einstellung sollen "nicht zu regulierende Werbeeinspielungen seitens des technischen Dienstleisters" sein.
Es geht dabei wohl dabei noch immer um die Werbung nach 20 Uhr, die in den moderierten Sendungen zu hören ist, obwohl mit RMN vereinbart sei, in der Zeit keine Werbung zu spielen. Zwischen Werbung will man jedoch kein Radio machen und es wird wohl auch manchmal die laufende Musik einfach durch Werbung unterbrochen.
 
Planen müsste man gar nichts, da keinerlei Werbung gewünscht und vereinbart, in der Zeit wo man moderierte Sendungen sendet. In der Zeit, vor dem 1.Ende von Popstop gab es überhaupt keine Werbung. Über RMN lief es da auch. Ein wenig Einnahmen will man durch Werbung will man dann jetzt doch, aber nur während der Nonstop-Musik-Sendestrecken.
Auch beim Schlagerparadies (gehört zu RMN) wird der Stream teilweise einfach durch Werbung unterbrochen, ohne Rücksicht auf das Programm. Das ist dann wohl überall bei RMN so.
 
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Oder das ganze im Sendeablauf einfach besser planen.
Da kannst du nix planen. Apps wie beispielsweise die allseits beliebte radio.de-App unterbricht in ihrer Free-Version willkürlich den Stream und spült dir Werbung auf die Ohren. Da kann der Veranstalter erstmal wenig für. Eine einfache Lösung wäre das Programm grundsätzlich über den auf der Homepage angegebenen Direktstream zu hören. Aber wer macht das schon? So bedient sich der verwöhnte Hörer halt Apps, die zwar gratis sind, die aber unterm Strich verständlicherweise auch ein paar Euro verdienen wollen für ihren Service. Wer hindert Laufenberg denn den Stream bei Phonostar & Co rauszunehmen und grundsätzlich nur noch über eine eigene PopStop-App zu versenden? Damit könnte er das Werbungsphänomen unterbinden.
 
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