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Hörfunk in der ARD optimiert Verkehrsservice

Dieses Thema im Forum "Radioszene Deutschland" wurde erstellt von mehr-privatradio, 31. Mai 2005.

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  1. mehr-privatradio

    mehr-privatradio Benutzer

    Die Autofahrer auf bundesdeutschen Straßen werden von den Radioprogrammen in der ARD künftig noch schneller, umfassender und präziser über Staus und andere Behinderungen informiert. Der Hörfunk des NDR startet am 1. Juni 2005 mit dem Testbetrieb des optimierten Services nach dem neuen technischen Verfahren TPEG über sein digital ausgestrahltes Radioprogramm NDR 2. Auch WDR und SWR bieten in ihren digitalen Hörfunkprogrammen den erweiterten Verkehrs- und Reise-Service.

    Gernot Romann, Programmdirektor Hörfunk des NDR und stellvertretender Vorsitzender der ARD-Hörfunkkommission: "Die Radioprogramme in der ARD, die als die zuverlässigsten und schnellsten Anbieter von Verkehrsinformationen gelten, bieten den Autofahrern künftig nicht nur mehr, sondern auch präzisere Informationen, da sie nicht mehr auf fest vorgegebene Locations wie Autobahnabfahrten angewiesen sind. Die Informations- und Servicefunktion des Hörfunks in der ARD wird also weiter optimiert."

    Die Abkürzung "TPEG" steht für "Transport Protocol Experts Group". Das Übermittlungsverfahren kann als Meilenstein in der Entwicklung von Digitaltechniken für den Hörfunk angesehen werden: Meldungen aus dem untergeordneten Straßennetz, vor allem aber aus den Innenstädten, können erstmals von dynamisch arbeitenden Navigationsgeräten ausgelesen werden. Meldungen, die sich auf neue oder veränderte Autobahnabschnitte beziehen, werden sofort berücksichtigt. TPEG bietet darüber hinaus die Grundlage für "echte Mobilitätsportale": Informationen zu Schiffs-, Flug-, Bahn- und Buslinien, also zum gesamten Bereich des Öffentlichen Verkehrs, können in Navigationsgeräten der nächsten Generation und in "Handhelds" (PDAs) als Text oder Grafik und in unterschiedlichen Sprachen übermittelt werden.

    Seit 1997 entwickelte eine Expertengruppe innerhalb der Europäischen Rundfunkunion (EBU), zu der auch das Institut für Rundfunktechnik (IRT) gehört, diesen Standard. Die TPEG Technologie baut auf den Erfahrungen auf, die bisher mit RDS-TMC (Radio Data System-Traffic Message Channel) gewonnen wurden. RDS-TMC, Ende der 80er-Jahre von den ARD-Anstalten eingeführt, dient der Übermittlung von Verkehrsinformationen mit Hilfe digitaler Signale und ist nur für Straßenverkehrsmeldungen konzipiert, hauptsächlich im Bereich zwischen den Städten.

    Schon heute bieten die Radioprogramme der ARD einen umfassenden und schnellen Verkehrs-Service rund um die Uhr. Eingehende Meldungen werden in den Verkehrsfunkredaktionen auf Plausibilität überprüft, nach journalistischen Kriterien gewichtet und universell verbreitet. Von den Verkehrsmeldungen im Hörfunk über Videotext bis hin zum Internet sind diese Informationen für jeden uneingeschränkt frei und ohne zusätzliche Kosten zugänglich. In Zusammenarbeit mit der EBU kann nun bei Bedarf auch die Verkehrslage jenseits der bundesdeutschen Grenzen berücksichtigt werden.

    Quelle Infosat
     
  2. Grenzwelle

    Grenzwelle Benutzer

    AW: Hörfunk in der ARD optimiert Verkehrsservice

    :D :D :D

    Also zumindest in Hessen stimmen die (Falsch-)Meldungen meist wörtlich mit denen der privaten Konkurrenz überein.

    Aber das wichtigste und für mich beste an diesem System (und damit auch relevant für dieses Forum):

    Man braucht gar kein Radio mehr zu hören, um es zu benutzen! Nichtmal den Verkehrsfunk!!! :)
     
  3. Makeitso

    Makeitso Benutzer

    AW: Hörfunk in der ARD optimiert Verkehrsservice

    Wow - die ARD hat jetzt also das beste aller denkbaren Verkehrfunksysteme! Wo sie den Service doch "optimiert" haben... :wall:
     
  4. Grenzwelle

    Grenzwelle Benutzer

    AW: Hörfunk in der ARD optimiert Verkehrsservice

    Das 'beste aller denkbaren Verkehrsfunksysteme' beruht - wie auch bei den Privaten - zu 90 Prozent auf Meldungen der Polizei. Das ist seine Schwachstelle. Wenn ein Stau nicht gemeldet wurde, nützt die beste technische Infrastruktur nichts.

    Hier im Rhein/Main-Gebiet wechselt die Verkehrssituation oft innerhalb von 30 Minuten. Warnung und Entwarnung haben aber eine erhebliche Zeitverschiebung zur Realität.

    Man muss davon ausgehen, dass durch steigende Verkehrsdichte und überlastete Polizei die Güte der Meldungen weiter abnimmt. Wie auch die Güte des deutschen Straßennetzes nicht mehr den Anforderungen gewachsen ist, aber das ist ein anderes Thema.

    Es zeigt sich nur, dass alle diese schönen Konstrukte, die vordergründig kein Geld kosten (außer das des Steuer- und Gebührenzahlers) Kartenhäuser sind, die bei Belastung in sich zusammenfallen.
     
  5. freiwild

    freiwild Benutzer

    AW: Hörfunk in der ARD optimiert Verkehrsservice

    "optimiert" klingt verdammt nach SWR-Neusprech. Wenn ich daran denke, was dort seit der Fusion alles optimiert wurde..... <img src="attachment.php?attachmentid=2364">
     

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  6. K 6

    K 6 Benutzer

    AW: Hörfunk in der ARD optimiert Verkehrsservice

    Ja, „optimieren“ ist einer der übelsten Newspeak-Euphemismen überhaupt.

    Kann die Optimierung nun auch etwas, das die TMC-Funktion nicht kann?
     
  7. Grenzwelle

    Grenzwelle Benutzer

    AW: Hörfunk in der ARD optimiert Verkehrsservice

    Um das zu erfahren, sollte man einfach mal den Infosat-Text durchlesen anstelle sich (kollektiv) über das Wort 'optimieren' zu ereifern. ;)
     

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