Was kommt nach dem "Formatradio"?


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Nicht offen für weitere Antworten.
#1
Liebe Runde,

alle meckern über das "Formatradio". Nur die Hörer mögen es!

Was könnte die Hörer vom Formatradio wegholen. Wo sind die Ideen für ein neues!!! Radio. Formatiert oder auch nicht.

Blickt nach vorn und nicht zurück!

Gruss in die Runde
 
#2
moin, moin,
mein lieber 2good2betrue.
alles was auf hörerfang aus ist, ist auch formatradio.
das heißt zwar noch lange nicht, das das radio dann auch format hat, aber immerhin ist jeder der sich gedanken um zielgruppen (und deren erreichbarkeit) macht, formatradiomacher (zumindest auds dieser sicht der dinge...).
 
#3
@honk

Na klar will jedes Radio, ob News-, Talk-, oder was sonst für ein Format, Hörer haben! Sonst braucht doch keiner das Programm auszustrahlen!!!!!! Dann kann ich mein Geld doch den Obdachlosen schenken.

Aber, wie könnte Radio in Zukunft aussehen?

Was könnte die Mehrheit der Menschen hören wollen, außer "Formatradio"??

Gruss in die Runde!
 
#4
Ich glaube, dass es in Zukunft vermehrt Minderheiten-Programme geben wird. Programm, die sich kleine, aber für die Werbewirtschaft interessante Zielgruppen suchen:
z.B.
- Radio für Schwule / gutverdienende konsumfreudige Zielgruppe
- Radio für in D lebende Ausländern / interessante Zilegruppe, weil noch nicht festgefügtes Konsumverhalten
- Radio für Rentner / viel Geld - viel Zeit
- Radio für Studenten / Geldverdiener der Zukunft
 
#5
Ich glaube... dass es NUR Formatradios gibt. Denn auch Programm für Sparten (Ausländer und Schwule, Rentner, Studenten und sexuell frustrierte Velours-Kopfkissenüberzug-Hersteller) sind letztendlich auf ihre Zielgruppe ausgerichtet und somit Formatradio.

Nur am Rande: Ich kenne viele Studenten mit vielen verschiedenen Interessen. Für wen soll ich Programm machen? Für die die Techno mögen, oder für die, die Schlager hören?

Liebe Format-Gegner, gesteht Euch doch endlich ein, dass auch Ihr formatieren würdet. Ungern und unbewusst - ja. Aber Alles hat Format... auch die Wurst hat eins.

WEITERMACHEN !
 
#6
Natürlich werden das auch Formatprogramme.
Formatprogramme sind ja nicht wirklich schlimm. Die, die sich über Formate aufregen, haben halt das Pech, dass es ihr Format (noch) nicht gibt.
 
#7
Wenn man "Formatradio" so definiert wie oben geschehen, kann man sich glaub ich damit anfreunden. 6Music z.B. ist ja demnach auch ein Formatradio wie es im Buche steht. Zur Zeit bedeutet Formatradio in Deutschland allerdings nur, dass sich ein Sender anhört wie der andere - Einheitsbrei mit Musikrotation von 150 Titeln, schlechten Claims und meist wenig intelligenten Gewinnspielen. Ich glaube, dass ist es, was der Eröffner der Threads meinte.
 
#8
moin, moin,
@ studix.

wir leben in der marktwirtschaft. und in dieser zählen zwei dinge. erfolg und kohle.
und da die meisten hier an beiden dingen interessiert sind, stehen sie auch dazu.
und um im radio erfolg zu haben (und die entsprechende kohle zu verdienen), braucht man nun mal werbung. und diese bekomme ich nur, wenn ich möglichst viele hörer habe. und diese bekomme ich nur wenn ich formatradio mache. und ein wichtiger bestandteil des formatradios ist die durchhörbarkeit.

alle anderen, die nicht auf formatradio stehen, sind entweder die minderheit (sonst würde es ein format für sie geben) oder noch viel schlimmer, sie sind bei den ö-r, den die beokmmen ihre kohle durch die gez-dusche.

;)))
 
#9
moin, moin,
noch eine sache:
erst wenn die werbeindustrie (und die bezahlt unser aller täglich brot, wenn wir beim irgendeinem medium arbeiten), sich darauf einlässt, deutlich gezielter ihr geld einzusetzen (und nicht wie bisher die dusche auf die 14-49 jährigen schüttet), werden kleine spartenradios eine echte überlebenschance erhalten.
und dann auch nur, wenn sie möglichst wenig aufwand (personal) betreiben. das wiederherum bedeutet (neben der engen formatauslegung) auch wieder formatradio.

doch leider ist radio bei den meisten (durchweg den mittleren und großen kunden) nur ein nebenbeimedium, bei dem ich ein wenig braning und eventuell auch image aufbauen kann. und dafür brauche ich dann wieder die breite masse an zuhöreren.
bei den kleinen, regionaleren kunden kommt erschwerend hinzu, das die fast immer den sender buchen, den sie selber hören (scheiß auf die zielgruppe, ich höre den ganzen tag xyz).

also, der weg ist steinig und kann nur funtionieren, wenn man es schafft,andere einnahmequellen anzuzapfen... .
 
#10
@2good...

Mal ehrlich - neues? Würde immer wieder neues formatieren bedeuten.
Es wird wohl in zukunft auch noch sparten geben, die sich übers Musikfomrat eben formatieren (RelxFM-MUC.). Aber da ist der wirtschaftliche Aspekt anders. wenn ich nicht auf Kunden angewiesen bin ... kann ich die Formatierung eher unten halten.
Format bleibt - davon gehe ich mal aus - wie sich das in Zunkunft darstellt und wie penetrant es noch werden könnte, darüber will ich einfach nicht nachdenken. Ich hab noch etwas bis zur Rente und will die auch erleben. Wenn ich mich vorher totgeärgert habe - über Formatierung u.ä. - hab ich nix mehr von;)

PotA.
 
#11
.. es stand in einem anderen Threat: "..ich will wieder handwerklich gut gemachtes Radio..:"

Ja was ist denn ein erfolgreiches (MA-Zahlen als Basis) Formatradio anderes ? Handwerklich so gemachtes Radio, dass sich in der Umfrage die Leute an den Sender erinnern, den sie gehört haben. Kann ich mich an die Station nicht "erinnern", dann hat der Sender einen "Click" weniger bei der MA. Rick de Lisle hat es mal gut ausgedrückt: Die MA-Ergebnisse beruhen einzig und allein, an was sich der Mensch noch erinnern kann - solange die MA auf dieser Basis erhoben wir, ballern die Stationen ihrem Publikum den Namen und den Claim um die Ohren.

...nur mal so ..

Gruss
 
#12
Zur Zeit gibt es in der Schweiz eine interessante und auch zum Teil heftige Diskussion über das Thema Formatradio, da die beiden Marktführer im Raum Zürich, Radio24 und RadioZ, DANK DEUTSCHER BERATER (oder die es glauben zu sein ;)))...)formatiert wurden. Eindeutig geht die Meinungstendenz in Richtung "wir wollen, dass unsere Lieblingsmoderatoren den Satz zu Ende bringen, ohne das darauf hingewiesen wird, das die `Beste Musik aus den 80ern, 90ern und von HEUTE`geclaimt wird...*würgggg*..und vorallem, dass der Hörer nicht genötigt wird, welche Musik die BESTE..*würggg die Zweite*..ist".
Es lebe der unmündige Hörer und Glückwunsch an die, die es verstanden haben, das ACH SOOO WICHTIGE FEELING zwischen Machern und FÜRDIEESGEMACHTWIRD aus Kostengründen aus allen Köpfen zu verbannen.....
SCHADE!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!
 
#13
honk:
"Wir leben in einer Marktwirtschaft"

Seit wann?
Die Lizenzen werden von Behörden vergeben, die bestimmen wer wo seinen "Radiogemüseladen" aufmacht.

Auch Standorte von Supermärkten, Gewerbegebiete werden von Regional-und Stadtplanerischen Instanzen
geplant.
Reine Marktwirtschaft gibt es nur an der Börse.
 
#14
moin, moin

@radiocat.

wer und wie lizenzen vergeben werden ist sicherlich politik. da aber unsere politik sich nach marktwirtschaftlichen vorgaben und wünschen ausrichtet (um nicht zu sagen, die sind von der wirtschaft abhängig...), ist auch die vergabe ein stück marktwirtschaft.

und was dann am ende des tages bei einer lizenz rauskommt ist knallharte marktwirtschaaft.
also, es dreht sicch immer und überall um macht (kohle ist macht).
 
#15
Radio wird formatiert bleiben.

Aber ich kann mir vorstellen, daß die strikten Wortbeschränkungen mal wegfallen werden. Denn letztendlich ist der Spannungsbogen entscheidend. Die erfolgreichen Radioprogramme in den USA und in England haben oft längere Wortstrecken, die in Deutschlands Privatradiolandschaft derzeit undenkbar sind.

Ansonsten glaub ich auch, daß der Radiomarkt sich dahingehend verändern wird, daß die Programme spezieller ausgerichtet werden (aber formatiert bleiben). Das bedeutet jedoch weniger Hörer...
 
#16
@Honk! Ich glaube, ich habe den Verdacht, dass unsere Ansichten zum Thema Radio nicht ganz deckungsgleich sind. Nach meiner Ansicht sollte Radio halt nicht nur eine Maschinerie mit Lizenz zum Gelddrucken nach dem Prinzip "Brot und Spiele" sein. Radio ist für mich als Konsument vielmehr auch ein Stück Kultur und hat demnach neben der Unterhaltung auch einen Bildungs- und Informationsauftrag - vergleichbar mit einem Theater, welches sich i.d.R. auch nicht allein auf marktwirtschaftlicher Basis finanzieren kann, da Kultur nun schlichtweg einmal ein Zuschussgeschäft ist. Deine Ausführungen über die Marktwirtschaft kann ich zwar in der Theorie nachvollziehen - in der Praxis als Hörer pelle ich mir da allerdings ein Ei drauf. In dieser Position zählt für mich ausschließlich die Qualität des Programms, also das, was "hinten rauskommt". Dafür bin ich dann auch gern bereit, meine Gebühren zu entrichten.
 

RayShapes

Gesperrter Benutzer
#17
Ja studix, Gebühren ist ja auch so ein Reizwort für die Privaten, v.a. beim Fernsehen. Komischerweise legen doch alle bei der Auswahl ihrer Klamotten Wert auf Qualität, auf Namen, auf Marken und zeigen dies auch gerne. Wenn es dann aber darum geht, ein solches Kulturgut, wie das Radio, nicht verkommen zu lassen, hört man plötzlich oft etwas von Sparzwang, Kosten, MA, Einschaltzahlen usw. Niemand sagt etwas von Qualität. Es wird höchstens mal der Begriff Marke im Zusammenhang mit Radio gebraucht (NRJ). Wenn das die tollen Marken sein sollen, kann man doch nur lachen! Möglichst billich gemacht. Der coole Jugendliche, immer up 2 date, würde sich ja auch nicht die tollen Reno-Billig-Schuhe antun (wenn die von Reno sagen würden: „Ja wir müssen aber kostendeckend arbeiten“), aber als Radio, na da kann man der Werbekundschaft doch so was als DAS Markenradio für junge und aufgeweckte Leute verkaufen.
Ich meine ja, dass hier was faul ist. Es sollten andere Maßstäbe gelten und die Leute sollten sich nicht immer für blöd verkaufen lassen, aber vielleicht sehen sie das alles auch nicht so streng und denken bei NRJ nicht an „Marke“ (auch nicht unterschwellig), sondern würden auch nen anderen Dudler einschalten, wenn’s oben besagten nicht gäbe.
 
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