DAB+-Multiplexe in Sachsen

Für den Rest reicht die Versorgung aus Leipzig und Dresden ja noch völlig aus.
Wenn ich die A4 von Dresden nach Chemnitz fahre gibt es leider 3-4 Lücken in der Versorgung der Regio Muxe, wo die BCS und Regiocast Programme drin sind. Kann ich als Laie nicht beurteilen, ob Oschatz da helfen würde, Fakt ist irgendein Füllsender wäre schon nützlich, wenn man sich mal von Ukw lösen will
 
Der Regiomux 10A müsste auf jeden Fall mit 10KW auf den Collm mit drauf, da es hier keine SFN Vorteile mit den anderen Kanälen gibt. Ich find auch, dass ebenfalls 7A mit da drauf gehört, als Unterstützung für Dresden im westlichen Umland der Stadt um da die richtigen Regioversionen mit anbieten zu können. Gern nach Osten gerichtet.
Für 12A würde dort wie gesagt ein simpler Füller reichen, der muss nicht viel Power haben.
 
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Da haben sich wieder zwei gefunden, um über Frequenzen und deren Belegung zu schwurbeln. Das entscheiden alles am Ende immer noch die Medien-/Rundfunkanstalten in Koordination mit der Bundesnetzagentur und den Sendenetzbetreibern. Alleine das hier von Funklöchern gesprochen wird zeigt doch wie lächerlich die Technik ist. Man muss nicht alles digitalisieren. Es sei denn, Coppelius möchte dass WSW sein Sendegebiet doch noch vergrößert, mit seinem anspruchsvollen nicht-kommerziellen Lokalprogramm.

Vielleicht sollten sich manche Gebiete einfach glücklich schätzen, von diesem digitalen Mist nicht verstrahlt zu werden. Der einzige Ort wo tote Pferde aufgestellt werden, sind Kinderspielplätze. Binär ist ohnehin out, Diversity ist angesagt. Das sind UKW (welches mehr Zustände als 0 und 1 kennt, in der Elektrotechnik auch gerne als weiblich und männlich bezeichnet) und Livestream, die beste Kombi, unabhängig von der Marktausrichtung der Veranstalter.

Die BCS mit RTL im Rücken wird die UKW-Ausstrahlung bestimmt nicht aufgeben, auch Regiocast wird UKW nicht aufgeben wie man bereits in MV gesehen hat. Eher werden da andere Programme aus der Sendergruppe draufgegeben. Antenne Sachsen ist mir z.B. schon wieder längst aus dem Bewusstsein verschwunden, gut PSR höre ich auch nie, aber Hitradio RTL auf UKW ist eine sichere Bank.
 
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Also ich will ja nicht unken, aber es gibt Studien die behaupten, dass die UKW-Nutzung in Sachsen in den vergangenen drei Jahren um 30% gesunken ist, während sich die DAB+-Nutzung im gleichen Zeitraum verdoppelt hat - diversen "Funklöchern" zum Trotz.
 
Ich kann leider nichts dafür, dass dir eine Laus über die Leber gelaufen ist. Ich hatte nur die Intention, auf Empfangslücken in diesem Multiplex aufmerksam zu machen, ungeachtet der Programme bzw deren Inhalte und Eigentumsverhältnisse. Man muss diversifizieren zwischen technischem Interesse (das ist zumindest bei mir vorhanden!) und dem inhaltlichen Punkt. Ich habe keine Behauptungen und Spekulationen aufgestellt, sondern nur klargemacht, wo ich für meinen Teil noch nachbessern würde, wenn Genehmigungen/Geld und Wille dazu da ist. Wenn du damit nicht klar kommst, solltest du einmal darüber nachdenken, ob dieses Forum der richtige Ort für dich ist. Übrigens: Wenn UKW die gleiche (Infra)Struktur (Standorte, Sendestärke, Ausrichtung,...) wie DAB+ heute hätte, dann sehe das Bild mit den "Funklöchern" ganz ähnlich aus. Wegen der größeren Wellenlänge bei ukw vielleicht geringfügig besser. Aber bei UKW hat man ja überall Füllsender. Wenn man da überall noch 9A, 7A, 12A draufpacken würde, dann hätte man eine akzeptable Abdeckung.

Ich rede nicht davon, ob das praktikabel oder koordiniert ist, sondern nur darüber, wie es technisch wäre.

Dass du WSW auf einmal lobst, und als anspruchsvoll betitelst, spricht Bände. Allerdings wirst du dafür Gründe haben, auch wenn ich diese nicht verstehe, letztlich ist ja alles ein wenig subjektiv. Ich habe da eine andere Meinung.
 
Den 12A Sachsen konnte ich neulich auch an der Ostsee empfangen, bevor er vom Polskie-Radio verdrängt wurde. Die Auswahl in dem Muxx fand ich eher schwach, am Ehesten sind noch 2ndRadio und Ostrock interessant. Kein EgoFM im landesweiten Muxx, definitiv ein Minuspunkt ggenüber BW oder NRW. Dazu viele Dopplungen, die aus anderen Muxxen bekannt sind wie JAM FM, FEMotion oder 890RTL. Natürlich dürfen hier auch die üblichen Verdächtigen wie Teddy und Schlager Radio nicht fehlen, beides für mich völlig irrelevant. Und natürlich noch ein 9.Mal die Oldie Antenne, zusätzlich zu meinen anderen Muxxen an dem Tag (5A, 5D, 8B, 8C, 9C, 9D, 10D, 11D). Star FM habe ich auch im 12D, der geht zwar nicht dauerhaft, aber öfter als 12A.

Die Regiomuxxe 7A und 8A hatte ich auch schon, auch dort nix Besonderes drin, etliche Male RTL, PSR und Co.

Mit detektor. kann ich nichts anfangen, laufen da überhaupt Musikprogramme? Insgesamt ein dürftiges Angebot, aber nicht so schwach wie Schleswig-Holstein. Nur Niedersachsen ist noch erbärmlicher, und RP. Wie man so einer schlechten Programmauswahl DAB überhaupt pushen will, ist mir ein Rätsel.
 
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Das kriegste aus Sachsen aber mit besserer Bitrate. Ist dir vielleicht aufgefallen.
Die Regiomuxxe 7A und 8A hatte ich auch schon, auch dort nix Besonderes drin, etliche Male RTL, PSR und Co.
Du musst uns nicht erklären, was in unseren Muxen ist. Das wissen wir schon selbst, die von uns die hier leben.
Kein 10A? Dort ist nämlich etwas mehr los
 
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Ja, RTL auch, nachdem man in Niedersachsen wieder reduziert hat. Die klangen da am Anfang ja auch besser.

Radio Galaxy gab es noch, ist mir nicht in Gedächtnis geblieben, aber auch das bayerische Galaxy ist eher fad.

Insgesamt finde ich die Auswahl enttäuschend, im Vergleich mit NRW oder Südhessen oder Bayern / BW 11B.
 
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Insgesamt finde ich die Auswahl enttäuschend
Ja und nein. Du mußt das im richtigen Kontext betrachten. Im Vergleich zum UKW-Angebot in Sachsen ist das auf DAB+ schon ein erheblicher Fortschritt in Sachen Vielfalt, also ähnlich wie in NRW, wo es ausser WDR und die Lokalradios ja auch nichts weiter gab.


Übrigens: Findet den Fehler! :D
>>Bei PRIMAL.FM soll es sich um ein 24-stündiges lokal ausgerichtetes Hörfunkvollprogramm mit dem Schwerpunkt auf Themen für "junggebliebene Erwachsene" in Dresden und Umgebung handeln. Zielgruppe sind die 14- bis 39-Jährigen.<< Quelle
 
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Ja und nein. Du mußt das im richtigen Kontext betrachten. Im Vergleich zum UKW-Angebot in Sachsen ist das auf DAB+ schon ein erheblicher Fortschritt in Sachen Vielfalt, also ähnlich wie in NRW, wo es ausser WDR und die Lokalradios ja auch nichts weiter gab.
Sachesen quescht halt nicht alles in einzelne Muxe, sondern hat es sich auf viele verschiedene Inseln aufgeteilt. Du hast in zum Beispiel Leipzig mittlerweile eine ähnliche Auswahl wie in Berlin. Nur dass sie sie dort auf viel weniger Multiplexe verteilt, als hier. Dementsprechend sind in Berlin auch mehr Sender in einem Mux.
 
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Also ich finde die quantitative Vielfalt in Sachsen inzwischen einzigartig, vor allem in den Großstädten, wo die Lokalmuxe noch dazu kommen. Natürlich gibt es unendlich viele Hitdudler und die üblichen Verdächtigen, aber daneben auch einige inhaltlich einzigartige Programme, die man andernorts vergeblich sucht. Für mich sind das vor allem (Achtung subjektiver Geschmack): detektor.fm (Ja, hier kommt auch viel Musik, vor allem abseits des Mainstreams), SecondRadio, Rundfunkkombinat (+ die anderen nicht-kommerziellen), 90s90s Dance, egoFM, apollo radio.
Dazu kommt vielerorts noch Overspill aus Nachbarbundesländern und Tschechien (hier sind CRo Radio Wave und CRo Jazz durchaus eine Bereicherung).
 
Ich finde die sächsische DAB-Landschaft mittlerweile auch überdurchschnittlich interessant im bundesdeutschen Vergleich und weiß gar nich, was es da in Mühlen Eichsen zu meckern gibt.
 
Du, Sprolly, es gibt hier mehr als nur 12A. Betrachte das doch alles mal gemeinsam und pick dir das raus, was dir am meisten zusagt. Ich bin mir sicher, du wirst viel finden. Allein hier in Leipzig herrscht sehr viel Diversität im DAB+ Äther, in Sachen Genrevielfalt und Wortprogrammen mehr als selbst in Berlin. Die Vielfalt muss als Ganzes betrachtet werden und darf nicht auf einzelne Muxe reduziert werden. Weil dann ist ja klar, dass die Auswahl nicht so groß ist. Nicht alle Genres finden sich auf ein und dem selben Mux wieder.
Ich hoff, du verstehst wie ich das meine.
 
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Du, Sprolly, es gibt hier mehr als nur 12A.
Das ist erstmal richtig. Aber insbesondere die Reichweite der Stadtmuxe ist dann doch sehr überschaubar. Insofern kann man da nicht von Sachsen als Ganzes sprechen. Es gibt zwar sogar ausserhalb Sachsens Orte wo man alle drei Stadtmuxe + Freiberg, und natürlich auch die Lokalmuxe und den 12A empfangen kann. Aber das ist nicht der Maßstab. Im Normalfall empfängt man den landesweiten Mux, einen Lokalmux und mit Glück einen der Stadtmuxe.
Für sehr interessant würde ich zum Beispiel das künftige Gewandhausradio erachten. Da das allerdings nur im Leipziger Stadtmux auftauchen wird, kann es lediglich von einem Bruchteil der Sachsen auch tatsächlich empfangen werden.
 
Für sehr interessant würde ich zum Beispiel das künftige Gewandhausradio erachten.

Das wird lt. Beschreibung ein reiner Promo-Sender für die hauseigene Hochkultur mit Klaviergeklimper und Geigengefidel, weiß jetzt nicht was daran "interessant" sein soll.

"Das Gewandhaus-Radio werde Beiträge zu Themen der nationalen und internationalen Klassikszene senden sowie zur Gewandhausgeschichte und zum aktuellen Spielplan"

Außerdem beißt sich "bundesweit ausgerichtetes Hörfunkspartenprogramm (Kultur) mit dem Schwerpunkt auf Formate und Aktivitäten des Gewandhauses Leipzig" doch schon selbst, das ist doch ein Widerspruch in Sich. Wer außerhalb des eigenen Kosmos interessiert sich bitte dafür? Die Zielgruppe für klassische Musik ist auch überschaubar.

Interessant finde ich folgenden Aspekt: Betreiben soll dieses Radioprojekt eine (noch zu gründende) Stiftung. Das "Gewandhaus zu Leipzig" ist lt. Impressum ein "Eigenbetrieb der Stadt Leipzig". Werden also womöglich Steuergelder dafür aufgewendet? Wer bezahlt denn die Gründung und den Aufbau dieser Stiftung? Wie will man hier die Trennung von der Stadt umsetzen, die ja als öffentliche Hand nach dem Gebot der Staatsferne selbst keinen Hörfunk betreiben darf?


Warum stößt das niemandem auf?

Der Bürger der Stadt Leipzig wird sich zurecht fragen, warum es diesen Kanal braucht, der zusätzliche Kosten verursacht - wo er doch schon den Rundfunkbeitrag für das DLR Kultur, MDR Kultur und ein rein digital empfangbares MDR-Klassikprogramm im DAB berappen "darf"...

Die Einschaltquote wird entsprechend "hoch" sein und nach einigen Jahren wird das Projekt eingestellt.
 
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Das wird lt. Beschreibung ein reiner Promo-Sender für die hauseigene Hochkultur mit Klaviergeklimper und Geigengefidel, weiß jetzt nicht was daran "interessant" sein soll.

"Das Gewandhaus-Radio werde Beiträge zu Themen der nationalen und internationalen Klassikszene senden sowie zur Gewandhausgeschichte und zum aktuellen Spielplan"
Ist das jetzt wieder bewußtes Weglassen des eigentlichen Verweises auf die Inhalte? Aus deinem Link:
"Geplant seien Konzerteinführungen, Interviews, Tournee-Reportagen, Backstage-Formate und Musikvermittlung für Kinder. Die musikalischen Angebote sollen sich laut Landesanstalt aus einem breit gefächerten Repertoire an Musikstreaming und Live-Übertragungen aus den Konzertsälen zusammensetzen."
Wenn das so kommen sollte, schließt man damit durchaus eine Lücke, denn die sächsischen Kulturradios selbst... Nun ja, ein Brüller sind die bekanntermassen nicht.

Das "Gewandhaus zu Leipzig" ist lt. Impressum ein "Eigenbetrieb der Stadt Leipzig". Werden also womöglich Steuergelder dafür aufgewendet? Wer bezahlt denn die Gründung und den Aufbau dieser Stiftung?
Also gerade in der Klassikszene dürfte es genug finanzkräftige Akteure geben, die der gGmbH unter die Arme greifen. Da die "Leipzig Projekte gGmbH" als Betreiber des Senders noch in Gründung ist, finden sich auf die Schnelle noch keine Daten im Netz zur Gesellschafterstruktur etc. Und selbst wenn, so ungewöhnlich ist das nun nicht, das Städte, Landkreise oder gar der Bund gemeinnützige Tochterunternehmen gründen, vorausgesetzt die Stadt Leipzig ist überhaupt an der gGmbH beteiligt. Dafür gibt es aktuell keinen Beleg. Davon abgesehen geht es hier um Klassik und nicht um ein Programm, welches sich mit aktuell-politischen Themen beschäftigt. Ich würde das daher eher entspannt sehen.

Der Bürger der Stadt Leipzig wird sich zurecht fragen, warum es diesen Kanal braucht, der zusätzliche Kosten verursacht
Da unterschätzt du aber ganz gewaltig die Macht des Lokalkolorits. Ich behaupte mal das dort ein Radioprogramm welches sich im Großen und Ganzen mit dem stadteigenen und zudem weltberühmten Gewandhaus beschäftigt, eine deutlich größere Lobby haben dürfte als das vor sich hin plätschernde Klassikprogramm des mdr.
 
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Im Normalfall empfängt man den landesweiten Mux, einen Lokalmux und mit Glück einen der Stadtmuxe.
An meinem Ort gehen mit wenig Aufwand Landesmux, die 3 Regiomuxe und 3 von 4 Stadtmuxen, nur Dresden fehlt.
Warum stößt das niemandem auf?
Warum sollte es?
Der Bürger der Stadt Leipzig wird sich zurecht fragen, warum es diesen Kanal braucht, der zusätzliche Kosten verursacht - wo er doch schon den Rundfunkbeitrag für das DLR Kultur, MDR Kultur und ein rein digital empfangbares MDR-Klassikprogramm im DAB berappen "darf"...

Die Einschaltquote wird entsprechend "hoch" sein und nach einigen Jahren wird das Projekt eingestellt.
Es ist echt erstaunlich, wie du das alles immer schon vorher "weißt". Lass sie doch einfach machen! Ich kenne das Gewandhaus, war schon in mehreren Konzerten dort. Die Kompetenz und das finanzielle Budget trau ich denen voll zu. Das ist schließlich keine billige Hobbyklitsche ala Peli One, Novum FM..... Sie werden das bedienen, was der MDR nur unzureichend schafft. Die Expertise haben sie.
 
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Mal sehen, wann der Aufschrei wegen der Firmierung als "gemeinnützige Gesellschaft mit beschränkter Haftung" seitens der NKL kommt. (Wieder ein potentieller Fresser mehr an IHREM Fördertopf.)

weiß jetzt nicht was daran "interessant" sein soll.
Zumindest war es so interessant, daß Du mitten in der Nacht ein Posting dazu in die Welt gesetzt hast.
 
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