Gendern im Radio


Zwerg#8

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Und ich esse jetzt "Die Schokolade der furchtlosen Piraten!"

Zitat aus dem TV-Spot. Mal sehen, wann Ferrero die "Piraten" gendert oder ganz aus dem Rennen nimmt...
 

wuerstchen

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Ich habe mich in letzter Zeit häufiger dabei beobachtet, wie ich Radio-Sender umschalte oder Podcast-Abos kündige, weil die Sprecher oder Moderatoren anfangen mit Lücke zu gendern. Ich finde es unerträglich.

Deswegen höre ich z.B. kein Radio Eins mehr, weil einige Sprecher dadurch sehr belehrend und politisiert rüberkommen, und darauf habe ich wirklich keine Lust. Wie muss man drauf sein, um die Betonung vom Wortstamm auf die Geschlechtersilbe zu verschieben, wenn das Geschlecht in dem Satz überhaupt keine Rolle spielt - so als ob triviale, allseits bekannte Angaben über mögliche Geschlechter wichtiger wären als die eigentliche Aussage des Satzes. Will man damit seine eigene moralische Überlegenheit demonstrieren? Es ist absurd.
 

Radiocat

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Ich habe so meine Probleme mit Programmen, in deren Filterblase ich nicht lebe. Ich höre bezüglich der Musik ganz gerne mal Programme wie Radio Eins, FM4 oder Ego FM. Aber wehe, sie machen die Gosch auf und labern irgendwas aus ihrer subkulturbeflissenen Hafermilch-Gender-Regenbogen-Community. Da hatte ich letztes Jahr ein Aha-Erlebnis. Ego hatte da eine ganze Woche lang zu diesem Divers-Kram. Ich schaltete beim Kochen entnervt rüber zu MDR Thüringen. Oldies sind ja auch mal ganz nett, zumindest eine Weile (ehe sie sich wiederholen). Und da kam dann ein wunderbarer Beitrag übers Pilzesammeln. Ich habe lauter gedreht. Thematisch bin ich längst eher bei den Landeswellen angekommen, nur ist mir deren Mucke auf Dauer noch zu seicht.
 

Topfgucker-SFX

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Ich finde es unerträglich. [ ... ] Es ist absurd.
Man nennt dies Indoktrination. Es gehört zum Wesensmerkmal jener Clique - die nun mal auch Funk & Fernsehen längst fest in ihrem eisernen Griff hat und uns, wie auf Befehl von oben, seit geraumer Zeit eine neue Art zu sprechen → zu denken vorschreiben will. Wobei das Gendern wegen seiner unnatürlich holprigen Umständlichkeit besonders auffällig, aber meines Erachtens noch vergleichsweise harmlos ist.


Wenn ich belehrt werden will, belege ich einen Kurs in der Volkshochschule (VHS).

"Volkshochschule" - oh je, da habe ich wieder was gesagt! Klingt nach jemanden, der, bevor er dieses Wort überhaupt verwenden kann, zunächst aus einem Loch gekrochen kommen muss - ein Vorgang, der für den Neuen Menschen (mit seinen Supermerkmalen) dann herrlich anzusehen sei, vermutlich wegen seiner Vorhersehbarkeit für Neue Menschen mit Supermerkmalen, was dann wiederum sein Neues Weltbild bestätigt, welches anzukratzen unmittelbar Übelkeit (aufgrund von Frustration durch Hilflosigkeit trotz Neuer-Mensch-Supermerkmale) in ihm auslöst.

Aber ich glaube, es heißt derzeit noch so, Volkshochschule. Die Kultur des fröhlichen Tilgens und Umbenennens kann anscheinend nicht überall gleichzeitig sein. Also gibt es noch viel zu tun für die Damenden und Herr*innen Umerzieher*innen, bis wir alle nur noch ein mit links steuerbarer devoter Sabberhaufen in Prinzesschenkostümen sind.
 
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thorr

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Deswegen höre ich z.B. kein Radio Eins mehr, weil einige Sprecher dadurch sehr belehrend und politisiert rüberkommen, und darauf habe ich wirklich keine Lust. Wie muss man drauf sein, um die Betonung vom Wortstamm auf die Geschlechtersilbe zu verschieben, wenn das Geschlecht in dem Satz überhaupt keine Rolle spielt - so als ob triviale, allseits bekannte Angaben über mögliche Geschlechter wichtiger wären als die eigentliche Aussage des Satzes. Will man damit seine eigene moralische Überlegenheit demonstrieren? Es ist absurd.
Die Überbetonung der Endung beim Verwenden des Gender-Gap fällt mir auch auf. Bei Radio Eins aber tatsächlich eher weniger, sondern vielmehr beim Deutschlandfunk bei manchen Moderatoren.

Ganz interessant – und sehr angenehm – finde ich demgegenüber, dass der WDR da eine übergreifende Leitlinie hat. Dieses Durcheinander im Dlf ist schon ziemlich anstrengend.

subkulturbeflissenen Hafermilch-Gender-Regenbogen-Community
Ich trinke meinen Kaffee auch gerne mit Hafermilch. Und man verzeiht mir zwar, dass ich nicht gendere – aber dass ich kein Lastenrad fahre, ist ein echtes Problem für meine Bubble. Diese Hafermilch-Gender-Regenbogen-Community ist ein hartes Pflaster.
 

Topfgucker-SFX

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Die Überbetonung der Endung beim Verwenden des Gender-Gap fällt mir auch auf. Bei Radio Eins aber tatsächlich eher weniger, sondern vielmehr beim Deutschlandfunk bei manchen Moderatoren.
Hamnich auch im Kriech die Zwangsarbeiter, die für die Nazis Falschgeld produzieren mussten, manche der Scheine absichtlich gezinkt bzw. versucht, Blüten mit subtilen Botschaften zu versehen, in der verzweifelten Hoffnung, dass diese von den betrogenen Empfängern dieser Blüten gelesen und verstanden werden könnten?

Vielleicht ist das hier ja was Ähnliches. In der DDR, so heißt es, musste man zwischen den Zeilen lesen können - bei uns jetzt halt hinter dem Sternchen: "Hörer, ich bin auf deiner Seite - aber sie zwingen uns, zu gendern! Erkenne diese Überbetonung nach dem Sternchen als Zeichen meiner Verbundenheit mit jener Art Normalität, die aus gesundem Menschenverstand heraus geboren ist!"

Sollte es also doch noch Hoffnung geben auf ein lebenswertes Leben nach dem Genderwahn? Sind möglicherweise doch noch nicht alle Redakteure völlig übergeschnappt? Sollte es Mitläufer geben, die ausreichend genug vom eigenen Gewissen geplagt werden, um nicht ewig mitlaufen zu können?

Der Rinderwahn ist ja auch überwunden worden.
Und man verzeiht mir zwar, dass ich nicht gendere – aber dass ich kein Lastenrad fahre, ist ein echtes Problem für meine Bubble.
Wer ausschließlich Lastenfahrrad fährt, dessen Bubble wird in der Tat immer kleiner. - Es ist nicht alles schlecht, die Fettverbrennung wird zweifelsohne angekurbelt. Die Chinesen waren früher ja auch alle immer schön schlank - bis auf den einen lachenden da, aber der war vor dem Kommunismus.
Diese Hafermilch-Gender-Regenbogen-Community ist ein hartes Pflaster.
Am übelsten nehme ich denen, dass sie unseren schönen Regenbogen als naturgegebenes Allgemeingut gekapert haben: Immer wenn ich jetzt einen Regenbogen sehe (insbesondere aber einen gezeichneten, stilisierten), muss ich dabei an ein haariges, offenstehendes Männer-Popoloch denken.

Wunschdenken vielleicht? - Keinesfalls.

Da war mir die weiße Taube (mit oder ohne Ölzweig im Schnabel) als allgemeines Friedenssymbol wesentlich sympathischer.
 
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Ralfi

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Hmm, ich bin irritiert. Da ist auf der Heimseite des wdr2 ein Bild der drei Kanzlerkandidaten zu sehen und darunter steht: "Kanzlerkandidat:innen im Check".

Hat sich möglicherweise einer der zwei Herren entschieden, künftig anders zu leben?
 
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Topfgucker-SFX

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Habe irgendwo bei der Tagesschau online oder so was von "Kanzlerkandidierenden" gelesen. Mir ist sofort das Wasser im Munde zusammengelaufen, mmh! - Bin ja so ein kleines Schleckermäulchen. Klingt aber auch lecker! :p
 

Radiocat

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Nachdem die Cityroller die Klima- und Mobilitätswende nicht gebracht haben und stattdessen wahlweise im Rhein rumschwimmen oder Radler, Blinde, Rollstuhlfahrer bzw generell alle Menschen behindern, indem sie mitten im Weg stehen oder auch schon mal liegen, sind jetzt die Lastenräder der neue große grüne Rohrkrepierer. Die sind dann so schwerfällig, dass sie keine Radschnellwege brauchen, die irgendwann mal kurz nach der vollbrachten Tieferlegung des Schduegerter Bahhöfles durch Zerschneiden eines hoffentlich klimaneutralen Abspannbandes freigegeben werden und sich dann als zu schmal für zwei sich begegnende Räder mit Seitentaschen erweisen (konnte man ja nicht wissen). Und die Städte denken dann darüber nach, Parkgebühren für Lastenräder zu erheben, da diese muskelbetriebenen Zweirad-SUVs natürlich drei Slots im Radständer vorm Bahnhof oder Supermarkt brauchen. Bis dahin hat Lann Hornscheidt eine neue Geschlechtsform entdeckt und nennt sich jetzt einfach "_***_". Die Aussprachedatenbank der ARD möge überlegen, wie das auszusprechen ist.
 

Ralfi

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Ist zwar OT, aber ich habe heute eine Zeitung vom Westerwaldverein bekommen, voller Genderei, nur "Eichen" und "Gäste" haben sie nicht versemmelt. So etwas aber auch...
 

Topfgucker-SFX

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Gott muss gecancelt werden! - Anstößiges heute beim unvermeidlichen SWR-1-Bibelgefunke "Anstöße" vor 7 Uhr. Es ging um die Begleitung der Angehörigen Sterbender und die redende Pfarrende sprach von "DER HERR". - Hat sie denn gar nichts gelernt aus der jüngsten Geschichte? - Es sollte sich zwischenzeitlich herumgesprochen haben, dass SIE eine Schwarze ist! Und gegendert hat die Pfarrende auch nicht.

DIE MUSS WEG!

Und was DIE HERRIN angeht: Gleicher Lohn für gleiche Arbeit! - Bislang arbeiteten GöttINNEN in der anstrengenden Schöpfungswoche Montag und Dienstag weltweit (gemeint ist das All) quasi umsonst und kneteten Tierchen praktisch in ihrer Freizeit.

Was die wenigsten wissen: Die Kampfemanze wurde an einem Dienstag erschaffen. Von einer Göttin. Wegen des Gender Pay Gaps. Aus Protest. Aber was können wir dafür, die Menschen und die Frauen? - Das sollte in SWR1 "Anstöße" mal thematisiert werden, wie hier göttliche Tarifverhandlungen auf dem Rücken der arbeitenden Bevölkerung ausgehandelt und arglose Mensch*innen sozusagen in göttliche Geiselhaft genommen werden.

Aber diese spirituellen Hinterwäldlernden kapieren gar nichts und werden auch in 30 Jahren noch fälschlich von "DER HERR" sprechen - sofern der menschgemachte weltweite (Erde) Klimawandel sie nicht längst schon weggeburnt oder davongesintflutet hat, weil Annalena nicht rechtzeitig kanzlern durfte.
 
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aro

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Ich habe mich in letzter Zeit häufiger dabei beobachtet, wie ich Radio-Sender umschalte oder Podcast-Abos kündige, weil die Sprecher oder Moderatoren anfangen mit Lücke zu gendern. Ich finde es unerträglich.

Deswegen höre ich z.B. kein Radio Eins mehr, weil einige Sprecher dadurch sehr belehrend und politisiert rüberkommen, und darauf habe ich wirklich keine Lust. Wie muss man drauf sein, um die Betonung vom Wortstamm auf die Geschlechtersilbe zu verschieben, wenn das Geschlecht in dem Satz überhaupt keine Rolle spielt - so als ob triviale, allseits bekannte Angaben über mögliche Geschlechter wichtiger wären als die eigentliche Aussage des Satzes. Will man damit seine eigene moralische Überlegenheit demonstrieren? Es ist absurd.
Kann ich für mich zu 100% bestätigen. DLF und RadioEins waren bisher immer meine Stammsender und liefen stundenlang durch. Mittlerweile reicht mir ein solch ein Sprachschluckauf und für den Tag hat sich das für den Sender erledigt. Wenn sich das weiter ausbreitet, suche ich mir andere Stammsender (auch wenn´s schwierig wird). Belehren & Agitieren hatten wir genug.
 
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