FDP Niedersachsen will Aus für DAB+


#51
Und die könnten auch das 5G broadcast Sendenetz gleich selber betreiben, dafür braucht man nicht unbedingt einen Mobilfunkprovider.
Warum sollten Sie das tun??? Noch ein Verbreitungsweg, der extrem teuer sein wird und nur Konkurrenz für den schon bestehenden Ausspielweg ist?! Außerdem stehen die Sender dazu gar nicht an den richtigen Stellen.
 
#53
Meinst du, die bauen ein neues Sendernetz für 5G? Ganz sicher nicht, denn das bestehende Netz reicht ja aus für DAB und DVB-T. Und selbst für 2, 3 und 4G stehen sie noch relativ gut, aber für 5G eben nicht.
 
#55
Und wo sollen die Unterschiede zu DVB-T(2) bezüglich der Reichweite liegen. Die Karte von 2005 für den Südbayern-MUX war nicht anders. Damit: Vorteil?
 
#56
Und wo sollen die Unterschiede zu DVB-T(2) bezüglich der Reichweite liegen. Die Karte von 2005 für den Südbayern-MUX war nicht anders. Damit: Vorteil?
Zukunftssicherheit?

DVB-T lief gerade einmal 10 Jahre, und DVB-T2 dürfte kaum länger leben (und ist mit verschlüsselten/kostenpflichtig zu empfangenden Privatsendern völlig unattraktiv).
 
#57
+ Das Frequenzspektrum kann effizienter genutzt werden
+ TV & Radio kommen in diese Geräte, die Jeder immer bei sich hat.
+ Reduzierung von Datenmengen via klassischem Internet
+ Empfangslücken von 5G Broadcast könnten über 5G Internet abgefedert werden
+ Einfache Verknüpfung mit Rückkanal
- Man kommt dem großen Ziel näher (wer hat das eigentlich ausgegeben??) Alles an ein Netz zu hängen (www, Email, Kurnachrichten, Telefon, Kraftwerksteuerung, Banküberweisungen, Autos, Internet der Dinge, etc.).
o Wobei es theoretisch möglich wäre, 5G Broadcast als völlig unabhängiges Netz im Netz zu betreiben.
 
Zuletzt bearbeitet:
#58
Und in 10 Jahren ist dann 5G Broadcast wieder überholt und wird ersetzt, es müssen die nächsten Geräte ran. Vermutlich wird man dann mit HD vs UHD argumentieren. Nein, das überzeugt mich alles nicht. Das ist eine Materialschlacht, nichts anderes. Wer sagt denn, daß in den Mobile-Phones überhaupt 5G Broadcast freigeschaltet wird?
 
#59
Reduzierung von Datenmengen via klassischem Internet
Das halte ich erstmal für ein Gerücht. Man kann HD-Bilder halbwegs so zusammenstauchen, dass sie auch auf großen TV-Geräten halbwegs erträglich sind. Bei 4K oder gar 8K wird das schon schwieriger. Wieviele Leute wohnen in diesem Testgebiet? Man gebe denen allen ein 4K-TV-Gerät und lasse die dann ausnahmslos alle darüber laufen, dazu alle ein Handy, welche ebenfalls alle darüber laufen usw. 5G ist gut und schön, aber auch da werden wr irgendwann an verfügbare Datengrenzen stossen, nicht weil das 5G nicht schaffen könnte, sondern weil die Datenmengen vom Anbieter gar nicht verfügbar sind.
Davon abgesehen, was passiert bei Netzausfall, was hierzulande ja alles andere als eine Seltenheit ist? Dann ist mit einem Schlag ausnahmslos alles tot. Dafür reicht übrigens ein schnöder Stromausfall. Es gibt dann keinerlei Alternativen mehr, weil ausnahmslos alles über 5G läuft.

Einfache Verknüpfung mit Rückkanal
Und den braucht wer genau wozu? Es-Stasi-Chef Mielke würde, wenn er denn noch leben würde, Freudentränen vergießen, wie einfach heutzutage Leute ausspioniert werden können und wollen.

Wie gesagt, ein schnöder Stromausfall reicht...
 
#61
Es-Stasi-Chef Mielke würde, wenn er denn noch leben würde, Freudentränen vergießen, wie einfach heutzutage Leute ausspioniert werden können und wollen.
Letztens bei einem Berlin-Besuch am S-Bahnhof Bornholmer Straße als großformatiges Werbeplakat gesehen:



(Foto aus dem Google-Cache, Original-Webseite nicht mehr abrufbar)

Ist doch schon alles Realität. Und alle sind happy damit. Wenn wir das auch noch für den linearen Rundfunk haben auf dem terrestrischen Empfangsweg - wen stört es?
 
#62
Zurück zum Thema, und das mal rein technisch betrachtet. 5G spielt sich in den oberen Frequenzbändern ab, vorwiegend im Gigahertz-Bereich, evtl. kommen ein paar Kanäle bei UHF dazu.

Diese nette Karte wie bei #54 sieht toll aus, jedoch wird das niemals die tatsächliche Abdeckung darstellen. Hierbei werden idealisierte Empfangsbedingungen vorausgesetzt, die in der Realität selten vorkommen.

Stellt euch in dieser Karte also hunderte oder tausende von weißen kleinen Flecken innerhalb des blauen Bereichs vor, dann wird die Versorgungskarte realistischer. Und dann fragt euch, ob das das ist, was die Leute sich wünschen....

5G ist für die Städte ok, nicht jedoch für die große Fläche. Es sei denn, man geht runter in Band 1, 2 oder 3 (also VHF). Aber da kommt man dann "antennentechnisch" nicht hin mit den Smartphones.
 
#63
Wie ist das eigentlich bei Broadcast via 5G? Gibt es da auch Technologien, die sich Mehrwegeempfang oder Mehr-Standort-Empfang zu Nutze machen kann, vergleichbar zu DAB?
 
#64
Ich fürchte auch, man wiederholt die Fehler der DAB Entwicklung. Im Meßfahrzeug mit Außenantenne ist alles super, während in der Praxis indoor das Signal aussetzt.

Bei EmpfangsAntennen für niederere Frequenzen bin ich aber optimistischer. Kleine Antennen wurden schon viele entwickelt, siehe "Haifischflosse", oder die kleinen AM-Antennen in Taschenradios für die vergleichsweise langen Mittelwellen.

Trotz nicht ganz optimaler Antennen sind VHF und noch mehr UKW (in der Schweiz z.B. ab 2025 frei) für den Mobilempfang indoor wohl recht ideal - egal ob analog, für 5G Broadcast, oder für was anderes.
 
Zuletzt bearbeitet:
#66
Wie ist das eigentlich bei Broadcast via 5G? Gibt es da auch Technologien, die sich Mehrwegeempfang oder Mehr-Standort-Empfang zu Nutze machen kann, vergleichbar zu DAB?
Alle aktuellen Digital-Funktechnologien basieren auf dem OFDM-System und dieses kann dank Schutzintervall mit Reflexionen umgehen. Die Frage ist nur, wie groß man dieses wählt, denn wie immer gilt, dass der Planer einen Kompromiss eingehen muss zwischen Sicherheit und Kapazität des Systems.
 
#67
Trotz nicht ganz optimaler Antennen sind VHF und noch mehr UKW (in der Schweiz z.B. ab 2025 frei) für den Mobilempfang indoor wohl recht ideal - egal ob analog, für 5G Broadcast, oder für was anderes.
Im Prinzip ja, nur sind die Bandbreiten in den unteren Bändern recht begrenzt. Deshalb verschiebt man die ganze Funkkommunikation ja immer weiter in höhere Bänder.
 
Oben