GEZ: Müssen "DDR"-Bürger nachzahlen?


Status
Nicht offen für weitere Antworten.
#2
AW: GEZ: Müssen "DDR"-Bürger nachzahlen?

Da die DDR von der Bundesrepublik nie als eigener Staat völkerrechtlich anerkannt wurde, gehörte die DDR ohnehin grundgesetzlich zu einem einzigen großdeutschen Sende- und Gebührenzahlergebiet.
Hier irrt der BR, wie so oft in Bezug auf den Osten. Honecker wurde 87 mit allen Staatsehren von Kohl empfangen, was einer Anerkennung der DDR als eigenständiges Staatsgebilde gleichkommt.
Davon abgesehen ist das sowas von an den Haaren herbeigezogen, dass man eigentlich nur mit dem Kopf schütteln kann. Wird den im Grenzgebiet lebenden Ösis jetzt auch von der GEZ hinterhergeschnüffelt, ganz zu schweigen von den Südtirolern? :wall:
 
#3
AW: GEZ: Müssen "DDR"-Bürger nachzahlen?

Zitat von Rösselmann:
...oder ist das hier ein verfrühter Aprilscherz?:D
Es ist ja schon fast bösartig, diesen Link zu posten, ohne darauf hinzuweisen, dass der Text auf der "Wahrheit"-Seite erschienen ist.

Ich sage nur: Vorsicht, Satire :D
 
#4
AW: GEZ: Müssen "DDR"-Bürger nachzahlen?

Zitat von Radiokult:
Hier irrt der BR, wie so oft in Bezug auf den Osten. Honecker wurde 87 mit allen Staatsehren von Kohl empfangen, was einer Anerkennung der DDR als eigenständiges Staatsgebilde gleichkommt.
Na, das lass mal keinen Völkerrechtsprofessor hören...
 
#5
AW: GEZ: Müssen "DDR"-Bürger nachzahlen?

Aber anders wäre der Einigungsvertrag sowie der 2+4-Vertrag nicht zustande gekommen.
Und Kultis Beispiel ist politikwissenschaftlich auf jeden Fall richtig.
Auch der Beitritt der DDR zur OSZE oder UNO deutet darauf hin, dass die DDR ein (mit Abstrichen) souveräner und anerkannter Staat war, zudem auch Großbrittanien und USA diplomatische Beziehungen unterhielten.
Nebenbei bemerkt zahlten auch DDR-Bürger Rundfunkgebühren.
 
#6
AW: GEZ: Müssen "DDR"-Bürger nachzahlen?

Eine Schnapsidee eines Hinterbänkler des BR.Hatten eigentlich die Bundesbürger, die vor der "Wende" das DDR-Fernsehen geguckt haben ,Gebühren an die Deutsche Post der DDR überwiesen???
Gruss - Hempe
 
#7
AW: GEZ: Müssen "DDR"-Bürger nachzahlen?

ich kugel mich weg.....:wow: ... wenn das satire ist, dürfen wir dann davon ausgehen, daß es diese "Idee" nie gegeben hat ?!
Wenn doch, müßte ich meine - rein emotional, sehr subjektive - antibajuwarische Grundhaltung nochmal zementieren, und das mag ich doch bei klarem Verstand nicht recht wollen.....
ä - andere Frage : wieso schießt die taz auf die GEZ ?! denen hätte ich doch ehr zugetraut, daß sie staatlich organisierte Versorgung der Bevölkerung mit Medien (und entsprechende Finanzierung) gut findet..... :)
 
#8
AW: GEZ: Müssen "DDR"-Bürger nachzahlen?

Wir müssen uns ja mal eines vorstellen:

WIR zahlen mit unseren Rundfunkbebühren solche PAPNASEN, die so ein blödes Zeug auf ihren Konferenzen sülzen.

IST DAS FAIR?

Man sollte wegen der Kosteneinsparung erst mal bei den obersten Betonköpfen-mit-Luftblasen mit dem Stellenabbau anfangen.
 
#10
AW: GEZ: Müssen "DDR"-Bürger nachzahlen?

Zitat von Funkgeist:
ich kugel mich weg.....:wow: ... wenn das satire ist, dürfen wir dann davon ausgehen, daß es diese "Idee" nie gegeben hat ?!
Bei der "Wahrheit" kann man das nie so genau wissen... :cool:

Zitat von Funkgeist:
ä - andere Frage : wieso schießt die taz auf die GEZ ?! denen hätte ich doch ehr zugetraut, daß sie staatlich organisierte Versorgung der Bevölkerung mit Medien (und entsprechende Finanzierung) gut findet..... :)
Davon unabhängig kann man doch trotzdem die Methoden der GEZ kritisieren.
 
#12
AW: GEZ: Müssen "DDR"-Bürger nachzahlen?

Zitat von rausgucker:
... Gott sei Dank hat die taz keine Karikaturen dazu gemacht!!! ;)
Lassen muss man allen, das die schon ulkige Ideen verfolgen..aber warum nicht :confused:

Ich muss ja auch Soli zahlen, seit dem Mauerfall, finde es gerecht wenn jetzt die Ossis, GEZ seit 1950 nachzahlen :D :wow:

Teddy :p
 
#13
AW: GEZ: Müssen "DDR"-Bürger nachzahlen?

Genau! Und den Soli zahlst nur du! Bzw. nur der arme "Wessi".
Na ich hab jetzt keinen Bock, mit dieser Mähr erneut aufzuräumen...
Soll ja hier nicht ernsthaft werden, oder? :)
 
#14
AW: GEZ: Müssen "DDR"-Bürger nachzahlen?

wieso schießt die taz auf die GEZ ?! denen hätte ich doch ehr zugetraut, daß sie staatlich organisierte Versorgung der Bevölkerung mit Medien (und entsprechende Finanzierung) gut findet..
Ja, interessante Frage.

Die eher linken Medien tasten sich offenbar über Satiren langsam ans Öffi-Bashing heran. In der Tendenz scheint das auf einen gesellschaftlichen Konsens hinsauszulaufen.
 
#15
AW: GEZ: Müssen "DDR"-Bürger nachzahlen?

der is aber auch interessant:
http://www.spiegel.de/netzwelt/technologie/0,1518,399510,00.html

die spinnen doch langsam! set-top-box fürs ard/zdf programm und die inet-provider und mobilfunkanbieter sollten die ör-domains de-connectieren...

wobei, ich könnte ard/zdf ja mal rechnungen schicken, die könnten ja meine arbeit in anspruch nehmen, wenn sie wollten... aber zahlen müssen sie schon mal fürs nur können... quasi grudngebühr für meine potentielle mitarbeit ;)))
 
#17
AW: GEZ: Müssen "DDR"-Bürger nachzahlen?

Zitat von Radiokult:
Wird den im Grenzgebiet lebenden Ösis jetzt auch von der GEZ hinterhergeschnüffelt, ganz zu schweigen von den Südtirolern? :wall:
Schöne Idee.:D

Belehrt mich eines besseren, aber wenn die BRD bis zum 2+4-Vertrag souverän war, weiß ich et ja nicht...

Was ist denn das bitte für eine seltsame Kampagne der GEZ? :wall: Wir machen uns die Taschen voll oder was? :wall: Kann ja wohl nicht wahr sein, oder?

Nebenbei bemerkt haben aktuell Unmengen Arbeitslosengeld II-Empfänger einen Papierkrieg mit denen und der Gebührenbefreiung, das spottet jeder Beschreibung. Aber wen interessiert das schon, wie ein alleinstehender Mensch von 345,- Euro Grundversorgung sein Leben finanziert...Hauptsache, das duale System hat seinen Preis. :mad: Manchmal vergeht mir wirklich die Lust, diese Gebühren zu zahlen. :mad:

Beschämend ist das!
 
#18
AW: GEZ: Müssen "DDR"-Bürger nachzahlen?

Wunderbar zu beobachten, wie einige der üblichen Verdächtigen hier vor lauter Schaum am Mund in Bezug auf Bayern, Stoiber, die GEZ und überhaupt nicht mal mehr geradeaus lesen können.

Leute, das ist ein GAG! Ein WITZ! Ein SCHERZ!

Um nur einen der schrecklich subtilen Hinweise im Text zu benennen: Glaubt etwa ernsthaft jemand, auf dem Lerchenberg gäbe es einen Konferenzraum "Traumschiff"? :wall: Und Ihr wollt aufgeklärte, kritische Medienkonsumenten sein? Tststs... :rolleyes:

Ach ja, @ Radiokult: Völkerrechtliche Anerkennung setzt ein wenig mehr voraus als das gemeinsame Abschreiten einer Ehrenformation und das andächtige Lauschen von Nationalhymnen. Aber vermutlich läßt Du Dich aus diesmal nicht durch x-beliebige Fakten von Deiner Meinung abbringen.
 
#19
AW: GEZ: Müssen "DDR"-Bürger nachzahlen?

Ich freue mich immer wieder darüber, wenn ein Profi zeigt, wie Journalismus und Diskurs funktionieren. Es geht doch nichts über Meinungsfreiheit, Argumentation und vorurteilslose Diskussionen.

Liebe Grüße in die Nacht.
 
#20
AW: GEZ: Müssen "DDR"-Bürger nachzahlen?

Zitat von Dandyshore:
@ Rösselmann,

mich würde ja glatt interessieren, in welcher Hörfunkredaktion morgens die taz ausliegt. ;)
In allen, in denen ich bisher gearbeitet habe und arbeite.:D

Ach so, ich habe heute einen Termin mit meinem Bankberater. Hoffentlich bekomme ich den Kredit für die Gebührennachzahlung.:wow:
 
#22
AW: GEZ: Müssen "DDR"-Bürger nachzahlen?

OT: ON

@Makeitso
Aber vermutlich läßt Du Dich aus diesmal nicht durch x-beliebige Fakten von Deiner Meinung abbringen.
Durch x-beliebige Fakten habe ich mich noch nie von meiner Menung abbringen lassen, solchen Tautologien hinterher zu rennen habe ich nicht nötig. Fang mal lieber bei dir selbst an, bevor du andere über Wissen und Toleranz belehrst, denn von dir kam letztlich auch nichts anderes als die üblich verdächtige Reaktion.
Ansonsten empfehle ich dir mal einen Blick in ein (West-)Geschichtsbuch und eine Lehrstunde im Umgang mit Andersdenkenden.

OT:OFF
 
#23
AW: GEZ: Müssen "DDR"-Bürger nachzahlen?

Jetzt finden wir den Link zur taz auch im Radioszene-Newsticker.
Die Grenzen zwischen der Satire von heute und den unglaublichen Wahrheiten von morgen sind mittlerweile fließend. Selbst die abstrusesten Phantasien mögen schon morgen bittere Wirklichkeit werden. Man traut dieser Bande inzwischen schlichtweg alles zu. Was dieser Thread wunderbar dokumentiert.
 
#24
AW: GEZ: Müssen "DDR"-Bürger nachzahlen?

Ziemlich lustig und tatsächlich passiert ist folgende Geschichte mit der GEZ.

Meine Freundin meldete sowohl Radio, als auch Fernsehgerät vor 2 Jahren durch schriftliche Kündigung ab. Die GEZ hielt es natürlich nicht für nötig eine Kündigung zu akzeptieren und schickte wie gewohnt weiterhin Post mit rückständigen Zahlungsaufforderungen von ca. 380 Euro. Als auf mein Anraten hin nicht reagiert wurde, ließ sie es drauf ankommen und begrüßte eines Tages den Gerichtsvollzieher im Haus, welcher mit Erschrecken feststellen musste, daß tatsächlich keine Geräte mehr im Haus waren ;) Natürlich fühlte auch dieser sich nicht dazu verpflichtet der GEZ über das tatsächliche Fehlen der Geräte zu berichten, worauf die GEZ weiter Rechnungen und Mahnungen schrieb.

Jetzt knapp 2 Jahre nach Kündigung (und zwar gestern) kam der Brief der GEZ, mit der Entschuldigung, daß aufgrund eines hohen Arbeitsaufkommens die Kündigung erst jetzt bearbeitet werden konnte. Hiermit sind sämtliche Beträge bis 08.2004 abgegolten und eine Nachzahlungspflicht besteht natürlich auch nicht.

Ich frage mich warum der GEZ soviel Kohle fehlt.... Gerichtsvollzieher und Mahnverfahren sind auf Dauer eben teuer - und vor allem die Niederlage vor Gericht ;)
 
#25
AW: GEZ: Müssen "DDR"-Bürger nachzahlen?

Zitat von Rösselmann:
Die Grenzen zwischen der Satire von heute und den unglaublichen Wahrheiten von morgen sind mittlerweile fließend. Selbst die abstrusesten Phantasien mögen schon morgen bittere Wirklichkeit werden. Man traut dieser Bande inzwischen schlichtweg alles zu. Was dieser Thread wunderbar dokumentiert.
Das ist fein beobachtet.

Die Sache mit der Gebührenpflicht für Internetzugänge ist darüber hinaus auch ein sehr schönes Beispiel dafür, wie man den gerechten Volkszorn in die gewünschten Bahnen lenken kann. Alles schäumt über die GEZ und übersieht dabei (wunschgemäß, wohlgemerkt), daß der Rundfunkgebühren-Staatsvertrag mitnichten von ihr gemacht wird. Bei dieser Gebührenerhöhung durch die kalte Küche scheint besser zu funktionieren, was bei der Rentenkürzung durch die kalte Küche nicht so recht funktioniert (das Szenario, jeder arbeitet bis 67, mutet heutzutage einfach etwas zu bizarr an).
 
Status
Nicht offen für weitere Antworten.
Oben