Schlampig gemachtes Radio


https://gfds.de/stundenkilometer/
Umgangssprache hat in den ARD Nachrichten nichts verloren!
Dafür gibt es Privatradio. Und eine Anstalt die sich sogar eine eigene Aussprachdatenbank leistet sollte gewisse Standards einhalten.:thumbsdown:
Ich gehe davon aus, dass das Wort Stundenkilometer schon richtig ausgesprochen wurde, oder? Das hat doch nichts mit der Aussprachdatenbank zu tun. Außerdem frage ich mich, wie man sich grundsätzlich so sehr über so eine Kleinigkeit aufregen kann.
 
Da ist es wieder wie bei jedem Sturm, das unüberlegte Gequatsche von "Stundenkilometern" in den Nachrichten diverser ARD-Hörfunkwellen. Es heißt Kilometer pro/per Stunde!!! Und nicht h x km (Stunde mal Kilometer). :wall:
Um Gottes Willen! Eine nationale Katastrophe. Diverse/männliche/weibliche ARD-Hörfunkwellennachrichten sprechen von Stundenkilometern wie auch die meisten ihrer Hörer. Das sollte man den Dschornalisten aber mal wirklich um die Ohren hauen!
 
Also ich sage nicht Stundenkilometer weil ich weiß dass das falsch ist. Aber gut dann sind die meisten Hörer und macher eben dumm? Oder wie muss ich das verstehen!? Dafür kann ich ja nichts dass die meisten Menschen demnach dumm sind und es nicht besser wissen. Dann muss man sie aber drauf hinweisen und das sagen dürfen. Ich empfinde es als Schlamperei dass immer mehr Umgangssprache den Weg in die Nachrichten findet. Auch "machen" "tun" oder "kriegen" in Korrespondentenberichten.
 
@s.matze
Ich finde es überhaupt nicht schlimm, das man in den Nachrichten auch umgangssprachlich spricht. Im Gegenteil, ich finde es sogar gut ! Denn was bitte will man heute noch mit so sperrigen Begriffen, wie man noch vor 30 Jahren moderiert hat, das paßt einfach nicht mehr in die heutige Zeit ?
Und da ist es mMn nur gut, das auch das Radio (Öffis, wie auch Private) die Umgangssprache mit einfließen läßt.

Außerdem klingt es schon sehr Arrogant und von Oben herab von dir deswegen die Hörer als Dumm darzustellen. Diese Unart von dir ist mir schon in manchen Beiträgen von dir übel aufgestoßen.

Aber gut, zurück zum Thema "Schlampig gemachtes Radio"...
 
Ich rege mich auch immer auf, wenn Hörer schreiben und von einem "Kommentar" in den Nachrichten sprechen. Nein, es ist kein Kommentar. Es ist ein Korrespondenten-Nachrichtenstück. Ein Kommentar ist was ganz anderes. Aber ich würde die Hörer nicht als dumm deswegen bezeichnen. Und wie oft wird zeitgleich und gleichzeitig verwechselt. Darüber kann man sich aufregen, denn es ist nicht dasselbe. Aber niemand spricht im Alltag von "Kilometern pro Stunde". Ich finde es viel schlimmer, daß neuerdings gerne "schmeißt" benutzt wird anstelle von "wirft". Denn schmeißt ist Gossensprache.

Also - Stundenkilometer ist kein schlampig gemachtes Radio. Es ist hörernäher und klingt nicht nach einer Verlautbarung des Bundesministeriums für Verkehr und Digitale Infrastruktur, das verkürzt auch Verkehrsministerium genannt wird.
 
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@gerliman
In dem Punkt muß ich dir Recht geben, da stimmt schon was du da schreibst. Trotzdem finde ich es deutlich besser, wenn man an passenden Stellen auch die Umgangssprache mit einfließen läßt. Ich persönlich empfinde das beim hören der Nachrichten als angenehmer, als wenn jemand da noch mit sperrigen und antiquierten Begriffen die Nachrichten verliest.
 
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Nein ich sage Taschentuch weil ich nur Discounter-Hygieneartikel kaufe. Warum soll ich Tempo sagen wenn es sich nicht um exakt diese Marke handelt? Genauso schlimm finde ich wenn Leute "Selters" bestellen. Die Meisten die "Selters" trinken konsumieren eben gerade NICHT diese Marke ("Ein klares Wasser muss durch einen tiefen Stein") sondern irgendein Noname Produkt, oder Gerolsteiner, Adelholzener, Appolinaris, Vio... Jedes Tempo ist auch ein Taschentuch aber nicht jedes Taschentuch ist automatisch ein Tempo. Und nicht jeder Geländewagen ist ein Jeep (Marke).
 
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Ja weil DIE mich Geld kosten! Da erwarte ich Qualität und keine Umgangsprache.

Ich finde es viel schlimmer, daß neuerdings gerne "schmeißt" benutzt wird anstelle von "wirft". Denn schmeißt ist Gossensprache.
Ich dachte das heißt "gebährt" oder "zur Welt gebracht" :wow:

Na ich sehe schon bei den Stundenkilometern kommen wir nicht auf einen gemeinsamen Zähler. Dann ziehe ich den Vorschlag das Wort "Stundenkilometer" für schlampiges Radio zu nominieren hiermit offiziell zurück. Ich werde mich aber weiterhin darüber ärgern! :p

Im Übrigen gibt es keine ZEWA-Taschentücher mehr. Die SOFTIS werden seit geraumer Zeit von REGINA hergestellt und nicht mehr von ZEWA ;)
 
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Ach Zwobot, kehr doch erstmal vor Deinä Tüä .

Schlampig finde ich NDR1 NDS. Dort wird mir gesagt, dass ich von Hannover nach Hamburg fahre. Die Kollegin, die nach der Arbeit nach Aldi fährt, wird im kommenden Jahr im Fundament eines Neubaus bestattet. Und da wir schön mal in Niedersachsen sind: Radio 21. Details würden den Server sprengen.
 
Ich gebes s.matze recht. Seit Februar 2020 hat Bremenvier neben FFN, Antenne Niedersachsen und Energy Bremen den Titel Schlampig gemachtes Radio verdient.

Herzlichen Glückwunsch!
 
Das nervige Geklingel gehört für mich auch zu den problematischen Dingen. Wobei es da eine Verschlimmerung gegeben hat beim gleichen "Verpackungslieferanten". (..)
Ätzend, hochgradig ätzend. ...
Hallo @lg74, ich danke Dir für Deine Bestätigung.

Diese Störungen im laufenden Programm fallen besonders den Langzeithörern auf. In meinem Bekanntenkreis werden sie durchwegs als lästig empfunden. Und im guten Kopfhörer klingt's nochmal verschärft. Das Langzeithören habe ich beim BR2-Radio komplett aufgegeben, ich orientiere mich inzwischen am BR2-Podcast und schneide störende Anteile vor dem Anhören weg. Letzten Samstag früh habe ich das Rucksackradio aufgezeichnet und aus der 2 Stunden-Sendung mal eine 5-minütige Collage geschnitten (320kbps-Original reduziert auf mp3-128kbps). Das hört sich so an [1]:

[1]_BR2-Rucksackradio_20200222_collage(298s).mp3

Auf der BR-Website gab es einen kleinen Rückblick zu den bisherigen Verpackungen. Die erste (a) empfinde ich noch als angenehm, dann wurde sie in zwei Stufen aggressiver (b, c):
[2]_Bayern2-Sounddesigner_Michael-Braunschmid_170s.mp3 Selbstdarstellung
Ich interpretiere: Der Komponist Michael Braunschmid sitzt abends in seinem Studio über dem Starnberger See und wenn ihm die Welt zu langweilig erscheint komponiert er kreischende Töne mitten im Hörbereich für Sprachfrequenzen. Mit solcher PR verkauft er seine "genialen" Einfälle [2]:
  • "Braunschmid überlegt sich ganz genau: Wer hört eine Sendung und wann?"
  • "Auch die kleinen Musikelemente im Radio müssen mit der Zeit gehen..."
  • "Das Soundlogo ist immer der rote Faden, beim Auto ist das der Merzedesstern..."
und fügt hinzu: ".. auf der anderen Seite wollen wir die Hörer nicht nerven.." ... und genau das tut er.

Mit seinen Sounds hat sich beinahe schon die gesamte ARD infizieren lassen. Bayern2 hat IMHO den größten Fehlgriff mit den Braunschmid-Kompositionen gemacht. Auch im DKultur [3] kommt man dessen grellen Tönen nicht mehr aus. Eine angenehme Ausnahme bildet noch der DLF [4] mit gefälligen Klängen, die ausserhalb des Sprachbereiches liegen:

[3]_DLR_12-Uhr-Nachrichten_20200222_collage-34s.mp3 Collage DRK
[4]_DLF_16-Uhr-Nachrichten_20200118_collage-55s.mp3 Collage DLF

Was hat das Verpackungsthema mit diesem Faden zu tun?

Nun, die programmverantwortlichen Einkäufer haben sich offenbar selbst nicht die Mühe gemacht zu reflektieren, mit welchen Folgen diese aggressiven Töne auf die Hörer wirken. Auch eine Beratung durch Audiodesign-Experten fand offenbar nicht statt!

Anscheinend wird beabsichtigt junge Hörer aus der Spiele-/Klingeltonwelt für ihr Programm zu interessieren. Um das zu erreichen verlassen sie sich wohl völlig auf den Verkäufer Braunschmid. Dadurch werden aber die (meist älteren) treuen Langzeithörer verprellt. Sie werden dem Fortschritt als Kollateralschaden geopfert. -- Ob die nächste MA evtl. zum Nachdenken anregen kann?
 

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