SR prüft UKW-Ausstieg


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#2
Das stimmt gar nicht! Ich lese da "werde unter anderem eine Reduzierung der UKW-Senderstandorte im Saarland geprüft." Von einem Ausstieg (Komplettaufgabe UKW) steht da gar nichts! Warum wird hier wieder DAB Propaganda betrieben? Jeder kann selbst lesen das das falsch ist. So ein Unfug hier wieder besserem Wissen völlig falsche Fakten zu verbreiten. Wie war das nochmal mit den deutschen Journalisten, ihren Fake news und der angeblichen Lügenpresse? Nur weil man ein paar leistungsschwache Stadtsender abschalten will kann hier wohl kaum von einem UKW Ausstieg (einer rein digitalen Verbreitung) die Rede sein. Hier wurde aber ganz bewusst das Wörtchen "Teil" aus der Überschrift weggelassen. Bitte differenzieren!
 
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#3
Tatsächlich habe ich mich auch schon gefragt, ob man für das relativ überschaubare Zielgebiet wirklich einen 100 KW - Bläser auf der Göttelborner Höhe braucht.
 
#4
Und ich habe mich schon öfters gefragt wozu man überhaupt einen eigenen Saarländischen Rundfunk braucht. Ein SWR 4 Saarland dürfte reichen! Zumindest das Saar TV Fernsehprogramm über Satellit ist über viele Stunden am Tag mit dem Südwest 3 RP absolut identisch. Geldverschwendung!
 
#5
" Reduzierung der UKW-Senderstandorte", "Eine landesweite digital-terrestrische Radio-Versorgung will der SR künftig über die preisgünstigere Technologie DAB+ herstellen. " - was ist daran so schwer zu verstehen? Eine ARD-Anstalt denkt über den UKW-Ausstieg nach. @s.matze Das ist keine Propaganda, das ist ein Fakt.
 
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#6
@CosmicKaizer: eine Reduzierung ist kein Ausstieg. Sollten daran Zweifel bestehen, bitte im Duden nachschlagen.

Die Prüfung der Reduzierung mag in einem Ausstieg enden. Aber das ist zum gegenwärtigen Zeitpunkt eine Prognose, eine Interpretation. Prognosen und Interpretationen sind natürlich erlaubt. Sie als
darzustellen, ist aber irreführend.

Wenn hier korrekt unterschieden wird, diskutiert sich's leichter.
 
#7
Die Existenz der Saarländischen Rundfunks ist für mich genauso unverständlich wie die von Radio Bremen. Da hätte der Fortbestand des SFB noch eher eine Rechtfertigung gehabt.

Aber lieber die Gebühr um 1 EUR anheben, der Intendant des SR will ja schließlich auch von was leben.
 
#8
" Reduzierung der UKW-Senderstandorte", "Eine landesweite digital-terrestrische Radio-Versorgung will der SR künftig über die preisgünstigere Technologie DAB+ herstellen. " - was ist daran so schwer zu verstehen? Eine ARD-Anstalt denkt über den UKW-Ausstieg nach. @s.matze Das ist keine Propaganda, das ist ein Fakt.
Das würde ich mir nochmal an deren Stelle nochmal überlegen, da die absoluten Soundmist auf DAB draufgeben (konnte ich beim DXen mir mal genaustens anhören) Mit 120kbps HE-AAC(!!) kratzen die nur so rum (klanglich kein Unterschied hörbar zu Radio Salue mit nur 72) und SR2 ist kaum ertäglich, sogar über Brüllwürfel.
Warum sich nicht der HR oder der SWR einen UKW Ausstieg überlegt? Dass UKW auch immer dort abgeschaltet werden muss wo DAB einfach keine Alternative ist, rein vom Hörempfinden her geht mal garnicht!! Dass die sich nur auf den Ausbau beschränken. Es bringt garnichts wenn überall Empfang ist aber kein guter Klang da ist. Selbst der SWR hat schon am Klang gedreht.

Sorry dass ich mich wiedermal darüber beschweren muss aber
bevor die von UKW runtergehen sollen die erstmal ihr Murks-Processing besser einstellen. Das kann ja jedes NKL besser.
 
#9
Die Existenz der Saarländischen Rundfunks ist für mich genauso unverständlich wie die von Radio Bremen.
Die Existenz von Radio Bremen ist gar nicht so falsch, denn sie decken, auch in der Berichterstattung, Teile Niedersachsens ab, die der NDR gerne vernachlässigt.
Noch dazu sind die Radio Bremen-Programme alle besser, als die NDR-Programme.
 
#10
Vielleicht macht ihr euch mal die Mühe, die PRIMÄRQUELLE zu studieren, anstatt
a) Sekundärquellen zu lesen
und sie
b) auch noch falsch zu interepretieren bzw. wiederzugeben. Ihr Superjournalisten!


Hier ist der Link zur Original-PM des SR vom 2. Mai:
http://www.sr.de/sr/home/der_sr/kommunikation/aktuell/20170502_pm_beitragseinnahmen100.html

Dort liest ist (übrigens als zehnter von zehn Punkten und auch hierunter nur als zweiter von zweien) sich folgendes:
10. Die Parallelabstrahlung SD/HD via Satellit soll früher als geplant beendet werden; eine Reduzierung der UKW-Senderstandorte im Saarland wird geprüft.
(Hervorhebung von mir.)

Es wird lediglich geprüft, und zwar kein Abschalten, sondern eine Reduzierung! Unterschied klar?

Mein Gott, also manchmal frage ich mich, wie ihr anständiges Radio machen wollt, wenn ihr nicht mal in der Lage seid, eine vorgekaute Meldung zu recherchieren.
 
#11
Danke, @Moderator!
"SR prüft UKW-Reduzierung" könnte es allerhöchstens in Kurzform heißen, denn merke:
1.Ein Link auf die Startseite der HP ist keine Quellenangabe;
2. eine Meldung ohne Quellenangabe ist keine Meldung!
 
#12
Die Existenz von Radio Bremen ist gar nicht so falsch, denn sie decken, auch in der Berichterstattung, Teile Niedersachsens ab, die der NDR gerne vernachlässigt.
Noch dazu sind die Radio Bremen-Programme alle besser, als die NDR-Programme.
Ich ertappe mich auch ständig bei dem Wunsch, das Sendegebiet von Radio Bremen auf ganz Niedersachsen auszuweiten ;)

Ob dies beim SR auf Rheinland-Pfalz sinnig wäre, ist eine andere Frage, denn das würde eine Teilung des nach wie vor bis in die "Kölner Bucht" beliebten SWR3 bedeuten.
 
#13
Ich bin kein Journalist, ich habe nur in einem Forum eine Meldung platziert, die ich für ein Radioforum für diskussionswürdig erachte. Meine Formulierung war sicher nicht gut gewählt, trotzdem bleibt für mich der Grundtenor, das eine ARD-Anstalt prüft, auf die kostengünstigere Ausstrahlung über DAB+ umzusteigen, eine wichtige technologische Entscheidung sein kann.
 
#14
Was noch zu beweisen wäre. Ob die DAB Verbreitung gemessen an der Zahl der Leute die damit erreicht werden dann auch tatsächlich soviel günstiger ist wird man noch sehen. Ich wage mal die These aufzustellen dass man mit einem 1 kW UKW Sender mehr Leute erreicht als mit 10 kW auf DAB was einfach daran liegt dass die Mehrheit der Menschen ihr Radio über UKW konsumiert, ein paar über Sat, viele über Handy und Internet und dann erst DAB.
 
#15
Da sieht man mal wieder deutlich den BILD-Zeitungs-Effekt: Irgendein Medium verbreitet irgendeinen Käse, und jemand anderes schreibt das einfach ab, behauptet den abgeschriebenen Unsinn auch noch und beginnt auf Grundlage dieser unverifizierten (Falsch-)Meldung eine Diskussion.

Selbst WENN es so wäre, wie eingangs behauptet wurde, handelt es sich rein um Spekulationen. In diesem Fall steht nichts, aber auch gar nichts fest. Jeder halbwegs vernünftige Nachrichtenredakteur würde eine solche Meldung niemals übernehmen (schon gar nicht ungeprüft, wie hier geschehen), sondern erst dann, wenn auch wirklich etwas feststeht. Alles andere ist Kaffeesatzleserei.

Und ob ein komplettes Abschalten von UKW zugunsten DAB tatsächlich so viele Kosten spart, ist ebenfalls nicht geprüft bzw. sichergestellt. Hier gebe ich s.matze vollkommen recht.

@westsound: Natürlich macht der 100 kW-Bläser Sinn, und zwar auf ganzer Linie. Diese 100 kW-Frequenzen (88,0, 91,3 und 95,5) versorgen das komplette Sendegebiet. Die Füllfunzeln hätten ein viel größeres Einsparpotential. Wobei die Funzeln tatsächlich sinnvoll sind, weil die 100 kW-Frequenzen nicht jeden Ort gleichermaßen erreichen, was der Topographie des Sendegebiets geschuldet ist.
 
#16
Danke für die Antwort. Meine Überlegung war nur die: Einen solchen 100 KW - Brenner haben wir auch im südlichen NRW, den Sender Langenberg. Der versorgt die Hälfte des WDR - Sendegebietes und damit ein Areal, das um ein Vielfaches größer ist als das Saarland. Aber topografische Besonderheiten sind natürlich ein Argument. Im Übrigen gehe ich davon aus, dass ein Overspill ins westliche RLP sowie ins angrenzende Ausland (Lothringen, Nordelsass, Luxemburg, belgische Eifel) durchaus gewollt ist - Stichwort Europawelle. Ich erinnere mich noch an folgende Begebenheit aus dem Jahr 1994: Damals hörte ich in Köln jede Woche Dieter Exter mit seinen "Hits der Woche" auf Mittelwelle - und eines Tages war es aus damit, statt dessen war der DLF zu hören. Auf meine schriftliche Anfrage dazu wurde mir sehr nett erklärt, dass Köln nicht zum SR - Sendegebiet gehört, aber ich könne es ja mal auf UKW 88,0 versuchen. Nur wusste man wohl nicht um die Aussichtslosigkeit dieses Unterfangens - WDR 5 Bonn-Venusberg auf gleicher Frequenz. Aaaaber: Spitzohrigen Spezialisten mit trennscharfem Receiver und Richtantenne soll der Empfang in Köln tatsächlich schon gelungen sein...
 
#17
Und ich habe mich schon öfters gefragt wozu man überhaupt einen eigenen Saarländischen Rundfunk braucht. Ein SWR 4 Saarland dürfte reichen! Zumindest das Saar TV Fernsehprogramm über Satellit ist über viele Stunden am Tag mit dem Südwest 3 RP absolut identisch. Geldverschwendung!
Naja - spinnt man diesen Faden weiter, so wird sofort klar, dass der SR keinesfalls überflüssig ist. Zunächst ist eine eigene saarländische Anstalt historisch bedingt - schließlich trat man der BRD erst acht Jahre nach deren Gründung bei. Und durch seine Grenzlage hat es eine Sonderstellung inne, da sind auch Themen aus dem angrenzenden Frankreich interessant, die Hörer abseits des Grenzgebietes von RLP und BW wohl eher langweilen würden. Außerdem, wenn wir schon beim Einsparpotenzial für die ARD sind: Macht Radio Bremen Sinn? Könnte man dieses nicht in den NDR eingliedern? Und der HR - könnte nicht auch er im SWR aufgehen? Und letztlich - gäbe es den SR nicht mehr, wer sollte dann die ARD - Hitnacht produzieren? ;)
 
#20
Warum eine PM vom SR eine Spekulation sein soll, weiss wohl nur der Autor von DIGITAL FERNSEHEN.

Es gibt den Zehn-Punkte-Plan des SR ab 2018:
"10. ...eine Reduzierung der UKW-Senderstandorte im Saarland wird geprüft."

http://www.sr.de/sr/home/der_sr/kommunikation/aktuell/20170502_pm_beitragseinnahmen100.html

Ein SR-Unternehmenssprecher sagt zu DIGITAL FERNSEHEN:
"Es gibt beim Saarländischen Rundfunk keine Pläne zur Abschaltung von Frequenzen."

Das eine schließt das andere nicht unbedingt aus : Der SR hat jetzt noch keine Pläne zur Abschaltung, prüft aber trotzdem in Zukunft ob man UKW-Senderstandorte abschaltet und hat dann erst einen Plan.

Das der SR UKW komplett abgeschaltet möchte, ist eine Spekulation, die aber nur hier vom Threaderöffner.
 
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#21
Tatsächlich habe ich mich auch schon gefragt, ob man für das relativ überschaubare Zielgebiet wirklich einen 100 KW - Bläser auf der Göttelborner Höhe braucht.
Ja braucht man, da das Saarland topografisch kein ganz einfaches Terrain ist. Selbst diese starken 100kW-Standorte (Göttelborner Höhe des SR für SR1-3, und Schoksberg der MB für Unser Ding) haben ihre Problemstellen, und sind für sich genommen nicht in der Lage das Saarland komplett zu versorgen.
 
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#22
So weit ist es also schon gekommen, daß der Pressesprecher des Saarländischen Rundfunks in seiner Arbeitszeit ins Radioforum (!!!) gucken muß, um einen dort verbreiteten Käse zu dementieren. Als hätte der SR nichts Besseres zu tun! Anständiges Programm zu machen, beispielsweise. Aber nein... Bei der Steilvorlage sah man sich offenbar genötigt, etwas richtigzustellen, nur weil ein, zwei Hansels nicht richtig lesen können.
 
#23
Wenn man richtig lesen könnte, dann wüsste man, dass der SR- Pressesprecher von Digital Fernsehen zum "Gerücht" der Abschaltung von UKW-Frequenzen befragt wurde. Die Quelle der "Spekulation" ist eine PM des SR, wo steht, das "eine Reduzierung der UKW-Senderstandorte im Saarland .. geprüft" werden soll.

Es kann natürlich sein das der Pressesprecher, um zu wissen was der SR für Pressemitteilungen herausgibt, erst in einem Radioforum schauen muss, aber ansonsten wüsste ich nicht warum er das tun müsste.
 
#24
Das der Ausbau von DAB+ derzeit von allen ARD-Anstalten massiv vorangetrieben wird ist ja nun kein Geheimnis. Das liest man überall. Und warum machen die das wohl? In wenigen Jahren wird die Versorgung wohl so gut sein, dass die UKW-Frequenzen nicht mehr benötigt werden. Bei DVB-T sah das nicht anders aus.
 
#25
Bei DVB-T sah das nicht anders aus.
Bei DVB-T war die Situation völlig anders. Das durch DVB-T abgelöste analoge Antennenfernsehen bot in weiten Landesteilen bei Verzicht auf brutalen Antennenaufwand nur 3 Programme: Das Erste, ZDF sowie das regional zugehörige Dritte. Wer ein ode rzwei Programme mehr wollte (und zwar weitere Dritte mit teils identischen Sendungen tagsüber), mußte den Antennenaufwand betreiben, den man aus der DDR für den Westempfang kannte.

Nur in den größten Ballungsräumen waren noch paar Private auf Sendung. Die Bevölkerung hatte bereits spätestens 10 Jahre vor Aufschaltung der ersten DVB-T-Sendeanlagen mit den Füßen abgestimmt und war zu Sat (im ländlichen Raum und an EFH) bzw. zum Kabelanschluß (in den Städten) gewechselt - in letzterem Fall nahm sie also auch monatliche Kosten in Kauf. Kaum jemand gab sich mit dem analog-terrestrischen Magerangebot noch zufrieden. Die großen Privaten waren gewünscht, MTV war gewünscht, beim Kulturvolk standen arte und 3sat auf der Liste. Die Abschaltung des analogen Antennenfernsehen erfolgte damit letztlich weitgehend unter Ausschluß der Öffentlichkeit, die hatte dieses System bereits seit vielen Jahren ignoriert. Ausnahme: die größten Großstädte, allen voran Berlin. Dort war dann auch später die DVB-T-Nutzung am intensivsten.

Bei UKW ist das alles anders: die Mehrheit der Bevölkerung zappt nicht, sondern nutzt ein Radioprogramm über Jahre hinweg, und sei der Frust noch so groß. Alternativen sucht man höchstens im IP-Bereich. UKW ist massiv genutzt und kein bißchen gemieden. Eine UKW-Abschaltung wäre momentan absolut unmöglich, das könnte man höchstens bei ARD-Kulturwellen wagen (da passiert es ja schon teilweise), ansonsten brächen die Hörerzahlen radikal weg.

Ist also alles anders als bei DVB-T, mit Ausnahme der Tatsache, daß in beiden Fällen ein analoges terrestrisches System durch ein digitales terrestrisches System ersetzt werden soll.
 
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