Deutschlandradio-Intendant fordert erneut UKW-Abschaltung


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#27
@Mannis Fan: Ich gebe dir recht, füge aber noch hinzu, dass die technischen Möglichkeiten per se nicht ausgereift sind.
Einem Vorredner gebe ich recht, indem ich meine, dass man gratis WLAN und "Internetfähigkeit des Radios" stärken sollte und gleichzeitig, für ältere Leute eben, das UKW belassen könnte. Wen stört es? Keinen oder kaum einen....
Und ein Vorredner hat auch recht, wenn er sagt, dass man Radiosender braucht, die sich wirklich "signifikant" unterscheiden. Denn: vom Einheitsbrei wird man nicht gesund, sondern krank. Dieser Einheitsbrei schmeckt mir nicht mehr, möchte endlich mal wirklich eine Auswahl haben wie beim Metzger um die Ecke an der Fleisch- und Wursttheke.
 
#28
Ja, endlich abschalten den UKW-Rotz. ...
UKW wurde erst durch agressive "Reichweiten"-Geier "gerotzt". Und der unappetitliche "Rotz" hat dann auch die Digitalkanäle überzogen und verunreinigt.

Prinzipiel ist UKW ein hoch entwickeltes analoges Übertragungsmedium, das den preiswerten Empfang von guter bis sehr guter Tonqualität erlaubt. Jedenfalls wurde damit den Hörern bis in die 1980er i.A. eine wesentlich bessere Tonqualität geboten als dies derzeit über HighQuality*-Satellitenkanäle geschieht.

Gerade Deutschlandfunk und Deutschlandradio sollten allen Hörern diese einfache Empfangsmöglichkeit bieten.

.... vom Einheitsbrei wird man (.) krank. (.) möchte endlich mal wirklich eine Auswahl haben wie beim Metzger um die Ecke an der Fleisch- und Wursttheke.
:thumbsup:
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*HD (High Definition) wird bisher nur für Video praktiziert. Der Ton kommt weiterhin in "High Density"-Qualität.
 
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#29
Tja, wir leben eben in der Zeit, in der auch in Anstalten des öffentlichen Links, äääh Rechts, mit spitzem Bleistift gerechnet wird. Steul weiss, dass das Deutschlandradio niemals eine flächendeckende UKW-Versorgung hinbekommen wird. Dazu fehlen einfach die Ressourcen. Dann hat man gemerkt, dass die Reiermann'sche Funzelei nur Geld gekostet hat, aber kaum ein paar Handvoll neue Hörer. MW/LW kosten jedes Jahr ne Stange Geld und die Hörer lassen sich dort bald an einer Hand aufzählen, zumal leider AM durch steigenden Störnebel indoor kaum mehr geniessbar ist. Also, was bleibt als Ausweg? Sat, Stream und für die Mobilversorgung DAB.
 
#32
Trotz allem: Digitalradio wird kommen, sogar in NRW.
Genau, DAB+ wird kommen! Ob es dann auch Hörer mit den entsprechenden Endgeräten gibt, ist uns dabei völlig egal. Die Zukunft ist digital, digital ist die Zukunft! Und alle anderern, die das nicht einsehen wollen, sind hinterwäldlerische Zukunftsverweigerer und Sektierer.
Genau in diesem Stil sprach man noch in den 80ern über die AKW-Gegner, weil man sie so einfach und effektiv auf's Übelste diffamieren konnte. Die DAB+ Fundamentalisten gehen heute zwar verbal subtiler vor. Im Endeffekt meinen sie aber das Gleiche (s.o.).
Übrigens, die BRD hat sich in einem seltenen Anflug von Konsensfähigkeit glücklicherweise von der verantwortungslosen Energieerzeugung durch die Kernspaltung losgesagt.
Nun gefährdet DAB+ nicht Leib und Leben, aber es zeugt von einer impertinenten, verantwortungslosen Sturrheit dem blöden Gebührenblecher gegenüber, ein flächendeckendes Netz aufzubauen, das niemand braucht und haben will. Vielmehr wird uns das Blaue vom Himmel versprochen, wie dato bei der Kernspaltungsenergie.
Mal sehen wann der Ausstieg kommen wird. Wahrscheinlich findet dieser unter Auschluß von 99% aller Radiohörer statt und wird von so gut wie niemandem bemerkt werden. :)
 
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#33
@Celtic Tiger:

An deinem Beispiel erkennt man wieder sehr gut, dass es Leute gibt, die kein bisschen zugänglich für Argumente pro DAB+ sind.

Ihr führt im Endeffekt doch nur contra-Argumente auf, die bei DABalt zugetroffen haben.

Nochmal:
Seit es DAB+ gibt, wurden trotz übelstem Boykott durch die Platzhirsche und manch einer ARD-Anstalt über 3 Millionen DAB-Radios verkauft. Nahezu ohne Werbung wohlgemerkt.

Ihr DAB-Gegner meint immer, für alle ("braucht kein Mensch") sprechen zu müssen. 3 Millionen DAB+-Radios sprechen jedoch für sich. Und wie gesagt, anders als bei Smartphones, Tablets etc. ohne nennenswerte Werbung abgesetzt.

Das Totschweigen hat nix gebracht und das haben in BW die ersten großen Privaten angefangen zu begreifen. Selbst FFH hat es nun kapiert.

Und ja:
Das Festhalten an einer veralteten, analogen Technik, auf der man nur eine Hand voll Programme bekommt, die alle gleich sind, kann man als genau das bezeichnen: hinterwäldlerich.

Ständig versucht ihr verzweifelt, DAB+ bewusst mit DABalt gleichzusetzen in der Hoffnung, dass die Leute euch das glauben. Dieses war mit nur 0,5 Millionen verkauften Radios nach 10 Jahren gescheitert. Die Gründe sind jedem bekannt. Die Voraussetzungen bei DAB+ sind jedoch um ein Vielfaches besser.
 
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#35
Es wird von manchen krampfhaft versucht, DAB+ tot zu reden. DVB-S hat auch lange gebraucht, bis es ins Rollen kam.

Meine Frage an die DAB-Gegner:
Wie viele DAB+ - Radios in welcher Zeit (wohlgemerkt OHNE nennenswerte Werbung) hätten denn verkauft werden müssen, dass es NICHT "kein Mensch" braucht ?

Freue mich schon auf eure völlig willkürlich festgelegten Zahlen ;)
 
#36
Der SWR verschleudert aus lauter Not bereits die Ladenhüter-DAB-Geräte bei seinen Gewinnspielen. Die Art, wie er das anpreißen muss, macht mir nicht den Eindruck, als würden die Menschen dafür Schlange stehen.
 
#37
Wenn vermehrt neue Radios auf den Markt gebracht werden, die beides können, UKW und DAB+, dann wird sich DAB+ mit der Zeit schon durchsetzen. Die Argumente des DLF-Chefs sind schon überzeugend, man kann mit DAB+ mehr Sender zu deutlich niedrigeren Kosten übertragen. Vor allem darf man das nicht nur national betrachten, da braucht es eigentlich ein europaweit einheitliches Vorgehen, entweder ersetzen langfristig alle UKW durch DAB+, oder man kann es gleich bleiben lassen. Besonders für Autofahrer wäre es schlecht, wenn in den einzelnen Ländern verschiedene Systeme existieren, also das eine Land bei UKW bleibt und das andere zugunsten von DAB+ sein UKW völlig abschaltet.
 
#39
Tja, raschwarz

Jede UKW-Frequenz, die von einem ÖR aufgegeben wird, darf dann nicht mehr neu ausgeschrieben werden, fertig. Problem gelöst.
 
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#40
Jede UKW-Frequenz, die von einem ÖR aufgegeben wird, darf dann nicht mehr neu ausgeschrieben werden, fertig. Problem gelöst.
Das hättest du wohl gerne! :rolleyes:

Im Übrigen besteht bei den meisten Nachbarländern überhaupt kein Interesse an DAB, ein deutscher Alleingang wie bei der Atomenergie auch beim Digitalradio? Zuzutrauen wäre es unseren Politikern. Was die Solarmafia geschafft hat, ist der DAB Lobby sicher großes Vorbild!

Und jetzt bitte nicht wieder mit den ausländerfeindlichen Schweinezüchtern als "Vorbild" ankommen. Die Romands sind natürlich ausgenommen, bei Ausländerfeindlichkeit wie bei DAB.
 
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#42
Im Übrigen besteht bei den meisten Nachbarländern überhaupt kein Interesse an DAB, ein deutscher Alleingang wie bei der Atomenergie auch beim Digitalradio?
Sag mal überlegst du vorher eigentlich bevor du was schreibst?? :wall:
Das einzigste Nachbarland, das bis heute kein Interesse an DAB/DAB+ gezeigt hat, ist einzig und allein Luxemburg. Frankreich ist ein Spätzünder, aber auch dort geht's bald richtig los. Sogar in Österreich wollen die Privaten(!!) DAB+ ans laufen bringen.

So viel zum Thema Alleingang. Nimmt man die Schweiz und Dänemark, Holland (NOCH mit Einschränkungen Polen) als direkte Nachbarländer sowie UK und Norwegen als Nicht-Nachbarländer, geht's überall voran bzgl. DAB+. Aber mit DAB-Gegnern zu diskutieren, ist wie mit einer Wand zu reden. Selbst als erklärter Feind dieser Technik sollte man bei einer solchen Diskussion schon wissen, WO es diese gibt und wo nicht.

Die strikte Ablehnung von DAB+ bei einigen hier kann ich mir nur mit deren Brötchengeber erklären...
 
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#45
Wenn denn wenigstens die Leistung der DAB+-Sendestandorte so gestaltet würde, dass die selben Flächen (auch in der Wohnung) genau so versorgt werden, wie bei der Abstrahlung von UKW. Aber das scheint ja, genau wie bei DVB-T nicht gewollt sein.

Beispiel: Die Radio Bremen Programme sind ohne großen Aufwand hier in der Wohnung sowohl aus Bremen als auch aus Fishtown zu empfangen, beim DAB+Empfang ist das nicht so ohne weiteres möglich. Für mich bedeutet das, DAB+ ist wohl durchaus eine ausgereifte Technik (habe keine Ahnung, ob dem so ist), nur die Umsetzung ist (wieder einmal) grottig.

Wie sieht es eigentlich mit dem Eergieverbrauch aus? - irgedwo las ich, dass die Sender unmengen an Energie sparen. Ist das aber nicht wieder nur die halbe Wahrheit, denn mein DAB+-Radio mit sechs 1,5 Volt-Batterien bestückt hält deutlich(!) kürzer durch, als das Radio mit ganzen zwei 1,5 Volt-Batterien. Wurde hier der Verbrauch nur in Richtung Nutzer verlagert?
 
#46
raschwarz sollte erst einmal nachdenken, bevor er die Tastatur unter seine Finger nimmt. "Ausländerfeindliche Schweinezüchter" in Bezug auf...Schweiz? :wall: Bei Dir piepts ja. Und Romandie ausgenommen? Pfff, auch dort läuft DAB. Wie gesagt, erst einmal Hirnkastl in Betrieb nehmen, dann PC hochfahren. Schönen Sonntag!
 
#47
Wie sieht es eigentlich mit dem Eergieverbrauch aus? - irgedwo las ich, dass die Sender unmengen an Energie sparen. Ist das aber nicht wieder nur die halbe Wahrheit, denn mein DAB+-Radio mit sechs 1,5 Volt-Batterien bestückt hält deutlich(!) kürzer durch, als das Radio mit ganzen zwei 1,5 Volt-Batterien. Wurde hier der Verbrauch nur in Richtung Nutzer verlagert?
Dieser Absatz ist ebenfalls nur die halbe Wahrheit. Wenn man die Energiekostenersparnis auf die Rundfunkgebühr umlegen, sprich senken würde bzw. noch länger stabil hält (inflationsbereinigt bedeutet ein länger gleich bleibender Betrag auch eine Senkung), hat man das Geld für die Batterien wieder drin. Ich mache es ganz anders:

Anstatt mir teure Batterien zu kaufen, kaufe ich mir bei ALDI sechs Akkus (gleiche Kapazität von Marken-Akkus, aber viel günstiger) und lade diese immer wieder. Die paar Watt, die dann fürs Laden drauf gehen, machen sich vermutlich auf der Stromrechnung nur ab den Nachkommastellen bemerkbar.
 
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