Vereinheitlichung der ARD-Nachtprogramme


Ganz früher: 23 bis 1 Uhr. Montag mit Jens-Uwe Krause (Bremen 4), Dienstag mit Holger Klein (Fritz), Mittwoch mit Caro Korneli (Fritz), Donnerstag mit Jan Böhmermann (aus Köln). Das war und ist die heilige Zeit. Ursprünglich war noch on3-Radio (Vorgänger von BR Puls) dabei, Fritz dafür nicht. N-Joy übernahm nur mittwochs, UnserDing den Donnerstag nicht. Wenn Fritz die Sendung gab, begann sie inoffiziell schon um 22 Uhr. Das waren die besten Sendungen!

Irgendwann (2013) ist der Montag weggefallen. Außerdem wurden die Moderatoren ausgetauscht. Johannes Sassenroth (You FM) bekam erst den Montag, dann dauerhaft den Donnerstag. Dienstags kam Ingmar Stadelmann (auch erst montags), mittwochs ab 2017 Claudia Kamieth (erst nur als Schwangerschaftsvertretung, später dauerhaft). Obwohl ich stets um den Montag trauerte und auch den alten Moderatoren nachtrauerte, blieb ich der Sendung weiterhin treu.

Jetzt ist auch noch der Donnerstag weggefallen. Die Sendung wird ausschließlich von Fritz produziert und ist zeitlich deckungsgleich mit dem Blue Moon. Seit dieser Änderung habe ich keine Sendung mehr gehört.
 
Ein weiterer Tag ist weggefallen, der Donnerstag samt die dazugehörigen Moderatoren. Grüße gehen raus an Bianca Schwarz für richtig gute Latelines. Außerdem dienstags und mittwochs eine Stunde weniger Sendezeit. Das sind eine Menge Veränderungen, finde ich. Und alles keine guten! WhatsApp-Nummer - wozu?
 
Das ja, trotzdem saß er meiner Erinnerung nach in Köln. Im Studio des DLF. (?) Sagte er immer. Oder sagte er nicht, er sendet aus Saarbrücken? Er machte da immer ein Geheimnis draus. Dass die Lateline nie im WDR zu hören war, weiß ich, trotzdem kann er ja von dort aus gesendet haben. Ich müsste alte Sendungen hören, dann weiß ich es wieder.
 
Eigentlich sollten alle Wellen, die das "gleiche" Genre produzieren auch nachts kooperieren, spart ein Haufen Geld. Ich verstehe nur den Sinn dahinter nicht, dass manche Anstalten so vernarrt darauf sind, ihr eigenes Nachtprogramm zu gestalten, obwohl sie wissen, dass sie weniger Zuhörer haben. In meinen Augen ist das Betrug am zahlenden Rundfunkteilnehmer.

In den 1980er-Jahren hat das doch auch eine Weile funktioniert, bis das Privatradio (vorallem in BW) gestartet ist. Gut, dazu muss man sagen, die Einschaltquoten waren damals auch noch höher wie heute.
 
Eigentlich sollten alle Wellen, die das "gleiche" Genre produzieren auch nachts kooperieren, spart ein Haufen Geld. Ich verstehe nur den Sinn dahinter nicht, dass manche Anstalten so vernarrt darauf sind, ihr eigenes Nachtprogramm zu gestalten, obwohl sie wissen, dass sie weniger Zuhörer haben. In meinen Augen ist das Betrug am zahlenden Rundfunkteilnehmer.

In den 1980er-Jahren hat das doch auch eine Weile funktioniert, bis das Privatradio (vorallem in BW) gestartet ist. Gut, dazu muss man sagen, die Einschaltquoten waren damals auch noch höher wie heute.
1. Woher nimmst Du das Argument, dass Programme nachts weniger Zuhörer hätten? Klar ist das richtig, aber doch nur teilweise, viele arbeiten nachts oder können nicht schlafen.
Und zum Argument mit der Nachtversorgung: SWR3 bekommt aus BW und RP Rundfunkgebühren, ebenso wie SWR1. Also wenn die sich keine eigene Nachtversorgung leisten können, dann weiss ich auch nicht. So viel mehr Geld dürfte das nicht kosten. Zudem sendet ja nachts nur noch SWR1 BW, SWR1 RP hat "Pause". Ebenso macht es SWR4, haben zwar auch zwei Sender, aber in der Woche übernimmt ab 18 Uhr im wöchentlichen Wechsel SWR4 RP oder SWR4 BW, nachts kommt die Hitnacht. Eigenprogramm von SWR4 BW und SWR4 RP in der Regel 13 Stunden, bis aufs Wochenende. So viel ist das doch nicht.

2. finde ich die Regelung, wie sie jetzt ist, eigentlich besser. Die "großen" Anstalten wie SWR, teilweise NDR oder der WDR und der BR gestalten die Nacht sieben Tage alleine, der Rest übernimmt. Also es wird schon gespart, zumal man bedenken muss, dass man zwar die Rundfunkgebühren,nur für "sein" Bundesland bezahlt, aber alle Anstalten was davon haben, weil es gerade bei den "kleinen" wie z. B. HR oder RB von den "großen" Anstalten einen Ausgleich gibt..
 
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Seit zwei Jahren sendet SWR1 BW 24/7, und SWR1 RP tgl. von 5-24 Uhr. Aus Baden-Baden kommen seitdem nur noch die Zentralnachrichten in den Randsendezeiten.

Bis 2017 sendete Baden-Baden idR von 20 bis 5 Uhr.
 
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Seit zwei Jahren sendet SWR1 BW 24/7, und SWR1 RP tgl. von 5-24 Uhr. Aus Baden-Baden kommen seitdem nur noch die Zentralnachrichten in den Randsendezeiten.
Stimmt, die Nachtschiene ab 0 Uhr kommt mittlerweile auch aus Stuttgart.
Wobei es bei SWR1 trotzdem noch Sendungen aus Baden-Baden (und Karlsruhe) gibt.

Sonntags von 6-10 Uhr ist definitiv Baden-Baden dran, der Radioreport Recht am Dienstag von 22.05-22.20 Uhr kommt aus der Rechtsredaktion in Karlsruhe. Der Hörfunkredation Wirtschaft & Soziales, verantwortlich für den SWR1-Arbeitsplatz am Samstag von 13:05-14:00 Uhr, sitzt ebenfalls in BAD.
 
Kirche und Religion am Sonntag Morgen (jedenfalls die Livesendung) zogen doch schon zur Programmreform 2017 nach Stuttgart um. Mit dem Arbeitsplatz dürfte selbiges einige Monate später passiert sein, tlw. zu erkennen an einer geringfügigen Modifikation einiger Jingles.
 
Bisschen OT:
Im "Sonntagmorgen" von 6-10 Uhr wird stets eine Baden-Badener Telefonnummer (07221...) für Hörerfeedback genannt. Und der SWR1-Arbeitsplatz wird hauptsächlich von Sina Rosenkranz (sonst für SWR2 und SWR Aktuell tätig) und Anno Wilhelm (sonst für SWR3 tätig) gestaltet. Sicher, dass die beiden und ggf. weitere Kollegen für eine einstündige Sendung nach Stuttgart pendeln, wenn die zuarbeitende Redaktion in BAD sitzt??
 
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Kann sein, dass diese Sendungen tatsächlich weiter aus Baden-Baden kommen.

Falls diese Sendungen doch aus Stuttgart kommen, wäre das eine schöne Ironie, mussten doch in den ersten SWR-Jahren die Sportredakteure mit Sitz in Stuttgart für ihre Sendung stets nach Baden-Baden pendeln, weil die Direktive damals vorschrieb, dass gemeinsame Sendungen für BW und RP grundsätzlich aus Baden-Baden zu kommen hätten.

Das Thema dieses Threads lautet übrigens immer noch "Vereinheitlichung der ARD-Nachtprogramme". Zu SWR1 gibt es einen Grundsatzthread hier: https://www.radioforen.de/index.php?threads/swr1-grosses-radio-mit-macken.23241/
 
Man müsste mal zusammensuchen, wie die Hörerzahlen der jeweiligen Landessender in den Stunden zwischen 23 Uhr und 05 Uhr aussehen. Dann käme schnell heraus, dass eigentlich nur ein einheitliches Nachtprogramm zu rechtfertigen ist.
 
Eine (überraschende?) Nachricht kam heute zu Beginn der LateLine-Sendung: Laut Ingmar Stadelmann wird anscheinend ab Juni die LateLine endgültig eingestellt. Der Blue Moon soll aber bei Fritz bleiben.
 
War zu erwarten. Junge Nacht dann überall von 22 bis 6 ? Würde erheblich Kosten senken und vor allem das Ende vieler Musik Specials bedeuten. Dafür dann Verkehrsmeldungen vom Westhofener Kreuz deutschlandweit die ganze Nacht. Wort ist offenbar bei der Jugend nicht mehr angesagt und wenn dann nur in Form von PodCast.
 
die Ausdüngung sämtlicher Inhalte in rbb-Wellen spitzt sich also weiter zu. Ob die Diskussion nun politisch korrekt ist oder nicht. Stattdessen noch mehr Flachfunk. Klappe halten. Danke dafür!
 
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Dazu müsste der Geber der jungen Nacht aber "mitspielen", doch lediglich die Hitnacht wäre ab 22 Uhr übernehmbar und das wird wohl auch mittelfristig so kommen, wenn Knallerie dagegen auch noch das 1LIVE-Abendprogramm absägen sollte...
 
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ich spreche aber nicht nur von "Jugendwellen". Sondern auch von Sendern wie Bayern 1. Die nachts nichts auf die Reihe bekommen. Von mir aus ist es nur der "billige" Praktikant am Mikro. Aber immer noch besser als nonstop Musik. Das jeder Sender dabei sein eigenes Süppchen kochen möchte, verstehe ich sogar und der Hörer auch.
 
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Mir ist auch unverständlich dass die mdr-Landeswellen und vor allem Bayern 1 nicht das Nachtprogramm von NDR1 übernehmen. Das würde sicherlich Kosten einsparen und ein moderiertes Programm ist immer besser als die Festplatte. Ich würde mir allerdings wünschen, dass die Nachtsendung vom NDR vielfältiger würde (diverse Wortbeiträge aus dem aktuellen Tagesgeschehen, Comedy wie z. B. Stenkelfeld oder kleine Gewinnspiele). Letztere gab es ja, solange die Nachtsendung aus Saarbrücken kam. Die Musikauswahl finde ich allerdings beim NDR besser, wobei es doch ruhig 1 oder 2 Schlager mehr pro Stunde sein dürften.
 
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