Vereinheitlichung der ARD-Nachtprogramme


s.matze

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Ach Gottchen. Ist das jetzt dein Ernst? Das notleidende Wirtschaftsunternehmen FC Bayern München (Jahresumsatz allein in der Sparte Profußball: 716 Millionen Euro in der Saison 2018/19*) hat in Zeiten von Kurzarbeit, Perspektivlosigkeit und dem Wegsterben kompletter Branchen (Eventagenturen, Künstlermanagement, Kulturschaffende, Messebauer, Konzertveranstalter, Glühweinproduzenten, Pyrotechniker, Theater, Opern, Freilichtbühnen) mein vollstes Mitgefühl!
Vielleicht setzt sich ja Herr Hoeness bei Frau Merkel ("macht einen sensationellen Job") für eine Soforthilfe ein, Tui und Aida (gehört zu Costa, einer Tochter von Carnival, Firmensitz ist Genua, Italien!) bekommen ja auch als Dank dafür, dass man in den letzten 10 Jahren trotz Rekordgewinnen so "vorausschauend" gewirtschaftet hat, viel Geld von uns Bürgern.
Ich bin mir sicher, die Connection ("Das nötigt mir Respekt ab") funktioniert noch.

* https://de.statista.com/themen/186/fc-bayern-muenchen
 
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hr1-hoerer

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Man soll auch mal loben! Hatte heute seit der Umstellung des erste mal Frühschicht und hab in die ARD-Hitnacht vom MDR reingehört, und muss sagen: Ich fand das richtig gut. Die Musikauswahl erinnerte entfernt an die Playlist von Antenne Niedersachsen Mitte der 90er Jahre, als man noch „Antenne-Das Radio“ hieß. Klar, größtenteils eingängige Oldies und Popnummern der 80er/90er, aber nett zusammengestellt und gut moderiert. Die Hitnacht vom NDR kam doch manchmal recht dröge und sehr Bourani-/ Oerding- /Giesinger- /Revolverheld- lastig (bzw. -lästig) daher. Hatte nicht ganz die Klasse von dem, was SR3 Saarlandwelle seinerzeit abgeliefert hat, aber es ist ja nur das Nachtprogramm, oder????
 
Laut der Auslosung spielt Kiel nun gegen Darmstadt. Ist damit eine Partie ohne Erstligamannschaft. Warum ich das sage? Besonders in den ersten beiden Runden lesen manche Nachrichtenmedien bei vielen Spielen an einem Tag nur die Spiele mit Erstligamannschaft vor. Warum? Keine Ahnung, auch Zweitligamannschaften können erfolgreich sein. Aber daran sieht man, dass die Relevanzkriterien unterschiedlich sein können. Auch zwischen den Programmen: Im Deutschlandfunk lief die Meldung mit dem Fußball auch erst kurz vor dem Wetter.
 

s.matze

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Die haben doch gegen Bayern gewonnen, angeblich gegen die beste
Mannschaft Deutschlands. Also gebt ihnen endlich den blöden Pokal!
Was soll das Gekicke? Jede weitere Partie ist da sinnloser Zeitverlust.
:oops:
 
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Aufschnitt

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Ich finde, s.matze hat schon ein bisschen Recht, wenn es um den Sport in den Nachrichten der ARD-Infonacht geht:
Heute liefen um 0 und 1 Uhr jeweils 4 Meldungen: die Corona-Beschlüsse mit Aufsager einer Nachrichtenredakteurin, Trumps Abschiedsvideo, Fußball-Bundesliga mit längerer Schilderung der Begegnung Bayer Leverkusen - Borussia Dortmund und als letztes Deutschland - Ungarn bei der Handball-WM.

An der Reihenfolge der Themen habe ich nichts zu kritisieren. Trotzdem nahm Fuß- und Handball fast die Hälfte der Informationszeit ein, Wetter und Verkehr nicht mitgerechnet. Klar müssen wichtige Sportergebnisse in den Nachrichten vorkommen, aber muss es wirklich in dieser Ausführlichkeit sein?

(Bloß nicht jede volle Stunde gleich auf dem Seziertisch zerpflücken, ich weiß. Aber wenn die Nachrichten nur 3 Minuten dauern dürfen, kommt es nochmal stärker auf den richtigen Themenproporz an.)
 

s.matze

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Das ist ja das Problem bei den neuen, gekürzten Nachts-Nachrichten. Da bleibt nicht viel Zeit und die wenige Zeit die man hat, füllt man dann noch mit endlosen Sportaufsagern. (die Reihenfolge finde ich so aber gut)
Es kann sich jeder mal eine Aufnahme z.B. von den neuen NDR-Zentralnachrichten zerschneiden, wieviel Zeit da auf -Nennung von Uhrzeit, -Namensnennung des Sprechers (die gab es früher, bei den 5minütigen Zentralnachrichten NIE - da durfte man nie erfahren, wer da spricht, warum muss man es seit Ende 2020 wissen?), "Soweit die Meldungen - das Wetter...", -den Wetterbericht in seiner Ausführlichkeit und den Satz "Soweit die Nachrichten" entfallen. Da sind schon mal 45 Sek. weg die von der reinen "Information" abgehen.
Ziehe ich dann noch die trockene Sportmeldung bzw. am Wochenende die Buli-Ergebnisse und dazu die unsäglichen O-Ton-Charts/Nennung Name Reporter ab, was bleibt denn da eigentlich noch übrig?

Dass man viele Stunden Infonacht gestaltet, heißt doch nicht, dass man es zur vollen Stunde "schleifen lassen" kann oder soll. Die Nachrichten vom MDR waren da aber bei weitem gehaltvoller.
Traurig: Sogar die allgemeinen BR-Nachrichten (tagsüber auf Bayern 2) haben mehr Tiefe und mehr Substanz als die zusammengestauchten Nachrichten nachts in der Infonacht.

Fehlt nur noch der Satz "Mehr Nachrichten finden Sie in der NDR-Info oder der Tagesschau-App" nach jedem Block.

Auch das Wetter mit ganz konkreten Temperaturen für die 10 wichtigsten deutschen Städte war beim MDR ausführlicher!
 
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ndrgast

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"Bitte!" - Mal den Fokus auf das Thema wieder etwas schärfen:
"Für MICH!" ist, wenn ich nachts nicht schlafe, Radio höre, ... DLF erste Wahl. Die anderen ARD-Nacht-Angebote sind so allgemein 'anspruchslos', haben aber doch 'funktionellen' Wert. Einfach als: "Begleiter durch die Nacht!" ... "Grundversorger!" für alle Autofahrer mit Verkehrsmeldungen und akute Warnungen vor Falschfahrern, ... "Voll okay!" ...

Unterscheidungsmerkmal der ARD-"Nacht!"-Wellen ist primär die Musikfarbe: "ICH will Schlager!" ... "ICH will Klassik, Pop et cetera!"
Echte Alternative:

Auf den Punkt; ÖR-Rundfunk hat den Programmauftrag: "Grundversorgung!" ... Durchaus diskussionswürdig, was "Nachts!" zu senden ist.

"NDRinfo" plustert sich auf. - "Sorry!" - DA habe ich nur zwei Mal reingehört: "Neulich!" das 1. Mal und damit zum 2. -und letzem - Mal: "Huch! - Welch ein Scheiß! - Typisch NDR! - ..!" ...

Zitat aus Wikipädia:

Derzeitiges Angebot​

Aktuell (Stand: 31. Dezember 2020) gibt es fünf Gemeinschafts-Nachtprogramme. Alle Programme werden in der Regel live produziert.

Die ARD-Hitnacht, produziert im wöchentlichen Wechsel von den Landesprogrammen des MDR in Erfurt, Dresden oder Magdeburg, ist das erste Gemeinschaftsprogramm. Sie löste 2011 den ARD-Nachtexpress ab. Sie ist täglich von 22 bis 6 Uhr auf den meisten Servicewellen zu hören.

Das ARD-Nachtkonzert, produziert von BR-Klassik in München, ist das zweite und mit Erstausstrahlung im Jahr 1980 auch das älteste Nachtprogramm. Es wird zwischen 0 und 6 Uhr produziert und von den meisten Kulturwellen übernommen.

Die ARD-Popnacht, produziert von SWR3 in Baden-Baden, ist seit 1990 verfügbar. Sie folgte auf den 1985 gestarteten ARD-Nachtrock. Produziert wird sie täglich zwischen 0 und 5 Uhr und ist auf den meisten Popwellen zu hören.

Das vierte Nachtprogramm ist die ARD-Infonacht, die von NDR Info in Hamburg zwischen 22 und 6 Uhr für alle Infowellen produziert wird.

Das jüngste Nachtprogramm ist die 2018 gestartete junge Nacht der ARD, welche täglich zwischen 0 und 5 Uhr von 1LIVE in Köln produziert wird.
 
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thorr

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"NDRinfo" plustert sich auf. - "Sorry!" - DA habe ich nur zwei Mal reingehört: "Neulich!" das 1. Mal und damit zum 2. -und letzem - Mal: "Huch! - Welch ein Scheiß! - Typisch NDR! - ..!" ...
Was stört dich denn konkret am Nachtprogramm von NDRinfo?

Die Infonacht ist für mein Empfinden die ARD-Nacht mit dem höchsten Mehrwert. Eben weil der Dlf ein anderes Format nachts anbietet. Die Hitnacht, die bisher vom NDR kam, sowie die junge Nacht von 1Live sind vor allem Musikabspielstationen. Zur MDR-Hitnacht kann ich noch nichts sagen.

Beim SWR zeigt man in der ARD-Popnacht allerdings, wie man nachts ansprechendes Radio gestalten kann: Interaktives, persönliches Radio. Der Dlf hat das bei der Vorstellung der neuen Radionacht einmal sehr schön formuliert, was Nachtradio bedeutet und für Chancen bietet:
Die Moderatoren empfinden sich dabei als Teil der Nachtgemeinde. Ob allein im Studio, in der stillen Wohnung oder im Auto: Wenn es draußen dunkel ist, gehen Hörer und Radio eine engere Beziehung ein als tagsüber, wenn Arbeit oder Telefone beim Zuhören stören. Ruhiger und auch persönlicher, als es am Tag möglich ist, begleiten die Moderatoren ihre Hörer durch die Melange der „Radionacht‘

Übrigens finde ich die Tonart-Nächte im Deutschlandfunk Kultur großartig - vier Stunden Autorensendung zu einem bestimmten Genre je Wochentag. Wo findet man das im deutschen Radio noch?
 
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Cavemaen

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Als sehr angenehm empfand ich (vor längerer Zeit), dass im Nachtprögramm der BR zu hören war mit Moderatoren (und innen!), mit bayerischem oder "frrränkisch" angehauchtem Akzent!

So etwas vermisse ich in einer Zeit, in der zum Teil völlig unwichtige Silben maschinengewehrartig herausgerattert und so musikalische Werke auf destruktive Art zerstört werden oder bei Doppelmoderation einer dem anderen respektlos ins Wort fällt, was im TV (Meischberger kann das gut) zur Normalität wurde.

Ruhige ausgeglichene Stimmen, bei guter Artikulierung, Atemtechnik und angenehmer Ausdrucksweise findet man bei HR-Info.

Wie wäre es mal mit einer süßen Französin am Mikrofon??

"... die so schön hat geprickel in ihre Bachnabbel"

Leider hört man im Norden nichts mehr von Susi Müller, da kam Phantasie auf!

Wenn Nachts Radio, ist mein Favorit Ben Streubel - sehr gute Ausdrucksweise, gut und verständliche Präsentation, abgeschlossene Sätze bei guter Betonung und gleicher Qualität bei symphatischer Stimme.

R.
 
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ndrgast

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Na, da sind ja wieder einige 'Nachtfalken' unterwegs: "Wochenend und Sonnenschein!" ist da nicht das passende Motto. 'Eigentlich' schlafe ich nachts. Als Schichtarbeiter habe ich auch sonst keine Muse für: "ICH höre NACHT-Radio!" ...
TROTZDEM: "Nachtradio!" ist für mich 'wichtig'!
'Nachts!" höre ich Radio nur via UKW: INPUT hole ich mir da gerne via dem bundesweiten DLF.
Unter dem Aspekt: "Grundversorgung!" ist der Programmauftrag der ÖR-Rundfunk-Anstalten:
"NACHTS!" sollten alle "RF-Anstalten öffentlichen Rechts" zwei Senderketten bespielen: "Info" und "Musik".
 

s.matze

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6 Stunden Nachrichten am Stück
So stimmt das ja nicht.
Im Grunde laufen 12 Minuten Nachrichten am Stück jede Stunde, erst die O-Ton-Charts, dann das kurze Wetter, ein längerer Bericht, auch mal ein Gespräch, den Rest füllen vertiefende Informationen, Sport, Wirtschaft, Kultur, Börse, auch mal ne Reportage usw. in den ersten 30 Minuten aus.

In der zweiten halben Stunde kommst du in den Genuss der vielen tollen NDR-Exklusiv-Produktionen wie "Die Intensiv-Station", vielleicht wäre ja auch Stenkelfeld, oder Büttenwarder als Hörspiel künftig eine Option.
Oder man bringt den TV-Ton vom XXL-Ostfriesen oder Großstadtrevier oder Tatortreiniger, sozusagen als Krimi zum Hören. Wär doch mal was.
Und für alle die den Nachtclub bei NDR 4 vermissen, laufen pro Stunde zusätzlich etwa 6-7 Minuten an beschwingter, rhytmischer Füllmusik mit Saxofon. Damit man die Fülle an kompakter Information besser verdaut.

Es wird ja auch kaum einer 6 Stunden am Stück die Infonacht hören.
 

ndrgast

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Einig:
Es wird ja auch kaum einer 6 Stunden am Stück die Infonacht hören.
DAS habe ich mir auf NDRinfo noch nicht angetan. So die Nachtstrecke auf DLF 23-05 Uhr ist aber durchaus genußvoll durchhörbar! - Und ab 05 Uhr beginnt das DLF-Tagesprogramm: "Mehr, mehr! - Ich will mehr!"
Mit NDRinfo kann ich tagsüber wenig anfangen: Nach 15' ist der News-Speicher schon: "Empty!" ... und die nächste Wi(e)derholungsschleife wird weggesendet. Bis auf wenige Ausnahmen habe ich es noch nie geschafft eine ED von >> 15' zu schaffen.
"Die neue Infonacht vom NDR!"
Hm, kann ich nichts zu sagen; habe ich noch wirklich NIE eingeschaltet. Verpasse ich da was???
 
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