• Diese Kategorie ist für die Diskussion über die Programminhalte der Sender gedacht. Über Senderstandorte und Empfang kann sich unter "DX / Radioempfang" ausgetauscht werden. Wir bitten um Beachtung!

Media-Analyse 2023 Audio II: Reaktionen und Meinungen

3 Sender bei Bielefeld im Umkreis von 30 KM sollte man zusammenlegen für Einsparungen. Interessanter Bericht, der über 01:30 hinausgeht. Bin ich gar nicht mehr gewohnt vom Häppchen-Journalismus des ÖRR.:oops:
 
Auch wenn harmony nur zur Frequenzblockade gegründet wurde sowie die News und Werbung von FFH übernommen wird, ist man in BadVilbel in Anbetracht der Verluste bestimmt nicht so entspannt. Wie erfolgreich man mit einer Funzelkette sein kann, zeigt BOB eindrucksvoll.
 
Wie erfolgreich man mit einer Funzelkette sein kann, zeigt BOB eindrucksvoll.
Bob ist in ganz Hessen über DAB 5C flächendeckend empfangbar und es ist kein Rätsel, dass es bei den Zahlen in der Vergangenheit durchaus zu Verwechslungen/Verschiebungen zwischen Regio-Bob und Bundes-Bob gekommen ist, siehe auch in Schleswig-Holstein.

In der MA wird der Hessen-Bob nicht separat aufgelistet, nur als eine Einheit (Bundes-Bob 5D = Hessen UKW). Die vielen Hörer des hessischen Bob (95.000) schalten überwiegend über DAB ein, aber das weißt du sicher.

Harmony FM geht seit dem Umstellen auf reinen 80er-Dudler komplett baden. Innerhalb eines Jahres wurde die Hörerschaft fast halbiert, weil man die Oldiefans mit dem engen Korsett weitgehend vertrieben hat. Das ist auch kein Wunder, denn durch den Fokus auf ein einziges Jahrzehnt hat man die Playlist ganz massiv ausgedünnt und wer 80er hören will, wurde auch bereits zuvor schon von 80S80S bedient. Das sind 8000 Hörer derzeit in Hessen, ein buchstäblicher Fliegenschiss. Welchen Grund sollte es für diese geben, zu Harmony FM umzuschalten? Und selbst wenn sie es täten, lägen sie weit unter den 39.000 Hörern vom Vorjahr.
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
251 Minuten Verweildauer am Tag ist ja wirklich nicht viel: Hier "staat de radio de hele dag aan".
War in den 80er und 90ern bei mir auch nicht anders, das Radio lief den ganzen Tag und überraschte mich fast ständig mit Musik, die ich bis dato noch nicht kannte.

Heute bekomme ich sofort schlechte Laune, wenn ich mal versehentlich das Radio einschalte, und einen Song zu hören bekomme, den ich in meinem Leben schon tausende Male gehört habe.

Insofern frage ich mich wirklich, wie man das ertragen kann, tagaus, tagein immer wieder dieselben Titel zu hören.
 
Wenn du einen Abschaltimpuls hast, dann ist doch die erste Frage: Wohin stattdessen? Weil du das nicht weißt, weil du die Alternativen nicht kennst, suchst du ein bisschen herum und bist von allem anderen schnell auch enttäuscht (weil eh alle nach dem gleichen Rezept kochen). Also landest du wieder beim alten Stammsender, den du zwar verfluchst, aber an den du dich gewöhnt hast wie an einen alten Ehepartner und deshalb besser erträgst als etwas Neues. Die Sender sagen dann "treuer Stammhörer" zu dir, obwohl du eigentlich flüchten würdest, wenn dir jemand eine brauchbare Alternative zeigen würde.
 
Antenne Bayern ist auf dem Weg, seine durchschnittliche stündliche Quote im Vergleich zur Hochzeit mit 1,5 Mio. Hörern zu dritteln, Radio NRW fällt gerundet innerhalb kurzer Zeit von 1,6 auf 1,3 Mio Hörer durchschnittlich in der Stunde. SWR3 fällt in zwei Schritten von einer Mio. Hörer auf unter 900.000 stündliche Durchschnittshörer.

Das ist doch prima und lässt hoffen, daß die Radiomacher beispielsweise am eigentlichen Programm was ändern müssen: Mehr Personality und echte Inhalte.

Die genannten Sender haben sich der miserablen Qualität der viel zu wenigen neuen Hits und ihrer damit verbundenen, viel zu langen Verweildauer auf hohen Rotationsstufen selbst "ausgeliefert". Es sei denn, die genannten, deutschen Sender würden wie das französische Europe 2 auch alternative Klänge zulassen und Kinder- respektive Plastikmusik auf die "Highlights" begrenzen.
 
Insofern frage ich mich wirklich, wie man das ertragen kann, tagaus, tagein immer wieder dieselben Titel zu hören.
Indem man der Gehirnwäsche der Berater-Playlisten erliegt. Das ist eine Radio-Lebenslüge. Man hat in den 70er,80er,90er auch nicht jeden Tag dasselbe gespielt. Mit Trauern kommst du keinen Millimeter weiter. Es gibt sie noch, die Überraschungen im (Radio)Leben. Das Netz hat einige davon. Soll es dazu professionell sein, empfehle ich dir eine Zeitreise zu Frank Laufenbergs Popstop oder das SW-Radio. Die mit den Musikperlen von Musikexperten. Weitere Sender recherchierst du im Netz. Deine
ist dann Vergangenheit.😄 Playlist heute SW-Radio:
Ups. Aktuell Slade: My Friend Stan. Hörste nirgends:
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Die von mir genannten Sender leiden aber gar nicht an einem Mangel an Geld.
Als ob Mangel an Geld, eine Voraussetzung zum Sparen in der Wirtschaft ist. Selbst Firmen mit Mrd.-Gewinnen "müssen" schweren Herzens Entlassungsrunden und Standortschließungen durchführen um im Markt wettbewerbsfähig zu bleiben...blablabla ;)
 
Zuletzt bearbeitet:
Wenn die Sender nicht zu Investitionen bereits sind, ist die Chance auf höhere Gewinne in der Zukunft erst einmal vertan. Insbesondere die Bayernantenne ist dann bald ein Fall für die Siechenstation.
 
Ein interessanter Diskussionsbeitrag über die Aussagekraft der MA-Zahlen:


Die "Übermedien" stellen darin fest, was auch hier längst Allgemeinwissen ist:
Das Kuriose: Nach der Veröffentlichung der Zahlen gibt es meist nur jubelnde Gewinner, die sich über ihre Top-Reichweite freuen.

Im Gespräch mit einer Medienwissenschaftlerin (Podcast: Holger ruft an) wird herausgearbeitet, ob und wie belastbar die MA-Zahlen und Ergebnisse sind, und dass das Verfahren selbst extrem aufwändig ist (70.000 Telefonbefragungen).
Interessant wird es etwa ab Minute 8 und ab Minute 12.
 
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